3.4. Fernsteuerung durch einfaches Einwählen
Einige Systemfunktionen können durch einfaches Einwählen (unbeantworteter
Anruf) von dafür berechtigten Telefonen kostengünstig gesteuert werden. Es
besteht die Möglichkeit für jede gespeicherte Telefonnummer diese Berechtigung
zu setzen. Dafür geben Sie nach der Telefonnummer y (y = Ziffer 1,2,3,8, oder
9 – siehe unterhalb) ein. Dadurch kann durch einfaches Einwählen für eine
bestimmte Telefonnummer eine der folgenden Funktionen zugeordnet werden:
1
Gesamtscharf (wie Taste ABC am Bedienteil)
2
Teil A scharf (wie Taste A am Bedienteil)
3
Teile A+B scharf oder B bei geteilter Anlage (wie Taste B am Bedienteil)
8
PGX schaltet für 2 Sekunden ein (muss dementsprechend in der
Zentrale programmiert werden)
9
PGY schaltet für 2 Sekunden ein (muss dementsprechend in der
Zentrale programmiert werden)
Diese Funktionen sind für Telefone mit deaktivierter Rufnummern-
Erkennung nicht möglich!
Wenn Fernsteuerung durch einfaches Einwählen verwendet wird und die
Sequenz 85M0 (siehe 6.7) gesetzt wurde so beendet das GSM-Modul den
Anruf automatisch und antwortet nicht.
Ein dafür berechtigtes Telefon kann auch für die Bedienteil-Simulation
verwendet werden (siehe 3.2) – gegebenenfalls muss die zuvor eingeleitete
Aktion rückgängig gemacht werden.
Wenn ein dafür berechtigtes Telefon keine Ereignisberichte erhalten soll so
kann dies programmiert werden (siehe 6.3).
Fernsteuerung der PG-Ausgänge muss in der Zentrale entsprechend
konfiguriert werden.
Die Einwahl-Funktionen für Scharfschaltung müssen in der Zentrale ermöglicht
sein (Scharfschaltung ohne Code).
Die Eingabe von y nach der Telefonnummer ist nur bei der Programmierung
über ein Bedienteil erforderlich – in der OLink Software gibt es dafür spezielle
Eingabefelder.
4. Programmieren im Anwendermodus
Als Anwender können Sie im GSM-Modul gewisse Parameter konfigurieren – über
Bedienteil, SMS-Befehle oder über OLink Software.
Programmieren über ein Bedienteil ist nur im Anwendermodus möglich – dazu ist
der Mastercode (MC) erforderlich – Werkseinstellung 1234. Um in diesen
Modus zu gelangen geben Sie 0 MC ein. Danach können Sie Befehls-
Sequenzen (siehe Abschnitt 13) eingeben.
Zum Ausstieg aus dem Programmiermodus drücken Sie die # Taste, ebenso zum
Löschen einer Sequenz bei fehlerhafter Sequenzeingabe.
Wenn in der Zentrale das Ändern der Telefonnummern im Anwendermodus
aktiviert wurde, sind folgende Aktionen möglich:
Telefonnummer M1 – M7 speichern/ändern
Automatisches Einfügen eines Zugangscodes für Fernsteuerung via
SMS/Telefon
Ereignisse auswählen, welche als SMS bzw. Telefonanruf berichtet werden
Fernzugang ermöglichen/verbieten (generell oder einzelne Telefonnummern)
GSM-Signalstärke messen
Anzahl der gesendeten SMS begrenzen
Weiterleitung eingehender SMS an die erste programmierte Telefonnummer
Erneute Anmeldung im GSM-Netz
Aufnahme von Sprachnachrichten
Fernzugangscode ändern
4.1. Programmieren der Telefonnummern für Berichte
Das
Kommunikationsmodul
kann
Sprachnachrichten senden. Das Senden von Ereignisberichten kann für bis zu 8
Telefonnummern programmiert werden.
Die Zuordnung von Ereignisberichten an die Telefonnummern M1 bis M8 ist
werkseitig vorprogrammiert (kann geändert werden – siehe 6.3). Die folgende
Tabelle zeigt die Werkseinstellungen (Zuordnungen bei geteiltem System stehen
in Klammern, in der OLink Software wird dies grafisch hervorgehoben).
M
0
Telefonnummer der SIM-Karte im GSM-Modul
1
Alarme via SMS und Anruf, Fehler via SMS (ABC)
2
Alarme via SMS und Anruf (AC)
Alarme via SMS und Anruf (AC)
3
4
Alarme via SMS (AC)
Alarme via SMS und Anruf (BC)
5
6
Alarme via SMS und Anruf (BC)
7
Alarme via SMS (BC)
8
Technische Fehler via SMS – für Servicezwecke (ABC)
Um Telefonnummern in einem Speicher M zu programmieren, geben Sie im
Programmiermodus/Anwendermodus die folgende Sequenz ein:
81 M xxx...x y 0
Speicher 1 bis 8
M
Telefonnummer (max. 20 Stellen)
xxx...x
y
Sequenz zur Fernsteuerung durch einfaches Einwählen (optional
– muss nicht eingegeben werden, siehe 3.4)
GSM – Sprachwählgerät JA-82Y
Ereignisberichte
als
SMS
Berichte
In einem geteilten System werden Berichte von allen Bereichen (ABC) an
Telefonnummer M1 und M8, von den Bereichen AC an Telefonnummer M2
bis M4 und von den Bereichen BC an Telefonnummer M5 bis M7 gesendet.
