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nubert ATM Bedienungsanleitung Seite 2

Aktive tuning module
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Das ATM Modul in der Praxis
Manchmal fragen Kunden, die sich für Lautsprecher mit ATM Modul interessieren, ob Nubert-Boxen so wenig Tiefbass
hätten, dass sie die Unterstützung eines ATM Moduls benötigen. Wie immer wieder bestätigt wird, geht aber jede Nubert-
Box „von Haus aus" im Bass ans Limit dessen, was in der jeweiligen Volumenklasse (und der geforderten Präzision)
ohne ATM Modul möglich ist. Und das ist meistens mehr, als andere ähnlich große Boxen vorweisen können. Besitzer der
Kompaktmodelle nuLine 32 oder nuBox 381 stellen mit ATM eine Basstiefe fest, die sie bisher nur von ausgewachsenen
Standlautsprechern kannten.
Wenn das ATM Modul bei den größeren Nubert-Standboxen zum Einsatz kommt, wird der Basszuwachs bei vielen
Musikstücken öfters als „nicht so spektakulär" beschrieben. Je größer die Box, umso geringer scheint der Klang-Tuning-
Effekt auszufallen. Doch was ist des Rätsels Lösung?
Dass ein ATM Modul den Bassbereich noch ein ganzes Stück nach unten erweitert, hat weniger mit Zauberei als mit
angewandter Physik zu tun. So sind alle ATM Module exakt auf ein bestimmtes Boxenmodell abgestimmt. Das heißt,
dass jedes ATM Modul den Frequenzgangverlauf „seiner" Box ganz genau „kennt". Wenn ein Lautsprecher – begrenzt
durch sein Gehäusevolumen – beispielsweise den (recht tiefen) Bass bei 45 Hertz um 6 dB leiser wiedergibt als höhere
Bassfrequenzen, signalisiert das ATM Modul dem angeschlossenen Verstärker, in diesem Bereich so viel mehr Leistung
zur Verfügung zu stellen, bis der Pegelabfall kompensiert ist. Auf diese Weise verschiebt sich zum Beispiel die untere
Grenzfrequenz eines Kompaktlautsprechers wie z. B. der nuLine 32 von 68 auf 42 Hertz (-3 dB), während es der ver-
gleichsweise kleine Standlautsprecher nuLine 82 mit Hilfe des ATM Moduls sogar auf 29 Hertz (-3 dB) bringt. Das sind
Werte, die für die jeweiligen Volumenklassen ohne Vergleich dastehen!
Wenn nun der Zuwachs bei einem Standlautsprecher im Vergleich zu einem Kompaktlautsprecher als geringer emp-
funden wird, liegt das vor allem daran, dass unsere Standlautsprecher bereits von Haus aus die tiefsten Töne der
meisten natürlichen Instrumente authentisch abbilden und deshalb im Normalfall auch ohne ATM Modul auskommen.
Musikstücke mit natürlichen Tönen unterhalb 40 Hertz sind recht selten und müssen schon regelrecht gesucht werden.
Deswegen verwundert es auch nicht, wenn das ATM Modul mit einem Standlautsprecher bei „normaler" Musik keine
große Wirkung zu haben scheint. Schließlich greift es ja nur dann ein, wenn die Box allein nicht weiterkommt – und wo
kein Tiefstbass ist, kann auch keiner wiedergegeben werden.
Um also die Wirkungsweise des ATM Moduls auf einen Standlautsprecher beurteilen zu können, muss man schon – je
nach Lautsprechermodell – eine Musik mit Tönen deutlich unter 60 oder 40 Hertz auswählen. Diese findet man bei
Orgelstücken oder auch bei moderner Popmusik mit ihren künstlich erzeugten Subbässen. Wesentlich leichter zu hören
und deshalb auch eindrucksvoller ist, wie schon erwähnt, der Basszuwachs bei einer Kompaktbox, wie der nuLine 32.
Sie spielt zwar – gemessen am Gehäusevolumen – schon tiefer als die meisten anderen Kompaktlautsprecher, aber
einige natürliche Instrumente erreichen oder unterschreiten diese Grenze. Wenn das ATM Modul hier den Tiefgang noch
deutlich erweitert, empfindet man den Zuwachs als besonders spektakulär. Wer dagegen einen Standlautsprecher mit
ATM betreibt, betritt die exklusive Welt der echten Subbässe. Wer diese „körperlich fühlbaren" Tiefbässe schon erlebt
hat, dem fällt es schwer, wieder darauf zu verzichten...
In der Praxis ebenfalls wichtig: Mit der Einstellung des BASS/EQ-Reglers rechts der Mitte ist ein „massiveres" Klangbild
zu erzielen als man es mit typischen Klangreglern an Verstärkern erreicht. Das kann bei größeren Lautstärken sehr
beeindrucken, aber noch sinnvoller ist diese Einstellung fürs Leisehören! Das menschliche Ohr nimmt nämlich die Bässe
bei kleinen Lautstärken deutlich schwächer wahr, was mit der BASS/EQ-Stellung MAX sinnvoll kompensiert wird.
Übersicht über das ATM Modul
Regler zur
Regler zur
Einstellung
Einstellung
des Mitten­/
des Tiefton­
Hochton­
bereichs;
bereichs;
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Abb. 1: Front- und Rückansicht des ATM Moduls
Schalter zur
zweifarbige
Anwahl der
Leuchtdiode
Quellgeräte
zeigt den
und zum
Betriebszu­
Abschalten
stand des
des Moduls;
Moduls an;
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Buchse
Schiebe­
für Netzteil;
schalter zur
Seite 6
Auswahl der
Betriebszu­
stände ON
oder AUTO;
Seite 6
2
Eingangs­
Ausgangs­
buchsen zum
buchsen zum
Anschluss der
Anschluss
Quellgeräte;
eines End­
Seite 4
oder Vollver­
stärkers;
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