Zweck und Zielgruppe Diese Anleitung beschreibt Aufbau, Funktion, Transport, Betrieb und Wartung von Kühlbrut- schränken des Typs ICH 256. Sie ist zur Verwendung durch eingewiesenes Personal des Betrei- bers bestimmt, das mit der Bedienung und/oder Wartung des Kühlbrutschranks beauftragt ist.
Inhalt Inhalt Sicherheitsvorschriften Verwendete Begriffe und Symbole ..................Verwendete Begriffe und Symbole ..................Verwendete Begriffe und Symbole Produktsicherheit und Gefahren ..................7 Sicherheitskennzeichnung ....................8 Anforderungen an das Bedienpersonal ................8 Verantwortung des Eigentümers ..................9 Veränderungen und Umbauten ..................9 Verhalten bei Störungen und Unregelmäßigkeiten ............
Sicherheitsvorschriften Sicherheitsvorschriften 1.1 Verwendete Begriffe und Symbole In dieser Anleitung werden bestimmte, immer wiederkehrende Begriffe und Symbole verwen- det, um Sie vor Gefahren zu warnen oder Ihnen Hinweise zu geben, die wichtig sind, Verlet- zungen und Schäden zu verhindern. Beachten und befolgen Sie diese Hinweise und Vorschrif- ten unbedingt, um Unfälle, Verletzungen und Schäden zu vermeiden.
Sicherheitsvorschriften 1.2 Produktsicherheit und Gefahren Kühlbrutschränke des Typs ICH sind technisch ausgereift, werden unter Verwendung hoch- wertiger Materialien hergestellt und viele Stunden im Werk getestet. Sie entsprechen dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln. Dennoch gehen von ihnen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Gefahren aus. Diese werden im Folgenden beschrieben.
Diese Aufkleber dürfen nicht entfernt werden und müssen immer gut sichtbar sein. Sollten sie unkenntlich werden oder sich ablösen, müssen sie erneuert werden. Sie können beim Memmert-Kundendienst nachbestellt werden. 1.4 Anforderungen an das Bedienpersonal Der Kühlbrutschrank darf nur von Personen mit gesetzlichem Mindestalter bedient und gewar- tet werden, die an dem Kühlbrutschrank eingewiesen wurden.
Sicherheitsvorschriften 1.5 Verantwortung des Eigentümers Der Eigentümer des Kühlbrutschranks ► ist für den einwandfreien Zustand des Kühlbrutschranks verantwortlich und dafür, dass der Kühlbrutschrank bestimmungsgemäß betrieben wird (siehe Seite Kühlbrutschrank bestimmungsgemäß betrieben wird (siehe Seite Kühlbrutschrank 16 ). ► ist dafür verantwortlich, dass Personen, die den Kühlbrutschrank bedienen oder warten Kühlbrutschrank bedienen oder warten Kühlbrutschrank sollen, fachlich dazu geeignet sind, an dem Kühlbrutschrank eingewiesen und mit dieser...
Sicherheitsvorschriften 1.8 Verhalten bei Unfällen 1. Ruhe bewahren. Überlegt und entschlossen handeln. Auf die eigene Sicherheit achten. 2. Kühlbrutschrank abschalten und Ventil der Gasflasche schließen. 3. Arzt rufen. 4. Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten. Falls vorhanden: Ausgebildete Ersthelfer rufen. Bei Haut- oder Augenkontakt mit CO Bei Haut- oder Augenkontakt mit CO Die Augen sofort mindestens 15 Minuten mit Wasser spülen.
Aufbau und Funktion Aufbau und Funktion 2.1 Aufbau Abb. 3 Aufbau von Kühlbrutschränken ICH 1 Regler/Bedienblende (siehe Seite 29) Regler/Bedienblende (siehe Seite Regler/Bedienblende (siehe Seite 9 Einschieberost 2 Drück-Dreh-Geber (siehe Seite Drück-Dreh-Geber (siehe Seite 10 Innenraumlüfter 3 Standarddurchführung Standarddurchführung Standarddurchführung 11 Anschlusstecker der Lichtkassette (nur bei 4 Feuchtesensor Feuchtesensor...
