Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken
Vorschau ausblenden Andere Handbücher für multimess F144-PQ:
Inhaltsverzeichnis
I
System
deutsch
Bedienungsanleitung
Power Quality Netzanalysator
multimess F144-PQ
In unserem Downloadcenter finden Sie
zu KBR Geräten die passende Anleitung.
https://www.kbr.de/download/
bedienungsanleitungen/
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltszusammenfassung für KBR multimess F144-PQ

  • Seite 1 Bedienungsanleitung Power Quality Netzanalysator multimess F144-PQ In unserem Downloadcenter finden Sie System deutsch zu KBR Geräten die passende Anleitung. https://www.kbr.de/download/ bedienungsanleitungen/...
  • Seite 2 Schäden oder Verluste jeglicher Art, die aus Druckfehlern oder Änderungen in dieser Bedienungsanleitung entstehen. Ebenso wird von der Firma KBR Kompensationsanlagenbau GmbH keine Haftung für Schäden und Verluste jeglicher Art übernommen, die sich aus fehlerhaften Geräten oder durch Geräte, die vom Anwender geändert wurden, ergeben.
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Mitgeltende Dokumente ......................7 Aufbewahrung..........................7 Lieferumfang/Bestellmerkmale ....................8 Sicherheitshinweise ........................10 Bedeutung der verwendeten Symbole ................10 Angaben zum Aufstellungsort und Montage des multimess F144-PQ ......................11 Bestimmungsgemäßer Einsatz ....................11 Technische Daten ........................12 multimess F144-PQ Beschreibung ..................12 Technische Daten ........................14 5.2.1 Abmessungen ..........................15 5.2.2...
  • Seite 4 Weitere Anschlüsse ........................39 5.7.1 RS232 / RS485 Schnittstellen ....................39 5.7.1.1 Anschluss und Terminierung RS232/RS485 Schnittstelle ..........39 5.7.1.2 Anschluss des multimess F144-PQ als Master an einem Bus........41 5.7.2 PT100/PT1000/KYT Temperatureingang ................42 5.7.3 Differenzstromeingang (ab Firmware v2.2) ..............43 5.7.4 Binärausgänge ..........................44 5.7.5 Binäreingänge ..........................45...
  • Seite 5 Setupeinstellungen Modbus über Software ..............91 7.1.5 Byte Reihenfolge ..........................92 7.1.6 Modbus-Register-Reihenfolge ....................92 7.1.7 Datenbits ............................93 7.1.8 Datentypen ............................93 Webserver ............................96 Parametrierung ..........................96 Aufruf und REST-API ........................96 Messdaten – Messverfahren multimess F144-PQ ............97 Wartung ............................105 Entsorgung ..........................105 Produktgewährleistung ......................105...
  • Seite 6: Benutzerführung

    Benutzerführung Zielgruppe Diese Bedienungsanleitung richtet sich an ausgebildetes Fachpersonal sowie geschultes und geprüftes Bedienpersonal. Der Inhalt dieser Bedienungsanleitung ist den mit der Montage und dem Betrieb des Systems beauftragten Personen zugänglich zu machen. Aufbau der Warnhinweise Warnhinweise sind wie folgt aufgebaut: Art und Quelle der Gefahr! Folgen bei Nichtbeachtung.
  • Seite 7: Hinweise

    Hinweise Tipps zum sachgerechten Umgang mit dem Gerät und Empfehlungen. Weitere Symbole Handlungsanweisungen Aufbau der Handlungsanweisungen: Anleitung zu einer Handlung. Resultats Angabe falls erforderlich. 1 Listen Aufbau nicht nummerierter Listen:  Listenebenen 1 Listenebene 2  Aufbau nummerierter Listen: 1) Listenebene 1 2) Listenebene 1 Listenebene 2 Listenebene 2...
  • Seite 8: Lieferumfang/Bestellmerkmale

