zu Best.-Nr. 2711
das Gemisch extrem fett, ergibt sich ein unstabiler Motorlauf. Beim Öffnen der Drossel kommt sehr
viel Qualm aus dem Auspuff und die Drehzahl kann plötzlich absinken oder der Motor bleibt ganz
stehen. Dies kann aber auch durch zu langen Leerlauf hervorgerufen werden.
Ist - im Gegensatz dazu - das Gemisch zu mager, wird dies dadurch angezeigt, dass kein oder sehr
wenig Qualm aus dem Auspuff kommt und der Motor beim Öffnen der Drossel stehenbleibt. In diesem
Fall wird die Gemischeinstellschraube gegen den Uhrzeiger gedreht, um das Gemisch anzureichern.
2. Ist das Leerlaufgemisch so weit vorläufig eingestellt, wird als nächstes das Gemisch für den Schwe-
beflug (Mittelbereich) eingestellt.
Das Modell wird im Schwebeflug gehalten, wobei die Gas/Pitchsteuerung wiederholt kurzzeitig so
betätigt wird, dass die Reaktion des Motors auf Laständerungen im Mittelbereich beobachtet werden
kann. Qualmt der Motor stark und die Drosselreaktion ist schlecht und zögernd, so ist das Gemisch zu
fett. Dann den Helikopter landen und die Vollgasdüsennadel im Uhrzeigersinn, in Schritten von 1 bis 3
Rasten, schliessen. Das Gemisch sollte aber noch etwas auf der "fetten" Seite bleiben. Die Halbgas-
Düsennadel nicht verstellen!
Ist, im Gegensatz dazu, der Schwebeflug nicht stabil und die Drosselreaktion überempfindlich und
nervös, oder der Motor neigt zum Überhitzen, dann ist das Gemisch zu mager. Die Vollgasdüsennadel
wird dann schrittweise gegen den Uhrzeigersinn verstellt. Ist ein zufriedenstellender Schwebeflug
erreicht, wird das Modell gelandet und der Leerlauf nochmals überprüft. Nach etwa 10 Sekunden
Leerlauf wird die Drossel wieder soweit geöffnet, dass das Modell gerade abhebt. Ist der Drehzahl-
übergang weich und sauber, dann ist die Leerlaufeinstellung in Ordnung; sind Anzeichen für zu fetten
oder zu mageren Motorlauf zu beobachten, dann muss die Leerlaufeinstellschraube nochmals ent-
sprechend nachgestellt werden.
Hinweis!
Bei diesem Vergaser haben weder die Leerlauf-Einstellschraube noch die Halbgas-Düsennadel einen
Einfluss auf das Gemisch bei Vollgas oder "fast Vollgas".
3. Jetzt muss die Vollgasdüsennadel endgültig eingestellt werden; dazu lässt man das Modell mit Vollgas
senkrecht steigen. Ist seine Beschleunigung schlecht, es kommt viel Qualm aus dem Auspuff und die
erwartete, normale Steiggeschwindigkeit wird nicht erreicht, dann ist das Gemisch zu fett, und die
Vollgasdüsennadel muss etwas zugedreht werden.
Wenn jedoch, nach zunächst guter Beschleunigung bei anschliessendem Steigflug die Drehzahl bzw.
Motorleistung abnimmt, dann ist das Gemisch zu mager. In diesem Fall muss sofort gelandet und die
Vollgasdüsennadel etwas fetter gestellt werden.
4. Die Vollgasdüsennadel ist nun optimal eingestellt. Jetzt muss die Leerlaufeinstellumg nochmals über-
prüft werden. Falls notwendig, muss an der Leerlaufgemischeinstellschraube noch eine Feinabstim-
mumg vorgenommen werden.
5. Nun muss der Schwebeflugbereich (Mittelbereich) nochmals überprüft werden. Es könnte jetzt sein,
dass nach der endgültigen Einstellung der Vollgasdüsennadel der Motor im Schwebeflug etwas zu
mager läuft. Die Vollgasdüsennadel nicht mehr verändern! Der Schwebeflug wird nun mit der Halbgas-
Düsennadel eingestellt. Diese war bis jetzt völlig geschlossen; sie wird bei Bedarf zunächst 45° ( 4 bis
5 Rasten) geöffnet und danach wird die Feinabstimmung durchgeführt.
Hinweis: Falls keine Anzeichen für zu magere Schwebeflugeinstellung vorliegen, braucht die
Halbgas-Düsennadel nicht geöffnet zu werden.
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