Aufbau und Funktion 2.2 Funktion Die Luft in dem Kühlbrutschrank wird durch eine großflächige Rundumbeheizung erwärmt. Die Befeuchtung erfolgt über einen Heißdampferzeuger auf der Geräterückseite, der Wasser aus einem Kanister dosiert verdampfen lässt. Der sterile Heißdampf wird oberhalb des Ventila- tors in den Innenraum geleitet und dem Luftstrom beigemischt.
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Aufbau und Funktion relative Feuchte [%] relative Feuchte [%] relative Feuchte [%] Abb. 4 Arbeitsbereich relative Feuchte ohne Kondensation...
► Akustische Warnmeldungen ► Kalibrierung von Temperatur, Feuchte und (optional) CO am Gerät ohne separaten PC möglich 2.3.2 Zusatzausstattungen Der Kühlbrutschrank ICH 256 kann mit einer der folgenden Zusatzfunktionen ausgestattet sein: ► -Begasung ► Beleuchtungssimulation Tageslicht ► Beleuchtungssimulation Tageslicht und Ultraviolettlicht 2.4 Material...
Aufbau und Funktion 2.5 Elektrische Ausrüstung ► Betriebsspannung: Siehe Typenschild (Seite 18 ), 50/60 Hz ► Stromaufnahme: Siehe Typenschild (Seite 18 ) ► Schutzklasse 1, d. h. Betriebsisolation mit Schutzleiteranschluss nach EN 61010 ► Schutzart IP 20 nach DIN EN 60 529 ►...
Aufbau und Funktion 2.6.3 Gasanschluss (nur bei Geräten mit CO -Begasung) Der Schrank kann mit dem beiliegenden Druckgasschlauch über ein Druckminderventil mit Gasflaschenmonitor (DIN 8546) an eine CO -Druckgasflasche oder direkt an eine zentrale CO Gasversorgung angeschlossen werden. Der Vordruck darf max. 1,2 bar betragen. Ein Wert zwischen 0,8 und 1 bar hat sich als Ideal- wert bewährt.
Aufbau und Funktion 2.9 Kennzeichnung (Typenschild) Das Typenschild (Abb. 6) gibt über Gerätemodell, Hersteller und technische Daten Auskunft. Es ist rechts an der Gerätevorderseite unterhalb der Tür angebracht (siehe Seite 11 ). Abb. 6 Typenschild 1 Typbezeichnung Typbezeichnung Typbezeichnung 6 Herstelleranschrift 2 Betriebsspannung Betriebsspannung Betriebsspannung...
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Aufbau und Funktion Technische Daten ohne Innenraum- mit Innenraum- beleuchtung beleuchtung max. Belastung pro Gerät [kg] Temperatur Die Temperaturerfassung geschieht mittels Pt100 in 4-Leiter- Messung Einstellbereich Normalbetrieb: –10 °C bis 60 °C, bei Geräten mit -Begasung oder Innenraumbeleuchtung 0 °C bis 60 °C Einstellgenauigkeit: 0,1 °C zeitliche Schwankung: max.
Aufbau und Funktion Abb. 7 Abmessungen von Kühlbrutschränken ICH 2.11 Umgebungsbedingungen ► Der Kühlbrutschrank darf nur in geschlossenen Räumen und unter folgenden Umgebungs- bedingungen betrieben werden: Umgebungstemperatur: 5 ºC bis 28 ºC Luftfeuchtigkeit: max. 80 % Verschmutzungsgrad: Aufstellhöhe max. 2000 m über NN ►...
Anlieferung, Transport und Aufstellung Anlieferung, Transport und Aufstellung 3.1 Sicherheitsvorschriften Warnung! Sie können sich beim Transport und Aufstellen des Kühlbrut- schranks an Händen oder Füßen verletzen. Tragen Sie Schutz- handschuhe und Arbeitsschuhe. Warnung! Sie können sich aufgrund des Gewichts des Kühlbrutschranks verlet- zen, wenn Sie versuchen, ihn allein anzuheben.