    Lieferumfang/Bestellmerkmale Lieferumfang  multimess F144-PQ Installationsanleitung  Ethernet Kabel  Bestellmerkmale Merkmale Kennung Power Quality Analysator und Störschreiber multimess F144-PQ  4 Spannungswandler, 4 Stromwandler DIN EN-50160 und IEC 61000-4-30 (Klasse A)  8 Digitaleingänge   4 Relais-Ausgänge Versorgungsspannung (Arbeitsbereich) AC 90 V..110 V..264 V oder DC 100 V..220 V..350 V...
  • Seite 9 Software WinPQ lite Kennung Zur Parametrierung des multimess F144-PQ sowie zum Auslesen der multimess F144-PQ Messdaten und Online-Daten als Einzel- platzlizenz – kostenfrei auf unserer Homepage im Downloadbe- reich unter Apps-Software-GSD-Dateien. https://www.kbr.de/download/apps-software-gsd-dateien/ WinPQ-Datenbank Kennung Software WinPQ WinPQ Zur Parametrierung, Archivierung und Auswertung von multi-...
  • Seite 10: Sicherheitshinweise

    Sicherheitshinweise  Bedienungsanleitung beachten.  Die Bedienungsanleitung immer beim Gerät aufbewahren.  Sicherstellen, dass das Gerät ausschließlich in einwandfreiem Zustand betrieben wird.  Das Gerät niemals öffnen.  Sicherstellen, dass ausschließlich Fachpersonal das Gerät bedient.  Das Gerät ausschließlich nach Vorschrift anschließen. ...
  • Seite 11: Angaben Zum Aufstellungsort Und Montage Des Multimess F144-Pq

    Angaben zum Aufstellungsort und Montage des multimess F144-PQ Das multimess F144-PQ ist für folgende Aufstellungsorte geeignet:  Schalttafeleinbau Bestimmungsgemäßer Einsatz Das Produkt dient ausschließlich zur Messung und Bewertung von Spannungs- und Stromsignalen im Energienetz. Wird das Messgerät in einer vom Hersteller nicht festge- legten Weise benutzt, so kann der vom Gerät unterstütze Schutz stark beeinträchtigt...
  • Seite 12: Technische Daten

    Technische Daten multimess F144-PQ Beschreibung Der Power Quality Analysator und Störschreiber multimess F144-PQ für Nieder-, Mit- tel- und Hochspannungsnetze ist die zentrale Komponente eines Systems, mit dem alle Messaufgaben in elektrischen Netzen gelöst wer- den können. Das multimes F144-PQ kann sowohl als Power Quality Interface nach Netzqualitätsnor- men wie IEC61000-2-2 / EN50160 oder auch zur Überprüfung der technischen Anschluss-...
  • Seite 13 Das multimes F144-PQ erfüllt für 100% der Parameter die Forderungen nach IEC 61000-4- 30 Ed.3 (2015) für Klasse-A- Messgeräte. Das Messgerät und dessen Entwicklung unterliegen auf- grund des Anwendungsbereichs in der kritischen Infrastruktur (KRITIS) strengen Sicherheitsforderungen. In Bezug auf diese, sind ein aktives Pachtmanagement, verschlüsselte Kommunikationsstandards als auch ein User Rights Management (URM) über RADIUS im Gerät verfügbar! Hierzu gehören ebenso signierte Firmware Updates, Security Logging und der aktive Schutz vor Brute Force Attacken.
  • Seite 14: Technische Daten

    Technische Daten 0  5-Zoll-Farbdisplay 0  Tastenfeld für die Grundkonfiguration am Gerät 0  1 GB interner Speicher (32 GB erweiterbar) 0  IP54 im eingebauten Zustand 0  Messkanalbandbreite 20 kHz (Spannung und Strom) 0  4 Spannungseingänge Genauigkeit <...
  • Seite 15: Abmessungen

    5.2.1 Abmessungen Abmessungen L x B x H 144 x 144 x 90 mm o. Klemmen 144 x 150 x 110 mm inkl. Klemmen Ausbruchmaß 138 x 138 mm (+0,8 mm) Gewicht Gewicht 1220 g 5.2.2 Spannungsversorgung Spannungsversorgung Merkmal AC Nennbereich 100…240 V AC Arbeitsbereich 90…264 V...
  • Seite 16: Umgebungsbedingungen - Elektrische Sicherheit

