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Automationssystem TROVIS 6400 Prozessregelstation TROVIS 6412 und 6442 Ausgabe Februar 2004 Konfigurationshandbuch Firmware C 1.5 KH 6412 Firmware Si 1.4...
1 Hinweise zu diesem Konfigurationshandbuch 1.1 Gerätedokumentation Die Gerätedokumentation für die Prozessregelstationen TROVIS 6412 und 6442 besteht aus zwei Teilen: der Einbau- und Bedienungsanleitung EB 6412 und dem Konfigurationshandbuch KH 6412. Das vorliegende Konfigurationshandbuch KH 6412 wendet sich an den regelungstechnisch versierten Fachmann.
Handhabung des Konfigurationshandbuches Hinweise zu diesem Konfigurationshandbuch 1.3 Handhabung des Konfigurationshandbuches Die Prozessregelstationen TROVIS 6412 und 6442 werden durch ein Programm gesteuert, welches der Anwender mit vorkonfigurierten Funktionen (Konfigurierblöcken) und änderbaren Parametern den speziellen Erfordernissen seiner Anlage anpassen muss. Dieses Konfigurati- onshandbuch gibt dem Anwender Anleitung und Anregung, wie die softwaretechnischen Möglichkeiten des Gerätes anzuwenden und auszuschöpfen sind.
2 Leistungsmerkmale Die Prozessregelstationen TROVIS 6412 und 6442 sind mikroprozessorgesteuerte Regelstatio- nen zur Automatisierung industrieller und verfahrenstechnischer Anlagen. Sie eignen sich sowohl für einfache Regelkreise als auch für sehr komplexe Regelungsaufgaben. Die Prozess- regelstationen TROVIS 6412 und TROVIS 6442 unterscheiden sich nur durch ihre Bauform. Fest gespeicherte Funktionsblöcke gestatten dem Anwender, vorkonfigurierte Regelschaltungen und verschiedene Funktionen sehr einfach auszuwählen.
3 Eingangsschaltung 3.1 Übersicht Die digitale Prozessregelstation TROVIS 6412 bzw. 6442 hat je nach Eingangskarte drei oder vier analoge Eingänge. Daneben stehen drei Binäreingänge zur Verfügung. Die analogen Eingangssignale Ai1 bis Ai4 werden mit den Konfigurierblöcken C10, C11, C12 und C13 einem internen Signal zugeordnet. Die internen Signale werden als X, W , Z und bezeichnet.
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Eingangsschaltung Übersicht Bild 1 ⋅ Eingangsschaltung...
Eingangskarten (C54) Eingangsschaltung 3.2 Eingangskarten (C54) Für die Prozessregelstation gibt es vier verschiedene Eingangskarten, die für unterschiedliche Anwendungen ausgelegt sind. Die einzelnen Eingänge sind durch die Auswahl von Lötbrücken für das Stromeinheitssignal, das Spannungseinheitssignal, für einen Widerstandsferngeber oder je nach Art der Eingangs- karte als Eingang für ein Pt 100-Widerstandsthermometer, Thermoelement oder als Zweileiter- Messumformereingang einzurichten.
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Eingangsschaltung Eingangskarten (C54) Eingangskarte 2 (EK2, C54-2) Die Eingangskarte 2 hat vier Eingänge, wobei ein Pt 100-Widerstandsthermometer benutzt werden kann. −50 bis 100 °C Eingang 1 2-/3-/4-Leiter 0 bis 200 °C Pt 100-Widerstands- 100 bis 600 °C thermometer Eingang 2 Stromeinheitssignal 0(4) bis 20 mA Spannungseinheitssignal...
Abgleich und Kalibrierung (C14) Eingangsschaltung 3.3 Zuordnung der Analogeingänge (C10 bis C13) Die analogen Eingangssignale Ai1 bis Ai4 oder ggf. der Eingang der seriellen RS 485-Schnitt- stelle müssen per Software den internen Signalen X, W , Z und Y zugeordnet werden. STELL Dies geschieht durch die Definition der Konfigurierblöcke C10 bis C13.
Eingangsschaltung Messbereichsüberwachung (C15, C37) 3.5 Messbereichsüberwachung (C15, C37) Die Eingangssignale X, Z, W und Y können einzeln oder in beliebiger Kombination auf STELL eine Messbereichsüber- bzw. -unterschreitung überwacht werden. Diese Messbereichsüberwa- chung wird mit C15 konfiguriert. Genaue Angaben s. Konfigurationstabelle im Anhang A . Wird die Messbereichsüberwachung aktiviert (C15 >1), erscheint in der Anzeige der Prozess- regelstation das Symbol Eine vorliegende Messbereichsüber- oder -unterschreitung wird durch das blinkende Sym-...
Filterung von Eingangsgrößen und Regeldifferenz (C27) Eingangsschaltung 3.6 Filterung von Eingangsgröß en und Regeldifferenz (C27) Die Filterung von Eingangsgrößen und der Regeldifferenz wird mit dem Konfigurierblock C27 angewählt. Es können einzelne oder auch mehrere Signale (X, W , Z, X ) gefiltert werden s.
Eingangsschaltung Radizierung von Eingangsgrößen (C9) 3.7 Radizierung von Eingangsgrößen (C9) Die Funktion der Radizierung wird mit dem Konfigurierblock C9 angewählt. Es können einzelne oder auch mehrere Eingangssignale (X, W , Z, Y ) radiziert werden. STELL Das radizierte Eingangssignal wird intern normiert. Mit dem Konfigurierschalter C9-2 kann z.
Funktionalisierung (C7) Eingangsschaltung 3.8 Funktionalisierung (C7) Bei der Funktionalisierung wird ein definiertes Signal zur weiteren Verarbeitung neu bewertet. Die Prozessregelstation TROVIS 6412 bzw. 6442 bietet eine geschickte Lösung, messtechnisch oder verfahrenstechnisch bedingte Hilfs-, Bezugs- oder Äquivalenzgrößen in die für den Regelkreis passende Form zu bringen.
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Eingangsschaltung Funktionalisierung (C7) bis K Eingangswerte E Punkt Abszisse Ordinate Eingang E Ausgang E’ bis K Ausgangswerte E’ Messbereichsanfang und -ende für Ausgangswerte des funktio- nalisierten Signales. Die beiden Werte K und K werden nicht funktionalisierten Signal entnommen. Beispiel: X wird funktionalisiert W = 30..150°C, dann ist = 30°C = 150°C...
Abszisse Ordinate Temperatur in °C Druck in bar Parameter K Parameter K 100,0 123,2 137,8 148,7 157,52 167,2 175,0 Hinweis Die Werte aus der Dampftafel sind der SAMSON Publikation "Zustandsgrößen von Wasser und Wasserdampf "WA 032 Ausgabe März 1988" entnommen.
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Eingangsschaltung Funktionalisierung (C7) T [˚C] 167,21 157,52 148,73 137,86 123,2 [bar] Bild 7 ⋅ Druck-Temperatur-Kurve für Beispiel 1 zur Funktionalisierung TROVIS 6412 0...20 mA 1...9 bar Bild 8 ⋅ Temperaturregelung einer Kalandarwalze...
Funktionalisierung (C7) Eingangsschaltung 3.8.2 Beispiel 2 zur Funktionalisierung Die Füllstandsmessung eines Tanks mit maximal 15 m wird funktionalisiert. Dazu wird die Funktionalisierung mit Konfigurierschalter C7-2 für den X-Eingang gewählt. Die Füllstandshöhe wird über einen Schwimmer und ein Potentiometer als lineares Signal von 0 bis 1000 Ω...
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Eingangsschaltung Funktionalisierung (C7) – 0 3 6 8 12 15 Ω 1000 Bild 9 ⋅ Funktionalisierung eines Tankinhaltes...
Funktionalisierung (C7) Eingangsschaltung 3.8.3 Beispiel 3 zur Funktionalisierung Eine außentemperaturgeführte Vorlauftemperaturregelung dient als weiteres Beispiel. Sie wird als Folgeregelung mit externer Führungsgröße (C1-4) realisiert. Die Regelgröße X (Vorlauftemperatur) ist also von der externen Führungsgröße (Außentemperatur) abhängig. Die Funktionalisierung wird in diesem Fall auf die externe Führungsgröße aufgeprägt. Die Außentemperatur soll durch die Funktionalisierung mit der Vorlauftemperatur bewertet werden.
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Eingangsschaltung Funktionalisierung (C7) – -20 0 20 40 Bild 10 ⋅ Funktionalisierung einer außentemperaturgeführten Vorlauftemperaturregelung...
Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Eingangsschaltung 3.9 Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Die Prozessregelstation hat drei Binäreingänge, denen je nach Einstellung der Konfigurier- blöcke C17 für Binäreingang bi1, C18 für Binäreingang bi2 und C19 für Binäreingang bi3 unterschiedliche Funktionen im Regler zugeordnet werden.
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Eingangsschaltung Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) geöffnet werden. Der interne Führungsgrößenwert lässt sich in der Betriebsebene durch die Tasten (C) und (D) nicht mehr verändern. Dies ist nur in der Parametrierebene möglich. Ist die Kaskadenregelung (KA2) mit externer Führungsgröße angewählt, so wird der aktuelle Führungsgrößenwert (W ) als letzter Führungsgrößenwert gesetzt.
Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Eingangsschaltung 3.9.2 Initialisierung der Führungsgrößenrampe (C17/18/19-3 und C16-2/-4/-5) Durch den Binäreingang kann eine Führungsgrößenrampe initiiert werden. Dazu ist der Konfigurierschalter C17-3 einzustellen. Zusätzlich muss mit dem Konfigurierblock C16 die Art der Führungsgrößenrampe gewählt werden: eine Führungsgrößenrampe mit Startbedingung durch C16-2, eine gleitende Anhebung oder Absenkung der Führungsgröße durch C16-4 oder eine sprungförmige Anhebung oder Absenkung der Führungsgröße durch C16-5.
Eingangsschaltung Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) 3.9.5 Initialisierung von Sicherheitsstellwerten für Stellausgänge (C17-5/-6, C18-5/-6, 19-6) Ist einer dieser Konfigurierschalter gewählt und der entsprechende Binäreingang wird aktiviert, so werden an den Stellausgängen vordefinierte Stellgrößenwerte ausgegeben. Diese sind die Sicherheitsstellwerte Y für den Stellausgang Y für den Stellausgang Y...
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Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Eingangsschaltung Sind die Konfigurierblöcke C17-5 und C18-5 gleichzeitig eingestellt, werden beim Öffnen der Binäreingänge bi1 und bi2 die Sicherheitsstellwerte Y für den Stellausgang Y und Y für den Stellausgang Y gesetzt.
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Eingangsschaltung Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Der Konfigurierblock C19-6 initiiert beim Öffnen des Binäreinganges bi3 den Sicherheitsstell- wert Y am Stellausgang des Führungsreglers oder des Begrenzungsreglers. Diese Einstel- lung kann demzufolge nur angewählt werden, wenn die Begrenzungsregelung oder die Kaskadenregelung eingerichtet sind (C1-10 oder C1-11).
Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Eingangsschaltung 3.9.6 Blockierung der Stellsignale Y und Y (C17/18/19-7) Der Konfigurierschalter C17-7 blockiert beim Öffnen des Binäreinganges bi1 die Stellsignale und Y . Der jeweils aktuelle Stellgrößenwert bleibt am Stellausgang bestehen, solange der Binäreingang geöffnet ist.
Eingangsschaltung Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) 3.9.8 Führungsgrößenumschaltung oder Umschaltung auf Folgereglerbetrieb (C17/18/19-9) Der Konfigurierschalter C17-9 hat drei verschiedene Funktionen abhängig von der gewählten Regelungsart. Bei Folgeregelung mit interner/externer Führungsgrößenumschaltung (FO2, C1-5) oder Ver- hältnisregelung mit interner/externer Verhältnisvorgabe (VH2, C1-8) schaltet diese Funktion zwischen den zwei Führungsgrößen um (s.
Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Eingangsschaltung 3.9.9 Umschaltung auf Handbetrieb (C17/18/19-10) Durch den Konfigurierschalter C17-10 wird beim Öffnen des Binäreingangs vom Automatik- in den Handbetrieb umgeschaltet. Nach dieser Umschaltung ist die Hand/Automatik-Taste (E) blockiert, bis der Binäreingang geschlossen und dadurch der Automatikbetrieb wieder aktiviert wurde.
Eingangsschaltung Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) 3.9.11 Blockierung des Handbetriebes bei Messbereichsüber- oder -unterschreitung (C17/18/19-12) Durch den Konfigurierschalter C17-12 wird verhindert, dass bei einer Messbereichsüber- oder -unterschreitung in den Handbetrieb umgeschaltet wird. Voraussetzung ist, dass eine Messbe- reichsüberwachung durch den Konfigurierblock C15>1 aktiviert wurde und die Umschaltung in den Handbetrieb bei Messbereichsüber- oder -unterschreitung mit C37>1 gewählt wurde.
Konfigurierung der Binäreingänge bi1, bi2 und bi3 (C17, C18 und C19) Eingangsschaltung 3.9.14 Bedientastenabschaltung und/oder Konfigurier- und Parametrierschutz (C19-14, C59) Durch den Binäreingang bi3 werden bei Anwahl von C19-14 die Einstellungen des Konfigu- rierblockes C59 initiiert. Mit letzterem können die Konfigurier- und Parametrierebene vor Änderungen geschützt und/oder die Bedientasten der Prozessregelstation abgeschaltet wer- den.
4 Regelungsarten Die Regelungsart legt der Konfigurierblock C1 fest. Er gibt an, ob die Prozessregelstation als Festwert- (FE), Folge- (Fo1, Fo2), Verhältnis- (VH1, VH2), Gleichlauf- (GL), Begrenzungs- oder Kaskadenregler (KA1, KA2) arbeitet. Dieser Konfigurierblock muss für die Prozessregelstation zuerst festgelegt werden, da bei Änderung der Regelungsart alle anderen Konfigurierblöcke auf die Werkseinstellung zurückgesetzt werden.
Regelungsarten Festwertregelung (C1-1) 4.1 Festwertregelung (C1-1) Die Festwertregelung (FE) wird durch Konfigurierschalter C1-1aufgerufen. Bei der Festwertregelung ist die Führungsgröße zeitlich konstant, daher wird die interne Führungsgröße W benutzt. Sie ist in der Betriebsebene durch die Tasten (C) und (D) oder auch in der Parametrierebene einstellbar.
Folgeregelung (C1-4/5) Regelungsarten 4.2 Folgeregelung (C1-4/5) Eine Folgeregelung kann entweder mit externer Führungsgröße (FO1) oder mit der Umschal- tung zwischen interner und externer Führungsgröße (FO2) gewählt werden. Die externe Führungsgröße W ist abhängig von einer zeitlich veränderlichen Messgröße. Durch den Konfigurierschalter C1-4 wird die Folgeregelung mit externer Führungsgröße (FO1) gewählt.
Verhältnisregelung (C1-7/8) Regelungsarten 4.3 Verhältnisregelung (C1-7/8) Eine Verhältnisregelung kann mit internem Verhältnis (VH1) oder mit Umschaltung zwischen internem und externem Verhältnis (VH2) gewählt werden. Bei dieser Regelungsart wird nicht der Absolutwert einer Regelgröße geregelt, sondern das Verhältnis V zwischen zwei Größen. Diese sind als führende Größe das Eingangssignal W’...
Kaskadenregelungsarten (C1-10/11) Regelungsarten 4.4 Kaskadenregelungsarten (C1-10/11) 4.4.1 Kaskadenregelung Die Kaskadenregelung mit interner Führungsgröße (KA1) wird mit dem Konfigurierschalter C1-10 konfiguriert, die Kaskadenregelung mit externer Führungsgröße (KA2) mit C1-11. Bei dieser Regelungsart werden sowohl der Führungsregler als auch der Folgeregler einer Kaskade in der Prozessregelstation TROVIS 6412 bzw.
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Regelungsarten Kaskadenregelungsarten (C1-10/11) INFÜ INFO C1–10 C1–11 Bild 26 ⋅ Kaskadenregelung...
Kaskadenregelungsarten (C1-10/11) Regelungsarten 4.4.2 Aufschaltung der Folgeregler-Führungsgröße bei Kaskadenregelung Bei Kaskadenregelung (KA1 und KA2) kann die Führungsgröße des Folgereglers zusätzlich verschaltet werden. Um diese Unterfunktion der Kaskadenregelung zu erhalten, muss der Konfigurierblock C22≥9 gesetzt werden. Bei geschlossener Kaskade ergeben sich dann folgende Möglichkeiten, die Führungsgröße des Folgereglers (W ) zu beeinflussen: Stellgröße des Führungsreglers, also gleichzeitig die Führungsgröße des Fol-...
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Regelungsarten Kaskadenregelungsarten (C1-10/11) INFÜ INFO C1–10 Fü C22>9 C1–11 Bild 27 ⋅ Aufschaltung der Folgeregler-Führungsgröße bei Kaskadenregelung...