Anlieferung, Transport und Aufstellung 3.3 Anlieferung Der Kühlbrutschrank wird in Kartonverpackung auf Palette ausgeliefert. 3.3.1 Auspacken und überprüfen 1. Kartonverpackung abnehmen oder vorsichtig entlang einer Kante aufschneiden. 2. Überprüfen Sie die Vollständigkeit des Lieferumfangs anhand des Lieferscheins. 3. Überprüfen Sie den Kühlbrutschrank innen und außen auf Beschädigungen. Wenn Sie Abweichungen vom Lieferumfang, Schäden oder Unregelmäßigkeiten feststellen, nehmen Sie den Kühlbrutschrank nicht in Betrieb, sondern verständigen Sie den Spediteur und das Herstellerwerk.
Anlieferung, Transport und Aufstellung 3.4 Aufstellung Der Kühlbrutschrank darf nur auf den Boden und nicht auf einen Tisch gestellt werden. Dabei darauf achten, dass das Gerät genau in der Waage plaziert wird. Der Aufstellort muss eben sein und das Gewicht des Kühlbrutschranks (siehe Seite 18 ) zuverlässig tragen können. Gerät nicht auf eine entzündliche Unterlage stellen und nicht stapeln.
Inbetriebnahme Inbetriebnahme 4.1 Tür kontrollieren und ggf. nachstellen Siehe Seite 69 . 4.2 Anschließen 4.2.1 Stromversorgung Achtung: Zum Anschließen die landesspezifischen Vorschriften beachten (z. B. in Deutschland DIN VDE 0100 mit FI-Schutzschaltung). Anschluss- und Leistungswerte beachten (siehe Typenschild). Der Kühlbrutschrank ist für den Betrieb an einem Stromversorgungsnetz mit einer Systemim- pedanz Z am Übergabepunkt (Hausanschluss) von maximal 0,292 Ohm vorgesehen.
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Inbetriebnahme 4.2.4 Gasanschluss (nur bei Geräten mit CO -Begasung) Warnung! Erstickungsgefahr: CO kann in hohen Konzentrationen erstickend wirken. Der Kühlbrutschrank gibt im Normalbetrieb geringe Mengen an die Umgebung ab. Achten Sie daher auf eine ausreichende Belüftung im Aufstellraum. Warnung! Hohe Konzentrationen von CO können Kaltverbrennungen bzw.
Betrieb und Bedienung Betrieb und Bedienung Warnung! UV-Licht ist gefährlich für Ihre Augen. Sie können Augenschäden erleiden, wenn Sie ungeschützt in UV-Licht blicken. Tragen Sie eine UV-Arbeitsschutzbrille, wenn Sie die Tür eines Kühlbrutschranks mit UV-Innenraumbeleuchtung öffnen. Sie erkennen dies an den Warn- aufklebern an der Tür (siehe Seite 8 ).
Betrieb und Bedienung 5.4 Innenraumbeleuchtung prüfen (nur bei entsprechender Ausstattung) Da die Lichtleistung und die Haltbarkeit der Leuchtstoffröhren je nach Beanspruchung mit der Zeit abnehmen, ist es erforderlich, vor jedem Test die Lichtstärke zu kontrollieren und zu überprüfen, ob alle Leuchtstoffröhren intakt sind. 1.
Betrieb und Bedienung Abb. 14 Korrekte und falsche Beschickung 5.6 Gasversorgung herstellen (nur bei Kühlbrutschränken mit CO -Begasung) 1. Korrekten Anschluss der Gasflasche überprüfen (siehe auch Seiten 15 und 25 ). 2. Ventil der Gasflasche öffnen.
Betrieb und Bedienung 5.7 Grundsätzliche Bedienung Die gewünschten Parameter werden an der Bedienoberfläche des Reglers an der Gerätevorder- seite eingegeben ( Abb. 15 ). Auch Grund-, Zeit- und Druckeinstellungen können hier vorge- nommen werden. Außerdem werden programmierte und aktuelle Parameter sowie Warnmel- dungen angezeigt: IN 1 IN 1...
Betrieb und Bedienung 5.8 Parametereinstellung Generell laufen alle Einstellvorgänge an der Bedienoberfläche, die in dieser Anleitung beschrie- ben werden, nach demselben Schema ab: 1. Mit dem Drück-Dreh-Geber den gewünschten Parameter (Menüpunkt, z. B. Temperatur) auswählen; dabei verdunkeln sich alle anderen Parameter, der gewählte Parameter blinkt hell.
