B0059000 / Rev. 1.6
8.7
Erstellen und Bearbeiten von Messprogrammen
In den Messprogrammen werden die zur Detektion und Positionierung der Schweißnaht
erforderlichen Geräteparameter gespeichert.
Wir empfehlen die Erstellung von Produkt- oder Werkzeugspezifischen Messprogrammen, um alle
zur optimalen Detektion wichtigen Einflussgrößen (Material, Wandstärke, Schweißnahtbreite, etc.)
berücksichtigen zu können.
Zur Erstellung oder Bearbeiten eines Messprogramms ein Musterrohr in den Antrieb einlegen und
mit der Taste <Programm> in den Modus „Einrichten Programmauswahl" wechseln. Dort einen
freien Speicherplatz oder das zu bearbeitende Programm auswählen.
1.
Mit der Taste <Programm bearbeiten> in den Modus „Einrichten-Testbetrieb" wechseln.
2.
Parameter „Beschreibung" und „Durchmesser" eingeben (nur bei erstmaligem Bearbeiten).
3.
Parameter „Drehzahl" (oder „Geschwindigkeit") eingeben (ungefährer Wert).
4.
Parameter „Sensorsignal" eingeben:
Bei Sensoren NS9S, NS12S oder der NSL-Sensoren „Streufluss" wählen;
bei Sensoren NS9-EC... „Streufluss" oder „Wirbelstrom" wählen;
bei Sensoren EC... "Wirbelstrom" wählen.
5.
Taste <Antrieb> drücken:
Zur Geschwindigkeitsmessung sollte der
Parameter „Drehzahl"
(oder „Geschwindigkeit") einen plausiblen
Wert haben.
Auf der Signaldarstellung sollten 2
Schweißnahtsignale sichtbar sein:
6.
Taste <Testjob starten> drücken.
7.
Position der Schweißnaht ermitteln und Abweichung von der Sollposition im Parameter
„Nachlauf" eingeben.
8.
Taste <Testjob starten> drücken.
9.
Position der Schweißnaht überprüfen und ggf. Parameter „Nachlauf" korrigieren.
10.
Wenn die Position der Schweißnaht der Sollposition entspricht, das Musterrohr um 180°
drehen und Testlauf wiederholen. Falls sich jetzt eine Abweichung von der Sollposition
ergibt, den Parameter „Nachlauf" um die Hälfte der Abweichung verändern.
11.
Testlauf in beiden Einspannpositionen wiederholen, es sollte sich der gleiche Fehlwinkel
ergeben.
12.
Parameter „Aussonderungsschwelle" kontrollieren.
Die Standardeinstellung „gut" ist nur bei Messergebnissen „Nahterkennung sehr gut" und
„Nahterkennung gut" einsetzbar. Bei „Nahterkennung befriedigend" sollte die
Aussonderungsschwelle auf „mittel" oder „ausreichend" eingestellt werden.
133. Falls der Fehlwinkel zu groß ist, keine zufriedenstellende Positionierung erreicht werden
konnte oder das Gerät Fehlermeldungen (z.B. „Schlupf zu groß") ausgibt, bitte im Kapitel
„Optimierung der Schweißnahtpositionierung" weiter lesen.
14.
Zum Verlassen des Modus „Einrichten Testbetrieb" und Speichern der Parameter die Taste
<Speichern> drücken.
15.
Zur Aktivierung des erstellten Messprogramms die Taste <Programm aktivieren> drücken.
Pos: 96 /Schweissnaht/Geräte/SND40/8 Betrieb/Optimierung der Schweißnahtpositionierung @ 0\mod_1129107581046_6.doc @ 781 @
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Schweißnahterkennungssystem R4000 SND40
für Rohre, Dosen und Fässer
Hinweis:
Falls bereits Messprogramme existieren und das neu einzurichtende
Messprogramm für ähnliche Rohre bestimmt ist, kann durch Kopieren bestehender
Programme und anschließendem Editieren das Einrichten neuer Programme
vereinfacht werden.
Handbuch
Abb. 60: SND40_screenshot_D20
Betrieb
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