K A P I T E L 9
Material zum Kleben und Klumpen neigt und damit schlechte
Dispergiereigenschaften besitzt.
Das Klumpen der Probe kann oft durch Trocknen der Probe in einem Backofen
oder Trockenapparat vermieden werden, um danach mit der Messung
fortzufahren. Jedoch können empfindliche Materialien durch Trocknen im
Backofen Schaden nehmen.
Eine frische Probe, die noch keine Zeit hatte Feuchtigkeit von der Atmosphäre zu
absorbieren, ist immer vorzuziehen und wird gewöhnlich bessere Ergebnisse
liefern.
Einige Proben können nur in einem trockenen Zustand gemessen werden, da sie
in einem nassen Dispergiermedium reagieren, zum Beispiel könnten sie sich
auflösen oder das Volumen durch Flüssigkeitsaufnahme vergrößern.
Ratschläge für Naß-Proben
Oben sind Hinweise aufgeführt, die beim Analysieren einer trockenen Probe
gemacht werden. Mehr Sorgfalt müssen Sie bei der Analyse einer Probe in einem
nassen Medium aufwenden, da es mehr Wahlmöglichkeiten gibt.
Auswahl und Vorbereitung des Dispergiermediums
Die erste Wahl die Sie treffen müssen, wenn Sie Ihre Probe naß messen, ist die
Auswahl des Dispergiermediums. Beim ersten Analysieren einer Probe ist es am
besten, die Dispergierung manuell zu kontrollieren. Fügen Sie dem gewählten
Dispergiermedium (für eine anfängliche Messung gewöhnlich Wasser) in einem
Becherglas ein wenig Probe zu und beobachten das Ergebnis. Wenn sich die
Probe auflöst kann dies gewöhnlich gesehen werden, oder, falls Sie sich nicht
sicher sind, analysieren Sie die Probe und beobachten Sie die Abschattung. Falls
die Abschattung abnimmt, löst sich die Probe wahrscheinlich auf.
Das Dispergiermedium kann Unreinheiten oder Partikeln enthalten, die einen
Einfluß haben könnten. Wir empfehlen, Ihr Dispergiermedium vor Gebrauch
entweder mit einem Filter zu reinigen, oder für kleine Mengen einen
aufsteckbaren Spritzenfilter zu benutzen. Filterung auf 1 µm ist im allgemeinen
mit einem 0.22 µm Filter durchzuführen.
Falls Ihr Dispergiermedium unter Druck aufbewahrt wird, oder bei niedrigen
Temperaturen, dann müssen Sie es vor Gebrauch eventuell entgasen. Eine
Druckbefreiung oder ein Temperaturanstieg reduziert die Löslichkeit von Gasen,
die in Blasenbildung in den Rohren und Tanks usw. resultiert. Gasblasen sind ein
Problem wenn sie mit der Probe gemessen werden und als Teilchen gesehen
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