Betrieb und Bedienung 5.10 Betriebsart einstellen 1. Set-Taste ca. drei Sekunden gedrückt halten; die gewählte Betriebsart beginnt zu blinken. 2. Durch Drehen bei gedrückter Set-Taste die gewünschte Betriebsart (Normal- betrieb, Wochenschaltuhr, Programmbetrieb, Drucker/Print oder Geräte- Grundeinstellungen/Setup) auswählen. 3. Set-Taste loslassen; die gewählte Betriebsart wird aktiviert. 5.10.1 Normalbetrieb In dieser Betriebsart läuft das Gerät im Dauerbetrieb.
Betrieb und Bedienung Ultraviolettlicht (nur bei entsprechender Ausstat- tung) Einstellmöglichkeiten: Off, on Tageslicht Tageslicht (nur bei entsprechender Ausstat- tung) Einstellmöglichkeiten: Off, on Beide Beleuchtungsarten können unabhängig voneinander ein- und ausgeschaltet – also auch kombiniert – werden. 5.10.2 Einstellbeispiel Normalbetrieb Das Gerät soll bei einer Luftfeuchte von 80 % und einer Lüfterdrehzahl von 40 % auf 37 °C hei- zen.
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Betrieb und Bedienung 1. Betriebsart Normalbetrieb einstellen: PRINT SETUP Set-Taste ca. 3 Sekunden gedrückt halten; die aktuelle Betriebsart beginnt zu blinken. Mit dem Drück-Dreh-Geber bei gedrückter Set-Taste die Betriebsart wählen. Nach Loslassen der Set-Taste wählen. Nach Loslassen der Set-Taste befindet sich das Gerät in der Betriebsart Normalbetrieb. 2.
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Betrieb und Bedienung 5. CO -Sollwert einstellen (nur bei Geräten mit CO -Begasung) Drück-Dreh-Geber nach rechts drehen, bis die CO Anzeige blinkt. Die Set-Taste gedrückt halten und mit dem Drück-Dreh-Geber den gewünschten CO -Sollwert von 5.0 % einstellen. Set-Taste loslassen. Das Gerät zeigt noch kurzzeitig blinkend den CO -Sollwert an.
Betrieb und Bedienung Durch weiteres Drehen nach rechts können die Parameter (Temperatur-, Feuchtesollwert usw.) wie in der Betriebsart Normalbetrieb gewählt werden. Werden keine Einstellungen (Temperatur-, Feuchtesollwert usw.) für die EIN-Phase vorgenommen, übernimmt der Regler die Werte aus der Betriebsart Normalbetrieb. Aus Sicherheitsgründen sollte immer kontrolliert werden, dass nur in den gewünschten Zeit- blöcken und Tagen eine Einschaltzeit programmiert ist.
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Betrieb und Bedienung 2. Mo-Fr um 9:30 Uhr einschalten Mit dem Drück-Dreh-Geber nach links drehend die Sym- bole „Mo-Fr on“ (Gruppe Werktage) anwählen. Die Set-Taste gedrückt halten und mit dem Drück-Dreh- Geber die gewünschte Einschaltzeit auf 9:30 stellen. 3. Mo-Fr um 19:00 Uhr ausschalten Mit dem Drück-Dreh-Geber „Mo-Fr off“...
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Betrieb und Bedienung Nun können folgende Parameter der Reihe nach gewählt und eingestellt werden (siehe auch Einstellbeispiel auf Seite 41 ): STERI DEFRO IN 1 IN 2 °C °C loop AUTO PRINT SETUP Verzögerter Programmstart: Verzögerter Programmstart: Einschalttag Einschalttag Einstellbereich: Montag bis Sonntag, Werktage Mo-Fr, Wochenende Sa-So, alle Tage Mo-So oder kein Tag.
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Betrieb und Bedienung STERI DEFRO °C °C loop AUTO PRINT SETUP 8. Lüfterdrehzahl während des ersten Rampensegments Lüfterdrehzahl während des ersten Rampensegments Einstellbereich: 10 % bis 100 % in 10-%-Schritten. Im Beispiel dargestellt: Lüfterdrehzahl 60 % (sechs Balken erhellt). STERI DEFRO °C °C...
