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Gira KNX RF Multi Systemdokumentation Seite 14

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Der beschriebene Effekt ist systembedingt und kann besonders dann problematisch sein, wenn in
einer KNX Anlage zwei oder mehr Medienkoppler vorhanden sind. Liegen die Medienkoppler zuein-
ander nicht in ihrer Funkreichweite, können diese nicht erkennen, ob ein anderer Medienkoppler
bereits ein Gruppentelegramm aussendet. Die KNX Teilnehmer in den verschiedenen RF-Linien kön-
nen räumlich jedoch so positioniert sein, dass diese in den Überlappungsbereichen der RF-Domänen
der Koppler liegen. Folglich empfangen die Teilnehmer die kollidierenden Telegramme mehrerer Medi-
enkoppler (siehe Bild 2). Bereits bei der Planung einer KNX RF Anlage muss dieser Umstand berück-
sichtigt werden.
Fall 1
OK
Bild 2: Korrekte Anordnung von Repeatern und/oder Medienkopplern
• Sind in einer Anlage einige Bereiche stark RF-seitig voneinander isoliert (siehe Bild 2, Fall 2), bei-
spielsweise einzelne Etagen in einem Haus mit Stahlbetondecken oder Fußbodenheizung und be-
finden sich in jedem dieser Bereiche viele Geräte, ist eine Anbindung über weitere Medienkoppler
und RF-Linien sinnvoll.
• Falls zwei oder mehr Medienkoppler verwendet werden, muss bei der räumlichen Anordnung dar-
auf geachtet werden, dass sich entweder alle Medienkoppler gegenseitig empfangen können (siehe
Bild 2, Fall 1) oder aber die Empfangsbereiche der beiden Medienkoppler vollständig voneinander
getrennt sind (siehe Bild 2, Fall 2).
• Falls zwei Repeater für einen Kommunikationsmodus verwendet werden, muss bei der räumlichen
Anordnung darauf geachtet werden, dass sich entweder beide Repeater gegenseitig empfangen
können (siehe Bild 2, Fall 1) oder aber die Empfangsbereiche der beiden Repeater vollständig von-
einander getrennt sind (siehe Bild 2, Fall 2).
Bei KNX TP (TP = engl. Twisted Pair / dt. verdrilltes Adernpaar) wird der Buszugriff eines Teilnehmers
durch das CSMA/CA-Verfahren (engl. Carrier Sense Multiple Access/Collision Avoidance / dt. Mehr-
fachzugriff mit Trägerprüfung und Kollisionsvermeidung) gesteuert.
Durch dieses Buszugriffsverfahren werden Telegrammkollisionen vermieden. Zudem werden empfan-
gene Telegramme durch jeden adressierten TP-Busteilnehmer bestätigt (Telegrammbestätigung durch
LinkLayer-Confirm: Ack, Busy, Nack). Hierdurch können Sender von KNX Botschaften erkennen, ob
potentielle Empfänger die Nachricht verstanden haben oder ob Telegrammwiederholungen aufgrund
von Übertragungs- oder Verarbeitungsfehlern notwendig sind.
Fall 2
OK
Sender
Steuerung des Medienzugriffs
Fall 3
Schlecht
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