    5.2.3 Umgebungsbedingungen – Elektrische Sicherheit Umgebungs- Lagerung Betrieb temperatur und Transport Umgebungs-Temperatur IEC 60721-3-1 / 1K5 IEC 60721-3-3 / 3K6 Grenzbetriebsbereich -40…+70 °C -25…+55 °C IEC 60721-3- 2 / 2K4 Umgebungstemperatur IEC 60721-3- 1 / 1K5 IEC DIN EN 61010 -40…+70 °C H1: -25…+45 °C H2/H3: -25…+50 °C...
  • Seite 17: Spannungs-Messeingänge

    5.2.4 Spannungs-Messeingänge Spannungseingänge Kanäle N/E/4 Elektrische Sicherheit 300 V CAT IV DIN EN 61010 600 V CAT III Eingangsreferenz Impedanz -> PE 10 MΩ || 25pF Nenneingangs spannung Un 230 VAC Messbereichsendwert 0…480 VAC L-E Überlastbarkeit, dauernd 600VAC Maximaler Crest-Faktor@Un 32,2 Bandbreite DC…20 kHz...
  • Seite 18: Spannungseingänge

    Spannungseingänge n = 1…49, r.m.s. ±5.0% v. U ≥ 1% U ±0.05% v. U < 1% U Netzfrequenz ±1 mHz @ 10 %…200 % U Flickermeter DIN EN 61000-4-15:2011 Klasse F1 Resteinbruchsspannung ±0,2 % U @ 10 %…100 % U Dauer des Einbruchs ±20 ms @ 10 %…100 % U...
  • Seite 19: Stromeingänge

    5.2.5 Stromeingänge Stromeingänge Option Kanäle I1, I2, I3, IN/4 Elektrische Sicherheit DIN EN 61010 300V CAT III Eingangstyp potentialfrei Impedanz ≤ 4mΩ Nenneingangsstrom I Messbereichsendwert Überlastungskapazität permanent 20 A ≤ 10s 100 A ≤ 1s 500 A Wellenform Jede AC Maximaler Crest-Faktor @ In Bandbreite 25 Hz…20 kHz...
  • Seite 20: Differenzstromeingang

    5.2.6 Differenzstromeingang Differenzstromeingang (RCM) - (FW Version 2.2) Nenneingangsstrom In 30 mA Impedanz 4 Ω Überlastungskapazität 5 A (1 Sek.) Auflösung 24 Bit ADC 5.2.7 Binäreingänge – Binärausgänge Binärausgänge (BO) 4 Binärausgänge 3 x Schließer 1 x Wechsler Kontaktspezifikation (EN60947-4-1, -5-1) 3 x SPST (Single Pole Single Throw) Konfiguration 1 x SPDT (Single Pole Double Throw)
  • Seite 21: Temperatureingang

    5.2.8 Temperatureingang Temperatureingang PT 100 / PT 1000 / KTY (FW Version 2.2) Anschlussart Messfühler 2 Draht (Softwareumschaltung) 3 Draht 4 Draht Update Rate 1 Sek. / 1 Hz Auflösung 15 Bit Bürde 1,9 kΩ Genauigkeit 0.05% FSR 5.2.9 Erdungsanschluss Das Gerät verfügt über eine Schutzerde, die auch als Bezugspotential der Spannungs- eingänge dient.
  • Seite 22: Datenspeicher

    5.2.10 Datenspeicher Speicherung der gemessenen Daten Interner Speicher 1024 MB SD-Speicherkarte 1 GB bis 32 GB 5.2.11 Kommunikationsprotokolle Kommunikationsprotokoll MODBUS RTU MODBUS TCP IEC60870-5-104 (Option P1) IEC61850 (Option P2) 5.2.12 Zeitsynchronisations- protokoll Zeitsynchronisierungsprotokoll (Empfangen / Slave) IEEE1344 / IRIG-B000..007 GPS (NMEA +PPS) DCF77 5.2.13 Kommunikationsschnittstellen Speicherung der gemessenen Daten...
  • Seite 23 Sachschaden durch unberechtigten IT-Zugriff über Netzwerkschnittstelle HINWEIS!  IT – Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens sind zu beachten!  IT – Sicherheitseinstellungen des Gerätes sind zu beachten! LAN-, COM Anschlüsse  Alle COM- und LAN- Verbindungsleitungen dürfen auch im abgezogenen Zustand nicht den Isolationsabstand zu gefährlichen Teilen unterschrei- ten.
  • Seite 24: Mechanischer Aufbau

