Pellets können anhand ihres Äußeren gut charakterisiert werden, ohne dass ihre
Qualität jedoch mit Sicherheit beurteilt werden kann.
2.2.1. Oberfläche, Bruchstücke
Das Äußere guter Pellets ist glatt, glänzend, ohne Langrisse.
Diese Eigenschaften lassen auf optimale Verhältnisse beim Pelletieren schließen.
Sie können unter anderem darauf hindeuten, dass bei der Herstellung eine
ausreichend hohe Temperatur erreicht wurde, ohne die der im Holz enthaltene
Bindestoff Lignin nicht flüssig werden und die Holzfasern nicht „neu verkleben" kann.
Dadurch wird die Festigkeit der Pellets bestimmt.
Die Festigkeit ist das wichtigste Merkmal der Pellets. Sie legt die Dichte und den
Bruchstück- bzw. Staubanteil fest. Der minimale Bruchstückanteil erhöht die Sicherheit
des Heizbetriebes, in großen Mengen dagegen erschweren die Bruchstücke den
Transport der Pellets über die Rutsche. Für ein sauberes und effizientes Brennen
sollte die Dichte so groß wie möglich sein (> 1,12 kg/dm3). Der gravimetrisch
beschickte Kaminofen darf ausschließlich mit Pellets betrieben werden, deren
Staubanteil unter 10 % liegt.
2.2.2. Durchmesser
Der Durchmesser der Pellets liegt im Allgemeinen zwischen 6 und 8 mm. Allerdings
gibt es auch welche, deren Durchmesser bei 4-5, oder bei 10 mm liegt. Um ein gutes
Wirkungsgrad zu erreichen und der Betriebssicherheit wegen empfehlen wir die
Verwendung von Pellets mit 6 mm Durchmesser. Die Stärke der Pellets bedingt die
Brennzeit und die fürs Brennen notwendige Luftmenge. Die Kaminöfen werden
dementsprechend konstruiert. Demnach ist es nicht empfehlenswert, von der vom
Hersteller empfohlenen Größe abzuweichen.
2.2.3. Länge
Die Norm DIN 51731 hat die Länge der Pellets bei höchstens 50 mm festgelegt. Die
Ö- Norm M 7135 a hat diese Länge auf 45 mm reduziert. Eine Mindestlänge wurde
nicht festgesetzt.
2.3. Der Wassertest
Der Wassertest dient der einfachen Kontrolle der Qualität. Die Pellets müssen
heruntersinken und sich möglichst langsam auflösen. Auch Pellets von minderer
Qualität können heruntersinken, das langsame Auflösen ist auf den großen Anteil an
Bindemitteln zurückzuführen.
Grund für einen Verdacht ist dann gegeben, wenn das Wasser selbst nach der
Auflösung der Pellets braun bleibt. Gute Pellets verfärben das Wasser nicht, sie
machen es lediglich trüb.
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