Installation
Wasserdruck
Wasserqualität
Absperrschieber
Der Einbau von Absperrschiebern in
die Vor- und Rücklaufleitung wird
empfohlen.
Rückschlagklappen
Bei RENDAMAX Kessel dürfen
Motorabsperrventile eingesetzt werden.
Durch den Einbau kann ein wasser-
seitiger Kurzschluss über den aus-
geschalteten Kessel verhindert
werden.
Wasserströmungsüberwachung
Die Kessel sind mit einer Wasser-
strömungsüberwachung ausgerüstet.
Diese Überwachung setzt den Kessel
ausser Betrieb, sobald die Wasser-
strömung durch den Kessel unter den
erforderlichen Mindestwert sinkt.
Diese Überwachung erfolgt durch
einen Wasserströmungswächter.
Wasserdruck
Betriebsdruck
Bei einer maximalen Vorlauftempera-
tur von 90 °C und einem minimalen
Wasservolumenstrom gemäss einem
ΔT von 20 K muss der Mindest-
betriebsdruck höher sein als 1,5 bar.
Der Betriebsdruck muss gemessen
werden, während die Pumpe ausser
Betrieb ist. Ist ein niedrigerer Betriebs-
druck erforderlich, muss die maximale
Vorlauftemperatur angepasst werden.
Mindestbetriebsdruck bei Nenn-
durchfluss Q (Empfehlung: 1,8)
Mindest-
betriebsdruck
temperatur
bar
> 1,5
> 1
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Kesselausdehnungsgefäss
Es wird empfohlen, das Kesselaus-
dehnungsgefäss in die Rücklauf-
leitung zwischen Kessel und
Kessel-Absperrschieber einzubauen.
Systemausdehnungsgefäss
Die Grösse dieses Ausdehnungs-
gefässes hängt vom Wasservolumen
des Systems ab. Wir empfehlen die
Anordnung des Systemausdehnungs-
gefässes im Nullpunkt (in der Mitte)
der hydraulischen Weiche.
Wasserdrucküberwachung
Der Sicherheitsventilanschluss ist
auf dem Kesselvorlauf angeordnet.
Vorlauftemperatur
Die höchstzulässige Vorlauftempera-
tur beträgt 90 °C. Bei Überschreiten
dieser Temperatur spricht der
Temperaturwächter (Tx) an. Die
maximale Absicherungstemperatur
beträgt 100 °C und ist durch die
Sicherheitstemperaturbegrenzer-
funktion (STB) gewährleistet. Der
Brenner wird auf Störung geschaltet
und kann erst nach Entriegelung
wieder in Betrieb genommen werden.
Wasserqualität
Die Zusammensetzung und Qualität
des Systemwassers hat direkten
Einfluss auf die Leistung des ge-
samten Systems und die Lebens-
dauer des Kessels. Unsachge-
mässer Einsatz von Chemikalien,
Wasserenthärtern, Sauerstoffbinder,
Be- und Entlüftern und Wasser-
Vorlauf-
filtern erhöhen das Störungsrisiko.
°C
90
80
Korrosionspartikel bestimmter Zusätze
können das System angreifen, wo-
durch Undichtigkeiten entstehen:
Ablagerung von Verunreinigungen
führt durchweg zur Beschädigung der
Kesselwärmetauscher.
Bei der Wasserhärte muss unter-
schieden werden zwischen:
a
Vorübergehender Härte. Diese
wird auch als Karbonathärte be-
zeichnet. Diese Ablagerungen
werden bei höheren Temperaturen
gebildet und lassen sich problem-
los entfernen.
b
Bleibende Härte. Mineralien (z.B.
Kalziumsulfat aus dem Wasser,
die sich in Abhängigkeit von sehr
hohen Oberflächentemperaturen
ablagern.
Die Wasserhärte wird mit "Grad
deutsche Härte" (°d) gekennzeichnet
und hat folgende Einteilung:
sehr weich
ca. 0-3 °dH
weich
ca. 3-9 °dH
mittelhart
ca. 9-14 °dH
hart und sehr hart
mehr als 14 °dH
E
Das System muss mit weichem bis
mittelhartem Wasser gefüllt werden,
d.h. mit einer Wasserhärte von nicht
mehr als 14 °dH bei einer Vorlauf-
temperatur von 80 °C und einem
ΔT von 20 K.
Vor dem Nachfüllen von Wasser sind
grundsätzlich die Härte und die
Zusammensetzung des System-
wassers zu bestimmen. Bei grösseren
Anlagen muss häufig bereits während
der Bauphase ein Kessel in Betrieb
sein. Regelmässig werden dann neue
Gruppen hinzugeschaltet, was wieder-
um mit der Zufuhr von frischem
Wasser verbunden ist. Ferner kommt
es vor, dass aufgrund von Undichtig-
keiten Gruppen abgekoppelt, repariert
und neu gefüllt werden. Unter diesen
Umständen läuft der einzige Kessel,
der in Betrieb ist, häufig bei Volllast,
und es besteht die Möglichkeit der
Kesselsteinbildung.