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Montageanleitung Holzpellet–Heizkessel PL–M 15 und PL–M 20 14. April 2008...
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Wichtig! Diese Montageanleitung enthält wichtige Informationen für den Betreiber. Der Kessel muss fachgerecht installiert und betrieben werden, um mögliche Störungen zu vermeiden. Machen Sie sich mit dem Inhalt dieser Anleitung vor der Installation und der Inbetriebnahme des Kessels vertraut. Beachten Sie unbedingt auch die regionalen behördlichen Vorschriften, sie können ganz oder teilweise von den in dieser Anleitung genannten Vorgaben abweichen.
1 Montageanleitung Pellet–Heizkessel 1.1 Anlieferung Der KÜNZEL–Pellet–Heizkessel sowie der Zwischenbunker mit Saugfördereinrichtung wird in umwelt- freundliche PE–Folie eingeschweißt auf einer Einwegpalette mit beiliegendem Schaltfeld und Saugzug- gebläse angeliefert. Dem Pellet–Heizkessel sind beigefügt: • 1 Gewährleistungskarte • 1 Reinigungsbürste • 15 kg Pellets 1.2 Bestimmungsgemäßer Einsatz Dieser Pellet–Heizkessel ist für den Betrieb an offenen oder geschlossenen Warmwasser–...
• Die Installation des Kessels (Heizungsanlage, Elektroanschluss, sicherheitstechnische Ausrü- stung) muss dem jeweiligen aktuellen Stand der Technik entsprechen. • Wenn die Heizungsanlage mit mehr als 100 ◦ C Vorlauftemperatur betrieben wird, ist die Kesselan- lage bei der zuständigen Gewerbeaufsicht gemäß DampfkV anzeigepflichtig. •...
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Um den Kesselkörper besser tragen zu können, befinden sich an der rechten und der linken Kesselseite jeweils zwei Muffen, in die 1 Zoll Rohrenden eingeschraubt werden können. Kessel und Pelletbunker lassen sich vor Ort problemlos zusammenzustellen: 1. Stellen Sie den Pelletkessel auf. 2.
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5. Führen Sie das Kabel für 6. und schließen Sie den die Dosierschnecke durch die Schneckenmotor an. Öffnung unter den Bunker 7. Die Revisionsöffnung kann 8. und verschraubt werden nun verschlossen...
9. Stecken Sie die Vorderwand 10. Klappen Sie die Wand an der Verkleidung so in die und schrauben Sie sie fest. Montageschlitze, dass der Schalter wie auf dem Foto anliegt. Nach dem Aufstellen sollten die Brennerteile und Turbulatoren auf korrekten Sitz geprüft werden. Ab- bildungen hierzu finden Sie in der Betriebsanleitung für den PL-M.
Abbildung 2: Steckdrossel im Gebläseaustritt EN 1856-2:2004 ein Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen von 40cm einzuhalten. Wir empfehlen den Einsatz von isolierten Verbindungsstücken. Die zur Schornsteinberechnung notwendigen Werte entnehmen Sie bitte den technischen Daten in Kapi- auf Seite 37. Berechnete Schornsteindurchmesser, die kleiner sind als der Rauchstutzen des Kessels, sind nicht zulässig.
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Abbildung 3: Das Saugzuggebläse • Ein Sicherheitsventil mit einem maximalen Ansprechdruck von 3 bar an der höchsten Stelle des Wärmeerzeugers • Ein Thermometer und ein Manometer Achtung: Es dürfen nur bauteilgeprüfte Produkte eingesetzt werden Wir empfehlen, die Heizungsanlage nach einem Anlagenbeispiel aus Kapitel auf Seite auszuführen.
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Abbildung 4: Der Schornsteinanschluss Abbildung 5: Beispiel–Anschluss von Vor–und Rücklauf...