Kaskadenregelungsarten (C1-10/11) Regelungsarten 4.4.3 Begrenzungsregelung Die Begrenzungsregelung wird als eine Unterfunktion der Kaskadenregelung über den Konfi- gurierschalter C1-10 (KA1, Kaskadenregelung mit interner Führungsgrößenvorgabe) oder C1-11 (KA2, Kaskadenregelung mit externer Führungsgrößenvorgabe) in Verbindung mit dem Konfigurierschalter C33 ≥ 8 aufgerufen. Bei dieser Regelungsart werden sowohl der Begrenzungsregler als auch der Hauptregler einer Kaskade in der Prozessregelstation TROVIS 6412 bzw.
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Regelungsarten Kaskadenregelungsarten (C1-10/11) Achtung! Wird die Regelungsart geändert, so werden alle anderen Konfigurierblöcke auf die Werkseinstellung zurückgesetzt! C1–10 C1–11 C33-13 C33-12 Bild 28 ⋅ Begrenzungsregelung mit Begrenzung von Y C1–10 C1–11 Bild 29 ⋅ Begrenzungsregelung mit Minimal- oder Maximalauswahl über C33-14/15...
Gleichlaufregelung (C1-13) Regelungsarten 4.5 Gleichlaufregelung (C1-13) Mit dem Konfigurierschalter C1-13 wird die Gleichlaufregelung (GL) eingestellt. Bei der Gleichlaufregelung erhalten verschiedene Regelkreise dieselbe Führungsgröße, die jedoch im einzelnen Regelkreis durch Konstanten beeinflusst werden kann. Diese Konstanten sind bei TROVIS 6412/6442 die Parameter K und K .
Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) 4.6 Störgrößenaufschaltung (C2) Eine Störgrößenaufschaltung soll die Regelgüte der Regelstrecke verbessern. Voraussetzung für eine solche Störgrößenaufschaltung ist, dass die Störgröße oder die Störgrößen erfassbar sind. Die Prozessregelstation TROVIS 6412 gestattet, freie Eingänge für die Störgrößenaufschaltung zu nutzen und dem Ein- oder Ausgang der Regelstrecke zuzuführen, um bei Änderungen der Störgrößen die Regelstrecke zu beeinflussen.
Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten 4.6.1 Zeitverhalten der PD-Glieder (C50) Der Konfigurierblock C50 legt das Zeitverhalten von zwei PD-Gliedern fest mit deren Hilfe dynamische Störgrößen kompensiert werden können. Ein PD-Glied PD befindet sich im Eingangsteil vor dem Konfigurierblock C2. Es ist nur dann aktiv, wennn mit C2 eine Störgrößen- aufschaltung gewählt wurde.
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 31 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Festwertregelung Beispiel 1...
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Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten Eine weitere Variante der Störgrößenaufschaltung bei der Festwertregelung wird in Bild 32 gezeigt. Dabei werden die Eingangssignale W’’ und Z’’ nicht miteinander verknüpft. W’’ wird beim Konfigurierschalter C2-4 auf die Regelgröße X’ oder bei C2-6 auf die Führungsgröße geschaltet.
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 32 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Festwertregelung Beispiel 2...
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Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten Eine dritte Möglichkeit bei der Festwertregelung eine Störgrößenaufschaltung durchzuführen, zeigt Bild 33. Dazu muss der Konfigurierschalter C8-7 gesetzt sein. Die Eingangsgrößen X’, W’ und Z’ werden nach der Rechenvorschrift B miteinander verknüpft. In Abhängigkeit von der Einstellung des Konfigurierblockes C2 kann das Signal A zusätzlich geschaltet werden. A und ±...
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 33 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Festwertregelung Beispiel 3...
Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten 4.6.3 Folgeregelung mit Störgrößenaufschaltung Die Folgeregelung wird über den Konfigurierschalter C1-4 (FO1) bzw. C1-5 (FO2) aufgerufen. Die Eingangsgrößen Z’ und Y’ sind hier als Störgrößen zu verwenden. Dies wird in Bild 34 STELL gezeigt. Es sind wieder die Konfigurierblöcke C2, C3 und C8 einzustellen. werden durch die Formel ±...
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 34 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei Folgeregelung...
Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten 4.6.4 Verhältnisregelung mit Störgrößenaufschaltung Die Verhältnisregelung wird über die Konfigurierschalter C1-7 oder C1-8 aufgerufen. Eine Störgrößenaufschaltung ist bei der Verhältnisregelung mit internem Verhältnis (C1-7) durch die Eingangsgrößen Z’und Y’ möglich. Bei der Verhältnisregelung mit Umschaltung zwischen STELL internem und externem Verhältnis ist sie nur über das Eingangssignal Y’...
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 35 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Verhältnisregelung mit interner Verhältnisvorgabe...
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Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten Verhältnisregelung mit Umschalt ung zwischen internem und externem Verhältnis (Bild 36) Nur die Eingangsgröße Y‘ kann als Störgröße aufgeschaltet werden. Sie wird mit dem STELL Parameter K bewertet und mit K abgesenkt. Das resultierende Signal kann noch mit K bewertet werden.
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 36 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Verhältnisregelung mit Umschaltung der Verhältnisvorgabe...
Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten 4.6.5 Kaskadenregelungsarten mit Störgrößenaufschaltung Die Kaskadenregelung wird über die Konfigurierschalter C1-10 oder C1-11 gewählt. Für eine Störgrößenaufschaltung kann die Eingangsgröße Y’ , bei der Kaskadenregelung mit inter- STELL ner Führungsgröße (C1-10) auch das Eingangssignal W’ , genutzt werden. Im Bild 37 und Bild 38 werden die Schaltungsmöglichkeiten gezeigt.
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 37 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Kaskadenregelung mit interner Führungsgröße...
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Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten Kaskadenregelung mit externer Führungsgröße und Störgrö ßenaufschaltung (Bild 38) Für eine Störgrößenaufschaltung kann die Eingangsgröße Y’ verwendet werden. Diese STELL ± (K ⋅ Y’ − K ) ⋅ K ergibt über die Formel K das Signal A. Mit den Parametern K STELL und K ist es möglich, Y’...
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 38 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Kaskadenregelung mit externer Führungsgröße...
Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten 4.6.6 Begrenzungsregelung mit Störgrößenaufschaltung Die Begrenzungsregelung wird mit dem Konfigurierschalter C1-10 mit interner Führungsgröße oder C1-11 mit externer Führungsgröße und mit dem Konfigurierschalter C33 ≥ 8 aufgerufen. Zur Störgrößenaufschaltung kann die Eingangsgröße Y’ , bei der Begrenzungsregelung mit STELL interner Führungsgröße (C1-10) auch W’...
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 39 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei Begrenzungsregelung mit interner Führungsgröße...
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Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten Begrenzungregelung mit externer Führungsgröße (Bild 40) Bei der Begrenzungregelung mit externer Führungsgröße kann nur Y’ als Störgröße STELL verwendet werden. Das Signal A entsteht über die Verknüpfung aus der Formel ± (K ⋅ Y’ − K ) ⋅ K .
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 40 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei Begrenzungsregelung mit externer Führungsgröße...
Störgrößenaufschaltung (C2) Regelungsarten 4.6.7 Gleichlaufregelung mit Störgrößenaufschaltung Die Gleichlaufregelung wird mit dem Konfigurierschalter C1-13 eingestellt, wie das bereits im Kapitel 4.5 beschrieben wurde. Für eine Störgrößenaufschaltung können die Eingangsgrößen Y’ und Z’ genutzt werden. Die Verknüpfungen zeigt Bild 41. STELL ±...
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Regelungsarten Störgrößenaufschaltung (C2) Bild 41 ⋅ Störgrößenaufschaltung bei der Gleichlaufregelung...
5 Ausgangsschaltung 5.1 Überblick Die Prozessregelstation hat standardmäßig einen stetigen und einen schaltenden Ausgang sowie einen Binärausgang. Optional kann das Gerät mit einem weiteren Stellausgang, einem Analogausgang, zwei Grenzwertrelais und zwei Binärausgängen in seiner Funktionalität erweitert werden. In diesem Kapitel wird beschrieben, wie die einzelnen Ausgänge mit C5 konfiguriert werden und welche Parameter dafür einzustellen sind.
Ausgangsschaltung Konfigurierung der Stellausgänge (C5) 5.2.1 Stetige Stellausgänge (C5-2 bis -8) Stetige Stellausgänge werden für die Prozessregelstation TROVIS 6412 folgendermaßen konfiguriert: C5-2 konfiguriert den stetigen Stellausgang Y , C5-3 bis C5-8 richten zwei stetige Stellausgänge Y und Y ein und aktivieren gleichzeitig die Split-range-Einheit. Werden C5-9 bis C5-13 aktiviert, so steht nur der stetige Y -Stellausgang zur Verfügung.
