Mit dem Sondertreiber S5B3KB für den Kommunikationsprozessor CP544 B wurde eine Kopplungssoftware entwickelt, die es ermöglicht "modbusfähige" Steuerungs- systeme (z.B. Modicon-Steuerungen oder Honeywell TDC 3000) an SIMATIC S5- Geräte der U-Reihe (115U, 135U, 155U) anzuschließen. Zur Übertragung wird das GOULD - MODICON - MODBUS-Protokoll im RTU-Format verwendet.
Kurzinformation SIEMENS AG 1.1 Hard- und Softwarevoraussetzungen Der Sondertreiber ist auf dem CP 544 B mit der MLFB 6ES5 897-3UB11 ablauffähig. Der CP 544 mit der MLFB 6ES5 897-3UA11 kann nicht mit Sondertreibern betrieben werden. Die beiden seriellen Schnittstellen des CP544B können unabhängig voneinander mit unterschiedlichen Standardprotokollen oder Sondertreibern betrieben werden.
Kurzinformation SIEMENS AG 1.2 Geräteschnittstellen des CP544B Der Sondertreiber kann in Verbindung mit den Schnittstellenmodulen V24, TTY und RS422/485 eingesetzt werden. Bei der V24-Schnittstelle erfolgt kein Hardwarehandshake (keine Bedienung der V24- Begleitsignale). Die RS422/485-Schnittstelle kann im 2-Draht- und 4-Draht-Betrieb eingesetzt werden.
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Kurzinformation SIEMENS AG 1.4 Senden Die zu sendenden Daten werden durch Anstoß der Hantierungsfunktion "SEND- DIREKT" an den CP übergeben. Als Quelltyp ist ein Datenbaustein (DB oder DX) an- zugeben. Die Länge des Auftrags (Parameter "QLAE") ist abhängig vom verwendeten Funktionscode.
Kurzinformation SIEMENS AG Telegrammende - Zeichenverzugszeit: Der Sondertreiber erkennt dann Telegrammende, wenn während der Zeit, die dreiein- halb Zeichen zur Übermittlung benötigen (3,5-fache Zeichenübertragungszeit), keine Übertragung stattfindet (siehe MODBUS Protocol Reference Guide). Bei Abweichungen siehe Abschnitt 2.4. Dieser Telegrammende-TIME_OUT ist somit baudratenabhängig (z. B. 4ms bei 9600 Baud).
Kurzinformation SIEMENS AG Für den Zeichenrahmen gelten folgende Vereinbarungen: Es gibt immer ein Startbit (logisch 0) Es wird mit 8 Datenbits gearbeitet (wegen RTU-Fomat) Es kann ohne, mit gerader oder mit ungerader Parität gearbeitet werden. Dabei wird die Anzahl der Einsen eines Zeichens auf gerade oder ungerade Anzahl ergänzt;...
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Kurzinformation SIEMENS AG Funktionscodes Funktionscode 01/02 • Read Output (Coil) Status / Read Input Status Diese Funktion ermöglicht das Lesen von Bitbereichen des Slave. • Parameter: “Start-Address“ (Anfangs-Bitnummer 0-FFFFH) “Number of coils“ (Bitanzahl 1 bis 2040) • Der SEND übergibt dem CP auch die Nummer des Empfangsdatenbausteins und des -DW, in den die angeforderten Werte eingetragen werden.
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Kurzinformation SIEMENS AG Funktionscode 08 • Loop Back Test Telegramm wird unverändert zurück geschickt. • Bei diesem Funktionscode wird nur der Diagnostic Code 0000 unterstützt! Funktionscode 11 • Fetch Communications Event Counter Mit diesem Befehl kann ein "Statusword" und ein 2 Byte "Event Counter" des Slaves gelesen werden.
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Kurzinformation SIEMENS AG Beispiel Anforderungstelegramm FUNCTION 16: irrelevant Slave-Adresse Funktionscode Register-Address "High" Register-Address "Low" Quantity "High" Quantity "Low" Bytecount <data> "High" <data> "Low" <data> "High" <data> "Low" CRC-Prüfcode "Low" CRC-Prüfcode "High" Antworttelegramm vom Slave FUNCTION 16: DBxx Slave Slave-Adresse Funktionscode Register-Address "High"...
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Kurzinformation SIEMENS AG Antworttelegramm vom Slave FUNCTION 01: DBxx Slave Slave-Adresse Funktionscode Bytezähler <Daten> <Daten> CRC-Prüfcode "Low" CRC-Prüfcode "High" Adaption MODBUS Protokoll CP544 B ist Master 6ES5 897-3KB11...