In der OLink Software wird dies grafisch hervorgehoben.
Wenn Sie in einem geteilten System für einen Melder den Teilbereich ändern,
seine Reaktion ändern etc. so müssen Sie – bevor Sie den Servicemodus
verlassen – für 1 Sek. in den Anmeldemodus gehen. Dadurch werden die
Änderungen im GSM-Modul gespeichert.
Für die automatische Zeit-Synchronisation via SMS benützen Sie den
Speicherplatz M0 und speichern darin die Telefonnummer der SIM-Karte des
GSM-Moduls. Bei einem Wechsel der SIM-Karte wird diese Nummer
automatisch gelöscht.
Löschen einer Telefonnummer aus dem Speicher M: 81 M 0
: Eingabe 81 5 777 777 777 0 speichert Tel.Nr. 777777777 in M5.
Beispiel 1
Alarme werden via SMS und Anruf berichtet.
: Eingabe 81 4 777 777 777 8 0 speichert Tel.Nr. 777777777 in M4.
Beispiel 2
Alarme werden nur via SMS berichtet, durch einfaches Einwählen wird PGX für 2
Sekunden aktiviert.
Durch Eingabe von
internationalen Tel.Nr.-Formates eingefügt.
SMS-Berichte bestehen aus Installationsname, Ereignisart, Ereignisquelle,
Datum und Uhrzeit.
Die Zuordnung von Ereignisarten an bestimmte Telefonnummern und die Texte
können auch individuell programmiert werden – siehe dazu 6.3, 11, 12.
5. Sprachmenü bei Fernzugriff
Der Fernzugriff via Telefon wird durch ein Sprachmenü unterstützt, welches
werkseitig in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht – die Sprache kann
durch die Sequenz 991 xx (siehe 6.1) ausgewählt werden. Das Ablaufschema
während des Sprachmenüs ist wie folgt (siehe auch 10).
Nach ca. 15 Sekunden antwortet das GSM-Modul mit der Begrüßung.
Nach der Eingabe eines gültigen Zugangscodes bietet das Sprachmenü das
scharf-/unscharf schalten des Systems an. Wenn sie dann scharf- bzw.
unscharf schalten so wird dieser Vorgang wiederholt.
Wenn sie die Taste 9 drücken, so wird die Bedienteil-Simulation gestartet. Die
Telefontastatur kann wie die Tastatur des Bedienteils der Zentrale verwendet
werden.
Bei einem Einstieg in den Errichter- bzw. Anwendermodus wird ebenfalls die
Bedienteilsimulation gestartet. Wenn Sie jetzt 892 eingeben, so gelangen Sie in
das Sprachaufzeichnungsmenü, siehe 6.9.
6. Programmierung
Die beste Methode zur Programmierung des GSM-Moduls ist die Verwendung
eines PC mit OLink-Software (vor Ort oder aus der Ferne via Internet).
Auch ist die Programmierung über Tastaturbefehle oder via SMS-Befehle möglich.
Die Programmierung über Tastaturbefehle erfolgt im Errichtermodus der Zentrale
durch Eingabe von Sequenzen (siehe auch Abschnitt 13). Zum Einstieg in den
Errichtermodus
geben
(EC=Errichtercode,
Errichtermodus drücken Sie die # Taste, ebenso zum Löschen einer Sequenz bei
fehlerhafter Sequenzeingabe.
6.1. Sprache des GSM-Moduls
Die Sprache des GSM-Moduls (werkseingestellte Texte / Sprachausgabe) kann
oder
durch die Sequenz
991 xx
ausgewählt werden, wobei: xx die Nummer der gewünschten Sprache ist.
01
EN
England
02
CZ
Tschechien
03
SK
Slowakei
04
NL
Niederlande
05
DE
Deutschland
06
PL
Polen
07
DA
Dänemark
08
IT
Italien
09
PT
Portugal
z.B. die Eingabe von 99105 setzt das GSM-Modul auf Sprache Deutsch.
Die Eingabe von 00 setzt das GSM-Modul auf die Werkseinstellungen der
momentan ausgewählten Sprache.
Wählen Sie die Sprache aus, bevor Sie die Texte ändern – ein Wechsel der
Sprache setzt diese sonst wieder auf Werkseinstellung.
Ein Ändern der Sprache des GSM-Moduls bewirkt auch automatisch das
Ändern der Sprache der angeschlossenen Bedienteile.
Die gewählte Sprache ändert sich nicht bei einem RESET.
Werkseinstellung: 99101 = Englisch
2/13
9 vor der Telefonnummer wird ein "+" zur Verwendung des
Sie
im
normalen
Betriebsmodus
Werkseinstellung
8080).
Zum
10
FI
Finnland
11
-
- - -
12
SV
Schweden
13
FR
Frankreich
14
HU
Ungarn
15
RU
Russland
16
TR
Türkei
17
SP
Spanien
18
GR
Griechenland
0
ein
EC
Ausstieg
aus
dem
ÜA-100801