Schnittstellenmoduls Modbus TCP/IP-Modul (Best.-Nr. LRZ 935). Über die Modbus TCP/IP-Schnittstelle kann das Temperiergerät mit einem PC oder Netzwerk verbunden und von dort aus über den LAUDA Befehls- satz angesteuert werden. Die dafür nutzbaren Schnittstellenfunktionen sind in den Kapiteln und beschrieben.
Sollten in anderssprachigen Ausgaben inhaltliche Abweichungen auftreten, sind die Angaben in der deutschen Ausgabe maßgebend. Wenden Sie sich bei Unstimmigkeiten an den LAUDA Service, siehe Ä Kapitel 1.7 „Kontakt LAUDA“ auf Seite 7. In der Betriebsanleitung genannte Firmen- und Produktnamen sind in der Regel eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Unternehmen und unterliegen marken- und patentrechtlichem Schutz.
Licenses . Auf dieser Seite werden Ihnen alle verwendeten Software-Komponenten und die Software-Lizenzbedingungen ange- zeigt. Hinweise zum Webserver, siehe Ä Kapitel 7.4 „Webserver“ auf Seite 38 1.7 Kontakt LAUDA Kontaktieren Sie den LAUDA Service in den folgenden Fällen: Fehlerbehebung Technische Fragen Bestellung von Zubehör und Ersatzteilen ...
Die vorliegende Betriebsanleitung gilt in Verbindung mit der Betriebsan- leitung des Temperiergeräts, in welches das Schnittstellenmodul einge- baut wird. Anleitungen zu LAUDA Produkten stehen auf der LAUDA Webseite zum Download bereit: https://www.lauda.de In der vorliegenden Betriebsanleitung existieren Warnhinweise und ...
Länge. Achten Sie auf EMV-gerechte Abschirmung der Kabel und Steckver- binder. LAUDA empfiehlt den Einsatz vorkonfektionierter Kabel. Verlegen Sie Kabel stets fachgerecht und stolpersicher. Fixieren Sie ver- legte Kabel und sorgen Sie dafür, dass diese im Betrieb nicht beschädigt werden können.
Entsorgen Sie die Verpackungsmaterialien nach dem Einbau umwelt- gerecht, siehe Ä „Verpackung“ auf Seite 44. Sollten Sie Schäden am Schnittstellenmodul feststellen, kontak- tieren Sie umgehend den LAUDA Service, siehe Ä Kapitel 1.7 „Kontakt LAUDA“ auf Seite 7. 10 / 50 Schnittstellenmodul LRZ 935...
Zweckbestimmung Das Modbus TCP/IP-Modul Advanced wurde zu folgenden Zwecken entwi- ckelt: Temperiergeräte in ein Modbus TCP/IP-Netzwerk einbinden. Temperiergeräte über den LAUDA Modbus-Register steuern. 4.2 Aufbau Blende mit Bohrungen für Befestigungsschrauben M3 x 10 USB-Buchse Host, USB 2.0 Typ A Ethernet-Schnittstelle (10/100 Mbit/s, RJ 45 mit...
Halten Sie stets die Sicherheitsmaßnahmen gegen elektro- statische Entladung ein. Die Beschreibung des Moduleinbaus gilt prinzipiell für alle LAUDA Temperiergeräte; die Beispielgrafiken hier zeigen den Einbau eines Analogmoduls in ein Temperiergerät der Gerätelinie Variocool. Beachten Sie, dass ein Schnittstellenmodul mit kleiner Blende nur in einen niedrigen Modulschacht eingebaut werden darf.
Seite 13
Schieben Sie das LiBus-Flachbandkabel und das Schnittstellenmodul in den Modulschacht. Abb. 4: Schnittstellenmodul anschließen (Prinzipskizze) Schrauben Sie die Blende mit 2 Schrauben M3 x 10 am Gehäuse fest. Die neue Schnittstelle des Temperiergeräts ist betriebsbereit. Abb. 5: Blende befestigen (Prinzipskizze) Schnittstellenmodul LRZ 935 13 / 50...
