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Übersicht
Vereinfacht ausgedrückt hat ein Digitalrückteil einen lich-
tempfindlichen Sensor in der Filmebene. Die elektronischen
Signale des Sensors werden dann verarbeitet und als digitale
Datei gespeichert.
Da ein elektronisches Bild aus den drei Komponenten − Rot,
Grün und Blau, die zusammen ein sogenanntes RGB-Bild erge-
ben, zusammensetzt, hat der Sensor die Aufgabe, ein mul-
tispektrales Lichtbild in drei digitale Dateien (Rot, Grün und
Blau)zu konvertieren, die später wieder kombiniert werden.
Das Digitalrückteil arbeitet mit einem Sensor vom Typ CCD
(Charged Couple Device), der auf seiner Oberfläche 16
Millionen lichtempfindlicher Bereiche hat, die jeweils ein Pixel
bilden.
Jedes Pixel im Sensor wird gefiltert, um die drei separaten ro-
ten, grünen und blauen Dateien zu erzeugen. Eine Software
verarbeitet dann diese elektronischen Dateien zu einem
Paket, um die verschiedenen Formate (RAW, TIFF, JPEG etc.) zu
produzieren
Die drei Komponenten der Bilddatei werden später wieder auf
dem Computer bildschirm zusammengesetzt und erzeugen
das gewohnte Farbbild.
Eine Bilddatei kann vorübergehend entweder auf einer
CF-Speicherkarte im Digitalrückteil, auf einer Hasselblad
ImageBank-II oder auf der Festplatte eines Computers ges-
peichert werden. Die Bearbeitung dieser Bilder erfolgt in
Verbindung mit der mitgelieferten Phocus Software. Im
separaten Handbuch für Phocus finden Sie dazu detaillierte
Informationen.
Das CFV ist so konstruiert, dass es auch zusammen mit den
meisten Kameramodellen des Hasselblad V Systemsverwendet
werden kann. Weitre Hinweise hierzu sowie zur Verwendung
des Digitalrückteils mit Großformatkameras finden Sie im
Anschlussdiagramm in diesem Handbuch.
Bitte beachten Sie bei der Arbeit mit Kameras der V-Serie,
dass der Sensor eine Größe von 37 x 37 mm hat. Dies führt zu
einem kleineren Bild (verglichen mit dem Format von etwa
60 mm x 60 mm bei Filmmagazinen). Daher müssen bei der
Bildkompositionen die Markierungen auf der Einstellscheibe
beachtet werden. Das kleinere Format führt auch zu einer
„Verlängerung" der Brennweite des Objektivs mit einem Faktor
von x1,5. So produziert beispielsweise ein 50mm-Objektiv
mit einem Digitalrückteil etwa die gleiche Perspektive wie
ein 75mm-Objektiv mit einem Filmmagazin und dem vollen
Bildformat von 60 mm x 60 mm. Die CFV-39 besitzt hingegen
einen größeren Sensor und nutzt die Brennweite besser aus.
Der Objektivfaktor beträgt hier x1,1.
Die 503CWD und das CFV sind elektronische Geräte, die Strom
benötigen. Bei der nicht vernetzten Arbeit muss daher für
einen ununterbrochenen Arbeitsablauf die Wiederaufladung
der Akkus berücksichtigt werden oder es müssen Batterien in
Reserve gehalten werden.
Die Bildspeicherung ist, besonders beim Einsatz von Flash-
cards, ebenfalls begrenzt und für längere Arbeitsphasen muss
entsprechend geplant werden.
Die externe Speicherung erfolgt über einen FireWire-Anschluss
auf eine separate Festplatte oder einen Computer.
Beim Ansetzen und Abnehmen des Rückteils ist besondere
Rücksicht auf den Sensorbereich zu nehmen. Der Sensor selbst
wird von einem IR-Glasfilter abgedeckt und geschützt, er muss
aber besonders sorgfältig behandelt werden. In einem später-
en Kapitel finden Sie besondere Hinweise, falls eine Reinigung
erforderlich ist. Falls er nicht mit der Kamera zusammen ge-
lagert wird, ist immer die Schutzabdeckung anzubringen.
Falls der Filter Kratzer oder andere Markierungen auf-
weist, werden diese bei jeder Aufnahme mit abgebildet. Der
Austausch ist sehr kostspielig, daher sollte die Glasoberfläche
so vorsichtig behandelt werden wie ein Objektiv.
Der eigentliche Sensor ist nicht zugänglich und kann vom
Anwender weder gereinigt noch gewartet werden. Das sollte
auch nicht versucht werden, da dabei der Sensor mit Sicherheit
irreparabel beschädigt wird.
Wie mit allen elektronischen Geräten muss unter feuchten
Arbeitsbedingungen besonders sorgfältig gearbeitet werden,
und die Geräte sollten nicht feucht gelagert werden.
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