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Bei laufender Wärmepumpe empfehlen wir, die Lüftungsgeräte mit einer möglichst geringen Luftmengendifferenz
zwischen Zu- und Abluftstrom zu betreiben. Bei hohen Strömungsungleichgewichten (>20%) sinken Leistung und
Wirkungsgrad der Wärmepumpe, daher arbeitet der Kompressor an einer kritischen Kältemitteldruckgrenze. Dies
führt zu einer reduzierten Lebensdauer und einer erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeit.
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Wenn der Heiz- oder Kühlbedarf nicht hoch ist (z. B. wenn die Lufttemperatur nur um wenige Grad geändert werden
muss) und die Intensität der Belüftung gering ist, sind größere Schwankungen als die normalerweise bereitgestellte
Temperatur zu spüren. Dies kann daran liegen, dass der Kompressor selbst bei minimaler Leistung mehr Wärme/Kälte
liefert, als zum Erreichen der gewünschten Temperatur erforderlich ist. In solchen Fällen empfehlen wir, den Luftstrom
des Geräts zu erhöhen oder den Temperatursollwert zu ändern.
Zur Reduzierung des Energieverbrauchs des Lüftungsgeräts ist die Wärmepumpe nicht in Betrieb, wenn die Außenlufttemperatur zwi-
schen 15°C und 20°C liegt, da in diesem Fall der Rotationswärmetauscher normalerweise die gewünschte Lufttemperatur erreichen kann.
Wenn die Wärmepumpe aufgrund eines zu geringen Luftstroms oder aufgrund von Außentemperaturgrenzwerten blockiert ist, wird im
Bedienfeld ein Symbol für das Verhindern des Wärmepumpenbetriebs angezeigt (siehe Kapitel „Bedienfeld C5.1").
Im Winter kommt es zu einer natürlichen Vereisung des Verdampfers der Wärmepumpe und zu einem automatischen Abtauzyklus (siehe
Kapitel „Schutzfunktionen").
2.12. Schutzfunktionen
Die Lüftungsanlage ist mit mehreren Schutzfunktionen ausgestattet, die den Betrieb der Anlage beeinflussen. Der Bediener darf diese
Einstellungswerte nicht ändern. Diese Funktionen schützen das Gerät und seine Komponenten vor Beschädigung und gewährleisten den
Schutz des Gebäudes und von Personen, wenn die Lüftungsanlage einer Gefahrensituation ausgesetzt ist.
Externe Brandmeldefunktion stoppt die Lüftungsanlage, sobald ein Signal von der Brandmeldeanlage des Gebäudes oder von Rauch-
meldern empfangen wird. Dies stoppt sofort die Belüftung und das Eindringen von Frischluft in den Brandbereich, um eine Brandausbreitung
zu verhindern. Feueralarmmeldung wird auf einem Bedienfeld oder einem anderen Gerät angezeigt, das zur Steuerung der Lüftungsanlage
verwendet wird. Im Falle eines falschen Feueralarms, z. B. aufgrund von Inspektionen der Brandschutzanlage, muss die Lüftungsanlage nach
Ausschalten des Signals und Löschen der Feueralarmmeldung neu gestartet werden. Wenn solche Tests regelmäßig durchgeführt werden,
kann eine autorisierte Serviceperson die Lüftungsanlage so programmieren, dass sie nach dem Ausschalten des Feueralarms im vorherigen
Modus startet.
Der Anschluss des Signals der Gebäudebrandschutzanlage ist in der „Installationsanleitung" beschrieben.
Die interne Feueralarmfunktion stoppt die Lüftungsanlage, wenn ein Anstieg der Lufttemperatur im Gerät festgestellt wird. Dies kann
z. B. passieren, wenn heißer Rauch aus Brandabschnitten sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes in das Kanalsystem gelangt.
Diese Funktion verhindert die Ausbreitung von Rauch innerhalb der Räumlichkeiten und warnt vor einer möglichen Brandgefahr, wenn die
Brandschutzanlage des Gebäudes noch nicht reagiert hat. Wenn die Lüftungsanlage für den Betrieb in Räumen mit hohen Temperaturen
vorgesehen ist (z. B. in Trockenkammern, Bäckereien usw.), kann diese Funktion deaktiviert werden. Dies darf nur von autorisiertem Service-
personal durchgeführt werden.
Der Überhitzungsschutz für elektrische Heizungen besteht aus mehreren verschiedenen Regelalgorithmen. Integrierte Thermostate
unterbrechen die Stromzufuhr der elektrischen Heizung, wenn deren Temperatur einen kritischen Grenzwert erreicht (z. B. bei einem Ausfall
der Steuerelektronik der Heizung). Jede elektrische Heizung hat 2 Thermostate:
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Automatischer Thermostat 70°C, der verhindert, dass die Heizrohre überhitzen, wenn das Heizgerät mit hoher Leistung und niedriger
Luftstromgeschwindigkeit läuft. Der Schutz wird wiederhergestellt, sobald die Heizung abkühlt und die Thermostattemperatur sinkt.
Der Heizungsbetrieb wird automatisch wiederhergestellt.
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Thermostat mit manueller Rückstellung 100°C. Dieser Thermostat unterbricht im Falle einer Überhitzung die Stromversorgung der Hei-
zung vollständig, um die Steuerelektronik und angrenzende Kunststoffteile zu schützen. Der Schutz kann durch Drücken der RESET-Tas-
te im Gerät zurückgesetzt werden (siehe Kapitel „Fehlersuche").
Beseitigen Sie die Ursache der Überhitzung, bevor Sie den manuell zurückgesetzten Thermostat von 100°C
wiederherstellen.
Lüfterkühlung von Heiz-/Kühlgeräten. Wenn die Lüftungsanlage gestoppt wird, während die Wärmepumpen- elektrische Heizung
oder die Direktverdampfungseinheit (DX) noch läuft, wird die Lüfterkühlung eingeleitet. Die Lüfter laufen mit fester Drehzahl, bis die Hei-
zungsrohre abkühlen oder sich der Druck im Kältemittel der Wärmepumpen-/ DX-Einheit stabilisiert. Die Gebläsezeit ist abhängig von der
aufgelaufenen Wärme/Kälte und der Lüftungsintensität und kann bis zu 15 Minuten dauern.
Die Frostschutzfunktion des Wassererhitzers misst die von der Heizschlange zurückkehrende Wassertemperatur. Bei niedrigen
Außentemperaturen, wenn die Gefahr besteht, dass das Wasser einfriert, wird ein 3-Wege-Wassermischventil geöffnet und die Warmwasser-
pumpe gestartet, um zu verhindern, dass die Temperatur des Wassers im Heizgerät sinkt. Wenn die Temperatur des vom Heizregister zurück-
fließenden Wassers immer noch unter den kritischen Grenzwert fällt, wird das Gerät gestoppt und die Außenluftklappen werden geschlossen,
um das Eindringen kalter Luft in das Gerät zu verhindern.
Beim Betrieb von Lüftungsanlagen bei Temperaturen unter 0 °C ist es erforderlich, ein Wasser-Glykol-Gemisch als Wärme-
träger zu verwenden oder eine Rücklaufwassertemperatur von mindestens 25 °C einzuhalten.
Der
Wasserströmungssensor
Wasserströmungsüberwachung").
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kann
auch
als
zusätzlicher
Frostschutz
verwendet
werden
UAB KOMFOVENT behält sich Änderungen ohne vorherige Mitteilung vor
(siehe
Kapitel
„Funktion
RHP PRO_user_manual_24-06