3 Technische Beschreibung
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Weishaupt Zweistoffbrenner RGL40/2-A, 3LN ist
geeignet:
•
für den Anbau an Wärmeerzeuger nach DIN 4702-1
•
nur für Wärmeerzeuger mit einer Abgasführung nach
dem Drei- oder Durchzugprinzip
•
für Warmwasseranlagen
•
für Dampfkessel und Heißwasseranlagen
•
für intermittierenden Betrieb und Dauerbetrieb
Eine darüber hinausgehende Verwendung ist nur mit
schriftlicher Zustimmung der Max Weishaupt GmbH
zulässig.
Zur Einhaltung bestimmter NOx-Schadstoffgrenzwerte
müssen bestimmte Mindestfeuerraumabmessungen einge-
halten werden.
3.2 Grundfunktionen
Brennerart
•
automatischer, modulierender Zweistoffbrenner mit
Gebläse
•
Brennstoffe: Heizöl EL und Erdgas E und LL
•
Baumustergeprüft nach EN 676 und EN 267
•
Erdgas:
NOx gemäß Emissionsklasse 3
Heizöl EL: NOx- und CO-Emissionen gemäß
Emissionsklasse 3
•
Mischeinrichtung mit kombinierter primärer und
sekundärer Brennstoff- und Luftzuführung
•
eine primäre Zerstäuberdüse und drei sekundäre Rück-
laufzerstäuberdüsen, bei Heizöl EL
•
vier primäre Gasrohre und sechs sekundäre Gasrohre
bei Erdgas E, LL
•
verfahrbare primäre und sekundäre Stauscheibe
•
modulierende Regelung
•
elektronische Verbundsteuerung aller Stellglieder
•
Bedienung und Einregulierung über Programmiergerät
•
Ölteil mit Pumpe, Ölregler und Druckzerstäubung
Feuerungsmanager
•
steuert den Funktionsablauf
•
überwacht die Flamme
•
kommuniziert mit den Stellantrieben
•
führt Dichtheitskontrolle der Gasventile durch
•
verfügt (optional) über:
- einen integrierten Leistungsregler
- eine O
-Regelung
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- eine Drehzahlsteuerung
Flammenfühler
Überwacht in jeder Betriebsphase das Flammensignal.
Entspricht das Flammensignal nicht dem Programmablauf,
wird eine Störabschaltung herbeigeführt.
Stellantriebe
Schrittmotoren an:
•
Luftklappe
•
Ölregler
•
Gasdrossel
•
Mischeinrichtung (Stauscheibe)
zur präzisen und direkten Bewegung der Stellglieder im
Verbund.
Der Stellungswert wird vom Feuerungsmanager über
CAN-Bus an den Stellantrieb gesendet, dieser wird
elektronisch erfasst und zur Kontrolle zurück an den
Feuerungsmanager übermittelt.
•
Der Brenner darf nur mit Heizöl DIN 51603-1 (siehe
Kap. 8.3) oder mit dem auf dem Typenschild angegebe-
nen Gasarten betrieben werden.
•
Der Brenner darf nur bei den zulässigen Umgebungs-
bedingungen (siehe Kap. 8.5) betrieben werden.
•
Der Brenner darf nicht im Freien betrieben werden.
Er ist nur für den Betrieb in geschlossenen Räumen
geeignet.
•
Der Brenner darf nicht außerhalb des Arbeitsfeldes
betrieben werden (Arbeitsfeld siehe Kap. 8.2).
•
Der Brenner darf nicht an Wärmeerzeugern mit einer
Abgasführung nach dem Umkehrprinzip betrieben
werden.
Luftklappe
Die Luftklappensteuerung dosiert die Verbrennungsluft-
menge für eine optimale Verbrennung.
Luftdruckwächter
Beim Ausfall der Luftversorgung löst der Luftdruckwächter
am Feuerungsmanager eine Sicherheitsabschaltung aus.
Gasdruckwächter
Bei zu geringem Gasdruck wird ein Gasmangelprogramm
gestartet.
Druckregelgerät FRS
Gleicht eventuelle Gasdruckschwankungen vom Gasver-
sorgungsnetz aus, sorgt für einen konstanten Gasdruck
und einen gleichmäßigen Gasdurchsatz.
Mit diesem Gerät stellen Sie den Regeldruck ein.
Doppelmagnetventil DMV
Automatische Freigabe oder Sperrung der Gaszufuhr.
Über eine Einstellschraube ist eine Begrenzung des Ventil-
hubes und damit eine Erhöhung des Druckverlustes möglich.
Gasdrossel
Die Gasdrossel reguliert die Gasmenge entsprechend
dem anstehenden Gasdruck.
Ölregler
Durch das Verstellen einer keilförmigen Dosiernut wird die
zerstäubte Ölmenge stufenlos verändert. Dies erfolgt im
Verbund mit den Stellmotoren der Luftklappe und der
Mischeinrichtung.
•
eingebaut im Düsenrücklauf
•
separater Stellantrieb
Ölversorgung
Die angebaute Pumpe übernimmt im Ölbetrieb die
Brennstoffversorgung des Brenners.
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