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Betrieb und Bedienung STERI DEFRO °C °C loop AUTO PRINT SETUP 12. Tageslichtbeleuchtung während des ersten Rampensegments Tageslichtbeleuchtung während des ersten Rampensegments (nur bei Geräten mit Innenraumbeleuchtung) Einstellmöglichkeiten: on, off Jede Rampe muss mit einem Abschlussbefehl beendet werden, der die Rampe mit der nächs- ten verbindet.
Betrieb und Bedienung 5.10.6 Abschlussbefehle für Rampensegmente Jede Rampe muss mit einem Abschlussbefehl beendet werden, der die Rampe mit der nächs- ten verbindet. Diese Befehle steuern somit den Programmablauf: NEXT Nächstes Programmsegment anschließen. SET-POINT WAIT (T – Temperatur) Warte, bis Solltemperatur erreicht ist. Gerät beginnt mit dem nächsten Programmsegment erst, wenn die programmierte Solltemperatur erreicht ist, auch wenn die programmierte Aufheizzeit schon abgelaufen ist.
Betrieb und Bedienung 5.10.7 Einstellbeispiel Programmbetrieb Der Kühlbrutschrank soll am Montag um 8.00 Uhr bei 30 % Lüfterdrehzahl schnellstmöglich auf 37 °C heizen und eine relative Feuchte von 70 % rh erreichen. Bei Geräten mit CO -Bega- sung soll währenddessen eine 5%ige CO -Konzentration herrschen, bei Geräten mit Innen- raumbeleuchtung Tageslicht simuliert werden.
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Betrieb und Bedienung Dieses Rampenprogramm ist nur bei Kühlbrutschränken mit Zusatzausstattung (CO Begasung oder Innenraumbeleuchtung) möglich. Bei Geräten mit Grundausstattung gibt es keine Einstellmöglichkeiten für CO bzw. Licht. Die entsprechenden Beschreibungen in diesem Beispiel sind für diese Geräte daher nicht relevant. Es empfiehlt sich, dass Sie sich vor Programmierung vor allem komplexer Rampensequen- zen ein derartiges Schema anfertigen, damit Sie die erforderlichen Rampenbefehle wie im Folgenden beschrieben korrekt nacheinander eingeben können.
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STERI DEFRO °C Betrieb und Bedienung loop 7. Lüfterdrehzahl des ersten Rampensegments einstellen: Drück-Dreh-Geber nach rechts drehen, bis die Lüfteran- PRINT SETUP zeige blinkt. Die Set-Taste gedrückt halten und mit dem Drück-Dreh- Geber die gewünschte Lüfterdrehzahl von von 30 % push card einstellen (drei Balken erhellt).
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Betrieb und Bedienung 14. Lüfterdrehzahl des zweiten Rampensegments einstellen: Drück-Dreh-Geber nach rechts drehen, bis die Lüfteran- zeige blinkt. Die Set-Taste gedrückt halten und mit dem Drück-Dreh- Geber die gewünschte Lüfterdrehzahl von von 50 % einstellen (fünf Balken erhellt). 15. Relative Feuchte des zweiten Rampensegments einstel- len: Drück-Dreh-Geber nach rechts drehen, bis die Feuchte- anzeige blinkt.
Der Kühlbrutschrank kann mit PC/Laptop bedient, gesteuert und programmiert werden. Dazu verfügt er über eine USB- oder eine Ethernet-Schnittstelle auf der Geräterückseite (siehe Seiten 15 und 58 ). Die Steuerung des Geräts mit der Memmert-Software „Celsius“ ist in deren separa- ten Anleitung beschrieben.
Betrieb und Bedienung 5.11 Während des Betriebs Wasserstand regelmäßig kontrollieren. Nötigenfalls destilliertes Wasser nachfüllen. Warnmeldungen im Betrieb: Siehe Seite 48 . -Betrieb In der Aufheizphase ist die CO -Regelung zunächst deaktiviert. Der CO -Einlass ist in dieser Zeit unterbrochen. Ca. 5 Minuten nach Erreichen der Solltemperatur beginnt die CO -Regelung mit der Messung und es wird über einen Sterilfilter CO -Gas in den Arbeitsraum eingelassen.
