2.7. Betrieb auf Anforderung (OOD)
Diese Funktion schaltet das RLT-Gerät ein, sobald die Raumluftqualität abnimmt. Auf diese Weise läuft die Lüftungsanlage nur, wenn
eine Belüftung erforderlich ist, und bleibt bei guter Luftqualität abgeschaltet. Wenn die Luftqualität abnimmt und den benutzerdefinierten
kritischen Grenzwert erreicht, startet und läuft die Lüftungsanlage in der zuletzt aktivierten Betriebsart. Wenn sich die Luftqualität innerhalb
von 30 Minuten verbessert (die Verschmutzung sinkt 10% unter den kritischen Grenzwert), stoppt das Gerät. Bleibt die Luftqualität schlecht,
arbeitet das Gerät weiter.
Diese Funktion erfordert einen zusätzlichen Luftqualitätssensor, der im Raum installiert ist (siehe „Installationshandbuch"). Derselbe
Sensor wird auch für die AQC-Funktion verwendet.
Der Sensortyp wird bei der Bestellung ausgewählt. Später kann der Sensortyp im Menüpunkt „Einstellungen" der Fernbedienung ge-
ändert werden.
Für Informationen zur Aktivierung dieser Funktion und zur Einstellung eines Wertes für die Luftgüteerhaltung siehe Kapitel „Steuerung
und Einstellungen".
2.8. Sommer nächtliche Kühlungs-Regelfunktion (SNC)
Die nächtliche Kühlungs-Regelfunktion Sommer nutzt die kühle Nachtluft, um die Räumlichkeiten im Sommer zu belüften. Diese Funk-
tion entfernt die im Laufe des Tages angesammelte überschüssige Wärme und füllt das Gebäude mit kühlerer Außenluft.
Die Funktion läuft nachts (von 00:00 Uhr morgens bis 06:00 Uhr morgens), wenn die Außenluft kühler ist als die Raumluft und die Innen-
temperatur über dem benutzerdefinierten Grenzwert liegt (d.h. eine Belüftung erforderlich ist). Wenn diese Funktion aktiviert ist, wird die
Lüftungsintensität auf das Maximum erhöht und die Außenluft den Räumen zugeführt (alle Kühlgeräte werden abgeschaltet, der Wärmetau-
scher wird gestoppt). Der Benutzer kann auch die Raumtemperatur einstellen, bei der die Funktion gestoppt wird.
Die nächtliche Külungs-Regelfunktion hat Vorrang vor den ACV- und AQC-Funktionen.
Für Informationen zur Aktivierung dieser Funktion und zur Ein-/Ausschaltung der Temperaturbereiche siehe Kapitel „Steuerung und
Einstellungen".
2.9. Übersteuerung (OVR)
Die Übersteuerungs-Funktion wird aktiviert durch Schließen bestimmter Kontakte in der Steuerplatine, d.h. durch Anschluss eines
Schalters, einer Dunstabzugshaube oder eines Bewegungssensors (siehe „Installationshandbuch"). Diese Funktion ignoriert den aktuellen
Lüftungsmodus und schaltet auf den vorgewählten Modus um oder stoppt ihn. Im Funktionseinrichtungsbildschirm kann der Benutzer einen
beliebigen Lüftungsmodus, einen wöchentlichen Betriebsplan oder das Ausschalten des Geräts auswählen. Zusätzlich kann der Benutzer
auch Bedingungen angeben, wann die Übersteuerungsfunktion ausgeführt werden soll:
•
Immer – Funktion wird jederzeit aktiviert durch kontakte schließenunabhängig davon, ob die Einheit in Betrieb ist oder gestoppt wurde.
•
Im Betrieb – Funktion wird aktiviert durch kontakte schließen wenn das Gerät in Betrieb ist. Wenn die Einheit mit einer Fernbedienung
oder durch einen Wochenplan gestoppt wird, kann die Funktion nicht aktiviert werden durch kontakte schließen.
•
Wenn gestoppt – Funktion wird aktiviert durch kontakte schließen wenn die Einheit gestoppt wird. Wenn das Gerät bereits in einem
Lüftungsmodus läuft, kann die Funktion nicht aktiviert werden durch kontakte schließen.
Diese Funktion ist so lange aktiv, wie die Klemmen geschlossen sind. Wenn die die Kontakte offen sind, kehrt das Gerät zum vorherigen
Lüftungsmodus zurück oder stoppt, wenn es vor Aktivierung der Funktion angehalten wurde.
2.10. Filterverunreinigungsanzeige
Das Lüftungsgerät verfügt über separate Drucksensoren zur Messung des Differenzdrucks vor und nach den Filtern. Der anfängliche
Druckabfall von sauberen Filtern wird im Werk entsprechend dem verwendeten Filtertyp vorprogrammiert. Dieser Wert wird zur Berechnung
des Druckwerts für den Filterwechsel verwendet; der Verschmutzungsgrad des Filters wird in Prozent angezeigt.
Falls Filter eines anderen Herstellers oder Filter einer anderen Filterklasse anstelle von werkseitig montierten Filtern verwendet werden,
muss vor der Verwendung der Lüftungsanlage eine Kalibrierung der sauberen Filter durchgeführt werden.
Die Filterkalibrierung wird im Kapitel „Steuerung und Einstellungen" beschrieben.
Für Informationen über den Austausch kontaminierter Filter siehe Kapitel „Periodische Wartung".
2.11. Wärmepumpe
Alle RHP PRO Lüftungsanlagen sind mit einer integrierten Wärmepumpe ausgestattet, die sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb arbei-
ten können. Ein Wärmepumpengerät besteht aus einem Rohrleitungssystem mit Kältemittel, Kompressor (oder mehrere), zwei Heizkörpern
(Verflüssiger und Verdampfer) und einer separaten Steuerelektronik (weitere Informationen zu den Komponenten der Wärmepumpe finden
Sie im „Installationshandbuch"). Die Wärmepumpe wird automatisch aktiviert, wenn ein Rotationswärmetauscher nicht in der Lage ist, die
gewünschte Temperatur zu erreichen; und sie wird abgeschaltet, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist.
Für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Wärmepumpe ist ein bestimmter Luftstrom erforderlich (siehe „Installationshandbuch" oder
technisches Datenblatt Ihres Geräts), d. h. zur Gewährleistung eines effizienten Wärmeaustauschs und zur Aufrechterhaltung des Kältemittel-
drucks innerhalb der Grenzwerte. Wenn der Luftstrom unter eine Mindestgrenze fällt, wird die Leistung der Wärmepumpe vorübergehend
reduziert und erst wieder aufgenommen, wenn der Luftstrom ansteigt. Steigt der Heiz-/Kühlbedarf bei ausgeschalteter Wärmepumpe, wer-
den Zusatzheizungen/-kühlungen aktiviert
Abhängig von der Konfiguration.
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UAB KOMFOVENT behält sich Änderungen ohne vorherige Mitteilung vor
RHP PRO_user_manual_24-06
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