dann für die gesamte Betriebszeit des Herdes durch die Automatik
nahezu konstant gehalten. Der Leistungsregler braucht nur verstellt zu
werden, wenn sich die Witterungsverhältnisse entscheidend ändern
und damit eine Veränderung der Herdleistung notwendig wird. Die
maximale Brennstoffmenge, die auf einmal aufgegeben werden
kann, sollte bei Steinkohle und Braunkohlebrikett 2 kg betragen.
Erstes Anheizen
Benutzen Sie zum ersten Anheizen dünnes, trockenes Holz
und beginnen Sie mit einem mäßigen Feuer. Verwenden Sie
zum An zünden weder Spiritus, Benzin noch andere flüs sige
Brenn stoffe. Machen Sie sich mit der Brennregulierung Ihres
Herdes vertraut. Hark-Herde sind mit hochhitze beständiger Farbe
beschichtet. Kurzzeitiger Geruch durch Austrocknen dieser Farbe
lässt sich nicht ganz vermeiden und ist ungefährlich.
Stellen Sie beim ersten Anheizen des Herdes keine Gegenstände
auf den Herd. Durch Berührung könnten an der, noch nicht
ausgehärteten Beschichtung, Schäden entstehen. Aus diesen
Gründen sollte Ihr Herd einige Stunden nur mit kleinem Feuer
betrieben werden.
Während des ersten Anheizens soll der Aufstellraum des
Gerätes gut belüftet werden.
Bitte beachten Sie, dass hitzebeständige Ofenlacke keinen
Korrosionsschutz bieten. So kann es bei zu feuchter Reinigung
des Ofens oder des Fußbodens in Ofennähe oder bei der
Aufstellung in feuchten Räumen zur Bildung von Flugrost
kommen.
Normale Inbetriebnahme
Zum Anheizen empfehlen wir, Kamin- oder Grillanzünder mit
feinem trockenem Holz zu verwenden. Stellen Sie den Leistungsregler
auf Stellung 5. Wenn das Holz brennt geben Sie 2 kg Stein kohle oder
eine entsprechende Menge Braunkohlebriketts auf. Lassen Sie den
Herd während dieser Anbrennphase nicht unbeaufsichtigt, damit Sie
den Brand kontrollieren können. Die Aschekastenklappe ist immer
geschlossen zu halten, da sonst Beschädigungen am Herd auftreten
können. Nachdem die sogenannte Grundglut hergestellt ist, kann
der Herd für den Dauerbrand mit der höchstzulässigen Brennstoff-
menge von 2 kg Stein kohle oder Brikett gefüllt werden.
Der Leistungsregler muss nun auf die, zur Aufrechterhaltung der
gewünschten Raumtemperatur, notwendige Stellung zurück-
gedreht werden. Das Gerät darf, außer beim Gluthalten, nicht auf
Reglerstellung "0" betrieben werden.
Der Herd, insbesondere die Stahlblechoberfläche, die Sicht-
scheibe und der Türgriff sind beim Betrieb heiß. Vermeiden Sie es,
diese Oberflächen zu berühren. Zur Bedienung des Türgriffs ist im
Lieferumfang ein Lederhandschuh enthalten.
Betriebsweise in der Übergangszeit
In der Übergangszeit, d.h. bei stark schwankender bzw. höherer
Außentemperatur (etwa ab 15° C) kann es u. U. bei plötzlichem
Außentemperaturanstieg zu Störungen des Schornsteinzuges
kommen, so dass die Rauchgase schlecht abgezogen werden.
Es ist darauf zu achten, dass in dieser Zeit bei eventuell unzu-
reichendem Zug auf eine Inbetriebnahme der Feuerstelle verzichtet
werden muss.
Während dieser Zeit keinesfalls den Leistungsregler bis zu seiner
kleinsten Einstellung drosseln. In diesem Falle die Luftregler des
Herdes so einstellen, dass der Brennstoff sichtbar brennt. Rütteln
Sie die Asche häufig ab.
Nur bei einer zu kleinen Einstellung der Verbrennungsluftzufuhr
können erfahrungsgemäß Störungen des Schornsteinzuges
auf treten. Dies kann auch zur Verrußung des Sichtfensters führen.