Betrieb und Bedienung Aktive Feuchteregelung Aktive Feuchteregelung Die aktive Feuchteregelung gewährleistet ein schnelles Erreichen der Sollfeuchte ohne Einsatz von Wasserschalen. Während der Aufheizphase ist die Feuchteregelung zunächst deaktiviert. Ca. 5 Minuten nach Erreichen der Solltemperatur beginnt die Be- und Entfeuchtungsregelung zu arbeiten. Der Sollwert ist von 10 bis 80 % rh einstellbar.
Warnmeldungen und Störungen Warnmeldungen und Störungen 6.1 Warnmeldungen Durch die Warnmeldungen wird auch ein Intervallton ausgelöst. Er kann durch Drücken der Set-Taste vorübergehend abgeschaltet werden. Fehler im Temperatur-Regelsystem (siehe auch Kapitel „ Fehler im Temperatur-Regelsystem (siehe auch Kapitel „ Temperaturüberwachung Temperaturüberwachung “...
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Serviceanleitung für den Kühlbrutschrank ICH zu beachten. Versuchen Sie nicht, Fehler eigenmächtig zu beheben, sondern wenden Sie sich an eine autori- sierte Kundendienststelle für MEMMERT-Geräte oder verständigen Sie die Kundendienstabtei- lung der Fa. MEMMERT (siehe Seite 2). Bei Rückfragen immer das Modell und die Gerätenummer auf dem Typenschild (siehe Seite 18 ) angeben.
Warnmeldungen und Störungen Fehler Mögliche Ursache Abhilfe ► Temperatursicherung Temperaturdifferenz zwischen Überwa- -Symbol blinkt (TWW, ASF) hat ange- chungs- und Arbeitstemperatur erhöhen sprochen (siehe Seite 54 ). ► Ggf. Pt100-Temperaturfühler vom Überwachungsregler austauschen (siehe Serviceanleitung) ... und rh empty Wasservorratsbehälter Feuchtesollwert auf OFF stellen, destilliertes leer Wasser nachfüllen, dann Feuchtesollwert...
Warnmeldungen und Störungen 6.3 Stromausfall Bei einem Stromausfall verhält der Kühlbrutschrank sich folgendermaßen: In den Betriebsarten Normalbetrieb und Wochenschaltuhr Nach Wiederherstellung der Stromversorgung wird der Betrieb mit den eingestellten Parame- tern fortgesetzt. Der Zeitpunkt und die Dauer des Stromausfalls werden im Protokollspeicher dokumentiert.
Erweiterte Funktionen Erweiterte Funktionen 7.1 Drucker Der Kühlbrutschrank ist mit einer parallelen Druckerschnittstelle ausgerüstet, wie sie auch bei Computern zum Einsatz kommt. An die Druckerschnittstelle an der Geräterückseite (siehe Seite 15 ) können handelsübliche, PCL3-kompatible Tintenstrahldrucker angeschlossen werden, die über eine parallele Druckerschnittstelle verfügen (z. B. HP DeskJet 5550 oder HP DeskJet 9xx).
Erweiterte Funktionen 7.2 Gerätegrundeinstellungen (Setup) (Einstellmöglichkeiten können je nach Geräteausstattung variieren) In dieser Betriebsart können die Grundein- PRINT SETUP stellungen des Gerätes vorgenommen werden. Durch Drehen des Drück-Dreh-Gebers können folgende Parameter gewählt und wie im Kapitel „ Grundsätzliche Bedienung “ auf Seite 29 beschrieben bei gedrückter Set-Taste verändert werden: Uhrzeit im 24-h-Format Die Umstellung auf Sommerzeit erfolgt nicht automa-...
Erweiterte Funktionen Toleranzband ASF Einstellbereich: 0,5 bis 5°C (siehe Seite 5°C (siehe Seite 5°C 57 ) Sprache Sprache Einstellung: GERMAN, English, franCAIS, ESPANOL und italIANO Abgleichkorrekturwerte Abgleichkorrekturwerte CAL 1-3, rh20, RH80, CO2 5, CO2 10, CO2 15 für kundenseitige Kalibrierung von Temperatur, Feuchte und (siehe Kapitel „...
