MO 64 Allgemeines Allgemein Die Betriebsanleitung muss ständig am Einsatzort der Geräte verfügbar sein. Sie ist von jeder Person, die mit der Bedienung, Wartung, Instandhaltung und dem Transport der Geräte beauftragt wird, gründlich zu lesen und einzuhalten. Unsachgemäße Bedienung, mangelhafte Wartung oder Nichtbeachten der in dieser Anleitung aufgeführten Anweisungen, kann zur Gefährdung von Personen oder zu Sachschäden führen.
MO 64 1.1.1 Symbolerklärung WARNUNG! Hinweise zur Sicherheit von Personen und des Torantriebes/der Schranke selbst sind durch Symbole gekennzeichnet. Diese Hinweise müssen unbedingt befolgt werden, um Unfälle und Sachschäden zu vermeiden. GEFAHR! …weist auf eine unmittelbare gefährliche Situation hin, die zum Tod oder schweren Verletzungen führt, wenn sie nicht gemieden wird.
MO 64 Motorsteuerung MO 64 Anschlüsse der MO 64 2.1.1 Anschlussbild MO 64 Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht über die Steuerung. Abbildung 1 Anschluss Induktionsschleifen DIP-Schalter Induktionsschleifen Frequenzänderung LED für Bedientaster Sockel 1 für Zusatzplatine Anschluss Bedientaster Sockel 2 für Zusatzplatine LED Endschalter etc.
MO 64 2.1.2 Eingänge Eingang Kontakt Funktion Schließer Konfigurierbarer Eingang: BT oder BTA3 oder BTZ1B. Voreingestellt BT. BTA3 Konfiguriert als BT: BT mit Folgelogik. Die Bedienfolge von BT ist abhängig BTZ1B von der Betriebsart der Zulaufautomatik und der Zählfunktion. Wenn die Zulaufautomatik aktiviert ist oder wenn die Zählfunktion ausgeschaltet ist, dann wird die Schranke mit BT geschlossen, wenn sie vollständig geöffnet ist.
MO 64 Lernmenü Abbildung 2 Um die Steuerung einzulernen und Betriebsparameter einzustellen stehen eine vier-stellige 7- Segment-Anzeige und ein Joystick (1) auf der Steuerungsplatine zur Verfügung. Der Joystick hat die Funktionen UP, DOWN und PROG. Ein Folientaster (2) mit drei Tasten kann optional angeschlossen werden. Die drei Tasten des Folientasters entsprechen den Joystick-Funktionen UP, DOWN und PROG.
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MO 64 Abbildung 3 Einstellen einer Zahl Die Eingabe einer Zahl im Menü erfolgt immer in gleicher Weise und ist deshalb nur an dieser Stelle beschrieben. Bei Aktivierung eines Menüpunktes, bei dem eine Zahl eingestellt werden soll, wird der aktuell eingestellte Zahlenwert im Display angezeigt.
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MO 64 Haupt- Unter- Funktion menü menü Seite P100 Grundfunktionen P101 Lernen der Laufzeit, Kraft, Lichtschranken P102 Funkcode P1PP Rücksprung ins Hauptmenü zu P200 P200 Einstellen des Bussystems P201 RS485-Schrankenadresse P210 IP-Adresse Byte 1 P211 IP-Adresse Byte 2 P212 IP-Adresse Byte 3 P213 IP-Adresse Byte 4 P220...
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MO 64 Haupt- Unter- Funktion menü menü Seite P516 Rotampel (RtApl) in Endlage AUF P520 Grünampel (GnApl) in Endlage ZU P521 Grünampel (GnApl) bei Vorwarnung vor dem Öffnen P522 Grünampel (GnApl) bei Vorwarnung vor dem Schließen P523 Grünampel (GnApl) beim Öffnen P524 Grünampel (GnApl) beim Schließen P525...
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MO 64 Haupt- Unter- Funktion menü menü Seite P712 Schleife B: Verhalten beim Befahren und Sichern P713 Schleife B: Verhalten beim Verlassen P714 Schleife B: Anwesenheit P721 Schleife C: Ein-/Ausschalten P722 Schleife C: Verhalten beim Befahren und Sichern P723 Schleife C: Verhalten beim Verlassen P724 Schleife C: Anwesenheit P730...
