- ATT: Dämpfungseinstellung für Kanal 1. Werte über 0 (dB) ergeben Dämpfung der
Eingangssignale, unter 0 dB Verstärkung.
•
CH2 : Wie CH 1. Der Eingangswahlschalter erlaubt die Umschaltung des Kanals von Kanal 1
(gleiches Signal wie für diesen Kanal ausgewählt) auf HF2. Die gewählte Fernspeisung / -
steuerung wird immer an HF2 geschaltet. LED „HF2" zeigt die Aktivierung an.
•
DSP:
- Wahlschalter zur Einstellung der Signalverarbeitung:
•
Par: Parallele Addition: Die 16 Bit Datenströme der beiden ADC werden zu einem 17 Bit
Datenstrom zusammengeführt. Das ergibt eine theoretische Erhöhung des SNR von 3,01 dB
(praktisch rund 2 dB erreichbar). Kanal 2 muss dazu auf Signaleingang "CH1" geschaltet
werden. (Bei Schaltung auf „HF2" werden ebenfalls beide Datenströme addiert. Eine
Verbesserung des SNR ist jedoch nur zu erreichen, wenn „HF1" bzw. „VHF" und „HF2" exakt
das gleiche Signal erhalten.)
•
Div: Diversity: Der Datenstrom aus Kanal 2 wird mit veränderbarer Amplitude und Phase zum
Datenstrom 1 addiert. Werden den beiden Eingängen HF1 und HF2 unterschiedliche Signale
zugeführt („Antennen-Diversity"), so können bestimmte Signale durch Interferenz angehoben
bzw. abgeschwächt werden. Zur Einstellung der Amplitude und Phase kann ein Fenster
geöffnet werden (Knopf rechts neben „Div"):
Der grüne Zeiger kann an der Spitze (kleiner grüner Punkt) mit der Maus „angefasst" und im IQ-Datenraum
positioniert werden. Dabei entspricht der Abstand zur Mitte der Amplitude (korrekt: Magnitude des
komplexen Signals), der Winkel zur x-Achse der Phase. Sollte das Signal im Kanal 2 kleiner als das im
Kanal 1 sein, so kann über „Gain" eine digitale Verstärkung zugeschaltet werden. Weitere
Beeinflussungsmöglichkeiten sind durch die getrennt einstellbaren Abschwächer in Kanal 1 und 2 möglich.
Gehen
sie
zur Dämpfung
folgendermaßen vor:
–
Überprüfen sie die Pegelverhältnisse des Signals in beiden Kanälen (möglich durch Umschalten
der Kanäle für die gewählte Schnittstelle bei Betriebswahl „Sep", siehe unten). Der Empfang des
Störsignals sollte in Kanal 2 etwas stärker als in Kanal 1 sein (sonst „Gain" zuschalten).
–
Positionieren sie die Spitze des Zeigers in etwa auf dem Pegelkreis, bei dessen Dämpfung die
Pegel im Kanal 2 auf die des Kanals 1 gebracht werden (höchste Dämpfung erfolgt bei exakter
Amplitudengleichheit).
–
Fahren sie nun mit dem Zeiger auf diesem Kreis um den Mittelpunkt (Phasenänderung). Bei einer
bestimmten Phase wird das Signal maximal gedämpft. Dabei auch die Amplitude geringfügig
verändern, um den exakten Punkt der höchsten Dämpfung zu finden.
–
Verwenden sie die Einstellregler für Magnitude und Winkel zur Feineinstellung.
Die erreichbaren Unterdrückungswerte sind stark von den Signalen an den Eingängen abhängig. Beachten
sie allgemeine Hinweise zum Thema Antennen-Diversity (sinnvolle Auswahl und Anordnung von Antennen
usw.).
•
SerU / SerL: Serielle Addition: Kanal 1 wird mit Verschiebung von ½ Taktperiode mit Kanal 2
zeitlich verschachtelt. Der kombinierte Datenstrom wird mit doppelter Taktfrequenz gefiltert.
Das entspricht einer virtuellen Verdopplung der ADC-Taktfrequenz. Es ist wählbar, ob das
obere („SerU") oder das untere („SerL") Seitenband des resultierenden Spektrums
AUSGABE
DATUM
2.11
12.09.2025
eines bestimmten
(Stör-)Signals (Hauptanwendung
K & M Burkhard Reuter
NAME
RSR200_BA_V211.PDF
B. Reuter
des Diversity)
Seite 8