Erweiterte Funktionen 7.3.1 Mechanische Temperaturüberwachung: Temperaturbegrenzer (TB) Der Kühlbrutschrank ist mit einem mechanischen Temperaturbegrenzer (TB) Schutzklasse 1 nach DIN 12880 ausgestattet. Fällt während des Betriebs die elektronische Überwachungseinheit aus und wird die werkseitig fest eingestellte Maximaltemperatur um ca. 20 °C überschritten, schaltet der Temperaturbe- grenzer als letzte Schutzmaßnahme die Heizung bleibend ab.
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Erweiterte Funktionen Ist im SETUP der akustische Alarm eingeschaltet, wird der TWW-Alarm zusätzlich durch einen Intervallton signalisiert. Durch Drücken der Set-Taste kann der Warnton vorübergehend bis zum nächsten Auftreten eines Alarmereignisses ausgeschaltet werden. Einstellung: Einstellung: Übertemperaturschutz: Einstellbereich: bis max. 10 °C über Nenntemperatur (Nenntempe- °C raturangaben siehe Typenschild) Einstellung:...
Erweiterte Funktionen 7.3.3 Automatischer Temperaturwächter (ASF) ASF ist eine Überwachungseinrichtung, die automatisch dem eingestellten Temperatur-Soll- wert in einem einstellbaren Toleranzband folgt ( Abb. 25 ). Der ASF aktiviert sich – wenn eingeschaltet – automatisch, wenn der Temperatur-Istwert 50 % des eingestellten Toleranzbandes des Sollwertes (im Beispiel: 37 °C – 1,5 °C) erstmals erreicht (Abschnitt A).
Erweiterte Funktionen 7.4 Kommunikationsschnittstellen 7.4.1 USB-Schnittstelle Der Kühlbrutschrank ist serienmäßig mit einer USB-Schnittstelle nach USB-Spezifikation ausge- stattet (siehe Abb. 5 auf Seite 15 ). Damit ist es möglich, den Schrank vom PC aus zu steuern und zu protokollieren. Dies geschieht mit Hilfe der Software „Celsius“. Dem Schrank muss dazu im Untermenü...
Erweiterte Funktionen 7.5 Protokollspeicher Der Regler protokolliert fortlaufend im Minutenabstand alle relevanten Messwerte, Einstellun- gen und Fehlermeldungen. Der interne Protokollspeicher ist als Ringspeicher ausgeführt, d. h., immer die ältesten Proto- kolldaten werden automatisch mit neuen Daten überschrieben. Die Protokollfunktion kann nicht abgeschaltet werden, sondern ist immer aktiv. Die Messda- ten werden manipulationssicher im Regler gespeichert.
Erweiterte Funktionen Durch die automatische Abtauung kommt es in regelmäßigen Abständen zu einer kurzzeiti- gen geringen Erhöhung der Arbeitsraumtemperatur. Wenn Sie diese Beeinträchtigung noch weiter reduzieren möchten, so können Sie die Abtauhäufigkeit verringern, z. B. auf alle 24 Stunden. Achten Sie in diesem Fall darauf, ob auf Dauer ein Nachlassen der Kühlleistung oder starkes Schwanken des Istwertes eintritt, was auf Vereisung des Kühlaggregats hinweisen würde.
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Erweiterte Funktionen Zu jedem gewählten Abgleichpunkt ( Abb. 28 ) kann jeweils ein positiver oder ein negativer Abgleichkorrekturwert zwischen –2.9 ºC und +2.9 ºC eingestellt werden. Zwischen den einzel- nen Abgleichpunkten muss dabei ein Unterschied von jeweils mindestens 10 ºC sein. CAL.
Erweiterte Funktionen 3. Abgleichkorrekturwert zu CAL.2 im SETUP auf - 0,4 °C einstellen: °C °C °C 4. Das Referenzmessgerät sollte nach dem Einregelvorgang nun 35 °C anzeigen. 5. Mit CAL.1 kann auf dieselbe Weise eine weitere Abgleichtemperatur unterhalb von CAL.2 programmiert werden, mit CAL.3 eine darüberliegende.
