z Schweißnaht erzeugen
Stechnaht oder stoßendes Schweißen
Der Brenner wird nach vorne geschoben. Ergebnis: Die Einbrandtiefe ist kleiner, Nahtbreite größer,
Nahtoberraupe (sichtbare Oberfläche der Schweißnaht) flacher und die Bindefehlertoleranz (Fehler in
der Materialverschmelzung) größer.
Schleppnaht oder ziehendes Schweißen
Der Brenner wird von der Schweißnaht weggezogen (Abb. S). Ergebnis: Einbrandtiefe größer,
Nahtbreite kleiner, Nahtoberraupe höher und die Bindefehlertoleranz kleiner.
Schweißverbindungen
Es gibt zwei grundlegende Verbindungsarten in der Schweißtechnik: Stumpfnaht- (Außenecke) und
Kehlnahtverbindung (Innenecke und Überlappung).
Stumpfnahtverbindungen
Bei Stumpfnahtverbindungen bis zu 2 mm Materialstärke werden die Schweißkanten vollständig an-
einander gebracht. Für größere Stärken sollte ein Abstand von 0,5 - 4 mm gewählt werden. Der ideale
Abstand hängt von dem geschweißten Material (Aluminium bzw. Stahl), der Materialzusammenset-
zung sowie der gewählten Schweißart ab. Dieser Abstand sollte an einem Probewerkstück ermittelt
werden.
Flache Stumpfnahtverbindungen
Schweißungen sollten ohne Unterbrechung und mit ausreichender Eindringtiefe ausgeführt werden,
daher ist eine gute Vorbereitung äußerst wichtig. Die Qualität des Schweiß ergebnisses wird beein-
flusst durch: die Stromstärke, den Abstand zwischen den Schweißkanten, die Neigung des Brenners
und den Durchmesser des Schweißdrahtes. Je steiler der Brenner gegenüber dem Werkstück gehal-
ten wird, desto höher ist die Eindringtiefe und umgekehrt.
S
Um Verformungen, die während der Materialhärtung eintreten können, zuvorzukommen oder zu
verringern, ist es gut, die Werkstücke mit einer Vorrichtung zu fixieren. Es ist zu vermeiden, die
verschweißte Struktur zu versteifen, damit Brüche in der Schweißung vermieden werden. Diese
Schwierigkeiten können verringert werden, wenn die Möglichkeit besteht, das Werkstück so zu
drehen, dass die Schweißung in zwei entgegengesetzten Durchgängen durchgeführt werden kann.
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