NIEMALS DIE BREMSGRIFFE LOSLASSEN!
Im beschleunigten Flug anzubremsen kostet nicht nur sehr viel Leistung, sondern erhöht (im
Gegensatz zum unbeschleunigten Flug) die Anfälligkeit für Klapper!
g. Die Landung
Der RISE ist einfach zu landen. Aus einem geraden Endanflug gegen den Wind lässt man den
Gleitschirm mit zunehmendem Anbremsen ausgleiten und richtet sich auf. Kurz vor
Bodenkontakt zieht man die Bremsen ganz durch bis der Schirm komplett abgefangen ist. Bei
starkem Gegenwind bremst man entsprechend schwächer. Landungen aus Kurven heraus und
schnelle Kurvenwechsel vor der Landung sind wegen der damit verbundenen
Pendelbewegungen zu vermeiden.
Achtung: Nach dem Aufsetzen am Boden ist ein Überschiessen und Aufprallen der Kappe vor
dem Piloten zu vermeiden, da dies ein Platzen der Zellwände zur Folge haben kann.
(Papiertüteneffekt).
h. Windenschlepp
Beim Windenschlepp mit dem RISE ist darauf zu achten, dass der Gleitschirm vor dem Start
senkrecht über dem Piloten steht. In der Startphase soll nicht mit zu großem Zug geschleppt
werden, damit der Pilot im flachen Winkel vom Start wegsteigt. Schleppleinenzug über 90 kp
ist nicht zulässig. In jedem Fall darf der maximale Zug auf der Schleppleine nicht höher als das
Körpergewicht des Piloten sein.
In Deutschland zugelassen ist Windenschlepp mit dem Gleitschirm prinzipiell nur, wenn der
Pilot einen Befähigungsnachweis für Windenschlepp, der Windenfahrer einen
Befähigungsnachweis für Winden mit Berechtigung für Gleitschirmschlepp besitzt der
Gleitschirm schlepptauglich ist, sowie Winde und Schleppklinke eine Musterzulassung, die sie
als geeignet für Gleitschirmschlepp ausweist. Grundsätzlich sind die örtlich geltenden
Vorschriften zu beachten und nur mit einem erfahrenen Schleppteam und geeignetem
Material zu schleppen.
i. Einseitige Klapper und Frontale Klapper
Wie bei jedem anderen Gleitschirm, so können auch beim RISE stärkere Turbulenzen zum
Einklappen der Fläche führen. Grundsätzlich öffnet der RISE Klapper selbständig. Trotzdem
sollten wie bereits unter dem Kapitel "aktives Fliegen" beschrieben, sofort beide Bremsen
leicht angezogen werden. Das Wiederöffnen wird unterstützt, indem man die Drehbewegung
der Kappe durch Gegensteuern stabilisiert, und auf der eingeklappten Seite langsam und
dosiert die Bremse tiefer zieht, bis diese Seite wieder öffnet. Beim Gegenbremsen zur
Stabilisierung des Wegdrehens ist zu beachten, dass der Steuerweg im Gegensatz zum nicht
eingeklappten Schirm kürzer ist. Daher wird ein dosiertes Gegenbremsen empfohlen, um einen
Strömungsabriss auf der gesunden Seite zu vermeiden. Klappt der Schirm während man
beschleunigt, löst man zuerst den Beschleuniger, um die Stabilisierung und das Wiederöffnen
der Kappe zu unterstützen. Das Wiederöffnen unterstützt man nun so wie oben bereits
beschrieben.
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