Konfigurierung der Stellausgänge (C5) Ausgangsschaltung 5.2.2 Zweipunktausgang ohne Rückführung (C5-4/-9) Der Zweipunktausgang ohne Rückführung wird mit den Konfigurierschaltern C5-4 oder C5-9 gewählt. Dieser Ausgang kann lediglich zwei Zustände annehmen nämlich Ein (1) oder Aus (0). Bei C5-4 bestimmen der Totzonenpunkt TZY und der Parameter X den Aus- und den Einschaltpunkt des Zweipunktausgangs s.
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Ausgangsschaltung Konfigurierung der Stellausgänge (C5) TZ Y TZ Y Bild 42 ⋅ Zweipunktausgang mit C5-4 C5-9, C2-2, C5-9, C2-1 Bild 43 ⋅ Schaltdifferenz beim Zweipunktausgang C5-9...
Konfigurierung der Stellausgänge (C5) Ausgangsschaltung 5.2.3 Zweipunktausgang mit Puls-Pausen-Wandler (C5-5/-10) Der Zweipunktausgang mit Puls-Pausen-Wandler (PPW) wird mit dem Konfigurierschalter C5-5 oder C5-10 konfiguriert. Dieser Ausgang wandelt das stetige Y -Signal in eine Impulsfolge, deren Puls-Pausen-Verhältnis in Abhängigkeit vom Y -Wert variiert s. Bild 44. Die Einschalt- dauer T des Zweipunktsignals Y ergibt sich aus:...
Ausgangsschaltung Konfigurierung der Stellausgänge (C5) 5.2.4 Dreipunktausgang mit externer Rückführung (C5-6/-11) Mit den Konfigurierschaltern C5-6/-11 wird ein Dreipunktausgang mit externer Rückführung konfiguriert. Die Stellung des angeschlossenen Stellantriebs wird extern über den Y -Ein- STELL gang beispielsweise mit einem Widerstandsferngeber zurückgeführt. Die Stellgröße des Dreipunktausganges kann drei Werte annehmen: −100 %, 0 und 100 %.
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Konfigurierung der Stellausgänge (C5) Ausgangsschaltung Einzustellende Parameter Totzone Regeldifferenz 0,0 bis 100,0 % 0,1 bis 100,0 % (0,4 bis 4 %*, TZ ≥ 2 ⋅ X Totzone Schaltdifferenz 0,1 bis 100,0 % (0,2 bis 2 %*) Standardwerte...
Ausgangsschaltung Konfigurierung der Stellausgänge (C5) 5.2.5 Dreipunktausgang mit interner Rückführung (C5-7/-12) Die Konfigurierschalter C5-7 und C5-12 richten einen Dreipunktausgang mit interner Rückfüh- rung ein. Die interne Rückführung Y ermittelt die Stellung des Stellgerätes aus der Stellzeit des angeschlossenen Stellantriebs. Diese Stellzeit ist mit dem Parameter T vorzugeben.
Konfigurierung der Stellausgänge (C5) Ausgangsschaltung 5.2.6 Dreipunktausgang mit externer Rückführung und Puls-Pausen-Wandler (C5-8/-13) Mit den Konfigurierschaltern C5-8 und C5-13 wird der schaltende Ausgang als Dreipunktaus- gang mit externer Rückführung und Puls-Pausen-Wandler eingerichtet. Dabei wird das Drei- punktsignal in eine Impulsfolge umgewandelt. Die Kennlinie dieses Ausgang wird in Bild 47 gezeigt.
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Ausgangsschaltung Konfigurierung der Stellausgänge (C5) E2min STELL E1min Bild 47 ⋅ Dreipunktausgang mit externer Rückführung und PPW...
Wirkrichtung und Split-range-Betrieb Ausgangsschaltung 5.3 Signalbereiche (C31) Mit dem Konfigurierblock C31 werden die Anfangswerte der Stellgrößenbereiche des Y - und des Y -Ausganges sowie des Signalbereiches für den Analogausganges Ao1 festgelegt, d. h. 0 oder 4 mA bzw. 0 oder 2 V. Die Signalart selbst, also mA- oder V-Signal, wird hardware- mäßig über Lötbrücken festgelegt.
Ausgangsschaltung Wirkrichtung und Split-range-Betrieb 5.4.1 Invertierung der Regeldifferenz (C6) Der Konfigurierblock C6 bietet die Möglichkeit, die Eingangswirkrichtung umzukehren. Durch die Multiplikation mit −1 wird eine steigende Regeldifferenz in eine fallende oder umgekehrt eine fallende in eine steigende Regeldifferenz gewandelt. Damit wandelt sich ebenfalls das Stellsignal in seiner Wirkrichtung.
Wirkrichtung und Split-range-Betrieb Ausgangsschaltung 5.4.2 Wirkrichtung der Stellgröße n (C32) und Split-range-Kennlinien Die Stellgröße oder die Stellgrößen können gleichsinnig oder gegensinnig zur Regeldifferenz wirken. Diese Wirkrichtung wird mit dem Konfigurierblock C32 festgelegt. Bei der Konfigurie- rung von C5-2 wird die Wirkrichtung für die Stellgröße Y festgelegt.
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Ausgangsschaltung Wirkrichtung und Split-range-Betrieb a) Konfigurierschalter C32-1 b) Konfigurierschalter C32-2 C32-1 C32-2 K P Y 1 K P Y 2 c) Konfigurierschalter C32-3 d) Konfigurierschalter C32-4 C32-3 C32-4 Bild 49 ⋅ Einstellungen der Wirkrichtung...
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Wirkrichtung und Split-range-Betrieb Ausgangsschaltung Nachfolgend seien zwei Beispiele geschildert, wie die beiden Parameter Totzonenpunkt und Stellsignalverstärkung eingesetzt werden, um die Kennlinien der Stellgrößen entsprechend der Aufgabenstellung zu variieren: Beispiel 1 (s. Bild 50 a) und b)): Zwei Stellventile mit Stellungsregler werden vom stetigen Y - und vom Y - Ausgang angesteuert.
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Ausgangsschaltung Wirkrichtung und Split-range-Betrieb a) Grundeinstellung C32-3 b) Veränderung der Parameter TZY und TZY C32-3 K P Y 2 =1 K P Y 1 =1 c) Grundeinstellung C32-1 d) Veränderung der Parameter K und K C32-1 Bild 50 ⋅ Beispiele zur Kennlinieneinstellung...
Stellsignalbegrenzung (C33, C35, C36) Ausgangsschaltung 5.5 Stellsignalbegrenzung (C33, C35, C36) Die Stellgrößen Y oder Y können begrenzt werden. Dazu bietet die Prozessregelstation verschiedene Möglichkeiten. Zum einen ist mit dem Konfigurierblock C35 eine feste Begren- zung einer ausgewählten Stellgröße durch einen minimalen und einen maximalen Wert möglich.
Ausgangsschaltung Grenzwertrelais 5.6 Grenzwertrelais 5.6.1 Allgemeine Definition Optional lässt sich die Prozessregelstation TROVIS 6412 mit zwei Grenzwertrelais G1 und G2 ausstatten. Diese überwachen eine ausgewählte Größe auf Über- oder Unterschreitung eines Grenzwertes. Das Grenzwertrelais hat zwei Schaltzustände. Ist die Schaltbedingung erfüllt, ist es geschlossen, ansonsten geöffnet.
Grenzwertrelais Ausgangsschaltung 5.6.2 Zuordnung der Grenzwertrelais (C40, C41) Wie bereits im Einleitungsteil zu diesem Kapitel gesagt wurde, wird den Grenzwertrelais G1 und G2 mit den Konfigurierblöcken C40 und C41 eine Funktion zugeordnet. Werkseinstellung ist C40-1 und C41-1. Dabei erhalten die Grenzwertrelais keine Funktion. Die beiden Grenzwertrelais haben gleiche Funktionen bis auf einige Besonderheiten bei der Kaskaden- und der Verhältnisregelung, auf die in den nachfolgenden Kapiteln 5.6.3 und 5.6.4 eingegangen wird.
Ausgangsschaltung Binärausgänge 5.7 Binärausgänge Die Prozessregelstation hat standardmäßig einen Binärausgang (bo3) und kann optional mit zwei weiteren Binärausgängen (bo1 und bo2) ausgestattet werden. Die Binärausgänge können bestimmte Betriebszustände anzeigen. Für den Binärausgang bo1 und bo2 werden die anzuzeigenden Betriebszustände durch die Konfigurierblöcke C44 für bo1und C45 für bo2 festgelegt.
