LERoY-SoMER
3 AUFSTELLUNG INBETRIEBNAHME
Die Fachkräfte, die die verschiedenen in diesem Kapitel
angegebenen Arbeiten durchführen, müssen individuelle
Schutzausrüstungen tragen, die an die mechanischen
und elektrischen Gefahren angepasst sind.
3.1 Montage
Bei allen mechanischen Handhabungsoperationen dür
fen ausschliesslich geprüfte Geräte verwendet werden.
Der Generator muss sich in horizontaler Lage befinden.
Bei der Auswahl eines zum Anheben geeigneten
Werkzeugs das Gewicht des Generators (siehe Kapitel
4.9) beachten. Während dieses Vorgangs muss der Aufent
halt jeglicher Personen unter der Last untersagt werden.
3.1.1 Anheben
Die grosszügig dimensionierten Transportringe dürfen nur zum
Anheben des Generators verwendet werden. Das Anheben des
gesamten Aggregates über diese Punkte ist nicht zulässig. Die
Auswahl der Haken oder Schäkel zum Anheben muss an die
Form dieser Ringe angepasst sein. Wählen Sie ein Anhebever-
fahren, das die Umgebung des Generators berücksichtigt.
3.1.2 Kupplung
3.1.2.1 Einlagergenerator
Bevor der Generator an den Dieselmotor angeschlossen wird,
müssen beide wie folgt auf Verträglichkeit überprüft werden:
- Drehschwingungsberechnung des Aggregats,
- eine Kontrolle der Abmessungen von Schwungrad, Schwung-
radgehäuse, Flansch, Kupplungs- und Distanzscheiben.
ACHTUNG
Beim Ankuppeln des Generators an den Antriebsmotor
sollten die Bohrungen der Kupplungsscheiben mit den
Bohrungen des Schwungrades durch Drehen des
Schwungrades am Dieselmotor ausgerichtet werden. Den
Lüfter nicht zum Drehen des Generatorrotors verwenden.
Die Schrauben der Kupplungsscheiben mit dem empfohlenen
Anzugsmoment anziehen und prüfen, ob ein seitliches Spiel der
Kurbelwelle vorhanden ist.
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INBETRIEBNAHME UND WARTUNG
LSA 43.2 / 44.2 - 4-poLiG
GENERAToREN
214/242
3.1.2.2 Zweilagergenerator
- Halbelastische Kupplung
Das Aggregat ist so auszurichten, dass zwischen den Kupp-
lungshälften die Abweichung von Zentrierung und Parallelität
nicht grösser als 0,1 mm ist.
ACHTUNG
Dieser Generator wurde mit halber Passfeder ausgewuchtet.
3.1.3 Aufstellort
Sicherstellen, dass die Umgebungstemperatur am Aufstellort bei
Standardleistungen 40 °C nicht übersteigt (bei Temperatu ren >
40 °C ist eine entsprechende Abstufung vorzunehmen). Möglichst
trockene und staubfreie Kaltluft muss freien Zugang zu den auf
der B-Seite befindlichen Lüftungsgittern haben.
3.2 Kontrollen vor der
Erstinbetriebnahme
3.2.1 Elektrische Kontrolle
Ein Generator (alt oder neu), dessen Isolationswert für den
Stator unter 1 Megaohm und für die anderen Wicklungen
unter 100 000 Ohm gesunken ist, darf unter keinen Umstän
den unter Spannung gesetzt werden.
Um die obengenannten Mindestwerte zu erreichen, können
mehrere Methoden angewendet werden.
a) Den Generator während 24 Stunden in einem Trockenofen
bei einer Temperatur von etwa 110 °C trocknen (ohne Span-
nungsregler).
b) Warmluft in den Lufteintritt blasen; dabei ist für ein Drehen
des Generators zu sorgen (Erregerfeld abklemmen).
c) Betrieb bei Kurzschluss (Spannungsregler abklemmen):
- die drei Ausgangsklemmen (Leistung) kurzschliessen (für den
Nennstrom geeignete Brücken verwenden, 6 A pro mm
überschreiten),
- den Strom in den Brücken des Kurzschlusses mit einer Strom-
zange überwachen,
- eine 48-Volt-Batterie in Reihe mit einem Regelwiderstand von
ca. 10 Ohm (50 W) an die Klemmen des Erregerfelds – unter
Beachtung der Polarität – anschliessen,
- alle Öffnungen des Generators so weit wie möglich offenhalten,
- den Generator mit Nenndrehzahl laufen lassen und die Er-
regung über den Regelwiderstand so einstellen, dass der
Nennstrom in den kurzgeschlossenen Verbindungen fliesst.
Hinweis: Zur Vermeidung der oben beschriebenen Probleme
bei langandauerndem Stillstand wird der Einbau einer Still-
standsheizung sowie ein regelmässiger Wartungslauf emp-
fohlen. Die Stillstandsheizung ist nur dann effektiv, wenn sie
während des Stillstands des Generators andauernd in Betrieb
ist.
ACHTUNG
Es ist zu überprüfen, dass der Generator die den definier
ten Umgebungsbedingungen entsprechende Schutzart
besitzt.
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2010.10 / i
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