    Mechanischer Aufbau Das multimess F144-PQ wird als Schalttafeleinbaugerät verwendet und erfüllt im eingebauten Zustand IP54. Alle Anschlüsse sind über Phoenix-Klemmen zugänglich. Mit Ausnahme der Strom- und Spannungseingänge sind die Anschlüsse in Einsteck- Klemmtechnik ausgeführt. Für die Kommunikation steht eine TCP/IP-Schnittstelle (RJ45-Anschluss LAN) sowie eine USB Schnittstelle (Typ C Buchse) zur Verfügung.
  • Seite 25: Batterie

    5.3.1 Batterie Batteriefach Seitenansicht rechts multimes F144-PQ Batteriewechsel: Die Lebensdauer der Batterie ist > 5 Jahre und wird nur bei fehlender Uhrzeitsynchroni- sation für die Uhrzeit RTC benötigt. Ein Batteriewechsel beeinflusst den Gerätebetrieb bei angeschlossener Netzversorgung nicht, da das Gerät intern mit Spannung versorgt wird. Batterie aus dem Gehäuse ziehen und neue Batterie einsetzten.
  • Seite 26: Klemmenbezeichnungen Multimess F144-Pq

    Klemmenbezeichnungen multimess F144-PQ...
  • Seite 27 Bezeichnung Funktion Quer- Anzugs- schnitt in dreh- mm² moment in Nm L (+) 0,5…0,6 0,2…2,5 Hilfsspannung N (-) 0,5…0,6 0,2…2,5 Ringkabel- Bezugspotenzial (Erde) 0,5…0,6 schuh BICOM - 0,5…0,6 0,5…0,6 0,5…0,6 Starr: 0,5…0,6 0,2…2,5 Binäre 0,5…0,6 Eingänge Flexibel: 0,5…0,6 0,2…2,5 0,5…0,6 0,5…0,6 0,5…0,6 Phasenspannung L1 (AC)
  • Seite 28 Fortsezung der Tabelle Bezeichnung Funktion Quer- Anzugs- schnitt in dreh- mm² moment in Nm S1 (K) 0,5…0,6 Phasenstrom L1 0,2…2,5 S2 (L) S1 (K) 0,5…0,6 Phasenstrom L2 0,2…2,5 S2 (L) S1 (K) Ringkabel- Phasenstrom L3 0,5…0,6 S2 (L) schuh Neutralleiter / Sum- S1 (K) 0,5…0,6 men- strom...
  • Seite 29: Montage

     Achten Sie auf das hörbare Einschnappen der Befestigungselemente Befestigung des multimess F144-PQ sind vier Halteklammern im Lieferumfang enthalten. Diese müssen am multimess F144-PQ an allen vier Ecken ins Gehäuse eingerastet wer- den (siehe nachfolgende Abbildung). Im Anschluss die Halteklammern mithilfe eines Innensechskantschlüssel (2,5mm) auf der Rückseite des multimess F144-PQ gegen die...
  • Seite 30: Versorgungsspannungsanschluss

    Versorgungsspannungsanschluss Das multimess F144-PQ ist in zwei verschiedenen Versorgungsspannungen lieferbar. Bitte entnehmen Sie vor Anschluss die korrekte Versorgungspannung vom Typenschild. Beispiel einer Anschaltung an 230V AC Nach Anschluss und zuschalten der Spannungsversorgung leuchtet die Status LED rot, wechselt zu grün und das Display startet im Inbetriebnahme Assistent.
  • Seite 31 Sachschaden durch Nichtbeachtung der Anschluss- HINWEIS! bedingungen oder unzulässige Überspannungen! Durch Nichtbeachtung der Anschlussbedingungen oder Überschreiten des zulässigen Spannungsbereichs kann Ihr Gerät beschädigt oder zerstört werden. Bevor dem Gerät die Versorgungsspannung angelegt wird, müssen folgende Punkte beachtet werden:  Spannung und Frequenz müssen den Angaben des Typenschilds entsprechen! Grenzwerte, wie in den technischen Daten beschrieben, einhalten! ...
  • Seite 32: Netzanschluss Multimess F144-Pq