MO 64 2.2.1 Menü P100 – Grundfunktionen WARNUNG! Während der Menüpunkt P101 programmiert wird, laufen der Motor und damit ALLE beweglichen Teile SELBSTSTÄNDIG an. Rotierende und/oder linear bewegliche Bauteile können schwere Verletzungen verursachen. Während des Betriebs nicht in laufende Teile eingreifen oder an sich bewegenden Bauteilen hantieren.
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MO 64 Löschen des Funkcodes PROG wird betätigt und betätigt gehalten. Das Display zeigt send an. Nach 5s wechselt die Anzeige auf ----. Dann wird PROG losgelassen. Der Funkcode wird gelöscht. Danach erfolgt der Rücksprung in das Hauptmenü (P1PP). Abbrechen, ohne den Funkcode zu ändern PROG wird kurz betätigt.
MO 64 2.2.2 Menü P200 – Einstellungen Bussystem 2.2.2.1 P201 – RS485-Schrankenadresse Die RS485-Busadresse wird hier dezimal eingestellt. Erlaubt sind die Adressen 16 = 0x10 bis 254 = 0xFE. Werkseinstellung: 16 2.2.2.2 P210-P213 – IP-Adresse Die 4 Byte der IP-Adresse werden in dezimaler Form unter P210 bis P213 eingestellt. Beispiel: Für 192.168.0.200 müssen folgende Einstellungen vorgenommen werden: ...
MO 64 2.2.3 Menü P300 – Einstellungen div. Zeiten 2.2.3.1 P301 – Offenhaltezeit / Zulaufautomatik Die Schranke kann automatisch schließen. Wenn die Zulaufautomatik eingeschaltet ist, beginnt die gelernte Offenhaltezeit abzulaufen, sobald die Schranke die Endlage Auf erreicht hat. Wenn die Offenhaltezeit abgelaufen ist, schließt die Schranke automatisch.
MO 64 2.2.4 Menü P400 – Einstellungen div. Zähler 2.2.4.1 P401 – Wartungsintervall Bei jeder Schrankenbewegung wird der Wartungszähler inkrementiert (+1). Wenn der Wartungszähler höher ist als das eingestellte Wartungsintervall, dann wird die Wartungsmeldung erzeugt. In diesem Fall kann z.B. ein Multifunktionsrelais eingeschaltet werden. Der Einstellbereich ist 1000 bis 9999000 in Vielfachen von 1000.
MO 64 2.2.5 Menü P500 – Diverse Betriebsarten 2.2.5.1 P501-P506 – Betriebsarten für Multirelais 1 bis Multirelais 6 Die Steuerung besitzt vier potentialfreie Multifunktionsrelais (Multi1 bis Multi4), die 24V/1A, sowie zwei Multifunktionsrelais (Multi5 und Multi6), die 230V/120W schalten können. Die Betriebsart der sechs Multirelais kann gemäß der folgenden Tabelle ausgewählt werden. Anzeige Betriebsart / Funktion Das Multirelais ist deaktiviert.
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MO 64 Anzeige Betriebsart / Funktion ist, nicht defekt ist und nicht belegt ist. Belegt-Meldung Schleife C – Impuls: Das Multirelais gibt einen Puls aus, wenn die Schleife C belegt wird. Verlassen-Meldung Schleife C – Impuls: Das Multirelais gibt einen Puls aus, wenn die Schleife C frei wird.
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MO 64 P523 Grünampel beim Öffnen blinken P524 Grünampel beim Schließen blinken P525 Grünampel bei Zwischenstopp blinken P526 Grünampel in Endlage AUF blinken Tabelle 10 2.2.5.4 P530-P536 – Betriebsarten für Warnlicht Für das Warnlicht steht kein separates Relais zur Verfügung. Das Warnlicht kann an ein Multirelais angeschlossen werden.
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MO 64 2.2.5.6 P542 – Lichtschrankenmodus Die Steuerung überwacht den Lichtschrankeneingang beim Schließen der Schranke. Im Menüpunkt P542 kann eingestellt werden, wie die Steuerung bei der Meldung der Lichtschranke reagieren soll. Anzeige Funktion Stopp und sofort öffnen Stopp Tabelle 13 Die Funktion „...
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MO 64 Funktionsbeispiel: Sechs Lichtschranken werden an die MO 64 angeschlossen (Versorgungsspannung 24Vdc). Es ist je ein 1kOhm-Widerstand parallel zum Ausgang jeder Lichtschranke geschaltet. Die Versorgungsspannung der Lichtschrankensender wird über das Multirelais 1 geschaltet. Abbildung 4 S1 – S6 Lichtschranken-Sender E1 –...
