3.2 Feuchtemessung
Eine Feuchtemessung nimmt man vor, indem man die Sensoren (Nadeln) ganz langsam und vorsichtig ( ohne Ausübung großer
Kraft) in das Holz einsticht. Der Einstich sollte vertikal zu den Holzfassern verlaufen ( Bild 3.1 ). Bei einer Feuchte die unter 20 %
liegt, ist die Einstiechgeometrie von keiner grösseren Bedeutung für das Messergebnis.
Bild 3.1
4. BESTIMMUNG DES FEUCHTEGRADES VON BAUSTOFFEN
Die meist verbreitete Methode zur Bestimmung der Feuchte von Baumaterialien (Beton, Putz, Klinker, Gips usw.)
Wiederstandsmethode (elektrischer Wiederstand). Um den Feuchtegrad zu bestimmen sollte man wie folgt vorgehen:
das Gerät einschalten (drücken Sie gleichzeitig die Knöpfe [SELECT] und [WOOD TEMP.] ),
mit Hilfe des [SELECT] Knopfes stellen Sie die Anzeige auf - BUILD.MAT. - ,
Schlagen Sie in den Beton im Abstand von circa 15 mm voneinander die zwei im Lieferumfang enthaltenen Nädel mit dem
Durchmesser von 2 ... 3 mm auf die Tiefe von circa 20 ... 30 mm ein,
Berühren Sie mit den Gerätenadeln die Nägelköpfe der in den Beton eingeschlagenen Nägeln.
Lesen Sie das Messergebnis von der Anzeige des Gerätes ab.
Wenn das Endergebnis kleiner als 17,0 und wenn über dem angezeigten Ergebnis die Meldung DRY erscheint, ist das Material
trocken. Wenn das Endergebnis zwischen 17,0 und 20,0 schwankt und über dem Ergebnis abwechselnd die Meldung DRY oder
WET erscheint, ist das Material "fast" trocken. Wenn das Endergebnis höher als 20,0 ausfällt und über dem Ergebnis die Meldung
WET erscheint, ist das Material nass und erfordert längerer Trocknung.
Man kann (orientierend) annehmen, dass das Verhältnis zwischen Trockenbeton und Feuchtbeton 1/ 8 ist.
Beispiel: Angezeigter Messwert von 24,0 zeichnet ein Beton mit der Feuchte 24,0 :8=3,0 % aus.
5. BESTIMMUNG VON TEMPERATUR UND FEUCHTE DER LUFT
Das Gerät erlaubt dem Anwender die Messung von Luftfeuchte- und Temperatur. Die Sensorik befindet sich im vorderen Teil. Um
die Messung zu machen, schieben Sie die Schutzkappe zur Hälfte zurück (oder vollständig abnehmen), sodass die Öffnungen des
Sensors am Gerät zu sehen sind. Damit man mit der Messung der aktuellen Luftfeuchte beginnen kann, sollte man vorher mit Hilf e
der Taste [SELECT] die entsprechende Funktion einstellen. Der Pfeil am Display sollte auf - AIR.RH- anzeigen.
6. ANWENDUNGSBEISPIELE
6.1 Feuchtemessung nach Verlegen einer flüssigen Schicht (z.B. Estrich am Fussboden)
Ausser der Methode die im Punkt 4 angesprochen wurde, kann man die Bodenfeuchte wie darunter beschrieben bestimmen. Diese
Methode stützt sich auf einer Feuchtemessung die als Gleichgewichtsfeuchte der Luft bezeichnet wird. Vor der Messung sollte man
für 24 Stunden mit Hilfe einer durchsichtigen Folie eine Fläche von zirka 30 x 30 cm abdecken, sodass zwischen der Folie und dem
Boden eine Luftschicht entsteht (die Folie darf keinen Kontakt zum Boden haben). Nach Möglichkeit sollte der PCE-HGP für diese
Zeit unter die Folie gelegt werden. (Bild. 6.1 a). Eine andere Methode, bei der man eine gleichwertige Ergebnisdarstellung erzielen
kann, ist wenn man unter die durchsichtige Folie kein PCE-HGP legt, aber dabei müssen zwei Bedingungen beachtet werden:
Der Feuchtemessstift PCE-HGP sollte erst nach 24 Stunden unter die Folie hineingelegt werden, so dass die Luftzirkulation
zwischen dem eingeschlossenen Raum und der Umgebung nicht bzw. gemessigt stattfinden kann.
Nach dem Hineinlegen des Feuchtestiftes sollte die Folie abgedichtet werden ( Bild. 6.1b )
Den Feuchtestift für mindestens 2 Stunden unter der Folie liegen lassen
Bei einer sehr harten Holzart, bei der die Gefahr der
Zerstörung des Gerätes (Bruch der Einstiechnadeln) besteht,
sollte man auf die im Lieferumfang mitgelieferten Einschlag-
Nägel zurückgreifen. Man geht wie folgt vor:
-
Schlagen Sie in das Holz die zwei Nädel mit dem
Durchmesser von circa. 1.5mm und dem Abstand von
15mm ein.
-
Legen Sie die Einstiechnadeln des Gerätes auf die
Nadelköpfe auf ( Bild 3.2 )
Lesen Sie das Messergebnis von der Anzeige ab
-
(exotische Arten siehe Pkt. 6.5)
Bild. 6.1 a
.
Bild. 6.1 b
Bild 3.2
ist die