Zuordnung Analogausgang (C48) Ausgangsschaltung 5.7.3 Binärausgang bo3 Wie bereits im Einleitungsteil zu diesem Kapitel bemerkt wurde, ist der standardmäßige Binärausgang bo3 in seinen Funktionen nicht softwaremäßig vom Anwender zu bestimmen. Er zeigt vielmehr Störmeldungen an, die von der Prozessregelstation bei verschiedenen Fehlern erzeugt werden.
Ausgangsschaltung Sicherheitsstellwerte 5.9 Sicherheitsstellwerte Die Sicherheitsstellwerte der Prozessregelstation TROVIS 6412 sind definierte Stellgrößenwerte, die in der Parametrierebene vorgegeben werden. Sie werden bei bestimmten Betriebsbedin- gungen aufgerufen und bestimmmen dann die Stellung des angeschlossenen Stellgliedes. Sicherheitsstellwerte werden aktiviert, – durch externe Signale über die Binäreingänge s. hierzu auch Kapitel 3.9.5, –...
Sicherheitsstellwerte Ausgangsschaltung 5.9.3 Sicherheitsstellwert Y Der Sicherheitsstellwert Y wird nur bei der Konfiguration von C17-5 gemeinsam mit C18-5 initialisiert, wenn die beiden Binäreingänge bi1 und bi2 gleichzeitig geöffnet werden. Dabei wird das Y -Stellsignal auf den Wert von Y gesetzt und bildet dann den Ausgangswert für die fortgesetzte Regelung, wenn die Binäreingänge wieder geschlosen werden, s.
6 Rampenfunktionen 6.1 Führungsgrößenrampe (C16) Mit dem Konfigurierblock C16 wird eine Führungsgrößenrampe definiert. Die Führungs- größenrampe ist die Änderung der Führungsgröße mit konstanter Geschwindigkeit. Wird die Führungsgröße geändert, so folgt die Prozessregelstation dieser Änderung verzögert, damit sich keine Regelschwingungen aufbauen. Die Laufzeit der Führungsgrößenrampe wird mit dem Parameter T vorgegeben.
Führungsgrößenrampe (C16) Rampenfunktionen 6.1.1 Führungsgrößenrampe mit Startbedingung (C16-2, C17/18/19-3) Mit dem Konfigurierschalter C16-2 wird eine Führungsgrößenrampe gewählt, die durch einen Binäreingang gestartet wird. Deshalb muss mit C17-3, C18-3 oder C19-3 ein Binäreingang für diese Funktion vorgesehen werden. Bei Aktivierung des Binäreingangs wird die Führungs- größe auf den Istwert der Regelgröße gesetzt.
Rampenfunktionen Führungsgrößenrampe (C16) 6.1.2 Führungsgrößenrampe ohne Startbedingung (C16-3) Mit dem Konfigurierschalter C16-3 wird eine Führungsgrößenrampe ohne Startbedingung konfiguriert. Diese ist im Automatikbetrieb bei jeder Änderung der Führungsgröße aktiv, auch wenn zwischen interner und externer Führungsgröße oder umgekehrt umgeschaltet wird. Im Handbetrieb ist die Führungsgrößenrampe nicht aktiv. Wird während einer laufenden Führungsgrößenrampe in den Handbetrieb umgeschaltet, dann wird die Führungsgrößenram- pe abgebrochen und der neue Führungsgrößenwert gesetzt.
Führungsgrößenrampe (C16) Rampenfunktionen 6.1.3 Gleitende Anhebung und Absenkung der Führungsgröße (C16-4, C17/18/19-3, C18/19/17-3) Bei der Auswahl von C16-4 ist es möglich, mit Hilfe von zwei Binäreingängen eine Führungs- größenrampe sowohl für eine steigende als auch für eine fallende Führungsgröße zu initiieren. Diese Funktion wird sowohl im Handbetrieb als auch im Automatikbetrieb ausgeführt.
Rampenfunktionen Stellgrößenrampe oder Begrenzung der Stellgrößenänderungsgeschwindigkeit (C34) 6.2 Stellgrößenrampe oder Begrenzung der Stellgrößenänderungsgeschwindig- keit (C34) Mit dem Konfigurierblock C34 werden eine Stellgrößenrampe realisiert oder die Änderungs- geschwindigkeit der Stellgröße(n) beschränkt. Dies ist für alle Regelungsarten sowohl für ein steigendes als auch für ein fallendes Stellsignal möglich. Eine Stellgrößenrampe ist die Änderung der Stellgröße mit konstanter Geschwindigkeit.
Stellgrößenrampe oder Begrenzung der Stellgrößenänderungsgeschwindigkeit (C34) Rampenfunktionen 6.2.1 Stellgrößenrampe mit Startbedingung durch Aufhebung des Sicherheitsstell- wertbetriebs (C34-2/-3/-9/-10, C17/18/19-6) Die Konfigurierschalter C34-2 und C34-3 definieren eine Stellgrößenrampe, die gestartet wird, wenn der Sicherheitsstellwertbetrieb durch Schließen eines Binäreinganges (bi1 oder bi2) abgebrochen wird. Diese Konfigurierschalter sind nur im Zusammenhang mit C17-6 oder C18-6 einzusetzen s.
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Rampenfunktionen Stellgrößenrampe oder Begrenzung der Stellgrößenänderungsgeschwindigkeit (C34) C34-2 Bild 57 ⋅ Stellgrößenrampe mit Startbedingung durch Aufhebung des Sicherheitsstellwertbetriebes mit C34-2...
Stellgrößenrampe oder Begrenzung der Stellgrößenänderungsgeschwindigkeit (C34) Rampenfunktionen 6.2.2 Stellgrößenrampe mit Startbed ingung durch einen Binäreingang (C34-4/-5/-11/-12, C17/18/19-4) Über die Konfigurierschalter C34-4, C34-5, C34-11 und C34-12 wird eine Stellgrößenrampe ausgewählt, die durch einen Binäreingang gestartet wird. Deshalb muss zugleich auch C17-4, C18-4 oder C19-4 konfiguriert werden, um einen Binäreingang für diese Funktion vorzusehen.
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Rampenfunktionen Stellgrößenrampe oder Begrenzung der Stellgrößenänderungsgeschwindigkeit (C34) Bei C34-7 und C34-14 wird die Änderungsgeschwindigkeit für fallende Stellgrößenwerte beschränkt. C34-14 ist nur bei Kaskaden- oder Begrenzungsregelung wählbar und gilt dann für den Führungs- bzw. den Begrenzungsregler. C34-8 und C34-15 begrenzen die Änderungsgeschwindigkeit der Stellgrößen sowohl für steigende als auch für fallende Werte.
7 Weitere Einstellmöglichkeiten 7.1 Begrenzung der Führungsröße bzw. re ziprokes Soll- bzw. Istverhältnis (C20) Mit dem Konfigurierblock C20 werden zwei verschiedene Funktionen ausgeführt. Bei Festwert-, Folge- und Gleichlaufregelung ist der Konfigurierschalter C20-2 wählbar. Er begrenzt den Wert der aktuellen Führungsgröße auf W oder W .
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Weitere Einstellmöglichkeiten Zuordnung der internen Führungsgröße bzw. des Sollverhälnisses (C22) Die Konfigurierschalter C22-9 bis C22-13 sind nur bei Kaskadenregelung (KA1oder KA2) wählbar und werden im Kapitel 4.4.2 beschrieben. Hinweis: Der Wert der internen Führungsgröße wird bei der Aktivierung des Binäreinganges durch C17-/18- oder 19-2 in Verbindung mit C21-4 mit dem Wert des Sicherheitssollwertes W überschrieben s.
Zeitverhalten der Stellausgänge (C24, C25) Weitere Einstellmöglichkeiten 7.3 X-Tracking (C23) Mit dem Konfigurierschalter C23 kann ein X-Tracking aus- oder eingeschaltet werden. Werkseinstellung ist C23-1, d. h. X-Tracking ist ausgeschaltet. Diese Einstellung wird ebenfalls gesetzt, wenn die Führungsgrößenrampe auf C16-2 oder die interne Stellsignalbegrenzung auf C33 ≥...
Weitere Einstellmöglichkeiten Zeitverhalten der Stellausgänge (C24, C25) 7.4.1 P-Regler (C24-1, C25-1) Mit C24-1 wird die Prozessregelstation als P-Regler (Proportional-Regler) eingerichtet. Der Führungsregler bei Kaskadenregelung (KA1 oder KA2) wird durch den Konfigurierschalter C25-1 auf P-Verhalten eingestellt. Die Stellgröße des P-Reglers ist der Regeldifferenz proportional. Der P-Regler regelt daher sehr schnell.