1.5.2 Rücklaufanhebung Die KÜNZEL–Pellet–Heizkessel dürfen nur mit einer Rücklaufanhebung betrieben werden. In Anlagen ohne Pufferspeicher und mit geringem Wasservolumen ist ein 4–Wege–Mischer hinreichend. Für Anla- gen mit Pufferspeicher oder mit großem Wasservolumen ist das Thermomix–Ventil von KÜNZEL (Art. Nr. 150218) erforderlich. Abbildung 6: Thermomix–Ventil Funktionsschema Das Künzel Thermomix–Ventil ist eine selbsttätig arbeitende Rücklaufanhebung, die keine Fremdenergie benötigt.
Abbildung 7: Anlagenschema (Beispiel) 1. Kaltstartphase: Kesselvor– und Heizungsrücklauf sind kalt (weniger als 63 ◦ C). Das Thermomix arbeitet im Bypassbetrieb, der Heizungsrücklauf ist geschlossen. 2. Mischphase: Der Kesselvorlauf ist wärmer als 63 ◦ C. Aus dem Heizungsrücklauf wird soviel kaltes Wasser beigemischt, bis die Rücklauftemperatur zum Kessel 63 ◦...
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Abbildung 10: Der Mischer in einer Zwischenstellung Der Mischer D 25 S wird von KÜNZEL für zwei Funktionen eingesetzt: 1. Als Umschaltventil 2. Als Heizungsmischer Das Umschaltventil hat in den Systempaketen von KÜNZEL die Aufgabe, die Wasserkreisläufe des Holzkessels und eines Öl– oder Gaskessels hydraulisch voneinander zu trennen. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Systeme sich gegenseitig hydraulisch beeinflussen.
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Abbildung 11: Der Mischer D 25 S Abbildung 12: Der Mischer zerlegt Achtung: Vergewissern Sie sich vor dem Einbau des Mischers von der richtigen Stellung des Mischerkükens, da es sonst zu Fehlfunktionen der Anlage kommen kann (s. hierzu Abb. 13). Abbildung 13: Kontrolle des Mischerkükens Das Küken des Mischers kann um 360 ◦...
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Abbildung 14: Einbaulagen Im Lieferzustand hat der Mischer die Einbaulage nach Abbildung 14-1. Stellung 0 öffnet den linken und den unteren Stutzen und schließt den rechten. Stellung 10 schließt den unteren und öffnet den linken und den rechten Stutzen. Es entsteht ein gerader Durchfluss. Um die Einstellung nach Abbildung 14-2 zu erreichen, muss die Skala gewendet werden.
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Durch Drehen des Mischerkükens in eine der oben beschriebenen Positionen kann der Mischer an alle Einbaulagen angepasst werden. Der Stellmotor der Baureihe NR24 Abbildung 15: Der Mischermotor NR24 Abbildung 16: Der Mischer mit Antriebsstutzen und Halteschrauben...
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Abbildung 17: Der Mischermotor fertig montiert Der Motor hat einen Stellwinkel von 90 ◦ und befindet sich im Lieferzustand in der Mittelstellung. Bringen Sie den Heizungsmischer nach der richtigen Einstellung des Mischerkükens in die Mittelstel- lung, demontieren Sie den Handbetätigungshebel und montieren Sie nun den Antriebsstutzen und die Halteschraube an den Mischerkörper.
• Nach der Energiesparverordnung EnEV 2007 ist vor Ort ein hydraulischer Abgleich durchzufüh- ren. 1.6.1 Zirkulationspumpen–Steuerung Abbildung 18: Die Zirkulationspumpensteuerung ZPS (Artikel–Nr. 140016) Haben Sie auch ein schlechtes Gewissen, wenn Sie an den Energieverlust Ihrer Warmwasserzirkulation denken, und wünschten sich, die Pumpe nur kurz vorm Händewaschen oder Duschen ein– und danach wieder auszuschalten? Das ist jetzt möglich! Sogar mit Ihrem Wasserhahn als Fernbedienung –...