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MO 64 2.2.5.9 P545 – Induktionsschleifen-Sichern-Modus Eine oder mehrere Induktionsschleifen können die Funktion „Sichern“ haben. In P545 wird festgelegt, welche Funktion durch die Induktionsschleife beim Sichern ausgelöst wird. Anzeige Funktion Stopp und sofort öffnen Stopp (= „FREEZE“) Tabelle 16 Die Funktion „ … und nach Freigabe der Induktionsschleife Schließen“ wird realisiert, indem bei der entsprechenden Schleife die Funktion „Schließen beim Verlassen der Schleife“...
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MO 64 2.2.5.13 P549 – Baum-ab-Funktion In Menüpunkt P549 kann eingestellt werden, ob bei Unterbrechung des Baum-ab-Kontaktes eine Fehlermeldung „Baum-ab“ erzeugt wird und die Schranke stoppt, oder ob nur eine Fehlermeldung „Baum-ab“ erzeugt wird und die Schranke weiter bedient werden kann. Anzeige Funktion Kein Stopp bei Baum-Ab-Meldung...
MO 64 2.2.6 Menü P600 – Induktionsschleifen-Grundeinstellungen 2.2.6.1 Technische Daten (Schleifendetektoren) Schleifeninduktivität Zulässiger Bereich: 30µH bis 450µH Empfohlener Bereich: 50µH bis 300µH Schleifenwiderstand < 8Ohm (inklusive Zuleitung) Schutzbeschaltung Galvanische Trennung (1kV Spannungsfestigkeit) Tabelle 21 2.2.6.2 Induktionsschleifenauswertung Die Induktionsschleifenauswertung der MO 64 besteht aus drei Auswertegeräten (Schleife A, B und C), zwei Richtungslogiken und einem Fahrzeugzähler.
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MO 64 2.2.6.4 P601-P603 – Empfindlichkeitsstufen der Schleifen A, B, C Die Empfindlichkeit der Induktionsschleifen ist in 8 Stufen einstellbar. Jede Schleife kann individuell eingestellt werden. Die Frequenzen der Induktionsschleifen werden gelernt. Wenn ein Fahrzeug über eine Schleife fährt, ändert sich die Frequenz. Je empfindlicher die Schleifenauswertung eingestellt ist, umso kleinere Frequenzänderungen werden erkannt.
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MO 64 2.2.6.7 P630 – Schleifenmodus Im Kapitel "Beispiele mit Induktionsschleifen" ab Seite 36 sind 8 Beispiele für Induktionsschleifen dargestellt. Für diese Beispiele sind die Einstellungen der Schleifenlogik in der Steuerung hinterlegt. Es muss lediglich die Modus-Nummer eingestellt werden. Alternativ können Sie die Schleifenlogik auch manuell einstellen, wie im Kapitel "Menü P700 – Induktionsschleifen-freie Betriebsart"...
MO 64 2.2.7 Menü P700 – Induktionsschleifen-freie Betriebsart 2.2.7.1 P701-P724 – Schleifenlogik für Schleife A, B oder C einstellen Die folgende Tabelle zeigt, welche Parameter für die freie Konfiguration der Schleifenlogik für Schleife A, B oder C eingestellt werden können. Bezeichnung Menüpunkt Menüpunkt...
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MO 64 links – Schleife B rechts – Schleife C links – Schleife C rechts – Schleife B Öffnen oder Keine Funktion P731 P741 Schließen bei Öffnen Durchfahrt von links Schließen Öffnen oder Keine Funktion P732 P742 Schließen bei Öffnen Durchfahrt Schließen von rechts...
MO 64 2.2.8 Menü P800 – Werkseinstellungen Abbildung 6 Wenn die Steuerung ausgeliefert wird, sind der Konfigurationsspeicher und der Kundenspeicher mit der Werkseinstellung voreingestellt. Im Betrieb arbeitet die Steuerung mit den Parametern aus dem Konfigurationsspeicher. Beim Einlernen und beim Einstellen, sei es Weglernen, Konfigurieren per Display und Joystick oder über den Bus, werden die Daten im Konfigurationsspeicher verändert und gespeichert.
MO 64 Fehlermeldungen Fehlermeldungen können durch kurzes Betätigen mit dem Taster PROG quittiert werden. Die Schranke ist bis zur nächsten Fehlermeldung wieder betriebsbereit. Die Steuerung überwacht 18 verschiedene Betriebsparameter und generiert im Fehlerfall eine Fehlermeldung auf dem Display. Anzeige Telegrammbezeichnung Bedeutung eR01 f_baum_ab...
