Bedienung
Vorstufe
Highpass
Das Highpass-Filter wird zur Entfernung tieffrequenter Störsignale (Tritt-
schall, subfrequente Störungen) eingesetzt. Solche Störsignale können die
nachfolgende Bearbeitung beeinträchtigen, da sie etwa vom Kompressor
mitbearbeitet werden oder nachfolgende AD-Stufen nachteilig beein-
flussen. Die Grenzfrequenz liegt bei 50 Hz, so daß Sprachsignale geringst-
möglich beeinflusst werden. Der Abfall des Filters beträgt 12 dB/Oktave.
Instrument Gain
Der Instrument-Gain-Regler bestimmt die Vorverstärkung der Eingänge Line
und Instrument. Die Signale können von +5 dB bis +42 dB vorverstärkt
werden. Bei Nutzung der symmetrischen Line-Eingänge ist die Verstärkung
um ca. 18 dB reduziert, um auch sehr "laute" Signale verarbeiten zu können.
Bitte lesen Sie auch die Hinweise im folgenden Abschnitt.
Zur Aussteuerung
Zur Aussteuerung der Vorstufe sollten zuerst alle anderen Module (De-Esser,
Kompressor/Limiter, EQ) ausgeschaltet werden und der Output-Regler auf 0
dB eingestellt werden. Das Signal kann nun mit Hilfe der PPM-Output-
Anzeige ausgesteuert werden. Um einen guten Arbeitspegel zu erhalten,
sollten sich die Werte zwischen 0 und +6 dB bewegen. Mit diesen Pegel-
werten werden die nachfolgenden Stufen optimal angesteuert. Vor Über-
steuerungen warnt die Clip-Anzeige – sollte während der Aussteuerung der
Vorstufe ein Clipping angezeigt werden, so ist der Vorverstärkungswert
entsprechend zu verringern.
Instrument/Line On – Mic Off
Dieser Umschalter dient zur Auswahl der Eingangsquelle. Ist der Schalter
nicht gedrückt, so steht das Mikrofonsignal zur Bearbeitung bereit, mit
Drücken des Schalters wird das Instrument/Line-Signal aktiviert. Solange
der Instrument-Eingang auf der Front nicht genutzt wird, steht automatisch
das rückseitig anzuschließende Line-Signal zur Verfügung.
Instrument Input
Der Instrument-Eingang auf der Gerätefront ist für den Anschluß von E-
Gitarren und Bässen, akustischen Gitarren mit eigenem Tonabnehmer etc.
gedacht. Dieser Eingang ist bestimmungsgemäß hochohmig und für hohe
Verstärkungen ausgelegt. Ist der als Schaltbuchse ausgelegte Instrument-
Eingang belegt, ist der Line-Eingang deaktiviert. Zwar können am Instrument-
Eingang auch Geräte mit Line-Pegeln, etwa Keyboards, Sampler, Drum-
Machines usw. angeschlossen werden, um diese schnell mit dem Channel
One zu bearbeiten. Allerdings ist es sinnvoller, diese Geräte an den rücksei-
tigen Line-Eingang anzuschließen, idealerweise über eine Patchbay. Der
Line-Eingang ist pegelfester (siehe Abschnitt „Instrument Gain"), die Verbin-
dung über eine Patchbay bietet die flexibelsten Routing-Möglichkeiten und
hat den Vorteil der Störunempfindlichkeit der symmetrischen Verkabelung.
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