Im Normalfall brennt die Schicht von selbst wieder ab, wenn
der Herd mit ge öffneten Reglern betrieben wird. Evtl. mit nicht
scheuernden Rei nigungsmitteln nachputzen.
Betriebsempfehlung bei Holz
Es darf nur naturbelassenes, stückiges Scheitholz verbrannt werden
(trocken und unbehandelt lt. Verordnung zum Bundes-Immissions-
schutzgesetz). Die Scheitlänge muss der Feuerraumtiefe bzw. -
breite angepasst werden.
Scheitholz mit einer Länge von 25 bis 30 cm ist am besten
ge eignet. Der Umfang der Scheite sollte, wie bei handels üblichem
Scheitholz, ca. 25 bis 30 cm betragen. Heizen Sie nur mit
trockenem Holz (Restfeuchte unter 20 %). Zu feuchtes Holz hat
einen zu geringen Heizwert, führt zu verrußten Scheiben und
verursacht eine Schornstein ver sottung. Verbrennen Sie keine
Abfälle, insbesondere keine Kunst stoffe! In den Abfallmaterialien
sind Schadstoffe enthalten die dem Herd, dem Schornstein und
der Umwelt schaden. Die Verbrennung von Hausmüll ist nach
dem Bundes-Immissionsschutzgesetz verboten! Beschichtete Holz-
reste sowie Spanplatten dürfen auf keinen Fall verfeuert werden.
Durch die Verfeuerung un geeigneter Brennstoffe kann sich Glanz-
ruß im Schornstein bilden, der einen Schornsteinbrand zur Folge
haben kann. Im Fall eines Schorn steinbrandes verschließen Sie
sofort alle Luftöffnungen am Herd und informieren die Feuerwehr.
Bei Beachtung unserer Hinweise ist ein Schornsteinbrand jedoch
auszuschließen.
In der Anheizphase führen Sie dem Holz sowohl Primär- als auch
Sekundärluft zu. Anschließend wird die Primärluft geschlossen und
über die Sekundärluft gesteuert.
Hinweis: Die Holzscheite nicht mit den Schnittflächen zur
Feuerungstür auflegen! Dies führt zur Verrußung der
Scheibe.
Grundsätzlich ist der Brennstoff Holz nur bedingt regelbar.
Deshalb ist ein gleichmäßiger Abbrand nur begrenzt möglich. In
begrenztem Umfang kann mit der Aufgabe und der Menge die
Leistung be ein flußt werden; d.h. große Holzscheite re duzieren die
Abbrandgeschwindigkeit und begünstigen einen gleichmäßigen
Abbrand. Kleine Holzscheite brennen schneller ab und führen kurz-
zeitig zu höherer Leistung. Durch den starken Entgasungs prozess
beim Brennstoff Holz kann es beim Öffnen der Feuerraumtür zum
Rauchaustritt kommen.
Es ist zu empfehlen, die Feuerraumtür grundsätzlich nicht zu öffnen,
bevor eine Brennstoffüllung bis zur Glutbildung her untergebrannt
ist.
Betrieb des Backfaches
Um die notwendige Backtemperatur zu erreichen, kann ein Betrieb
des Backfaches nur mit dem Brennstoff Holz erfolgen. Bei einer
Aufgabe von 2 kg Holz erreichen Sie nach einer Betriebszeit von
ca. 30 Minuten eine Backfachtemperatur von ca. 180˚C, wobei
diese Angaben von mehreren Faktoren wie dem Schornsteinzug,
der Holzgüte und der Restfeuchtigkeit des Holzes abhängen.
Die Temperatur im Backfach kann ausschließlich über die
Brennstoffmenge geregelt werden. Eine Feinreglung über den
Primär- oder Sekundärluftregler ist zusätzlich möglich. Zur Kontrolle
der Temperatur befindet sich in der Glasscheibe des Backfaches
ein Thermometer.
Bei der Zubereitung von Speisen in dem Backfach beachten Sie
bitte, dass eine Veränderung der Backfachtemperatur nur sehr
träge erfolgen kann.
Um eine Geruchsbildung zu vermeiden, sollte das Backfach
regelmäßig gereinigt werden. Entnehmen Sie hierzu den unteren
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