EBS852 (CONTRAC) ELEKTRONIKEINHEIT | DS/EBS852-DE REV. C
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Kurzbeschreibung
Die Elektronikeinheit bildet die Schnittstelle zwischen
Regelsystem und Antrieb.
Bei der kontinuierlichen Positionierung verändert die
Elektronikeinheit das Motormoment stufenlos, bis ein
Kräfteausgleich zwischen Antrieb und Armatur besteht. Hohe
Ansprechempfindlichkeit und Positioniergenauigkeit bei
kurzen Stellzeiten ergeben eine ausgezeichnete Regelgüte bei
langer Lebensdauer.
Betriebsphilosophie
Der Antrieb folgt kontinuierlich einem Sollwertsignal. Der
Motor steht dabei permanent unter Spannung (Betriebsart
S9 - 100 % blockierfest nach IEC 60034-1 / EN 60034-1) und
erhöht oder reduziert das Drehmoment sanft und
proportional zum ΔY-Signal (Differenz zwischen Y-Sollwert
und Y-Stellungssignal) an der Elektronikeinheit.
Der Antrieb unterliegt dabei keinem Temperatur-Derating;
d. h. keinerlei Einschränkungen selbst bei maximaler
zulässiger Umgebungstemperatur. Im ausgeregelten Zustand
stehen die Antriebskraft und die Prozesskraft im
Gleichgewicht und der Antrieb hält das Stellglied in der
geforderten Position.
Die Klassifizierung des Contrac Antriebes
„S9 - 100 % blockierfest" nach IEC 60034-1 / EN 60034-1
übertrifft die Anforderungen der höchsten Klasse, der Klasse
„durchgehende Modulation Klasse D" nach der EN 15714-2 bei
Weitem.
Weitreichende Prozessoptimierungsmöglichkeiten werden
durch die Contrac-eigene, hochgenaue und hochdynamische
Betriebsweise erschlossen.
Elektronikeinheit
Es stehen Elektronikeinheiten für die Montage antriebsnah im
Feld, entfernt im Gestell oder integriert (kleinster
Antriebstyp) zur Verfügung. Neben den Anschlussklemmen
enthält die Elektronikeinheit den Mikroprozessor, den
Frequenzumformer für die Motoransteuerung, die analogen
sowie binären Ein- und Ausgänge, die PROFIBUS®- oder
HART®-Kommunikationsschnittstellen, das Inbetriebnahme-
und Servicefeld und den Steckeranschluss für die Verbindung
zu einem PC.
Unabhängig von der Motorleistung des zugehörigen Antriebs
werden alle Elektronikeinheiten einphasig aus dem 230 V-
oder 115 V-Netz (50 Hz oder 60 Hz) gespeist.
Das Inbetriebnahme- und Servicefeld erlaubt die
Endlageneinstellung sowie Drehrichtungseinstellung des
Antriebes. Darüber hinaus werden Statusinformationen
mittels LEDs angezeigt. Ein Verfahren des Antriebes mittels
Drucktasten ist ebenso möglich wie das Einstellen der
Betriebsart (Automatik, Out of Service).
Analoge Ansteuerung
Bei der analogen Ansteuerung erfolgt die Sollwertvorgabe
aus dem Leitsystem mittels eines 0 bis 20 mA oder
4 bis 20 mA Stromwertes. Eine Überwachung des Signals ist
möglich. Verlässt das Signal die vorher definierten Grenzen
führt der Antrieb das eingestellte Sicherheitsverhalten (z. B.
„Blockieren der letzten Position" oder „Fahren auf Position
sicher") aus.
Die Positionsrückmeldung erfolgt ebenso über ein
0 bis 20 mA oder 4 bis 20 mA Rückmeldesignal. Zusätzlich zu
den analogen Signalen stehen 3 Binäreingänge und
3 Binärausgänge zur Verfügung.
Bei Ansteuerung über einen Binäreingang hat dieser Vorrang
vor dem Sollwertsignal (Hand vor Automatik).
Folgende Binäreingangskonfigurationen sind möglich:
Konfiguration Binäreingang 1
AUS
Ohne Funktion
Handeingriff
Umschaltung
Hand / Automatik
Eilgang
Umschaltung
Eilgangbetrieb /
Automatik
Schrittregler
Schrittregler-
ansteuerung AN /
AUS
3
Binäreingang 2
Binäreingang 3
Ohne Funktion
Ohne Funktion
Fahrbefehl in
Fahrbefehl in
Richtung AUF
Richtung ZU
Eilgangfahrbefehl
Eilgangfahrbefehl
in Richtung AUF
in Richtung ZU
Schrittregler-
Schrittregler-
impulse in
impulse in
Richtung AUF
Richtung ZU