Ergebnisse und deren Interpretation
Nach 24-26 Stunden schalten Sie den Feuchtestift ein, stellen Sie mit Hilfe der [SELECT] – Taste den Pfeil auf der Anzeige
in die [ AIR RH ] Position ein und lesen Sie das Ergebnis von der Anzeige ab (lesen Sie das Ergebnis ohne dabei den
Feuchtestift herauszunehmen ). Wenn die angezeigten Werte den Wert 75 % r.F. nicht überschreiten bedeutet dies, dass die
Oberfläche trocken ist. Alle angezeigten Werte zwischen 75 % und 85 % sollte man als Ergebnisse im zulässigen Bereich
betrachten. Werte die über 85 % liegen, werden als " Nass " interpretiert, d.h. die Oberfläche ist nass.
6.2 Feuchtebestimmung vom Putz
Die Feuchtebestimmung von Putz wird aus dem Grund durchgeführt, um zu erfahren, ob die Wand für einen
Anstrich ausreichend trocken ist. Um die Messung durchzuführen sollte ein 30 x 30 Bereich mit einer Folie
abgeklebt werden (Bild 6.2) und für zirca 24 Stunden an der Wand bleiben. In dieser Zeit erfolgt der
Feuchteausgleich im abgeklebten Bereich. Mit Hilfe der
[ BUILD.MAT. ] Position stellen dann die Folie durchstechen und
die Nadeln des Feuchtestiftes in den Putz hineinstehen. Bei einem
Ölfarbenanstrich sollten die angezeigten Werte unter 17,0 liegen,
was mit der Meldung DRY verdeutlicht wird. Bei Anstrichen mit Emul-
sionsfarben dürfen die Werte bis 20,0 angezeigt werden. Diese Ober-
grenze wird mit der Meldung DRY oder in Abwechslung DRY und
WET als Blinksignal verdeutlicht. Alle Werte die über 20,0 liegen
deuten darauf hin, dass die Oberfläche nass ist und einer zusätzli-
chen Trocknungszeit erfordert.
6.3 Temperaturbestimmung an der Oberfläche
Unter Normalbedingungen wird die Oberflächentemperatur mit Hilfe von Termometern die mit dafür vorgesehenen
speziellen Fühlern ausgestattet sind vorgenommen. Das PCE-HGP ermöglicht eine orientierende Messung der
Temperatur. Man geht folgendermassen vor: Nachdem mit Hilfe der Taste [SELECT] die Funktion [AIR TEMP]
voreingestellt wurde, sollte die Fühlerschutzkappe um die Hälfte herausgezogen werden, der Stift mit dem LCD -
Display nach unten zur der untersuchten Oberfläche aufgelegt werden. Von Zeit zu Zeit (z.B. alle 10 min) den Stift
umdrehen und das Ergebnis ablesen. Die Ableseprozedur solange wiederholen bis ein unveränderbarer Wert
angezeigt wird. Dieser unveränderliche Wert sollte als der ungefähre Temperaturwert interpretiert werden. In
Wirklichkeit ist dies die Lufttemperatur im Abstand zum Boden von 1 cm. Über die Temperatu r lässt sich feststellen
wieweit man von der Taupunkttemperatur entfernt ist, d.h. wie hoch die Gefahr der Taubildung ist. ( Siehe, Pkt. 6.
4 Bestimmung des Taupunktes ).
6.4 Bestimmung des Taupunktes
Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur bei der das Wasser, das in der Luft enthalten ist, sich zu kondensieren
anfängt und verschiedene Aggregatzustände annimmt. Die Taupunkttemperatur wird umso höher, je feuchter die
Luft wird. Bei bestimmten Anwendungen ist die Kenntnisnahme der Taupunkttemperatur unabdingbar. Als Beispiel
kann man hier Anstriche von Stahlkonstruktionen mit Antikorrosionsfarben benennen. Die Taupunkttemperatur
hängt von der relativen Luftfeuchte (% r.F.H) und der Temperatur (°C) ab. Um die Taupunkttemperatur zu
messen, drücken Sie die Taste „Select", bis im Display die Lufttemperatur in der Mitte und die Taupunkttemperatur
in der oberen linken Ecke angezeigt wird.
Beispiel: Umgebeungstemp. (Luft) 24 °C; relative Luftfeuchte r.F. 65 %; Taupunkttemp. 17 °C
Bei Anstricharbeiten "Sicherheitsfaktor"
Taupunkttemperatur.
6.5 Feuchtemessung „ exotische Hölzer "
Die Feuchtemessung von verschiedenen Holzarten sollte unter folgenden Einstellungen vorgenommen werden:
Holzart – WOOD 2 ( Gruppe 2)
Holztemperatur – gemessen oder geschätzt
Abhängig von der Holzart sollte der abgelesene Wert mit dem Faktor - G ( Siehe,Tab. 6.2 ) multipliziert werden.
Beispiel: Teakholz (Gruppe2), abgelesene Feuchte: 12,2 % , reele Feuchte
BETRIEBSANLEITUNG
[SELECT]
Bild. 6.2
3 °C , d.h.
die Anstrichoberfläche sollte um 3 °C wärmer sein als die
5
–
Taste den Pfeil auf der Anzeige in die
12,2 % x 0,88 = 10,7 %