MO 64 Beispiele mit Induktionsschleifen Im Folgenden sind Beispiele für die vorprogrammierten Induktionsschleifenfunktionen von Seite 28 - P630 – Schleifenmodus - dargestellt. Es wird gezeigt, wie die gewünschte Funktion durch die Induktionsschleifenauswertung und Richtungslogik realisiert werden kann. Für die dargestellten Beispiele gibt es in der Steuerung eine Voreinstellung, die über die Modus-Nummer ausgewählt werden kann.
MO 64 2.4.2 Modus 2 – Sichern u. Schließen mit zwei Schleifen Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Das Fahrzeug stoppt. Die Schranke wird durch einen externen Befehl geöffnet. Durch die Schleifen B und A wird gesichert. Beim Verlassen von Schleife B wird ein Schließbefehl erzeugt, aber durch Schleife A wird gesichert.
MO 64 2.4.3 Modus 3 – Öffnen, Sichern u. Schließen mit zwei Schleifen Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Beim Befahren der Schleife B öffnet die Schranke. Der Abstand von Schleife B und A muss kleiner als die Fahrzeuglänge sein. Beim Verlassen von Schleife B wird ein Schließbefehl ausgelöst.
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MO 64 Beim Verlassen von Schleife A wird die Schranke geschlossen. Tabelle 32 Verhalten, wenn ein Fahrzeug zurück fährt: Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Beim Befahren der Schleife B öffnet die Schranke. Das Fahrzeug stoppt. Die Schranke bleibt geöffnet. Das Fahrzeug fährt zurück.
MO 64 2.4.4 Modus 4 – Anwesenheit, Sichern u. Schließen mit zwei Schleifen Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Das Fahrzeug stoppt auf der Schleife B. Die Anwesenheit wird von der Schrankensteuerung an den Ticketgeber gemeldet. Die Schranke wird durch einen externen Befehl geöffnet. Das Fahrzeug kann durchfahren.
MO 64 2.4.5 Modus 5 – Anwesenheit, Öffnen, Sichern u. Schließen mit drei Schleifen Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Das Fahrzeug stoppt auf der Schleife B. Die Anwesenheit wird von der Schrankensteuerung an den Ticketgeber gemeldet. Die Schranke wird durch einen externen Befehl geöffnet. Beim Verlassen von Schleife B wird ein Schließbefehl erzeugt.
MO 64 2.4.6 Modus 6 – Öffnen mit Richtungslogik, Sichern u. Schließen mit drei Schleifen Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Das Fahrzeug fährt auf Schleife C. Es gibt noch keinen Öffnungsbefehl. Das Fahrzeug fährt zusätzlich auf Schleife B. Jetzt wird ein Öffnungsbefehl erzeugt.
MO 64 2.4.7 Modus 7 – Öffnen, Sichern u. Schließen mit drei Schleifen Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Beim Befahren von Schleife B wird die Schranke geöffnet. Das erste Fahrzeug fährt durch die Schranke. Beim Verlassen von Schleife B wird ein Schließbefehl erzeugt. Schleife A sichert.
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MO 64 Die beschriebenen Funktionen gelten auch für die Gegenrichtung.
MO 64 2.4.8 Modus 8 – Anwesenheit, Sichern u. Schließen mit drei Schleifen Das Fahrzeug fährt an die Schranke. Beim Befahren von Schleife B wird die Anwesenheit gemeldet. Anmerkung: Die Anwesenheitsmeldung geht an beide Ticketgeber. Der Ticketgeber gibt einen Öffnungsbefehl. Die Schranke öffnet.
MO 64 Außerbetriebnahme Ein nicht mehr verwendbares Produkt sollte nicht als ganze Einheit, sondern in Einzelteilen und nach Art der Materialien demontiert und recycelt werden. Nicht recycelbare Materialien sind umweltgerecht zu entsorgen. Die Außerbetriebnahme, Demontage und Entsorgung des Produktes darf nur durch Fachpersonal durchgeführt werden.
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MO 64 Index Lichtschrankenmodus ........ 22 4 Lichtschrankenschließautomatik ....22 Lichtschrankentest ........22 4x7 Segmentanzeige ........4 M A Multirelais ........19, 20, 21 Allgemeines ..........2 Anschluss Endschalter etc......4 N Anschluss Motor, Netz etc......4 Anschlussbild MO 64 ........4 Netzanschluss ..........