6 | Bau- und Bedienungsanleitung
hohen Spannungsspitzen beim Ausschalten der Relais
sind die Freilaufdioden D5 und D6 parallel zu den Spu-
len der Relais angeschlossen. Die Relaisansteuerung
erfolgt aus Platzgründen auf einer anderen Platine.
Schaltnetzteil
Am Ausgang des Brückengleichrichters erhalten wir
eine Gleichspannung von ca. 320 V, die über den
Übertrager TR1 auf den Drain-Anschluss des Schalt-
regler-ICs (IC1) gelangt. Die Kondensatoren C2 und C3
übernehmen die Glättung und Siebung der gleichge-
richteten Wechselspannung.
Das komplexe Schaltregler-IC (IC1) beinhaltet alle
wesentlichen Stufen eines Schaltnetzteils. Neben dem
integrierten Leistungs-MOSFET, der als Schalter arbei-
tet, sind hier auch alle Regelungs- und Sicherheits-
funktionen vorhanden. Die über der Primärwicklung
liegende Reihenschaltung von D1 und D2 dient zur
Begrenzung von Gegeninduktionsspannungen, und C4
unterdrückt Impulsspitzen.
Das IC erhält seine Versorgungsspannung über eine
interne Stromquelle aus dem Drain-Anschluss. Sobald
der interne 132-kHz-Oszillator schwingt, werden alle
internen Stufen aktiv und der FET-Schalttransistor be-
ginnt zu schalten. Eine interne Regelung, die über den
externen Feedback-Anschluss gesteuert wird, sorgt für
die Begrenzung des Drain-Stroms, worüber auch letzt-
endlich die Regelung der Ausgangsspannung erfolgt.
T101
BC848C
Relais-
Ansteuerung
MP101
MP102
BU101
MP103
+12V
1
2
3
4
5
6
C101
100n
25V
Spannungsstabilisierung
Bild 3: Das Schaltbild der Betriebsspannungserzeugung und der Relaisansteuerung
www.elv.com
R115
2K7
R109
T102
47K
R110*
BC848C
0R
*=nip
R111*
0R
R112
T103
2K7
R113*
BC848C
0R
R114*
0R
*=nip
MP104
J1
IC101
IN
OUT
HT-7533
GND
+12V
+
C103
C102
10u
100n
16V SMD
25V
Tantal
Die an der Sekundärwicklung anliegende Ausgangs-
wechselspannung wird mit D3 gleichgerichtet und die
Elkos C7 und C9 sorgen für die erforderliche Glättung
und Pufferung. Auch hier dient die Spule L2 zur Stör-
unterdrückung.
Über den Optokoppler IC2 erfolgt eine Rückkopp-
lung von der Sekundärseite auf die Primärseite, wo-
bei zwei Regelkreise bestehen. Das ist zum einen die
Spannungsregelung und zum anderen die Überlast-
Strombegrenzung.
Die Spannungsregelung erfolgt über die Referenz-
diode D4, die den Katodenanschluss so ausregelt, dass
am Steuereingang eine Spannung von 2,5 V ansteht.
Dieser Anschluss wird über den Spannungsteiler R9
und R11 gespeist. Die Schaltung ist nun so ausgelegt,
dass die Referenzdiode die Ausgangsspannung „U out"
auf 12 V ausregelt. Die Regelung erfolgt dabei über
den Optokoppler IC2 und die Referenzdiode verändert
den Strom durch den Optokoppler so, dass sich 12 V am
Ausgang bzw. 2,5 V an ihrem Steuereingang einstellt.
Durch den Strom durch die Optokoppler-Diode wird der
Stromfluss im primärseitigen Optokoppler-Fototran-
sistor verändert.
Letztendlich wird die Spannung am Feedback-Pin
(FB) des Schaltreglers IC1 so beeinflusst, dass der
Schaltregler genau so viel Energie liefert, wie für eine
Ausgangsspannung von 12 V erforderlich ist, d. h.
die Ausgangsspannung ist somit ausgeregelt. Ohne
T105
R105
IRLML
6401
470K
R102
T104
120K
BC848C
C104
Goldcap
Netzteilabkopplung
bei Netzausfall
BU102
MP106
1
MP105
2
MP107
3
4
MP108
5
+12V
6
MP109
7
8
+
220m
5V5