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Gira KNX RF Multi Systemdokumentation Seite 32

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Physikalische Grundlagen
Elektrisch leitfähige Materialien mit einer hinreichenden Stärke können von elektromagnetischen
Wellen nicht durchdrungen werden. Metallanteile in Gebäuden, z. B. Einrichtungsgegenstände oder
Stahlarmierungen im Beton (siehe Bild 16), aber auch Designrahmen aus Metall oder Designteile mit
metallhaltigen Lackierungen wirken daher abschirmend. Abschirmungen aus Metall können auch
ganz bewusst dazu verwendet werden, um einen Bereich von Funkwellen freizuhalten.
Bild 16: Funkschatten in einem Gebäude durch Metallteile
Funkwellen erreichen einen Empfänger sowohl auf dem direkten Weg (Luftlinie) als auch über
Umwege (Mehrwegeausbreitung). Solche Umwege entstehen durch Reflexion der Funkwellen an
Grenzschichten zu anderen Materialien, z. B. an den Oberflächen von Wänden oder Decken. Am Emp-
fänger treffen dann Funkwellen einer identischen Quelle mit unterschiedlicher Phasenlage ein. In vie-
len Fällen ist die reflektierte Funkleistung zu gering, um den direkten Weg der Funkwelle nennenswert
zu beeinflussen.
Ein Empfänger kann dann das Signal des Senders störungsfrei empfangen (siehe Bild 17).
Bild 17: Interferenz beim Empfänger wirkungslos
Im ungünstigen Fall überlagern sich die direkt und über Reflexion empfangenen Wellen jedoch
ungünstig am Zielort, wodurch sich ein Signal ergibt, das Empfänger nicht mehr zuverlässig auswer-
ten können (siehe Bild 18). Die positive wie negative Überlagerung von gleich gerichteten Funkwellen
wird auch als Interferenz bezeichnet.
Bild 18: Interferenz beim Empfänger verhindert Empfang
In der Praxis können Reflexions- und Interferenzeffekte häufig schon durch leichte Änderung des Ins-
tallationsorts oder der Installationsumgebung beseitigt werden.
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