Zeitverhalten der Stellausgänge (C24, C25) Weitere Einstellmöglichkeiten 7.4.2 PI-Regler (C24-2/C25-2) Der PI-Regler (Proportional-Integral-Regler) wird mit dem Konfigurierschalter C24-2 ange- wählt. Durch den Konfigurierschalter C25-2 wird bei Kaskadenregelung (KA1 oder KA2) der Führungsregler auf PI-Verhalten eingestellt. Ein PI-Regler antwortet zunächst wie ein P-Regler mit einer der Regeldifferenz proportionalen Änderung des Ausgangssignales und anschließend mit einer der Regeldifferenz proportionalen Änderungsgeschwindigkeit seines Ausgangssignales.
Weitere Einstellmöglichkeiten Zeitverhalten der Stellausgänge (C24, C25) 7.4.3 PD-Regler (C24-3/C25-3) Mit dem Konfigurierschalter C24-3 wird die Prozessregelstation als PD-Regler (Proportional- Differential-Regler) konfiguriert. Durch den Konfigurierschalter C25-3 wird der Führungsregler bei Kaskadenregelung (KA1 oder KA2) auf PD-Verhalten eingestellt. Neben einem P-Anteil wirkt beim PD-Regler zusätzlich ein D-Anteil, der die Stellgröße um eine der Änderungsgeschwindigkeit der Regelgröße proportionalen Betrag verstellt.
Zeitverhalten der Stellausgänge (C24, C25) Weitere Einstellmöglichkeiten 7.4.4 PID-Regler (C24-4/C25-4) Ein PID-Regler (Proportional-Integral-Differential-Regler) wird mit dem Konfigurierschalter C24-4 angewählt. Durch den Konfigurierschalter C25-4 wird der Führungsregler bei Kaska- denregelung (KA1 oder KA2) auf PID-Verhalten eingestellt. Ein PID-Regler ist die Kombination eines PI-Reglers mit einem D-Glied. Als Parameter werden der Proportionalbeiwert Kp, die Nachstellzeit T , die Vorhaltezeit T die Vorhalteverstärkung T...
Weitere Einstellmöglichkeiten Zeitverhalten der Stellausgänge (C24, C25) 7.4.5 P I-Regler (C24-5, C25-5) Der Konfigurierschalter C24-5 wählt den P I-Regler. Durch den Konfigurierschalter C25-5 wird der Führungsregler bei Kaskadenregelung (KA1 oder KA2) auf P I-Verhalten eingestellt. Bei diesem Regelalgorithmus wird die Regeldifferenz vor dem P-Glied quadriert. Das I-Glied arbeitet mit der einfachen Regeldifferenz.
Eingangsgröße für das D-Glied (C26) Weitere Einstellmöglichkeiten 7.4.7 PI-, PID- und I-Regler mit Nachführung des I-Anteils (C24-7/-8/-10, C25-7/-8/-10) Die Konfigurierschalter C24-7 geben einen PI-Regler, C24-8 einen PID-Regler und C24-10 einen I-Regler vor. Der Unterschied zu dem oben schon genannten PI-, PID- und I- Reglerver- halten besteht darin, dass der I-Anteil an die Stellgröße angepasst wird.
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Weitere Einstellmöglichkeiten Eingangsgröße für das D-Glied (C26) – C26–1 C26–2 C26–3 Bild 66 ⋅ Eingangsgröße D-Glied bei Festwert-, Folge-, Verhältnis- und Gleichlaufregelung – – 1,2,3 4,5,6 1,4,7 7,8,9 2,5,8 3,6,9 Bild 67 ⋅ Eingangsgröße D-Glied bei Kaskadenregelung...
Arbeitspunkteinstellung (C28, C30) Weitere Einstellmöglichkeiten 7.6 Arbeitspunkteinstellung (C28, C30) Ist die Prozessregelstation als P- oder PD-Regler eingerichtet (C24-1/3 und C25-1/3), so ist auf zweierlei Weise eine Arbeitspunkteinstellung möglich: durch den Handbetrieb mit dem Konfigurierblock C28 und durch die Führungsröße über den Konfigurierblock C30. Diese Arbeitspunkte sind unabhängig von dem mit dem Parameter K eingestellten Arbeitspunkt.
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Weitere Einstellmöglichkeiten Arbeitspunkteinstellung (C28, C30) – C28–2 Bild 68 ⋅ Arbeitspunkteinstellung durch den Handbetrieb mit C28-2 C30–2 Bild 69 ⋅ Arbeitspunkteinstellung durch die Führungsgröße mit C30-2...
Strukturumschaltung (C29) Weitere Einstellmöglichkeiten 7.7 Strukturumschaltung (C29) Die Strukturumschaltung ermöglicht es, die Prozessregelstation bei unterschiedlichen Be- triebszuständen mit anderem Zeitverhalten bezüglich des Regelalgorithmus zu betreiben. In der Prozessregelstation TROVIS 6412 sind drei verschiedene Arten der Strukturumschaltung inte- griert: die P(D)/PI(D)-Regelung, die Y /PI(D)-Regelung und die Ymax/Y /PI(D)-Regelung.
Weitere Einstellmöglichkeiten Strukturumschaltung (C29) 7.7.2 Y /PI(D)-Regelung (29-5/-6/-7) Bei der Y /PI(D)-Regelung wird in einem definierbaren Bereich der Regeldifferenz ein festzu- legender Stellgrößenwert (Y ) ausgegeben. Außerhalb dieses Bereiches wird die Regelstrecke mit dem konfigurierten Zeitverhalten PI oder PID gefahren. Den Bereich der Regeldifferenz, in dem der PID-Algoritmus nicht in die Regelung eingreift, legt der Parameter GWK fest.
Strukturumschaltung (C29) Weitere Einstellmöglichkeiten 7.7.3 Ymax/Y /PI(D)-Regelung (29-8/-9/-10) Diese Regelungsart ist besonders zum schnellen Anfahren eines Regelkreises geeignet. Gestar- tet wird mit einem definierbaren Stellgrößenwert Ymax, der durch den Parameter GWK festgelegt wird. Unterschreitet die Regeldifferenz einen ersten parametrisierbaren Grenzwert, wird sprungartig auf den ebenfalls definierbaren Stellgrößenwert Y umgeschaltet.
Weitere Einstellmöglichkeiten Rücksetzen auf Werkseinstellung (C56) 7.8 Wiederanlaufbedingung nach Netzspannungsausfall (C43) Mit dem Konfigurierblock C43 wird das Verhalten der Prozessregelstation nach einem Hilfs- energieausfall festgelegt. C43 ist ausführlich in der EB 6412 im Kapitel Hilfsenergieausfall beschrieben. Außerdem beschäftigt sich das Kapitel 3.9.5 mit den nach einem Netzspannungs- ausfall ausgegebenen Stellgrößen (Sicherheitsstellwerte).
8 Anzeigefunktionen Die in diesem Kapitel beschriebenen Funktionen ändern die angezeigten Größen in den Digitalanzeigen auf der Frontseite der Prozessregelstation. Sie ermöglichen durch zusätzliche Symbole, Ändern der angezeigten Größen oder Verändern von Wiederholungszeiten, die Anzeigen speziellen Erfordernissen anzupassen. Die beschriebenen Konfigurierschalter beein- flussen jedoch nicht die Regelfunktionen der Prozessregelstation! 8.1 Konfigurierung Digitalanzeigen (C4) Der Konfigurationsblock C4 stellt die Anzeige in der oberen und der unteren Digitalanzeige...
Anzeigefunktionen Konfigurierung Digitalanzeigen (C4) 8.1.1 Konfigurierung Digitalanzeigen bei Festwertregelung (C4) Bei der Festwertregelung kann die obere Digitalanzeige folgende Werte anzeigen, s. Bild 74: – den Wert der internen Führungsgröße (W ) oder – den Wert der internen Führungsgröße S , der direkt am Vergleicher anliegt. In der unteren Digitalanzeige lässt sich –...
Konfigurierung Digitalanzeigen (C4) Anzeigefunktionen 8.1.2 Konfigurierung Digitalanzeigen bei Folgeregelung (C4) Bei der Folgeregelung kann die obere Digitalanzeige folgende Werte anzeigen, s. Bild 75: – den Wert der externen Führungsgröße nach dem Durchlaufen der Eingangsschaltung W’ – den Wert der Führungsgröße vor der Führungsgrößenrampe S oder –...
Anzeigefunktionen Konfigurierung Digitalanzeigen (C4) 8.1.3 Konfigurierung Digitalanzeigen bei Verhältnisregelung (C4) Bei Verhältnisregelung kann die obere Digitalanzeige folgende Werte anzeigen, s. Bild 76: – den Wert der führenden Größe nach dem Durchlaufen der Eingangsschaltung W’ – den Sollwert des Verhältnisses (d. h. Z’ oder W ) vor der Führungsgrößenrampe V oder –...
