2.
Grundlagen Umkehrosmoseanlagen
2.1
Prinzip der Umkehrosmose
Die Osmose ist ein Vorgang, auf dem fast alle natürlichen Stoffwechselvorgänge beruhen.
Trennt man in einem System zwei Lösungen unterschiedlicher Konzentration durch eine
halbdurchlässige (semipermeable) Membran, hat die höher konzentrierte Lösung immer das
Bestreben, sich zu verdünnen.
Dieser Vorgang (Osmose) dauert so lange, bis das osmotische Gleichgewicht erreicht ist.
Bei dem Verfahren der Umkehr-Osmose wird die Richtung des osmotischen Flusses umge-
kehrt. Zu diesem Zweck muss auf die konzentrierte Lösung Druck ausgeübt werden.
Dieser Druck muss deutlich größer sein als der osmotische Druck, der durch den natürlichen
Konzentrationsausgleich entsteht.
konzentrierte
Lösung
Bei Wasseraufbereitungsanlagen, die
nach dem Prinzip der Umkehr-Osmose
arbeiten, werden synthetische Membra-
nen eingesetzt. Diese Membranen sind
für die Wassermoleküle durchlässig. Die
in dem Wasser gelösten Inhaltsstoffe
werden von den Membranen weitge-
hend zurückgehalten. Die „konzentrierte
Lösung" (z. B. Trinkwasser oder Prozess-
wasser) überströmt mit Hochdruck diese
Membran.
Dadurch erfolgt die Trennung dieser
Lösung in einen Teilstrom mit Wasser, in
dem sich die zurückgehaltenen Inhalts-
stoffe (Konzentrat) befinden.
osmitischer
Druck
reines Wasser
Osmose
Druck
konzentrierte
Lösung
Umkehrosmose
Gelöste Salze
Wasser
Druck
Salzkonzentration
Abstand von der Membran
Grundlagen Umkehrosmoseanlagen
reines Wasser
Membran
Reinwasser
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