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Hinweise Zu Software-Updates - Reuter-Elektronik Rsr200 Bedienungsanleitung

Für den direkt digitalisierenden blackbox-empfänger
Inhaltsverzeichnis
(verstärkende) Interferenz gleichfrequenter Signale auftritt. Gleichfrequente Signale meint dabei den
Empfang des selben Signals über verschiedene Kanäle. Beim RSR200 sind das die Eingänge HF1 und
HF2 mit den daran angeschlossenen Antennen.
Die Hauptanwendung des Diversity-Empfangs ist die selektive Unterdrückung von unerwünschten
Signalen. Dazu müssen die Signale vor der Verknüpfung (Addition) auf exakt den selben Pegel und exakt
um 180° verschobene Phase (Inversion) gebracht werden. Gelingt dies nur für die unerwünschten Signale,
ohne dass die erwünschten Empfangssignale diese Bedingung erfüllen, so werden die Störsignale stark
gedämpft und die gewünschten Signale kaum. Je mehr die gewählten Antennen diese Bedingungen
unterstützen, um so erfolgreicher wird die Unterscheidung zwischen unerwünschten und erwünschten
Signalen sein.
Der RSR200 selbst ermöglicht die Anpassung des Pegel und der Phase für den Empfangskanal 2, um bei
Addition mit Kanal 1 die notwendige Pegelgleichheit und Phaseninversion zu erreichen. (Auch mittels
„ATT" in beiden Kanälen ist eine grobe Angleichung der Pegel möglich). Für hohe Unterdrückungswerte
(hohe Genauigkeit der Übereinstimmungen) ist eine sehr exakte Einstellung notwendig. Der Kanal 2 kann
deshalb digital mit einer Auflösung von 0,001 im Bereich 0,001 bis 8 facher Verstärkung und 0,01° im
Bereich von 0° bis ±180° Phasenwinkel eingestellt werden.
Achtung! Diese Einstellbereiche ergeben insgesamt 288 Millionen mögliche Kombinationen!
Um die geeignetste Kombination zur Erzielung der maximal möglichen Dämpfung zu finden, erfolgt die
Auswahl in 2 Schritten:
- Grobauswahl mit Hilfe des Zeigers für die gesuchten (Polar-) Koordinaten im zweidimensionalen
Magnituden-Phasenraum. Diese Auswahl per Maus erfolgt mit der Pixel-Auflösung des Diagramms
(„Zielscheibe"). Dabei wird das Spektrum im SDR-Programm betrachtet und der Punkt gesucht, bei dem
eine Absenkung der Pegel des interessierenden Signals erfolgt. Mit kleinen Variationen um den
gefundenen Punkt herum kann man den Pixel auf der „Zielscheibe" identifizieren, der die größtmögliche
Absenkung ermöglicht. Dabei sind je nach Frequenz ca. 30 dB (bis ca. MW) bis 20 dB (KW) möglich. Wird
keiner gefunden, müssen die Pegel der Signale besser angepasst werden (Antennen, Abschwächer, evtl.
Einschalten von „Gain" im Diagramm, ...).
Hinweis: Der RSR200 ermöglicht in Betriebsart „Sep" die Umschaltung der Ansicht beider Einzelkanäle.
Dazu jeweils das Häkchen bei der gewählten Schnittstelle abwechselnd bei Kanal 1 und 2 setzen. Der
Pegel des auszublendenden Signals sollte in Kanal 2 geringfügig höher sein als in Kanal 1 (Antennen
ausrichten, Abschwächer einstellen). Ist das nicht möglich, darf er maximal 18 dB tiefer liegen, dann
digitales „Gain" im Diversity benutzen.
- Feineinstellung mit den Einstellreglern „Magnitude" und „Angle". Hier kann mit wechselseitiger
Verstellung (Schrittweiten evtl. anpassen) genau der Punkt der höchsten Unterdrückung gewählt werden.
Bei tiefen Frequenzen ohne große Schwankungen sind bis zu 60 dB erreichbar, der Punkt höchster
Dämpfung ist sehr „scharf". Mit steigender Frequenz lassen mögliche Dämpfung und „Schärfe" der
Einstellung nach.

5.5 Hinweise zu Software-Updates

Ein „SDR" besteht aus mindestens 2 Teilen:
1.
Dem HF-Empfänger, der Analogsignale digitalisiert und die resultierenden Daten an einer üblichen
Computer-Schnittstelle ausgibt (und darüber auch mittels digitaler Daten gesteuert werden kann).
2.
Einem Computer (üblicherweise PC), der die Daten verarbeitet (Audio erzeugt, Bedienoberflächen
zur Steuerung und Anzeige enthält usw.).
Außer für sehr einfache Geräte (Empfänger hat keine intelligente Steuerung in Form einer CPU), ist für
beide Teile Software erforderlich. Der Anteil für den Empfänger (Programm der integrierten CPU) wird
üblicherweise „Firmware" genannt. Der Anteil für den PC besteht aus mindestens einer ausführbaren Datei
(das eigentliche SDR-Programm) und oft weiteren Hilfsdateien. Bei der Verwendung des RSR200 als
Empfänger sind mindestens immer 2 Hilfsdateien erforderlich:
1. Eine DLL (enthält ausführbaren Programmcode) zur Vermittlung der Datenströme zwischen SDR-
Programm und Empfänger. (Im Falle des RSR200B enthält die DLL auch eine eigene
Bedienoberfläche für Steuerungen, die in üblichen SDR-Programmen nicht enthalten sind). Diese
AUSGABE
DATUM
2.11
12.09.2025
K & M Burkhard Reuter
NAME
RSR200_BA_V211.PDF
B. Reuter
Seite 18
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