Konfigurierung Digitalanzeigen (C4) Anzeigefunktionen 8.1.4 Konfigurierung Digitalanzeigen bei Kaskadenregelung (C4) Bei Kaskadenregelung werden über C4 sowohl die Digitalanzeigen für den Führungs- oder Begrenzungsregler als auch für den Folge- oder Hauptregler eingestellt. Durch Drücken der Taste B wird die Kaskade geöffnet oder geschlossen. Gleichzeitig werden die Digitalanzeigen zwischen den Werten des Führungs-/Begrenzungsreglers und des Folge-/Hauptreglers umge- schaltet.
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Anzeigefunktionen Konfigurierung Digitalanzeigen (C4) INFÜ – – Bild 77 ⋅ Digitalanzeigen bei Kaskadenregelung...
Konfigurierung Digitalanzeigen (C4) Anzeigefunktionen 8.1.5 Konfigurierung Digitalanzeigen bei Gleichlaufregelung (C4) Bei Gleichlaufregelung kann die obere Digitalanzeige folgende Werte anzeigen, s. Bild 78: – den Wert der externen Führungsgröße nach dem Durchlaufen der Eingangsschaltung W’ – den Wert der Führungsgröße vor der Führungsgrößenrampe S oder –...
Anzeigefunktionen Invertierung der Stellgrößenanzeige (C39) 8.2 Zuordnung Stellgrößenanzeigen (C38) Mit dem Konfigurierblock C38 können für die Balkenanzeige der Stellgröße und für die numerische Anzeige in der oberen Digitalanzeige bei Drücken der Taste F die Stellgrößensig- nale Y oder Y festgelegt werden s. Bild 79. STELL Werkseinstellung ist C38-1, d.
Dezimalpunkt der Digitalanzeigen (C57/58) Anzeigefunktionen 8.4 Anzeige der Stellventil-Schließstellung (C42) Die Balkenanzeige für die Stellgröße kann zur Markierung der Stellventil-Schließstellung durch das Symbol ergänzt werden. Dieses kann bei 0 % durch die Auswahl von C42-2 oder bei 100 % durch C42-3 erscheinen. Werkseinstellung ist C42-1. Dabei ist das Symbol ausgeblendet.
Konfigurationstabelle Anhang A FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Regelungsarten Bem. C1-1 Festwertregelung C1-4 Folgeregelung C1-5 Folgeregelung mit Int./Ext.- Umschaltung C1-7 Verhältnisregelung C1-8 Verhältnisregelung mit Int./Ext.- Umschaltung C1-10 Kaskadenregelung mit interner Führungsgröße C1-11 Kaskadenregelung mit externer Führungsgröße C1-13 Gleichlaufregelung FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Störgrößenaufschaltung Bem.
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Konfigurationstabelle Bem. Rechenvorschrift Störgrößenaufschaltung Vorzeichen Störgröße Rechenglied C3-1 C3-2 C3-3 C3-4 C3-5 C3-6 C3-7 C3-8 C3-9 + oder - C3-10 + oder - C3-11 + oder - C3-12 + oder - Konfigurierblock wird übersprungen, wenn C2-1 Konfigurationsschalter wird übersprungen, wenn C2-2, C2-5 oder C2-8...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Verknüpfung von Eingangsgrößen C8-1 Additiv: X + A X − A C8-2 Subtraktiv: C8-3 Multiplikativ: X x A C8-4 Mittelwert: (X + A)/2 C8-5 Vergleich: X, wenn X < A oder A, wenn X > A C8-6 Vergleich: X, wenn X >...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Zuordnung der Analogeingänge zum X-Eingang C10-1 Nein C10-2 Analogeingang 1 C10-3 Analogeingang 2 C10-4 Analogeingang 3 C10-5 Analogeingang 4 C10-6 Serielle Schnittstelle Zuordnung der Analogeingänge zum FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem.
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Abgleich und Kalibrierung der Analogeingänge und Analogausgänge C14-1 Nein C14-2 FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Messbereichsüberwachung C15-1 Nein C15-2 X-Eingang C15-3 -Eingang C15-4 X- und W -Eingang C15-5 Z-Eingang C15-6 X- und Z-Eingang C15-7 - und Z-Eingang...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Konfigurierung Binäreingang bi 1 C17-1 Nein C17-2 Externes Systembereitschaftssignal C17-3 Initialisierung Führungsgrößenrampe C17-4 Initialisierung Stellwertrampe C17-5 Initialisierung Stellwert Y für Stellausgang Y Initialisierung Stellwert Y (PID), nur in Verbindung mit C18-5 C17-6 Initialisierung Stellwert Y für Stellaus- gang Y...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Konfigurierung Binäreingang bi 2 C18-1 Nein C18-2 Externes Systembereitschaftssignal C18-3 Initialisierung Führungsgrößenrampe C18-4 Initialisierung Stellwertrampe C18-5 Initialisierung Stellwert Y für Stellausgang Y Initialisierung Stellwert Y (PID), nur in Verbindung mit C17-5 C18-6 Initialisierung Stellwert Y für Stellaus- 2), 3)
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Konfigurierung Binäreingang bi 3 C19-1 Nein C19-2 Externes Systembereitschaftssignal C19-3 Initialisierung Führungsgrößenrampe C19-4 Initialisierung Stellwertrampe C19-5 Führungsgrößenumschaltung von W auf W C19-6 Initialisierung Stellwert Y für Führungs- oder Begrenzungsregler (PID) C19-7 Blockierung Stellsignale Y und Y C19-8 Anhebung bzw.
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Begrenzung der Führungsgröße bzw. reziprokes Soll- bzw. Istverhältnis C20-1 Nein C20-2 Führungsgrößenbegrenzung C20-3 Reziprokes Soll- bzw. Istverhältnis FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Führungsgröße bei Ausfall des Bem. externen Systems C21-1 Letzter Führungsgrößenwert Letztes Sollverhältnis C21-2 Sicherheitssollwert W...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Zuordnung der internen Führungs- größe bzw. des Sollverhältnisses C22-1 Nein C22-2 Nachführen auf die externe Führungsgröße bzw. auf das externe Sollverhältnis C22-3 Interne Führungsgröße bzw. internes Sollverhältnis nur über die Parametrierebene einstellbar C22-4 Additive Aufschaltung auf die externe Führungsgröße (W...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Eingangsgröße für das D-Glied C26-1 Regeldifferenz C26-2 Istwert C26-3 Regelgröße Führungs- bzw. Folge- bzw. Begrenzungsregler Hauptregler C26-1 Regeldifferenz Regeldifferenz C26-2 Regeldifferenz Istwert C26-3 Regeldifferenz Regelgröße C26-4 Istwert Regeldifferenz C26-5 Istwert Istwert C26-6 Istwert Regelgröße C26-7...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Filterung von Eingangsgrößen und Regeldifferenz (Pt1-Verhalten) C27-1 Nein C27-2 C27-3 X-Eingang C27-4 und X-Eingang C27-5 Z-Eingang C27-6 und Z-Eingang C27-7 X- und Z-Eingang C27-8 , X- und Z-Eingang C27-9 -Eingang C27-10 X und W -Eingang C27-11 W...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Strukturumschaltung C29-1 Nein C29-2 P(D)/PI(D)-Regelung P(D)/PI(D)-Regelung am Folge- bzw. Hauptregler C29-3 P(D)/PI(D)-Regelung am Führungs- bzw. Begrenzungsregler C29-4 P(D)/PI(D)-Regelung, am Führungs- bzw. Begrenzungs- und Folge- bzw. Hauptregler C29-5 /PI(D)-Regelung mit Arbeitspunktvorgabe durch K6 /PI(D)-Regelung mit Arbeitspunkt- vorgabe durch K6 am Folge- bzw.