5.2 Modulbox verwenden Mit der LiBus-Modulbox können Sie ein LAUDA Temperiergerät um zwei zusätzliche Modulschächte erweitern. Die Modulbox ist für Schnittstellen- module mit großer Blende konzipiert und wird über eine freie LiBus-Buchse am Temperiergerät angeschlossen. Die Buchse am Temperiergerät trägt die Beschriftung LiBus.
6 In Betrieb nehmen Die verbaute Modbus TCP/IP-Schnittstelle startet automatisch mit dem Einschalten des LAUDA Temperiergeräts. Die Startzeit bis zur Verfügbarkeit der Schnittstelle beträgt etwa 30 Sekunden. Bitte warten Sie diese Zeit ab, bevor Sie die Schnittstelle mit den entsprechenden Befehlen ansprechen.
Prüfen Sie, ob das Display eine Software-Warnung anzeigt. Warnung 510 – 532 SW Update Erford. beziehungsweise SW too old : Wenden Sie sich an den LAUDA Service, siehe Ä Kapitel 1.7 „Kontakt LAUDA“ auf Seite 7. Keine Software-Warnung: Nehmen Sie das Temperiergerät wie ...
Seite 17
30 Sekunden, damit das Schnittstellenmodul seinen Bootvor- gang beenden kann. Das Software-Update an dem Modbus TCP/IP-Modul ist abge- schlossen. Nach erfolgter Aktualisierung kann die Software-Ver- sion im Hauptmenü unter Gerätestatus Software-Versionen Comm. Module überprüft werden. Schnittstellenmodul LRZ 935 17 / 50...
7 Betrieb Über die Modbus TCP/IP-Schnittstelle können Sie Ihr Temperiergerät mit einem PC direkt verbinden oder in ein lokales Netzwerk einbinden. Dies ermöglicht die Steuerung mittels LAUDA Befehlssatz/Register. Unterstützte Netzwerkprotokolle, Stan- DHCP-Client - RFC2132, 3046, 2563 dards HTTP - RFC 1945, 2616, 2617, 2388 822 (TXT, CSS, RAW, JPEG, GIF, PNG, ICO, XML, TIFF, MPEG, MP3, …)
Ethernet-Schnittstelle des Comm. Modules unter den Menüpunkten Modules Comm. Module LAN Einstellungen. Bevor Sie das Temperiergerät von einem PC aus oder im lokalen Netzwerk über die Modbus Schnittstelle ansprechen können, müssen Sie folgende Vorbereitungen treffen: Schnittstellenmodul LRZ 935 19 / 50...
Seite 20
DHCP-Client deaktivieren. Anschließend geben Sie die Netz- werkeinstellungen manuell ein, siehe Ä Kapitel 7.2.1 „Netz- werkeinstellungen mit statischer IP-Adresse“ auf Seite 21. Der Modbus TCP Port ist per default „502“ und kann bei Bedarf angepasst werden 20 / 50 Schnittstellenmodul LRZ 935...
(VLANs / LANs) befinden. DNS-Server - Geben Sie die IP-Adresse des DNS-Servers ein (zum Beispiel 120.0.1.40), der für die Namensauflösung der verbundenen Systeme verwendet wird. Hinweis: Die Eingabe der Adresse des DNS-Servers ist nicht erforderlich. Schnittstellenmodul LRZ 935 21 / 50...
Kontaktieren Sie gegebenenfalls Ihren Systemadministrator. 7.2.3 Zeitsynchronisation und NTP-Server Systemuhrzeit und Synchronisation Das LAUDA Modbus TCP/IP-Schnittstellenmodul Ihres Temperiergeräts verfügt über eine integrierte Systemuhrzeit. Um höchste Genauigkeit zu gewährleisten, gleicht das System diese Uhrzeit regelmäßig mit einem vor- eingestellten externen NTP-Server (Network Time Protocol) ab.
