BETRIEBSANLEITUNG
7.4.1
7.4.2
7.4.2.1
7.4.2.2
90
Unistat®
Extrem heiße/kalte Oberflächen, Anschlüsse und Thermofluid
VERBRENNUNGEN/ERFRIERUNGEN VON GLIEDMASSEN
Je nach Betriebsart können Oberfläche, Anschlüsse und das temperierte Thermofluid extrem
heiß oder kalt sein.
Direkten Kontakt mit den Oberflächen, Anschlüssen und dem Thermofluid vermeiden!
Tragen Sie Ihre persönliche Schutzausrüstung (z. B. temperaturbeständige Schutzhandschuhe,
Schutzbrille).
Der Thermofluidkreislauf wird bei einer aktiven Umwälzung durch Absperrventile abgesperrt
SACHSCHADEN AN DER IM TEMPERIERGERÄT VERBAUTEN UMWÄLZPUMPE
Den Thermofluidkreislauf während einer aktiven Umwälzung nicht durch Absperrventile ver-
schließen.
Temperieren Sie vor dem Stoppen der Umwälzung das Thermofluid auf Raumtemperatur.
Thermofluidkontrolle
Thermofluid wird nicht regelmäßig kontrolliert
VERBRENNUNGEN DURCH REDUZIERTEN SIEDEPUNKT
Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Thermofluid ob es den Spezifikationen auf dem Sicherheitsda-
tenblatt entspricht.
Thermofluid wird nicht regelmäßig kontrolliert
SACHSCHÄDEN AM WÄRMETAUSCHER UND/ODER ELEKTROMECHANISCHEN TEILEN.
Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Thermofluid ob es den Spezifikationen auf dem Sicherheitsda-
tenblatt entspricht.
Oxidation
Durch Oxidation altert das Thermofluid und verändert seine Eigenschaften (z. B. verringerter Sie-
depunkt). Beim Temperieren von hohen Temperaturen kann es, durch den verringerten Siede-
punkt, zum Überlaufen von sehr heißem Thermofluid am >Expansionsgefäß< [18] kommen. Es
drohen Verbrennungen der Gliedmaßen.
Hygroskopie
Beim kontinuierlichen Temperieren unterhalb der Raumtemperatur reichert sich durch Hygrosko-
pie das Thermofluid im Laufe der Zeit mit Wasser an. Ein solches Flüssigkeitsgemisch bringt den
Verdampfer beim Temperieren im Minusbereich zum Platzen. Verantwortlich hierfür ist das im
Flüssigkeitsgemisch befindliche Wasser, das für Bildung von Eiskristallen am Verdampfer sorgt.
Beim Temperieren von hohen Temperaturen mit einem solchen Flüssigkeitsgemisch wird der
Siedepunkt verringert. Beim Temperieren von hohen Temperaturen kann es, durch den verringer-
ten Siedepunkt, zum Überlaufen von sehr heißem Thermofluid am >Expansionsgefäß< [18] kom-
men. Es drohen Verbrennungen der Gliedmaßen.
Thermofluidwechsel
Mischen von unterschiedlichen Thermofluidarten im Thermofluidkreislauf
SACHSCHADEN
Unterschiedliche Thermofluidarten (zum Beispiel Mineralöl, Silikonöl, Synthetiköl, Wasser etc.)
nicht im Thermofluidkreislauf miteinander mischen.
Beim Wechsel von einer Thermofluidart auf eine Andere muss der Thermofluidkreislauf gespült
werden. Es dürfen keine Reste der vorherigen Thermofluidart im Thermofluidkreislauf verblei-
ben.
Extern geschlossene Applikation
Gehen Sie beim Wechsel des Thermofluides wie ab Seite 64 im Abschnitt »Extern geschlossene
Applikation« vor. In diesem Abschnitt sind die Entleerung und die Befüllung beschrieben.
Extern offene Applikation
Gehen Sie beim Wechsel des Thermofluides wie auf Seite 69 im Abschnitt »Extern offene Applikati-
on« beschrieben vor. In diesem Abschnitt sind die Entleerung und die Befüllung beschrieben.
Wartung/Instandhaltung
V2.3.0de/10.01.18//17.12
Kapitel 7