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Konfigurationstabelle FE FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 GL Bem. Arbeitspunkteinstellung durch die Führungsgröße C30-1 Nein Nein, am Führungs- bzw. Begrenzungsregler C30-2 Ja, am Führungs- bzw. Begrenzungsregler FE FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 GL Signalbereiche Bem. C31-1 0 bis 20 mA 0 bis 20 mA 0 bis 20 mA 0 bis 10 V...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Stellgrößenrampe oder Begrenzung der Bem. Stellgrößen-Änderungsgeschwindigkeit C34-1 Nein C34-2 steigende Stellgrößenrampe, Start durch Aufhebung von Sicherheitsstellwertbetrieb C34-3 fallende Stellgrößenrampe, Start durch Aufhebung von Sicherheitsstellwertbetrieb C34-4 steigende Stellgrößenrampe mit Start durch Binäreingang C34-5 fallende Stellgrößenrampe mit Start durch Binäreingang C34-6 Begrenzung der Stellgrößen-Änderungs-...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Invertierung der Stellgrößenanzeige C39-1 Nein C39-2 FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Zuordnung Grenzwertrelais G1 Maximal-Kontakt Minimal-Kontakt C40-1 Nein C40-2 Zum X-Eingang C40-3 Zum W -Eingang C40-4 Zum Z-Eingang C40-5 Zur positiven Regeldifferenz Zum Istverhältnis C40-6...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Zuordnung Grenzwertrelais G 2 Maximal-Kontakt Minimal-Kontakt C41-1 Nein C41-2 Zum X-Eingang C41-3 Zum W -Eingang C41-4 Zum Z-Eingang C41-5 Zur positiven Regeldifferenz Differenzverhältnis C41-7 Zur Regeldifferenz (Betrag) C41-8 Zum Y -Ausgang C41-9 Zum Y -Ausgang C41-10 Zum Y...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Wiederanlaufbedingungen nach Netzspannungsausfall Start mit: C43-1 Automatikbetrieb mit interner oder externer Führungsgröße und mit Stellwert für Y -Ausgang C43-2 Automatikbetrieb mit interner oder externer Führungsgröße und mit Stellwert für Y -Ausgang C43-3 Automatikbetrieb mit Sicherheitssollwert und mit Stellwert Y für Y...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Konfigurierung Binärausgang bo 1 Meldesignale C44-1 Nein C44-2 Regler im Automatikbetrieb C44-3 Eingangsmessbereichsunter- oder überschreitung C44-4 Konfigurations- und/oder Parameteränderung ohne Bedienereingriff C44-5 Kein externes Systembereitschaftssignal C44-6 Umschalt-Taste W in Stellung "W " C44-7 Aktivierung durch serielle Schnittstelle C44-8...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Anzeigebereich der Regeldifferenz C47-1 Nein ± 6 % C47-2 ± 12 % C47-3 ± 30 % C47-4 FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Zuordnung Analogausgang Ao Bem. C48-1 Nein C48-2 Zum X-Eingang C48-3 Zum W -Eingang...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Zeitverhalten der PD-Glieder Eingangsglied Ausgangsglied C50-1 C50-2 C50-3 C50-4 C50-5 C50-6 C50-7 C50-8 C50-9 Adaption der Regelparameter FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. C51-1 Nein C51-2 Einmalige Adaption Einmalige Adaption des Folgereglers C51-3 Gesteuerte Adaption durch Istwertsignal Gesteuerte Adaption durch Istwertsignal...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Adaption der Regelparameter des Führungsreglers C52-1 Nein C52-2 Einmalige Adaption C52-3 Gesteuerte Adaption durch Istwertsignal C52-4 Gesteuerte Adaption durch Stellwertsignal C52-5 Gesteuerte Adaption durch externes Signal (Y STELL Messbereichsanpassung von W FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem.
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Bei Eingangskarte 4: Auswahl Thermoelement C55-1 Typ B (Pt30Rh/Pt6/Rh) C55-2 Typ E (NiCr/CuNi) C52-3 Typ J (Fe/CuNi) C55-4 Typ K (NiCr/Ni) C55-5 Typ L (Fe/CuNi) C55-6 Typ R (Pt13Rh/Pt) C55-7 Typ S (Pt10Rh/Pt) C55-8 Typ T...
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Dezimalpunkt der Digitalanzeigen Obere Anzeige Untere Anzeige C57-1 1X . XX 1X . XX C57-2 1XX . X 1XX . X C57-3 1XXX 1XXX C57-4 1X . XX 1XX . X C57-5 1X .
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Konfigurationstabelle FO1 FO2 VH1 VH2 KA1 KA2 Bem. Bedientastenabschaltung bzw. Konfigurier- und Parametrierschutz C59-1 Nein C59-2 Bedientastenabschaltung C59-3 Konfigurier- und Parametrierschutz C59-4 Bedientastenabschaltung und/oder Konfigurier- und Parametrierschutz Konfigurationsschalter C59>1nur wählbar, wenn C19-14...
Parametertabelle Anhang B Parametersatz für Festwert-, Folge-, Verhältnis- oder Gleichlaufregelung PA1 Parametersatz für Führungsregler bei Kaskadenregelung PA2 Parametersatz für Folgeregler bei Kaskadenregelung Parameter Benennung Bereich Werks- einstellung Bezeichnung Satz −1999 … 1999 GWG1 PA/PA1 Grenzwert für … 19,99 Grenzwertrelais 1 0,00 −1999 …...
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Parametertabelle Parameter Benennung Bereich Werks- einstellung Bezeichnung Satz −19,99 … 19,99 Konstante 1,00 −19,99 … 19,99 Konstante 1,00 0,0 … 110,0 % PA/PA1 Konstante Störgrößenaufschaltung 0,0 % −1999 … 1999 Eingangssignal Punkt 3 (Funktionalisierung) −1999 … 1999 Ausgangssignal Punkt 3 …...
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Parametertabelle Parameter Benennung Bereich Werks- einstellung Bezeichnung Satz 0,1 … 100,0 PA/PA2 Verstärkung PD-Glied 2 0,1 … 10,0 PA/PA2 Verstärkung Stellgröße Y 0,1 … 10,0 PA/PA2 Verstärkung Stellgröße Y −199 … 1999 m/s 120,0 s PA/PA2 Nachstellzeit −199 … 1999 m/s 120,0 s Nachstellzeit −199 …...
Index Seite Abgleich ........................12 Adaption Regelparameter ................... 155 Siehe auch EB 6412 Analogausgang......................92 Zuordnung des ..................... 154 Analogeingänge ......................8 Nullpunkt- und Spanneabgleich ................136 Zuordnung der....................12, 135 Arbeitspunkt....................... 114 Arbeitspunkteinstellung durch Führungsgröße ..................114, 146 durch Handbetrieb ..................114, 144 Umschaltung vom Hand- in den Automatikbetrieb ...........
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Index Konfigurierung der ................120 - 126, 131 Umschaltung durch Binäreingang ................33 Wiederholrate ....................128, 153 Eingangsgröße D-Glied ....................143 Eingangsgrößen Siehe auch Analogeingänge Verknüpfung von .....................49, 134 Eingangskarten ......................10 - 11 Eingangsmessbereichsüberschreitung Umschaltung vom Automatik- in den Handbetrieb............149 Eingangsmessbereichsunterschreitung Umschaltung vom Automatik- in den Handbetrieb............149 Eingangsschaltung .....................8 - 9 Fehlende Rechnerbereitschaft ..................24 Fehlermeldungen...
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Index Gleichlaufregelung ....................... 48 Grenzwertrelais Aktivierung durch Binäreingang................33 bei Kaskadenregelung..................... 89 bei Verhältnisregelung..................... 89 Schaltdifferenz (Hysterese) ..................89 Zuordnung ..................89 - 90, 150 - 151 Handbetrieb Umschaltung durch Binäreingang................32 Hauptregler........................46 I-Anteil Anpassung des ..................... 106, 112 Integralregler Siehe PI, PID-Regler Istwert...
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Index Messumformereingang ....................10 Messumformerstörung Siehe Messbereichsüberwachung Nachstellzeit ....................108, 110 - 111 Netzfrequenz......................119, 154 Netzspannungsausfall Siehe auch EB 6412 Wiederanlauf nach....................152 Nullpunkt- und Spanneabgleich ...................136 Siehe auch EB 6412 P-Regler ........................107 I-Regler ........................111 Parametersatz PA1....................42, 46 Parametersatz PA2....................42, 46 Parametertabelle ....................161 - 165 PD-Glieder ........................50 PD-Regler ........................109 PI-Regler........................108...
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Index Sicherheitssollwert Setzen des ~ als Führungsgröße................25 Sicherheitsstellwerte ....................93 - 94 Initialisierung durch Binäreingänge ................27 Signalbereiche Stellausgänge, Analogausgang................ 82, 146 Sollwertrampe Siehe Führungsgrößenrampe Sollwertumschaltung Siehe Führungsgrößenumschaltung Split-range-Betrieb....................82 - 87 Stellausgänge Blockierung der Stellsignale ..................30 Wirkrichtung ................... 82 - 87, 147 Zeitverhalten..................
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Index Thermoelement ......................10 - 11 Totzone beim Dreipunktausgang ..................79 Totzone Regeldifferenz ....................73 Totzonenpunkt ......................84 TROVIS 6482 Siehe EB 6412 Vergleichsstellenfühler ....................11 Verhältnisregelung mit internem oder externem Verhältnis ..............40 mit internem Verhältnis ....................40 Vorhalteverstärkung ...................109 - 110 Vorhaltezeit .......................109 - 110 Werkseinstellung Siehe auch EB 6412 Rücksetzen auf ....................119, 157...
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