Abbildung 19: Das Funktionsprinzip der ZPS einen längeren Zeitraum. Die Antibakterienschaltung bewirkt, dass das Wasser in der Leitung bei Nichtbenutzung in größeren Zeitabständen umgewälzt wird, damit es nicht faulen kann. Technische Daten ZPS Stromversorgung: 23O V – 50 Hz Absicherung: T 2,5 A max.
1.7 Elektroanschluss 1.7.1 Allgemeines • Den Elektroanschluss muss ein zugelassener Elektriker durchführen. • Es ist ein FI–Schalter vorzusehen. • Der Elektroanschluss des Kessels ist mit max. 10 A abzusichern • Im Kessel dürfen nur temperaturbeständige Silikonkabel verlegt werden! Kein PVC–Kabel ver- wenden.
Das Schaltfeld wird anschließend wieder in die Schaltfeldaufnahme geschoben, bis es sicher auf seinen Fassonstiften sitzt. 1.9 Fühler 1.9.1 Pufferfühler Wird der PL an einer Heizungsanlage mit Pufferspeicher betrieben, müssen die Pufferfühler angeschlos- sen werden. Bitte beachten Sie auch die Hinweise in der Schaltfeldanleitung. oberer Pufferfühler: rot unterer Pufferfühler: blau Wird kein Pufferspeicher eingesetzt, entfällt der Anschluss der Pufferfühler.
2 Montageanleitung externe Pelletbefüllung Wir bieten Ihnen unterschiedliche Silo– und Fördersysteme für den Einbau in bauseits errichtete Pellet- lagerräume an. Angaben über die Auslegung des Pellet–Lagerraumes entnehmen Sie bitte unserer Planungsmappe oder einschlägiger Literatur. Es wird dringend empfohlen, eine Prallmatte vorzusehen. Abgeschlage- ne Mauer–oder Putzteile können in der Pelletszuführung und dem Brenner Schäden verursachen, die NICHT unter die Garantie fallen! 2.1 Saugförderer...
Der maximale Höhenunterschied, der mit dem Saugförderer überbrückt werden kann, liegt bei 4 Metern, wobei höchstens 3 Meter senkrecht in einem Stück verlaufen dürfen. Die Schläuche sind nur für Innenräume und eine Temperatur bis +60 ◦ C geeignet, daher dürfen sie weder an unisolierten Heizungsrohren noch am Abgasrohr anliegen.
Hier gelten die gleiche Bedingungen für die Verlegung des Schlauches wie im vorigen Kapitel (Saugför- derung aus Bunkerraum). Die Pellets–Saugentnahme (Zubehör) wird am Auslass des Sacksilos mit den mitgelieferten Schlauch- schellen befestigt. 2.2 externe Schnecke 2.2.1 starre Förderschnecke aus bauseits erstelltem Silo Die Steuerung der Schnecke erfolgt über das Schaltfeld und das Modul MM600.
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Besonders am Einfüllstutzen muss der Füllschlauch möglichst senkrecht verlegt werden (max. 40 ◦ weichung von der Senkrechten, siehe Abb.). Ansonsten könnte der Schlauch verstopfen, was langwierige und unnötige Reparaturarbeiten nach sich zieht. Abbildung 26: richtige Montage der Förderschnecke Abbildung 27: richtige Montage der Förderschnecke (hier: am PL) Die starre, 3 Meter lange Schnecke kann beliebig gekürzt werden, solange der Winkel von 30–50 ◦...
Abbildung 28: Auslasswinkel der starren Schnecke 2.2.2 flexible Förderschnecke aus Pelletlagerraum Die Steuerung der Schnecke erfolgt über das Schaltfeld und das Modul MM600. Bauseits ist ein Stro- manschluss 3–Phasen 400 Volt 3 X 16 Ampere vorzusehen. Die Schnecke fördert ca. 2 kg Pellets pro Minute, je nach Brennstoffqualität.