    Netzanschluss multimess F144-PQ Der Netzanschluss des multimes F144-PQ ist abhängig von der Netzform, in der gemes- sen werden soll. Das Messgerät ist zur direkten Messung in der Niederspannung ( 3 Phasen / 4 Leiter Anschluss) für die Nie- derspannungsnetze (TN-, TT- und IT-Netz) oder für den Wohn- und Industriebereich vorgesehen (siehe Kapitel 5.6.1 und 5.6.2).
  • Seite 33 Achtung gefährliche Berührungsspannung! Überschlag und hohe Kurzschlussströme in CAT III und CAT IV möglich!  Sicherstellen, dass am multimess F144-PQ der PE-Leiter (Erdung) angeschlossen ist.  Vor Beginn der Arbeiten, Spannungsfreiheit prüfen!  Schutzeinrichtungen für CAT II, CAT III oder CAT IV vorsehen.
  • Seite 34 5.6.2 3-Phasen / 4-Leiter Anschluss ohne N-Leiter Strom multimes F144-PQ ohne N-Leiter Stromwandler im 4-Leiter Anschluss...
  • Seite 35 Achtung gefährliche Berührungsspannung! Überschlag und hohe Kurzschlussströme in CAT III und CAT IV möglich!  Sicherstellen, dass am multimess F144-PQ der PE-Leiter (Erdung) angeschlossen ist.  Vor Beginn der Arbeiten, Spannungsfreiheit prüfen!  Schutzeinrichtungen für CAT II, CAT III oder CAT IV vorsehen.
  • Seite 36: 4-Leiter Anschluss, 1-Phasig

    Achtung gefährliche Berührungsspannung! Überschlag und hohe Kurzschlussströme in CAT III und CAT IV möglich!  Sicherstellen, dass am multimess F144-PQ der PE-Leiter (Erdung) angeschlossen ist.  Vor Beginn der Arbeiten, Spannungsfreiheit prüfen!  Schutzeinrichtungen für CAT II, CAT III oder CAT IV vorsehen.
  • Seite 37: 3-Phasen / 3-Leiter Anschluss

    Nennspannung der Leiter-Leiter Spannung eingeben. Stromanschlüsse Stromwanderverhältnis einstellen. Anschluss multimess F144-PQ Strom IN im 3-Leiter Netz Wird im 3-Leiter Netz ein Strom am Eingang IN angeschlossen, so wird dieser nicht physikalisch gemessen. Der Strom IN wird im Dreileiterbetrieb immer berechnet.
  • Seite 38 Achtung gefährliche Berührungsspannung! Überschlag und hohe Kurzschlussströme in CAT III und CAT IV möglich!  Sicherstellen, dass am multimess F144-PQ der PE-Leiter (Erdung) angeschlossen ist.  Vor Beginn der Arbeiten, Spannungsfreiheit prüfen!  Schutzeinrichtungen für CAT II, CAT III oder CAT IV vorsehen.
  • Seite 39: Weitere Anschlüsse

    Weitere Anschlüsse 5.7.1 RS232 / RS485 Schnittstellen Das multimes F144-PQ verfügt über zwei serielle Schnittstellen die wahlweise als RS232 oder RS485 verwendet werden können. Die Umschaltung und Funktionen werden durch die Parametrierung über die Software WinPQ Lite oder das Display festgelegt. Folgende Funktionen sind verfügbar: Modbus auf COM 1 über RS232 / RS485 Zeitsignale von verschiedenen externen Zeitgebern .
  • Seite 40 Anschlussbeispiel multimes F144-PQ COM – Schnittstellen Verwenden Sie ein verdrilltes abgeschirmtes Kabel für die RS232- und RS485-Schnittstellen. Die Schirme aller Kabel sind auf eine spannungsfreie Erde möglichst nahe am Gerät anzuschließen! Bitte beachten Sie, dass die maximale Kabellänge von 1200m bei RS485 und 15m bei RS232 nicht überschritten wird! Terminierung RS485 Der jeweils erste und letzte Teilnehmer am Bus ist zu terminieren.
  • Seite 41: Anschluss Des Multimess F144-Pq Als Master An Einem Bus

