7.2.2 Cl Probe
(Kalibrierung des Chlorsensors)
Die Kalibrierung (Eichung) des Chlorsensors erfolgt bei der Erstinbetriebnahme üblicherweise durch eine
sog. 2-Punkt-Kalibrierung, bei der für den Sensor-Nullpunkt chlorfreies Wasser und für die Sensor-Steilheit
das Badewasser verwendet wird.
Vorbereitung:
Achtung!
•
Verlassen Sie sich niemals allein nur auf die Chlormessung.
Überprüfen Sie den Chlorgehalt des Badewassers zusätzlich und regelmäßig (z.B. 1 x
täglich) auch mit der DPD-Methode – z.B. mit einem Fotometer!
•
Verwenden Sie zur Bestimmung des Chlorgehaltes ausschließlich ein qualitativ gutes Foto-
meter. Ein Farbkomparator reicht nicht aus!
•
Gehen Sie nicht automatisch davon aus, daß Stadtwasser (Leitungswasser) chlorfrei ist,
sondern ermitteln Sie in jedem Fall den Chlorgehalt mit dem Fotometer!
Hinweis:
Bei nachfolgenden Kalibrierungen – z.B. nach einer Wartung des Chlorsensors – reicht es aus,
lediglich die Sensor-Steilheit neu zu kalibrieren.
R1-02-10
Nullprobe:
1) Chlorfreies Wasser erhalten Sie, indem Sie die Filterkerze des
Vorfilters durch eine Aktivkohlekartusche ersetzen und die Kartu-
sche ca. 30 Minuten mit Badewasser beaufschlagen. Entnehmen
Sie dann eine Probe aus dem Probenahmehahn der Durchfluss-
armatur und bestimmen Sie mit Hilfe eines Fotometers (DPD-
Methode) den Chlorgehalt.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, daß Sie den Chlorsensor für die
Kalibrierung nicht aus der Durchflussarmatur ausbauen müssen.
2) Steht eine Aktivkohlekartusche nicht zur Verfügung, dann können
Sie sich mit Leitungswasser als sog. Nullprobe behelfen. Füllen
Sie dazu ein Gefäß mit Wasser und bestimmen Sie mit Hilfe eines
Fotometers (DPD-Methode) den Chlorgehalt. Bauen Sie den
Chlorsensor für die Nullpunkt-Kalibrierung aus der Durchflussar-
matur aus und schwenken Sie ihn in der Nullprobe, bis auf dem
Gerätedisplay ein stabiler Wert angezeigt wird. Führen Sie die Ka-
librierung des Sensor-Nullpunktes dann wie unten beschrieben
aus.
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