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Abbildung 30: externe Förderschnecke Je nach den Maßen des Pelletlagerraumes ist eine unterschiedliche Anzahl von Einlasstrichtern erforder- lich. Bitte beachten Sie, dass ein Lagerraum niemals vollständig entleert werden kann, weil die Pellets in der Regel in einem Schüttwinkel von ca. 45 ◦...
2. Befüll– und Entlüftungsstutzen 50 mm (Artikel–Nr.:100060), 200 mm (Artikel–Nr.:100061), 500 mm (Artikel–Nr.:100062), 500 mm mit Erdungslasche (Artikel–Nr.:100067), 1000 mm mit Erdungslasche(Artikel–Nr.:100063) ◦ ◦ 3. Bogen für Befüll– und Entlüftungsleitung 5 (Artikel–Nr.:100070), 15 (Artikel–Nr.:100071), ◦ (Artikel–Nr.:100072), 45 ◦ (Artikel–Nr.:100073), 60 ◦...
3 Systemvorschläge für den PL 3.1 Systempaket PL2 Pellet–Heizkessel mit Brauchwasserbereiter und Pufferspeicher Der Anlagenvorschlag nach Systempaket PL2 ermöglicht den Bau einer einfachen, günstigen und platz- sparenden Pellet–Heizungsanlage mit geregeltem Brauchwasserspeicher und Pufferspeicher. Bei dieser Anlage reicht ein 4–Wege–Mischer als Rücklaufanhebung nicht aus. Es ist daher das Thermomix–Ventil vorzusehen.
3.2 Systempaket PL3 Pellet–Heizkessel mit Kombipuffer Der Anlagenvorschlag nach Systempaket PL3 ermöglicht den Bau einer einfachen, günstigen und platz- sparenden Pellet–Heizungsanlage mit Kombipufferspeicher und ungeregeltem Brauchwasserbereiter. Bei dieser Anlage reicht ein 4–Wege–Mischer als Rücklaufanhebung nicht aus. Es ist daher das Thermomix– Ventil vorzusehen.
3.3 Systempaket PL4 Pellet–Heizkessel mit solarunterstützter Brauchwasserbereitung Der Anlagenvorschlag nach Systempaket PL4 ermöglicht den Bau einer einfachen, günstigen und platz- sparenden Pellet–Heizungsanlage mit solarunterstützter Brauchwasserbereitung. Der PL darf nur mit einer Rücklaufanhebung betrieben werden. Der 4–Wege–Mischer [37] dient gleich- zeitig als Rücklaufanhebung und als Heizungsmischer und schützt Ihren Kessel so vor Korrosion. Die Regelung des PL, des Brauchwasserspeichers und des 4–Wege–Mischers erfolgt über die optional in den PL zu integrierende Außentemperatursteuerung.
3.4 Systempaket PL5 Pellet–Heizkessel mit solarer Heizungsunterstützung Der Anlagenvorschlag nach Systempaket PL5 ermöglicht den Bau einer einfachen, günstigen und platz- sparenden Pellet–Heizungsanlage mit solarer Heizungsunterstützung und ungeregeltem Brauchwasser- bereiter. Bei dieser Anlage reicht ein 4–Wege–Mischer als Rücklaufanhebung nicht aus. Es ist daher das Thermomix–Ventil vorzusehen.
3.5 Systempaket PL1 Pellet–Heizkessel mit Brauchwasserbereiter Der Anlagenvorschlag nach Systempaket PL1 ist nur bedingt zu empfehlen, da in dieser Anlage kein Puf- ferspeicher vorhanden ist, der für einen umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb unumgänglich ist. Der PL darf nur mit einer Rücklaufanhebung betrieben werden. Der 4–Wege–Mischer [37] dient gleich- zeitig als Rücklaufanhebung und als Heizungsmischer und schützt Ihren Kessel so vor Korrosion.