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Empfehlungen Zum Pipettieren - Integra Switch 2011 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
SWITCH-Pipetten – Bedienungsanleitung V00
4.6

Empfehlungen zum Pipettieren

INTEGRA Biosciences empfiehlt die folgenden Techniken für beste Pipettierergebnisse.
Diese Techniken entsprechen der Norm ISO 8655-2.
• Am besten taucht man die GRIPTIPS knapp unter die Flüssigkeitsoberfläche
(2–3 mm), um das gewünschte Volumen zu aspirieren. Wird die Spitze zu tief
eingetaucht, erhöht sich das Verschleppungsrisiko durch Flüssigkeitstropfen, die an
der Außenseite der Spitze hängen bleiben. Aufgrund der geringen Kolbenkraft und
des kurzen Kolbenwegs kann die Pipettiergeschwindigkeit im Vergleich zu
mechanischen Pipetten höher sein. Nehmen Sie sich Zeit, sich daran zu gewöhnen.
• Drücken und lassen Sie den Kolben immer mit gleichbleibender Geschwindigkeit und
Sanftheit.
• Führen Sie stets eine Vorbefeuchtung der GRIPTIPS durch. Nach dem Aufstecken der
Spitzen auf die Pipette aspirieren und dispensieren Sie das volle Volumen 2–3-mal, um
die Innenseite der Pipettenspitzen zu befeuchten. Mit der Vorbefeuchtung stellen Sie
sicher, dass Flüssigkeit und Luft in den Spitzen dieselbe Temperatur haben und der tote
Luftraum befeuchtet wird. Wird das Vorbefeuchten vernachlässigt, kann dies dazu führen,
dass die Abgabemenge bei den ersten Dispensierungen geringer ist.
• SWITCH-Pipetten sind Luftverdrängungspipetten. Um Flüssigkeiten richtig zu
dosieren, halten Sie die Pipettenspitze in einem Winkel von 0–20°. Nach jeder
Dispensierung müssen die GRIPTIPS die Gefäßwand oder die Flüssigkeit berühren.
Dieser Vorgang wird als „Abstreifen" oder „Tip Touch" bezeichnet und verhindert, dass
Flüssigkeit an den Pipettenspitzen haften bleibt.
• Im Mehrfachdispensiermodus werden Prä- und Post-Abgaben durchgeführt. Diese beiden
Volumina werden nicht verwendet, da sie die kumulierten Pipettierfehler enthalten.
• Luftverdrängungspipetten zeigen die beste Leistung zwischen 35 % und 100 % des
Nominalvolumens.
• Viskose Proben sollten mit langsamer Geschwindigkeit aspiriert und dispensiert
werden, um ein genaues Pipettieren zu gewährleisten. Darüber hinaus wird das
umgekehrte Pipettieren empfohlen.
• Beim Pipettieren von Flüssigkeiten mit hohem Dampfdruck (z. B. Methanol oder Ethanol)
pipettieren Sie relativ schnell und vermeiden Sie längere Pausen nach dem Aspirieren.
• Kalibrieren Sie je nach Flüssigkeitstyp. SWITCH-Pipetten werden im Werk für die
Verwendung mit destilliertem Wasser bei Raumtemperatur getestet und kalibriert. Es kann
notwendig sein, Ihre SWITCH-Pipetten neu zu kalibrieren, wenn die zu verwendende
Flüssigkeit andere physikalische Eigenschaften (spezifisches Gewicht und Dampfdruck) als
Wasser hat.
• SWITCH-Pipetten sind werkseitig nicht unter 10 % ihres maximalen Volumens
kalibriert. Es ist zwar möglich, weniger als 10 % des maximalen Volumens zu
pipettieren, doch kann dies zu unerwünschten Ergebnissen in Bezug auf Präzision
und Richtigkeit führen. Wenn Richtigkeit und Präzision entscheidend sind, wird daher
empfohlen, mit mehr als 10 % des maximalen Volumens der Pipette zu arbeiten.
W
ARNUNG
Vermeiden Sie das Pipettieren über längere Zeiträume. Zur Minimierung des
Risikos von Verletzungen durch Mikrotraumata (RSI-Syndrom) sollten Sie
Pausen von mehreren Minuten einplanen.
Verwenden Sie beim Pipettieren ätzender oder biologisch gefährlicher
Flüssigkeiten GRIPTIPS mit Filter. Der Filter verhindert das Korrodieren oder
die Kontamination der Zylindereinheit durch Dämpfe und Aerosole.
www.integra-biosciences.com
Betrieb
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