BETRIEB DES SYSTEMS
Der DeVilbiss Sauerstoffkonzentrator arbeitet mit einem Druckspitzen-
Absorptionssystem. Die Luft wird durch einen Luftfilter in einen Doppel-Kolben-
Kompressor angesaugt.
Siehe Pneumatikdiagramm des Systems in Abbildung 49.
Die verdichtete Luft aus dem Kompressor wird durch ein Rotationsventil geleitet,
das mit einer vorgegebenen Zykluszeit die Luft dann in eines von zwei
Molekularsieben leitet. Die Molekularsiebe enthalten als Siebmaterial ein
synthetisch hergestelltes molekulares, anorganisches Silikat. Das Material ist
sehr porös und verfügt über die einzigartige Fähigkeit, Stickstoff aus der
Umgebungsluft auf dem Weg durch das Material selektiv zu binden.
Während ein Sieb unter Druck gesetzt wird, wird das andere vom Druck
entlastet. Damit wird der im Druckaufbauzyklus absorbierte Stickstoff aus dem
Siebmaterial gespült.
Der Stickstoff wird durch einen Ausgang in der Rotationsventilbaugruppe wieder
freigesetzt. Die Ausgänge sind mit einem einzelnen Schlauch verbunden, der
vom Ventil zum Ablassschalldämpfer führt.
Darüber hinaus wird während jeder einzelnen Druckphase der Siebe, eine kleine
Menge Sauerstoff durch eine offene Verbindung vom unter Druck stehenden
Sieb, in das auf Normaldruck stehende Sieb geleitet. Diese Öffnung befindet sich
in einem langen blauen Schlauchstück, das die Ausgänge der beiden
Molekularsiebe verbindet. Dies unterstützt das Entlüften des Stickstoffes aus
dem nicht unter Druck stehendem Sieb.
Solange das Gerät in Betrieb ist, wechseln Druckaufbau- und Entlastungszyklus
periodisch zwischen den beiden Molekularsieben.
Der in den Molekularsieben getrennte Sauerstoff wird durch ein Rückschlagventil
zum Druckspeicher geleitet. Ein Druckregler am Druckspeicher kontrolliert den
Sauerstoffdruck beim Verlassen des Druckspeichers und beim Eingang in den
Flowmeter. Mit dem Flowmeter kann der Sauerstoffdurchfluss geregelt werden.
Vom Flowmeter wird der Sauerstoff durch den Ausgangs-Bakterienfilter, einem
Rückschlagventil und schließlich vom Ausgangsport über die Nasenbrille zum
Patienten geleitet.
Der DeVilbiss Sauerstoffkonzentrator nutzt einen zeitgesteuerten Zyklus (3,6
Sek. bei 5 l/min), der von der Leiterplatte gesteuert wird. Die Steuerplatine
schickt einen Stromimpuls zum Ventil, das Ventil schaltet um und setzt damit die
Molekularsiebe abwechselnd unter Druck.
Die Steuerplatine aktiviert darüber hinaus das elektronische Alarmsystem.
Niedriger Durchfluss, Systemabweichungen und Stromausfall werden durch
akustische und optische Warnmeldungen angezeigt. Ein Hochdruckzustand wird
durch ein „ploppendes" Geräusch angezeigt, das durch die Druckentlastung
eines Druckentlastungsventils am Kompressorkopf erzeugt wird.
Das Betriebssystem der 525 Modelle verfügt über eine "Turn-down"-Technologie.
Die Steuerplatine prüft ständig die Durchflussrate und senkt die Taktzeit, sollte
die Durchflussrate unter 1,2 LPM sinken. Je nach Sauerstoffbedarf wird dadurch
der Takt "heruntergefahren". Das Ergebnis ist, dass das Gerät kühler arbeitet und
weniger Strom verbraucht.
LT-2023-DE
FEHLERSUCHE
NORMALER ARBEITSZYKLUS
Wenn der Konzentrator eingeschaltet ist, kann der folgende Zyklusablauf
beobachtet werden, indem ein Druckmessgerät an der Messstelle des Verteilers
oder des Druckspeichers angebracht wird.
1.
Das Rotationsventil wird in schneller Abfolge mehrere Male geschaltet, um
einen etwaigen Restdruck in den Molekularsieben abzulassen und einen
Stillstand des Kompressor zu vermelden. Diese schnelle Umschaltung
findet nur beim Anlauf statt und ist deutlich zu hören, da mehrmals schnell
Druck abgegeben wird. Der Druck wird über einen Schalldämpfer abgeführt,
der mit dem Ventil verbunden ist.
2.
Die Steuerplatine schickt ein Stromsignal an das Ventil. Das Ventil stoppt
für einige Sekunden, wodurch die rechte Säule zuerst unter Druck gesetzt
wird, während die linke Säule drucklos wird.
3.
Dann wird das Ventil wieder unter Strom gesetzt. Das Ventil stoppt für
ungefähr eine Sekunde. In dieser Zeit wird der Druck zwischen den beiden
Sieben ausgeglichen.
4.
Es wird wiederum ein kurzes Stromsignal an das Ventil geschickt. Das
Ventil stoppt für einige Sekunden, wodurch die linke Säule unter Druck
gesetzt wird, während die rechte Säule drucklos wird.
5.
Es wird wiederum ein kurzes Stromsignal an das Ventil geschickt. Das
Ventil stoppt für ungefähr eine Sekunde. In dieser Zeit wird der Druck
zwischen den Sieben ausgeglichen.
6.
Der Zyklus beginnt von neuem ab Punkt 2.
HINWEIS– Im „Turn-Down"-Modus wird die feste Zykluszeit auf weniger als 2
Sekunden reduziert.
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