Temperiergeräts eingestellt. Dieser Mechanismus stellt sicher, dass Ihr LAUDA Schnittstellenmodul auch ohne Verbindung zu dem externen NTP-Server mit einer möglichst genauen Zeit arbeitet. Weitere Details zur Uhrzeit des LAUDA Temperiergeräts ent- nehmen sie bitte der Betriebsanleitung des entsprechenden Geräts. 7.3 ...
Seite 24
Gerätedaten. Dies geschieht über definierte Register über deren Adressen. Die konkrete auszuführende Funktion wird über den im Standard vergebenen Function Code vorgegeben. LAUDA Temperiergeräte unterstützen grund- sätzlich zwei Typen von Register: Holding Registers: Sind read-write Register, die typischerweise für Kon- ...
7.3.2 Register-Tabelle Nachfolgend die Register-Tabelle, welche alle unterstützten Modbus Register beschreibt. Die Tabellenspalten werden dabei wie folgt interpretiert: ID: LAUDA eindeutige Funktions ID Funktion: Beschreibung des Registers/Funktion. Einheit: Die Maßeinheit, in der die Registerdaten interpretiert werden ...
Seite 26
Zubehör unterstützt werden. Die unterstützten Register können über die ID in der ersten Spalte in der jeweiligen Betriebsanleitung des Temperiergeräts nachgesehen werden. Tab. 2: Register-Tabelle Sollwert Temperatur °C 0x06 40001 0.01 signed Sollwert Temperatur °C 0x03 40001 0.01 signed 26 / 50 Schnittstellenmodul LRZ 935...
Seite 27
Sollwert Vorlaufdruck / Pumpendruck 0x03 40020 19 0.01 unsigned (bei Einstellung Druckregelung) Sollwert Temperatur Tset im Safe Mode °C 0x06 40022 0.01 signed Sollwert Temperatur Tset im Safe Mode °C 0x03 40022 0.01 signed Schnittstellenmodul LRZ 935 27 / 50...
Der Server antwortet mit dem aktuellen Register-Wert: 00 00 00 00 00 05 FF 03 02 06 A4 Tab. 4: Register-Wert Bytes Server / LAUDA Thermostat (Hex) 00 00 Transaction ID wie im Client Request 00 00 Protocol Identifier ist nach Modbus Spezifikation immer 0 00 05 Anzahl der folgenden Bytes beträgt 5 Bytes (1 Byte Unit...
Der Server antwortet mit dem aktuellen Register-Wert: 00 03 00 00 00 05 FF 04 02 07 B6 Tab. 6: Register-Wert Bytes Server / LAUDA Thermostat (Hex) 00 03 Transaction ID wie im Client Request 00 00 Protocol Identifier ist nach Modbus Spezifikation immer 0 00 05 Anzahl der folgenden Bytes beträgt 5 Bytes (1 Byte Unit...
Seite 36
Der Server antwortet mit dem aktuellen Register-Wert: 00 05 00 00 00 07 FF 04 04 0E 4E 23 FA Tab. 8: Register-Wert Bytes Server / LAUDA Thermostat (Hex) 00 05 Transaction ID wie im Client Request 00 00 Protocol Identifier ist nach Modbus Spezifikation immer 0 00 07 Anzahl der folgenden Bytes beträgt 7 Bytes (1 Byte Unit...
Der Server antwortet mit einem Echo auf die Anfrage mit dem aktuellen/korrekt gesetzten Register-Wert: 00 04 00 00 00 06 FF 06 02 03 E8 Tab. 10: Register-Wert Bytes Server / LAUDA Thermostat (Hex) 00 04 Transaction ID wie im Client Request 00 00 Protocol Identifier ist nach Modbus Spezifikation immer 00 06...
