Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Bender CC612 Handbuch Seite 10

Vorschau anzeigen Andere Handbücher für CC612:
Inhaltsverzeichnis
Funktion
• Nur bei Ladereglern in Master-Ausführung befindet sich eine Steckdose für eine
GSM/UMTS-Antenne an der Vorderseite.
• Zur Fehlerstromerfassung eines Wechselstrom-Ladesystems verfügt der Laderegler
über einen integrierten DC-Sensor. Dieser nutzt einen extern angeschlossenen
Stromwandler für die Fehlerstromerfassung bei Wechselstrom-Ladesystemen. Mit
der integrierten Überwachung des DC-Fehlerstroms ist lediglich ein Typ-A-RCD im
Ladesystem erforderlich.
Der Laderegler funktioniert nur in Kombination mit dem Messstrom-
wandler (muss separat bestellt werden).
• Der Datenaustausch zwischen dem Elektrofahrzeug und dem Ladesystem wird über
eine ISO15118-1:2015-kompatible Powerline Communication (PLC) ermöglicht.
Diese Funktion ist optional erhältlich und wird nach dem Erwerb über ein Software-
Update aktiviert.
• Im Falle einer Fehlfunktion wird über das OCPP-Protokoll ein Bericht zum Backend-
System gesendet.
• Die Datenmanagement- und Kontrollfunktionen des Ladereglers bieten:
• Ferngesteuerter Neustart nach einem durch das CC612 erkannten Auslösen auf-
grund eines Differenzstroms.
• Der intelligente Sensor erfasst kritische Fehlerströme. Für den Fahrzeugbesitzer
dient dies als Frühwarnung.
• Kontrolle des Verbraucherstroms und Kühlung (Temperaturüberwachung):
Der Laderegler verfügt über interne Temperatursensoren im Inneren des Regler-
gehäuses, die eine Schätzung der Temperatur in der Umgebung des Ladereglers
ermöglichen. Basierend auf dieser Schätzung kann der Ladestrom dynamisch
reduziert oder der Ladevorgang sogar unterbrochen werden. Diese Eigenschaft
dient dem Erhalt einer Gehäuseinnentemperatur, die sich in dem zulässigen
Bereich für die Komponenten bewegt, die in einem Ladesystem zum Einsatz kom-
men. Auf der Konfigurationsseite des Herstellers des Ladereglers können zwei
Temperaturgrenzwerte eingestellt werden, welche auf Messungen in üblichen
Gehäuseszenarien basieren. Wird der erste Grenzwert überschritten, reduziert
dieser den Ladestrom auf einen einstellbaren Wert. Der zweite Grenzwert unter-
bricht den Ladevorgang.
10
Funktion
Die Temperaturmessung ist eine Schätzung, basierend auf Tempe-
ratursensoren, die sich im Inneren des Ladereglergehäuses befin-
den. Die tatsächliche Temperatur wird von der Eigenerwärmung
beeinflusst, die der Laderegler selbst produziert. Da die Grenzwerte
auf Messungen in üblichen Gehäuseszenarien beruhen, sollte jeder
Hersteller von Ladesystemen praktische Messversuche durchführen,
um die Richtigkeit dieser Grenzwerte zu prüfen und sie je nach Be-
darf einzustellen.
• Peergroup-Mechanismus
Mit Hilfe eines „Peergroup-Mechanismus" ist es möglich, einer Reihe von Lade-
reglern einen Maximalstrom zuzuordnen, den sie sich teilen. Um diese Funktion
zu nutzen, müssen die Laderegler so angeschlossen sein, dass TCP-Verbindungen
zwischen ihnen hergestellt werden können. Das ist zum Beispiel mithilfe eines
USB-zu-Ethernet-Dongle oder über einen direkten USB-Anschluss möglich. Auf
der Web-Bedienoberfläche der einzelnen Teilnehmer dieser Peergroup müssen
die IP-Adressen aller anderen Peergroup-Teilnehmer unter dem Parameter „Peer
Group" aufgelistet sein. Zusätzlich müssen alle Peergroup-Teilnehmer dieselbe
Einstellung bei „Peergroup Maximalstrom (A)" haben. Nachdem er eingestellt
wurde, steht einem Laderegler der komplette Strom zur Verfügung, solange nur
ein Laderegler lädt. Dieser Laderegler überschreitet jedoch das eingestellte Limit
von maximalem Strom nicht. Sobald mehrere Laderegler den Ladevorgang star-
ten, wird der Strom gleichmäßig unter den Peers aufgeteilt. Wenn ein Laderegler
aufhört zu laden, wird der Strom gleichmäßig zwischen den verbleibenden Lade-
reglern aufgeteilt. Werden zwei Laderegler in einem einzelnen Ladesystem ver-
wendet und sie sind über USB an einen zentralen Ladesystem-Computer
angeschlossen, ist es notwendig, den Ladereglern individuelle IP-Adressen zuzu-
ordnen, um eine TCP/IP-Verbindung zu ermöglichen. Das ist möglich, indem man
die Parameter „USB zusätzlich feste IP" und „USB zusätzlich festes Gateway" ver-
wendet. Eine Verbindung zur USB-Schnittstelle kann der zentrale Ladesystem-
Computer nur über Bridging oder Routing herstellen.
• Vandalismuserkennung (über einen Lichtsensor im Gehäuse)
• Fernzugriff:
• Software-Updates
• Überwachung des Differenzstroms und der Temperatur.
• Remote-Login-Zugriff für Wartungsoptionen per Fernzugriff zur Reduzierung der
persönlichen Wartung vor Ort pro Ladegerät.
CC612_D00254_02_M_XXDE/05.2017
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis