Betriebsanleitung
Sicherheits-Sensor
Leitungsauslegung bei serieller Diagnose
Bei der Verdrahtung von SD-Geräten bitte die Spannungs-
abfälle auf den Leitungen und die Strombelastbarkeit der
einzelnen Komponenten beacheten.
Die am Sicherheits-Sensor angeschlossene Leitung darf eine Leitungs-
kapazität von 50 nF nicht überschreiten.
Normale ungeschirmte Steuerleitungen LIYY 0,25 mm
haben je nach Verseilaufbau bei 30 m Länge eine Leitungskapazität
von ca. 3 ... 7 nF.
5. Wirkprinzipien und Codierung
5.1 Arbeitsweise der Sicherheitsausgänge
Die Sicherheitsausgänge können direkt zur Verschaltung im sicher-
heitsrelevanten Teil der Anwendersteuerung genutzt werden. Das Öff-
nen einer Schutztür, d.h. das Entfernen des Betätigers aus der aktiven
Zone des Sensors führt zur sofortigen Abschaltung der Sicherheitsaus-
gänge (Schaltabstände siehe Technische Daten).
Fehler, die die sichere Funktion eines Sensors nicht augenblicklich
gefährden (z.B. zu hohe Umgebungstemperatur, Sicherheitsausgang
an Fremdpotential, Querschluss) führen zu einer Warnmeldung, dem
Abschalten des Diagnoseausgangs und der verzögerten Abschaltung
der Sicherheitsausgänge. Die Sicherheitsausgänge schalten ab, wenn
die Fehlerwarnung 30 Minuten ansteht.
Die Signalkombination, Diagnoseausgang abgeschaltet und Sicher-
heitsausgänge noch eingeschaltet kann eingesetzt werden, um die
Maschine in eine geordnete Halteposition zu fahren.
Nach der Behebung des Fehlers wird die Fehlermeldung durch das
Öffnen der zugehörigen Schutztür und erneutes Schließen quittiert.
Die Sicherheitsausgänge schalten ein und geben die Anlage erneut frei.
Bei Geräten mit serieller Diagnose kann die Fehlerquittierung durch
Setzen / Löschen eines Bits im Aufruftelegramm erfolgen.
5.2 Codierung
Standardcodierte Sicherheits-Sensoren sind im Auslieferungszustand
betriebsbereit.
Individuell codierte Sicherheits-Sensoren und Betätiger werden nach
folgendem Ablauf aneinander angelernt:
1. Sicherheits-Sensor mit Spannung versorgen.
2. Betätiger in den Erfassungsbereich bringen. Lernvorgang wird am
Sicherheits-Sensor signalisiert, rote LED leuchtet, gelbe LED blinkt (1 Hz).
3. Nach 10 Sekunden fordern kürzer taktende Blinkimpulse (3 Hz) das
Abschalten der Betriebsspannung des Sicherheits-Sensors. (Erfolgt
innerhalb von 5 Minuten keine Abschaltung, bricht der Sicherheits-
Sensor den Lernvorgang ab und meldet durch 5-maliges rotes
Blinken einen falschen Betätiger).
4. Nach dem nächsten Einschalten der Betriebsspannung muss der
Betätiger erneut erfasst werden, um den angelernten Betätigercode
zu aktivieren. Der aktivierte Code wird damit endgültig gespeichert!
Bei Bestelloption -I1 ist die so getroffene Zuordnung von Sicherheits-
Sensor und Betätiger irreversibel.
Bei Bestelloption -I2 kann der Vorgang zum Anlernen eines neuen
Betätigers unbegrenzt häufig wiederholt werden. Beim Anlernen eines
neuen Betätigers wird der bisherige Code ungültig. Im Anschluss daran
gewährleistet eine zehnminütige Freigabesperre einen erhöhten Mani-
pulationsschutz. Die grüne LED blinkt bis die Zeit der Freigabesperre
abgelaufen und der neue Betätiger erfasst wurde.
Bei Spannungsunterbrechung während des Zeitablaufs startet die
10 Minuten Schutzzeit anschließend wieder neu.
6. Diagnosefunktionen
6.1 Arbeitsweise der Diagnose-LED´s
Der Sicherheits-Sensor signalisiert seinen Betriebszustand, aber auch
Störungen dreifarbig über LED´s in den Seitenflächen des Sensors.
Die grün leuchtende LED signalisiert die Betriebsbereitschaft. Die Ver-
sorgungsspannung liegt an. Die gelbe LED signalisiert einen Betätiger
im Erfassungsbereich. Befindet sich der Betätiger im Grenzbereich des
2
bis 1,5 mm
2
Sensorschaltabstandes, wird dies durch Blinken angezeigt.
Das Blinken kann genutzt werden, um eine Änderung des Abstandes
zwischen Sensor und Betätiger frühzeitig zu erkennen (z.B. das Ab-
sinken einer Schutztür). Die Installation sollte überprüft werden, bevor
sich der Abstand weiter erhöht, die Sicherheitsausgänge ausschalten
und die Maschine stoppt. Wird ein Fehler erkannt, wird die rote LED
eingeschaltet.
Blinkcodes Diagnose-LED's
LED-Anzeige (rot)
1 Blinkpuls
2 Blinkpulse
3 Blinkpulse
4 Blinkpulse
5 Blinkpulse
Dauerrot
6.2 Arbeitsweise des konventionellen Diagnoseausgangs
Ergänzend signalisiert ein Diagnoseausgang den Betriebszustand
(siehe Tabelle 1). Seine Signale können in einer nachgeschalteten
Steuerung genutzt werden.
Der kurzschlussfeste Diagnoseausgang kann für zentrale Anzeigen
oder nicht sicherheitsrelevante Steuerungsaufgaben z.B. in einer SPS
herangezogen werden. Er gibt den Schaltzustand entsprechend der
Tabelle 1 wieder.
Fehler
Fehler, die die Funktion des Sicherheits-Sensors nicht mehr gewähr-
leisten (interne Fehler), führen zur Abschaltung der Sicherheitsaus-
gänge innerhalb der Risikozeit. Ein Fehler, der die sichere Funktion
des Sicherheits-Sensors nicht augenblicklich gefährdet (Querschluss,
Temperaturfehler, Sicherheitsausgang, Kurzschluss gegen + 24 VDC),
führt zur verzögerten Abschaltung (siehe Tabelle 2).
Nach der Behebung des Fehlers wird die Fehlermeldung durch das
Öffnen der zugehörigen Schutztür quittiert.
Fehlerwarnung
Wie die gelbe LED kann auch der Diagnoseausgang zur Erkennung
von Abstandsänderungen zwischen Sensor und Betätiger verwendet
werden. Ein anstehender Fehler führt zur Abschaltung des Diagnose-
ausgangs. Die Sicherheitsausgänge schalten max. 30 Minuten nach
Anstehen des Fehlers ab. Die Signalkombination "Diagnoseausgang
abgeschaltet" und "Sicherheitsausgänge noch eingeschaltet" kann
eingesetzt werden, um die Maschine in eine geordnete Halteposition zu
fahren.
DE
RSS 36
Fehlerursache
Fehler an Ausgang Y1
Fehler an Ausgang Y2
Querschluss Y1/Y2
zu hohe Umgebungstemperatur
falscher oder defekter Betätiger
interner Fehler
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