Schaltbild
A1
A2
L(+) L(-)
(+)
L(+) L(-)
11
U H
PE
12
14
PE
X1
X2 X3
M12231_a
11 12 14
Anschlussklemmen
Klemmenbezeichnung
Signalbeschreibung
A1(+), A2
Hilfsspannung AC oder DC
L(+), L(-)
Anschlüsse für Messkreis
PE1, PE2
Anschlüsse für Schutzleiter
X1, X2
Steuereingang für externen Test-Taster
Steuereingang für externen Reset-Taster
oder Programmierung Speicher- bzw.
X2, X3
Hystereseverhalten:
X2/X3 gebrückt: Hystereseverhalten
X2/X3 nicht gebrückt: Speicherverhalten
11, 12, 14
Alarm-Melderelais K1 (1 Wechslerkontakt)
Aufbau und Wirkungsweise
Das Gerät wird über die Klemmen A1(+)/A2 mit Hilfsspannung versorgt.
Nach Einschalten der Hilfsspannung (Power-On) läuft zunächst für
ca. 12 s ein interner Selbsttest ab (siehe „Gerätetestfunktionen"). Der
Testablauf wird mit Hilfe der Gerätestatus-LED visualisiert. Danach beginnt
die Messung des Isolationswiderstandes im Messkreis, die Status-LED
wechselt auf grün.
Messkreis
(Isolationsmessung zwischen den Klemmen L(+)/L(-) und PE)
Der Isolationswächter wird mit den Klemmen L(+) und L(-) direkt an das
zu überwachende Netz angeschlossen.
Die Netz- bzw. Anschlussform (AC, DC, 3NAC) ist über den Drehschalter
„UN" richtig einzustellen.
Die Klemme PE wird an das Schutzleitungssystem angeschlossen.
Zur Messung des Isolationswiderstandes wird zwischen L(+)/L(-) und PE
eine aktive Messspannung mit wechselnder Polarität angelegt.
Am Ende jeder Messphase wird der aktuelle Isolationswiderstand ermittelt
und ausgewertet. Das Melderelais für Alarm K1 schaltet entsprechend bei
Unterschreiten des eingestellten Ansprechwertes. Ist der Ansprechwert
unterschritten leuchtet zusätzlich die Gerätestatus-LED rot.
Speicherung von Isolationsfehlermeldungen
Über den Steuereingang X 2 / X3 kann die Speicherung von
Isolationsfehlermeldungen programmiert werden (Alarmspeicherung:
X2/X3 nicht gebrückt; keine Alarmspeicherung: X2/X3 gebrückt). Ist die
Speicherung aktiv, bleibt die Isolationsfehlermeldung des Messkreises
bei Unterschreiten des Ansprechwertes gespeichert, auch wenn der
Isolationswiderstand danach wieder in den Gutbereich geht. Wird für > 3 s
die Taste „Test/Reset" auf der Gerätefront gedrückt wird die Alarmmeldung
gelöscht bzw. zurückgesetzt, wenn sich der Isolationswiderstand wieder
im Gutbereich befindet.
Melderelais für Isolationsfehlermeldungen
Für das Melderelais K1 (Kontakte 11-12-14) kann mit Hilfe, des in zwei
Bereiche geteilten Drehschalter „UN" Arbeitsstromprinzip (Rel. n.o.) oder
Ruhestromprinzip (Rel. n.c.) eingestellt werden.
Bei Arbeitsstromprinzip zieht das Relais bei Unterschreiten des
Ansprechwertes an, bei Ruhestromprinzip fällt es bei Unterschreiten des
Ansprechwertes ab.
Aufbau und Wirkungsweise
Gerätetestfunktionen
Grundsätzlich sind zwei verschiedene Testfunktionen implementiert:
Der „Selbsttest" und der „erweiterte Test".
Der Selbsttest des Gerätes erfolgt automatisch nach Power-On und nach
jeder vollen Betriebsstunde. Er kann auch jederzeit manuell ausgelöst
werden, durch Drücken der Taste „Test/Reset" für < 3 s auf der Gerätefront.
Beim Selbsttest wird im Gegensatz zum erweiterten Test der Status des
Melderelais nicht beeinflusst; der Ablauf ist folgender:
Der Selbsttest wird mit der Gerätestatus-LED durch den orangenen
Blinkcode 1 angezeigt. Zuerst wird für ca. 5 s auf negative Messphase
geschaltet. Innerhalb dieser 5 s wird die interne Messschaltung auf Fehler
überprüft. Danach wird für ca. 5 s auf positive Messphase geschaltet
und weitere interne Tests finden statt. Sind keine Fehler aufgetreten und
erkannt worden, läuft die Isolationsmessung normal weiter.
Der erweiterte Test wird gestartet, wenn am Ende oder während des
oben beschriebenen, 12 s andauernden Selbsttest die Taste „Test/Reset"
erneut für < 3 s betätigt wird:
Der Ablauf erfolgt wie beim Selbsttest (zwei Messphasen mit je 5 s),
jedoch geht das Melderelais K1 auf Alarmzustand. Die Gerätestatus-LED
zeigt den orangenen Blinkcode 2. Die Phasen des erweiterten Tests
werden danach ständig wiederholt. Sobald die Taste „Test/Reset" für
> 3 s gedrückt wird, ist der erweiterte Test sofort beendet. Das Gerät
startet die Isolationswiderstandsmessung neu.
Verhalten bei internen Gerätefehlern
Wurden bei der Testfunktion interne Gerätefehler erkannt, blinkt die
Gerätestatus-LED dauerhaft rot. Das Melderelais K1 geht auf Alarmzustand.
Externe Steuereingänge
An den Klemmen X1/X2 kann eine externe Test-Taste angeschlossen
werden. Werden die Klemmen X1/X2 für ca. 1 s gebrückt, wird der Testmodus
ausgelöst (entspricht gleicher Funktion, wie interner Test-/Reset-Taster
< 3 s drücken).
An den Klemmen X2/X3 kann eine externe Reset-Taste angeschlossen
werden. Werden die Klemmen X2/X3 für ca. 1 s gebrückt, wird ein
gespeicherter Alarm zurückgesetzt (entspricht gleicher Funktion, wie
interner Test-/Reset-Taster > 3 s drücken). Werden die Klemmen X2/X3
dauerhaft gebrückt, ist die Alarmspeicherung inaktiv (Hystereseverhalten).
Programmierung/Parametrierung/Einstellung des Isolationswächters
Sämtliche Einstellungen werden einfach über die zwei Drehschalter auf
der Gerätefront vorgenommen. Um eine unbefugte Manipulation der
Einstellungen zu verhindern, befinden sich die Drehschalter hinter der
plombierbaren Klarsichtabdeckung.
Mit dem ersten Drehschalter „R
eingestellt werden.
Am zweiten Drehschalter „UN" wird die Netzanschlussart eingestellt.
Dieser Drehschalter besitzt zwei Bereiche. Im ersten Bereich ist das
Ruhestromprinzip (Rel. n.c.), im zweiten Bereich das Arbeitsstromprinzip
(Rel. n.o.) aktiviert.
Über den Steuereingang X2/X3 kann mittels Brücke zusätzlich noch
Speicher- (X2/X3 nicht gebrückt) oder Hystereseverhalten (X2/X3 gebrückt)
programmiert werden.
Neue Einstellungen werden vom Gerät direkt, ohne Neustart, übernommen.
2
" kann der Ansprechwert für Alarm
A
10.11.23 de / 800A