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elv RZA200 Bau- Und Bedienungsanleitung Seite 4

Rollladen-zeitschaltuhr mit astrofunktion und sonnensensor-anschluss
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4 | Bau- und Bedienungsanleitung
werden soll (z. B. eine Stunde vor Sonnenaufgang den
Rollladen einfahren und bei Sonnenuntergang ausfah-
ren). Kombinationen von „Astro"-Zeiten mit festen
Zeiten sind dabei ebenso möglich.
Dieses kleine Beispiel zeigt die Möglichkeiten der
RZA200: 30 Minuten nach Sonnenaufgang Rollladen
einfahren, um 12 Uhr Rollladen aus- und um 13 Uhr
wieder einfahren, 30 Minuten nach Sonnenuntergang
ausfahren.
Der Rollladen wird so das ganze Jahr über erst ein-
gefahren, wenn es hell ist, und ausgefahren, wenn es
dunkel ist. In der Mittagszeit wird das Zimmer vor di-
rekter Sonneneinstrahlung geschützt.
Beschattungsautomatik
Optional ist für die RZA200 ein Sonnensensor erhält-
lich. Dieser sorgt dafür, dass der Rollladen bei direkter
bzw. stärkerer Sonneneinstrahlung ganz oder teilwei-
se geschlossen wird. Damit erfolgt eine wirkungsvol-
le Klimatisierung des Raums oder bei Anwendung an
einer motorisierten Markise oder Beschattungsanlage
eine Beschattung der darunter liegenden Fläche.
Der Sensor wird per Saugnapf an der Fensterschei-
be befestigt und erfasst die Sonneneinstrahlung. An
der RZA200 kann man die Schwellwerte für Beginn
und Beenden der Beschattung einstellen. Ist die Be-
schattungssteuerung aktiviert, wird jede Minute die
Helligkeit gemessen. Wird fünf Minuten in Folge der
eingestellte Schwellwert überschritten, erfolgt ein
Ausfahren des Rollladens bzw. der Beschattungsanla-
ge. Dabei stehen für die Steuerung zwei Varianten zur
Verfügung:
Sensormodus: Der Rollladen wird ausgefahren, bis
er den Sensor verdeckt. Der Rollladen wird angehalten
und wieder eingefahren, bis der Sensor wieder „freie
Sicht" hat.
Positionsmodus: Der Rollladen wird bis zur pro-
grammierten Position ausgefahren (programmiert
wird dabei die Fahrtzeit), der Sensor muss so positio-
niert sein, dass der Sensor nach dem Ausfahren nicht
verdeckt wird.
Nachdem die Endposition erreicht wurde, erfolgt
weiterhin jede Minute eine Helligkeitsmessung. Unter-
schreitet die Helligkeit fünf Minuten in Folge die „Dun-
kelschwelle", wird der Rollladen wieder eingefahren.
Programmieren der Fahrtzeiten
Grundsätzlich ist bei einem Rollladenantrieb die
Fahrtzeit für das komplette Ein- und Ausfahren durch
die Endlagensteuerung des Antriebs begrenzt. Es gibt
jedoch Anwendungswünsche, wie eben die oben be-
schriebene Beschattungsautomatik, wo die Haltestel-
lung flexibel gehandhabt werden soll. Auch eine (zeit-
weise) andere Endstellung, z. B. leicht angehoben zur
besseren Belüftung in warmen Nächten oder ein nur
halb angehobener Rollladen am Tage, ist mitunter ge-
fragt. Hier muss man also nicht den Rollladenmotor
neu einstellen, sondern kann diese Einstellungen über
die Fahrtzeit des Antriebs sowohl ab- als auch auf-
wärts bequem von der Schaltuhr aus regeln.
Die Zeitdauer für die Beschattungsautomatik wird
jedoch nur benötigt, wenn die Beschattungsautoma-
tik wie oben beschrieben im Positionsmodus arbeitet.
www.elv.com
Der Rollladen wird dabei an eine fixe Position ausge-
fahren, die über die hier angegebene Zeitdauer fest-
gelegt ist. Der Einstellbereich der Fahrtzeit beträgt
dabei 1 bis 240 Sekunden, ab Werk ist die RZA200 auf
60 Sekunden Fahrtzeit eingestellt. Die mögliche lange
Fahrtzeit von bis zu 4 Minuten erlaubt z. B. auch den
Einsatz an größeren Markisenanlagen, die bekanntlich
recht lange Zeit zum Ein- und Ausfahren benötigen.
Übrigens muss man die Fahrtzeit im normalen Be-
trieb nicht zwingend an die Endstellungen des Rollla-
dens anpassen, die interne Endpunktabschaltung des
Antriebs wird ja hiervon nicht berührt. Wird also keine
der diesbezüglichen Sonderfunktionen genutzt, kann
die Werkseinstellung problemlos stehen bleiben, auch
wenn der Rollladen weniger als 60 Sekunden für ein
komplettes Ein- oder Ausfahren benötigt.
Zufallsfunktion
Die ebenfalls verfügbare Zufallsfunktion variiert die
programmierten Zeiten mit einem Zeitfenster von ma-
ximal ±15 Minuten. Der Zufallsoffset wird jeden Tag
für jede programmierte Zeit individuell berechnet.
Eine Kombination mit der Astrofunktion ist ebenso
möglich.
Ein Beispiel dazu: Programmiert wurde: Zufallsmodus
aktiviert, 30 Minuten nach Sonnenaufgang Rollladen
einfahren und bei Sonnenuntergang Rollladen ausfah-
ren. Die für den aktuellen Tag berechneten Zufallsoff-
sets liegen bei -10 Minuten und +3 Minuten, der
Rollladen würde also 40 Minuten vor Sonnenaufgang
eingefahren und 3 Minuten nach Sonnenuntergang
abgesenkt.
Wozu benötigt man eine solche Funktion? Zur Ein-
bruchs-Prävention! Ein genau beobachtender po-
tentieller Einbrecher registriert es, wenn etwa alle
Rollläden täglich zur gleichen Zeit geöffnet oder ge-
schlossen werden. Erfolgt das Ein- oder Ausfahren zu
unterschiedlichen, täglich leicht abweichenden Zei-
ten, kann eine eventuelle Abwesenheit nicht so ein-
fach erkannt werden.
Der Zufallsmodus kann jederzeit aus der Hauptan-
sicht des RZA200-Menüs heraus aktiviert werden. So
kann für den Urlaub mit einem einzigen Tastendruck
eine Abwesenheitssimulation aktiviert werden, ohne
ein einziges Wochenprogramm zu verändern.
Genaue Uhr
Um eine hohe Ganggenauigkeit der internen Echtzeit-
uhr zu erreichen, kommt ein präziser SMD-Uhrenquarz
zum Einsatz. Dennoch kann es bei längerem Betrieb zu
einer sichtbaren Abweichung der Uhrzeit kommen, da
die Genauigkeit unter anderem durch die Alterung des
Quarzes oder Temperaturschwankungen beeinflusst
wird.
Sollte es zu einer deutlichen Zeitabweichung kom-
men, kann ein manueller Abgleich durchgeführt wer-
den. Dazu muss lediglich die korrekte Referenzzeit
minutengenau eingegeben werden. Als Referenzzeit
kann eine Funkuhr, die Zeit eines Zeitservers oder
auch eine Webseite mit der aktuellen Atomzeit usw.
verwendet werden.
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