Eingangsschaltungen für Kanal 1 und 2 zusätzliche Anzeigen integriert. Das normalerweise grüne Feld
„Ov" (Overload) wird rot, sobald der Empfangspegel nur noch ca. 0,5 dB unter der Clipping-Grenze liegt.
Die Schaltung arbeitet mit der ADC-Taktfrequenz, ermöglicht also auch die Erfassung sehr kurzer Impulse
im ns-Bereich. Eine erkannte Vollaussteuerung bzw. Übersteuerung wird jedoch min 0,5 s lang rot
angezeigt.
Hinweis: Leuchtet die Übersteuerungsanzeige eines Kanals öfter oder gar dauerhaft rot, reduzieren Sie
den Eingangspegel. Bei Übersteuerung ist eine verzerrungsfreie Signalverarbeitung nicht möglich!
Der Eingangspegel kann mit Hilfe des Abschwächers („ATT" auf höhere Werte setzen) reduziert werden.
Achtung! In der Betriebsart „Div" kann eine digitale Verstärkung „hinter" dem ADC eingestellt werden
(Magnitude > 1,000). Diese Verstärkung reduziert generell die analog „vor" dem ADC eigentlich mögliche
Aussteuerungsgrenze. Wählen sie digitale Verstärkung nur, wenn unbedingt nötig, z. B. bei sehr geringen
Pegeln der am Eingang HF2 angeschlossenen Signalquelle!
Beachten sie auch die Hinweise zum Einsatz von ferngesteuerten Antennen. Die Fernsteuerung erfolgt
direkt über das HF-Kabel und überlagert damit die Empfangssignale mit den Steuersignalen. Bei hohen
Summenpegeln (breitbandige Empfangssignale) und / oder hoher Vorverstärkung (ATT < 0) kann durch die
zusätzlichen Antennen-Steuersignale Übersteuerung auftreten. Reduzieren sie in diesem Fall die
Vorverstärkung (ATT auf größere Werte stellen).
Die steuerbaren Geräte RLA4, RAP1 und RFA2 sind Aktivgeräte (integrierte Verstärker), die so hohe Pegel
liefern, dass niemals Vorverstärkung im RSR200 notwendig ist. Vielmehr ist speziell bei der RLA4
(breitbandig hohe Pegel) oft der Einsatz von Dämpfung (ATT >0) oder das Zwischenschalten eines
Preselektors notwendig.
6.3 Version 2.10
Die Version 2.xx ist eine grundlegende Überarbeitung der Version 1.xx der ExtIO-DLL und der Firmware
des RSR200B. Im Vordergrund stand dabei die bessere Kompatibilität der DLL zu vorhandener SDR-
Software. Die DLL V1.xx wurde mit einer Entwicklungsumgebung erstellt, welche erweiterte
Funktionalitäten des PC benutzt (z. B. DirectX für schnelle Bildanzeigen). Diese Funktionen sind aber oft
nicht kompatibel zur Softwarestruktur der SDR-Programme, welche die DLL im Hintergrund benutzen.
Dadurch kam es zu gegenseitigen Behinderungen, die sich z. B. in „Aufhängern" beim Starten oder
Beenden des Programms zeigten. Ab Version 2.10 wird die DLL in einer Entwicklungsumgebung ohne
Nutzung erweiterter Funktionalitäten erstellt („Visual Component Library" mit C++ Compiler von
Embarcadero).
Die Verwendung einer anderen Entwicklungsumgebung zeigt sich vor allem im veränderten Aussehen der
Bedienoberfläche des RSR200B. Außerdem wurden einige Elemente verändert und neue Funktionen
hinzu gefügt. Das Bedienpaneel wurde zweigeteilt. Der linke Teil enthält die üblicherweise notwendigen
Einstellungen und wird immer beim Start der DLL bzw. Aufruf vom SDR-Programm eingeblendet:
Die meisten Bedienelemente entsprechen in der Funktion denen der Bedienoberfläche Version 1.xx.
Folgende Änderungen sind vorhanden:
•
Schaltflächen „I----I": Sie ersetzen die bisherigen Buttons „0-70". Die Schaltflächen sind aktiv, wenn
als Antennensteuergerät ein Typ gewählt ist, der eine Abschaltung / Überbrückung der
Steuerungsfunktion erlaubt (aktuell RAP1 und 2: Überbrückung der Filter). Bei Betätigung wird
diese Funktion aktiviert. bzw. wieder deaktiviert
•
In der Auswahlliste „ANT" bei Kanal 1 ist jetzt der Preselektor RAP2 wählbar. Ein am Eingang
„VHF" angeschlossener RAP2 wird dann vom RSR200B mit Strom versorgt (nur das Gerät, nicht
eine eventuell notwendige Fernspeisung für Antennenverstärker am Eingang des RAP2!). An den
AUSGABE
DATUM
2.11
12.09.2025
K & M Burkhard Reuter
NAME
RSR200_BA_V211.PDF
B. Reuter
Seite 25