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Erweiterte Funktionen Beispiel: Feuchteabweichung bei 80 % rh soll korrigiert werden: 1. Feuchteabgleichpunkt im SETUP auf RH 80 einstellen und dazugehörigen Abgleichkorrek- turwert auf 0.0 %rh einstellen: IN 1 STERI DEFRO IN 2 °C °C loop AUTO PRINT SETUP 2. Mit einem kalibrierten Referenzmessgerät wird im Normalbetrieb bei einer eingestellten Sollfeuchte von 80 % rh eine Istfeuchte von 78 % rh gemessen.
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Erweiterte Funktionen Einstellung Einstellung 1. Gewünschten CO -Abgleichpunkt im SETUP einstellen (siehe Seite 54 ) und dazugehörigen Abgleichkorrekturwert auf 0.0 % stellen. 2. Mit einem Referenzmessgerät die Abweichung im stationären Zustand bei dem gewählten -Abgleichpunkt messen. 3. Abgleichkorrekturwert im SETUP einstellen. Ist der gemessene Referenz-CO -Gehalt zu niedrig, muss der Abgleichkorrekturwert mit negativem Vorzeichen eingestellt werden.
Wartung und Instandsetzung Wartung und Instandsetzung 8.1 Reinigung Warnung! Verletzungsgefahr und Gefahr durch Stromschlag. Vor Reinigungsar- beiten Netzstecker ziehen. 8.1.1 Innenraum und Metallflächen Eine regelmäßige Reinigung des pflegeleichten Innenraumes vermeidet Rückstände, die bei Dauereinwirkung das Aussehen und die Funktionsfähigkeit des Edelstahlinnen- raumes beeinträchtigen können.
Türdichtungen auf festen Sitz prüfen; ggf. Tür nachstellen (siehe Seite 69 ). ► Sicherheitskennzeichnung (Warnaufkleber auf der Tür) überprüfen (siehe Seite 8 ). Wenn sie fehlt oder unkenntlich ist, ersetzen Sie sie. Sie kann beim Memmert-Kundendienst nachbestellt werden. ► Sterilfilter überprüfen und erneuern, falls verschmutzt (nur bei Ausstattung mit CO...
Wartung und Instandsetzung 8.3 Leuchtstoffröhren austauschen (nur bei Kühlbrutschränken mit Innenraumbeleuchtung) Achtung: ► Ersetzen Sie Leuchtstoffröhren immer nur mit Leuchtstoffröhren gleichen Typs, also z. B. UV-Röhren immer nur mit UV-Röhren und nicht mit Tageslichtröhren. Die Spezifi- kationen finden Sie im Kapitel Technische Daten ab Seite 18 . ►...
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Wartung und Instandsetzung 5. Kunststoffhalterungen der Röhren, die ausgetauscht werden sollen, an beiden Seiten abschrauben und Röhren vorsichtig nach oben herausziehen ( Abb. 38 ). Abb. 38 1 Kunstoffhalterungen lösen und nach innen schieben Kunstoffhalterungen lösen und nach innen schieben Kunstoffhalterungen lösen und nach innen schieben 2 Röhren vorsichtig aus der Halterung ziehen Röhren vorsichtig aus der Halterung ziehen...
Wartung und Instandsetzung 8.4 Tür nachstellen Eine gut schließende Tür ist für Kühlbrutschränke unerlässlich. Bei MEMMERT-Geräten wird das dichte Schließen der Tür durch eine schranksei- tige und eine türseitige Dichtung optimal gewährleistet. Im Dauereinsatz kann es zu einem Setzen des flexiblen Dichtungsmaterials kommen.
Lagerung und Entsorgung Lagerung und Entsorgung 9.1 Lagerung Der Kühlbrutschrank darf nur unter folgenden Bedingungen gelagert werden: ► trocken und in einem geschlossenen, staubfreien Raum ► frostfrei ► vom Stromnetz und der Gas- und Wasserversorgung getrennt Anschluss der Gasflasche lösen und Ventil der Gasflasche schließen. Gasflaschen dürfen in geschlossenen Räumen gelagert werden, wenn diese ausreichend belüftet sind.