Anschluss
5.2.1 Master/Slave-Verbindungen
Der Laderegler kann als Master (der dedizierte Regler wird in den Master-Modus geschal-
tet) oder als Slave fungieren. Der Master/Slave-Betrieb wird eingerichtet, indem man die
USB-Konfigurations-Schnittstelle eines Ladereglers (Master-Gerät) über ein USB-Kabel
mit der Ethernet/WLAN USB-Schnittstelle des zweiten Ladereglers (Slave-Gerät) ver-
bindet. Je nach Variante (Master oder Slave) gibt es sowohl gemeinsame Verbindungen
(diese werden in den folgenden Abschnitten beschrieben) als auch Unterschiede, die in
„Kapitel 5.2.2"
erläutert werden.
Derzeit kann ein Slave (ab Mitte 2017 mehrere) mit dem Master-Regler verbunden wer-
den. Die Kommunikation erfolgt über das Binärprotokoll OCPP 1.6. Im Grunde über-
nimmt der Master-Regler die Rolle des OCPP-Backends für den Slave-Regler. Der Master-
Regler exponiert jedes Slave-Gerät als zusätzlichen Verbinder mit dem Backend.
Die Zuordnung der Rolle Master oder Slave für einen Laderegler erfolgt auf der Her-
stellerseite (Siehe
Seite
24). Jedem Slave-Regler muss die IP-Adresse des Master-Reglers
als OCPP-Hostname zugewiesen werden. Als OCPP-Port zum Herstellen der Verbindung
mit dem Master muss Port 1600 verwendet werden. Für die Verbindung zwischen Master
und Slave können mehrere Konnektivitäts-Technologien genutzt werden, z. B. Ethernet
und gegebenenfalls WLAN.
Dem Master wird auf der Seite Bedienerkonfiguration die zusätzliche USB-Adresse
192.168.125.124 zugewiesen, und zwar ohne Zuweisung eines Standard-Gateways. Der
Slave nutzt die IP-Adresse 192.168.125.125 zum Herstellen der Verbindung mit dem
Master. Die derartige Verwendung von USB als Verbindungstechnologie ist kostenspa-
render als der Einsatz mehrerer Ethernet-Dongles oder WLAN; allerdings ist der Abstand
zwischen den Reglern auf wenige Meter begrenzt, da ein USB-Kabel höchstens fünf Me-
ter lang ist. Über Links auf der Konfigurations-Webseite des Slave-Gerätes (z. B. http://
192.168.123.123) kann dann auf die Master- und Slave-Konfiguration zugegriffen wer-
den.
5.2.1.1
USB-Konfigurationsschnittstelle (CONFIG)
Die USB-Konfigurationsschnittstelle (CONFIG) an der Vorderseite des Ladereglers wird
per Micro-USB-Kabel über eine Standard-USB-Host-Schnittstelle mit einem
herkömmlichen Laptop, PC oder Tablet verbunden. Mithilfe dieser Schnittstelle kann das
Gerät lokal konfiguriert werden. Darüber hinaus ermöglicht sie die Installation von Soft-
ware-Updates. Eine detaillierte Konfigurationsbeschreibung befindet sich in
„Kapitel
6.1.1". Darüber hinaus kann der Master/Slave-Betrieb eingerichtet werden,
indem man die USB-Konfigurations-Schnittstelle eines Ladereglers (Master-Gerät) über
ein USB-Kabel mit der Ethernet/WLAN USB-Schnittstelle des zweiten Ladereglers (Slave-
Gerät) verbindet.
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Anschluss
5.2.1.2
USB-Schnittstelle für Ethernet-/WLAN-Adapter
Über die USB-Ethernet- bzw. USB-WLAN-Schnittstelle können Sie den Laderegler mit
einem bestehenden Ethernet- bzw. WLAN-Netzwerk verbinden. Informationen dazu
finden Sie in
„Kapitel 6.2.2.2".
Darüber hinaus kann der Master/Slave-Betrieb eingerichtet
werden, indem man die USB-Konfigurations-Schnittstelle eines Ladereglers (Master-
Gerät) über ein USB-Kabel mit der Ethernet/WLAN USB-Schnittstelle des zweiten Lade-
reglers (Slave-Gerät) verbindet.
5.2.1.3
LEDs an der Vorderseite (ALARM, READY, PLC)
Die LEDs an der Vorderseite dienen zur Anzeige folgender Situationen:
Ein Fehler ist aufgetreten (ALARM)
Online-Verbindung zu einem Backend-System (READY)
Optionale Powerline Communication (PLC) gem. ISO 15118-1:2015
(Diese LED befindet sich nicht an der Vorderseite von Geräteausführungen, die PLC
nicht unterstützen.)
5.2.1.4
12 V-Energieversorgung
Der Laderegler wird über eine 12 V-Hauptstromquelle an den Anschlüssen B1 (12 V) und
B2 (0V) mit Strom versorgt. Gemäß der Normenreihe IEC 61851 muss das Referenzlevel
für die CP- (Control Pilot)-Kommunikation auf demselben Pegel wie die Energieversor-
gung liegen; die Schutzerde muss demzufolge an 0 V angeschlossen sein.
5.2.1.5
Anschluss des Schütz
Der Laderegler steuert den Schütz, der wiederum den Leistungsfluss zum Fahrzeug steu-
ert. Die Steuerung des Schütz erfolgt über ein Relais im Laderegler, dessen Kontakte mit
bis zu 30 V/1 A bemessen sind. Der eigentliche Strom für den Signalkreislauf muss über
eine korrekte Verdrahtung in den Kreislauf eingeschleift werden. Mit anderen Worten: Ein
Pin des Laderegler-Relais 1 (B3) muss an die 12 V-Stromquelle angeschlossen werden;
der zweite Pin des Laderegler-Relais 1 (B4) muss an den Steuerpin des Schütz ange-
schlossen werden. Der zweite Steuerpin des Schütz muss mit dem anderen Pol (0 V) der
Energiequelle verbunden werden.
Das Relais 1 ist mit 30 V/1 A bemessen. Falls diese Werte als unzu-
reichend erachtet werden, muss möglicherweise ein Relais zwi-
schengeschaltet werden.
Falls ein zwischengeschaltetes Relais notwendig ist, muss der Pin von Relais 1 des
zweiten Ladereglers (B4) nicht mit dem Steuerpin des Schütz, sondern mit dem Steuer-
pin des zwischengeschalteten Relais verbunden werden. Der zweite Steuerpin des zwi-
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