Sie aufrufen, indem Sie die im Comm. Module konfigurierte IP-Adresse (Port 80) in die Adresszeile eines Webbrowsers eingeben. Um die konfigurierte IP-Adresse einzusehen wählen Sie die Menüpunkte Module Comm. Module LAN Einstellungen aus. Abb. 13: Integrierter Webserver 38 / 50 Schnittstellenmodul LRZ 935...
Bei Verwendung von Druckluft: Stellen Sie stets einen niedrigen Arbeitsdruck ein, um eine mechanische Beschädigung der Anschlüsse auszuschließen. Wenden Sie sich bei Fragen zu technischen Anpassungen an den LAUDA Service, siehe Ä Kapitel 1.7 „Kontakt LAUDA“ auf Seite 7. Schnittstellenmodul LRZ 935 39 / 50...
Behebung einer Störung ist geräteabhängig. Beachten Sie dazu die entsprechenden Hinweise in der Betriebsanleitung des Temperiergeräts. Sollten Sie eine Störung nicht beheben können, kontaktieren Sie den LAUDA Service, siehe Ä Kapitel 1.7 „Kontakt LAUDA“ auf Seite 7. 9.1 Alarme, Fehler und Warnungen auf dem Display des Temperiergeräts Die Schnittstelle kennt folgende Alarm- Fehler- und Warnmeldungen, welche im Störungsfall auf dem Display des Temperiergeräts angezeigt...
Response zurück, die den Client über die Art des Fehlers informiert. a. Der Funktionscode der Antwort = der Funktionscode der Anfrage + 0x80. b. Der Exception Code wird angegeben, um den Grund des Feh- lers anzuzeigen. Schnittstellenmodul LRZ 935 41 / 50...
Seite 42
Für weitere Information siehe „MODBUS APPLICATION PROTOCOL SPECIFICATION V1.1b3“, Quelle: https://modbus.org 42 / 50 Schnittstellenmodul LRZ 935...
Sichern Sie das Schnittstellenmodul gegen statische Aufladung, wenn Sie es einlagern möchten. Der Lagerort muss die in den technischen Daten angegebenen Umgebungsbedingungen erfüllen. Beachten Sie im Fall der Entsorgung die Hinweise in Ä „Altgerät“ auf Seite 44. Schnittstellenmodul LRZ 935 43 / 50...
Entsorgen Sie das Gerät gemäß den in Ihrer Region geltenden Ent- sorgungsrichtlinien. Beachten Sie die Richtlinie 2012/19/EU (WEEE Waste of Electrical and Electronic Equipment), sofern die Entsorgung in einem Mit- gliedsstaat der EU erfolgt. 44 / 50 Schnittstellenmodul LRZ 935...
31 °C, relative Luftfeuchte linear abnehmend auf 50 % bei 40 °C. Höhenlage bis 2000 Umgebungstemperaturbereich [°C] 5 – 40 Temperaturbereich bei Lagerung und [°C] -20 – 60 Transport Verschmutzungsgrad gemäß [–] EN 60664-1 / VDE 0110-1 IP-Schutzart im eingebauten Zustand [IP] Schnittstellenmodul LRZ 935 45 / 50...
Media Access Control ist eine weltweit nahezu einmalige Hardware- Adresse, die zur eindeutigen Identifizierung des Gerätes in einem Ethernet-Netzwerk dient. NTP (Network Time Protocol) Network Time Protocol ist ein Standard zur Synchronisierung der Uhrzeit und des Datums in den Netzwerken. Schnittstellenmodul LRZ 935 47 / 50...
Seite 48
Netzwerkteilnehmern verwendet wird. Der Port ist ein Teil der Netzwerkadresse. Standardmässig verwendet die Modbus/TCP-Schnittstelle den Port 502. Prozessschnittstelle Als Prozessschnittstelle bezeichnet man beim LAUDA Temperier- gerät die Schnittstelle, die mittels LAUDA Schnittstellenbefehlssatz eine Steuerung beziehungsweise Überwachung des Temperiergerätes via Ethernet ermöglicht.