19. Analoge Eingänge
19.1 Line Hinten
Das Fireface besitzt auf der Rückseite 8 symmetrische Line-Eingänge in Form von 6,3 mm
Stereo-Klinkenbuchsen. Die elektronische Eingangsschaltung arbeitet servosymmetrisch. Sie
kann sowohl symmetrische (Stereo-Klinkenstecker) als auch unsymmetrische (Mono-
Klinkenstecker) Eingangssignale korrekt verarbeiten, bei unveränderter Pegelreferenz.
Bei Verwendung von unsymmetrischen Verbindungen mit Stereo-Klinkensteckern sollte
deren Anschluss 'Ring' mit Masse verbunden sein, da es sonst zu Störgeräuschen durch
den offenen negativen Eingang der symmetrischen Eingangsstufe kommen kann.
Der wichtigste Punkt bei einem AD-Wandler ist die korrekte Anpassung des Eingangspegels,
damit der Wandler stets im optimalen Arbeitsbereich betrieben wird. Deshalb besitzt das Firefa-
ce intern hochwertige elektronische Schalter, mit denen sich alle Eingänge einzeln an die drei
gebräuchlichsten Arbeitspegel anpassen lassen. Das UFX weist folgende Pegelreferenzen auf:
Referenz
Lo Gain
+4 dBu
Die obigen Pegel finden sich auch in anderen RME-Geräten. Damit sind diese vollständig kom-
patibel zueinander. Ein Referenzpegel von -10 dBV lässt sich mittels +4 dBu Referenz plus
Gain 9 dB (mit dem Gain-Poti in den TotalMix FX Kanaleinstellungen) realisieren.
19.2 Mikrofon / Line / Inst Vorne
Die vier symmetrischen Mikrofoneingänge mit Combo Klinken-/XLR-Buchse des Fireface UFX+
bieten eine digital kontrollierte Verstärkung. Der Verstärkungsbereich beträgt für XLR 75 dB,
einstellbar in 1 dB Schritten von 8 bis 75 dB, plus 0 dB als zusätzliche Einstellung. Die einzeln
und weich zuschaltbare, hochstrom-feste Phantomspeisung (48 Volt) sorgt für einen professio-
nellen Umgang mit Kondensatormikrofonen. Der XLR-Eingang kann bis zu einem Pegel von
+18 dBu auch als symmetrischer Line-In dienen.
Der alternativ nutzbare unsymmetrische Klinken-Line-Eingang (TRS) macht das Fireface UFX+
noch flexibler. Mit 1 MOhm Eingangswiderstand (Hi-Z), Klinkenbuchse und Verstärkungseinstel-
lung über einen Bereich von +8 dB bis +50 dB, sind die frontseitigen Eingänge mit Keyboards,
Samplern, CD-Playern, Gitarren und vielem mehr optimal zu nutzen. Dieser Eingang verarbeitet
Pegel von –21 dBu bis hinauf zu +21 dBu. Damit ist der Klinkeneingang ein echter Vollpegel-
eingang auch für hohe Linepegel, und kann auch als Line Gain-Amp genutzt werden. Die Klin-
kenbuchsen sind phantomspannungsfrei.
Eine zweifarbige Signal-LED zeigt pro Kanal vorhandenes Signal (grün, ab –60 dBFS) und sig-
nalisiert Übersteuerung (rot, 0 dBFS).
Kanäle 9 bis 12 besitzen einen automatischen Übersteuerungsschutz. AutoSet versucht einen
Headroom von 6 dB sicherzustellen. Pegel höher als -6 dBFS führen zu einer dauerhaften Re-
duzierung der Verstärkung. Zum Ausprobieren einfach eine hohe Verstärkung (Gain) einstellen
und ein Eingangssignal anlegen. Der Knopf in TotalMix wird sich schnell zurückdrehen und eine
passende Verstärkung einstellen. Obwohl AutoSet im UFX+ nicht exakt die gleiche Funktion
wie im Micstasy bietet (extreme Übersteuerungen führen für Bruchteile einer Sekunde zu Ver-
zerrungen, bevor der Pegel korrekt eingestellt ist), funktioniert es in realen Anwendungen sehr
gut, und verhindert zuverlässig verzerrte Aufnahmen.
Bei Stereokanälen ist AutoSet automatisch gekoppelt. AutoSet lässt sich in TM FX oder direkt
am Gerät in den Kanal-Einstellungen aktivieren. Ein Druck auf Encoder 1/2 schaltet AS ein/aus.
42
0 dBFS @
+19 dBu
+13 dBu
Bedienungsanleitung Fireface UFX+ © RME
Headroom
15 dB
9 dB