    5.7.1.2 Anschluss des multimess F144-PQ als Master an einem Bus Das Messgerät kann auch als Modbus RTU-Master in einem Bus fungieren. Hinweise zur Parametrierung und Funktionsweise sind in 8.1und 8.2 zu finden. Beim Aufbau des Busses sollten die folgenden Hinweise beachtet werden: RS-485 Max.
  • Seite 42: Pt100/Pt1000/Kyt Temperatureingang

    5.7.2 PT100/PT1000/KYT Temperatureingang Das multimes F144-PQ verfügt über einen Temperatureingang zur Aufzeichnung von Prozesstemperaturen. Bitte beachten Sie bei Anschluss des Fühlers, dass eine geschirmte Leitung mit verdrillten, gleichlangen Adern- Paaren verwendet werden sollte. Zudem darf die Gesamtbürde von 1,9 kΩ inklusive des Thermo- elements nicht überschritten werden. Das multimes F144-PQ hat generell drei Anschlussmöglichkeiten: PT100 in 2-Leiter-Schaltung Bei einer 2-Leiter-Schaltung geht der Widerstand der Zuleitung als Fehler in...
  • Seite 43: Differenzstromeingang (Ab Firmware V2.2)

    5.7.3 Differenzstromeingang (ab Firmware v2.2) Das multimes F144-PQ ist auf der Rückseite mit einem Differenzstromeingang zur Differenzstromüberwachung (RCM) ausgestattet. Der Eingang ist sowohl für Wechsel- ströme, pulsierende Gleichströme und reine Gleichströme geeignet. Es können alle externen Differenzstromwandler mit einem Nennstrom von 30 mA an den Klemmen 91 / 92 angeschlossen werden.
  • Seite 44: Binärausgänge

    5.7.4 Binärausgänge Das multimes F144-PQ verfügt über vier Binärausgänge, die sowohl Gleichstrom als auch Wechselstrom schalten können. Folgende technischen Funktionen sind realisierbar: Relais B01 – Watchdog Relais Eigenüberwachung des Messgerätes Relais B02 bis B04 – Meldung Triggerereignis Triggermöglich- keiten und Parametrierung. Die Binärausgänge können AC- Lasten bis zu den angegeben technischen Angaben direkt schalten! Der Anschluss erfolgt direkt über die Klemmen X5.
  • Seite 45: Binäreingänge

    5.7.5 Binäreingänge Das multimes F144-PQ verfügt über acht Binäreingänge, die mit folgenden Funktionen belegt werden können: Trigger der Rekorder Trigger Intervall der Leistungsmittelwerte für die Steuerung der Aufzeichnung Die Binäreingänge sind für die Spannung 48 - 250 V AC/DC ausgelegt, wobei die Pegelerfassung auf folgende Kennwerte festgelegt ist: 230 V - Eingänge High Pegel >...
  • Seite 46: Messung / Funktionen

    Messung / Funktionen multimes F144-PQ - Automatische Ereigniserkennung und Messnormen: Norm Beschreibung EN50160 Europäischer PQ Standard IEC61000-2-2 EMV Standard Niederspannung IEC61000-2-12 EMV Standard Mittelspannung IEC61000-3-6/7 MV Standard Hochspannung IEC61000-2-4 (Klasse 1, 2, 3) EMV Standard Industrie IEC61000-3-2/3 Grenzwerte für Stromharmonische NRS048/IEEE519 Internationale PQ Standards IEC61000-4-30 Class A Edition 3...
  • Seite 47: Pq-Ereignisse

    5.8.2 PQ-Ereignisse Norm Untere Obere Spannungseinbruch (T/2)  Spannungsanstieg (T/2)  Spannungsunterbrechung (T/2)  Filter für gleitenden Mittelwert Mittel +/- Schnelle Spannungsänderung (T/2) Schwellenwert Spannungsänderung (10 min)   Spannungsunsymmetrie (10 min)  Netz-Rundsteuerspannung (150/180T)  Spannungsharmonische (10 min)  Spannungsgesamtverzerrung (THD) (10 min) ...
  • Seite 48: Speicherverwaltung

    (Oszilloskopbilder; ½ Perioden RMS Werte) 16 MB zirkularer Speicher für Logfiles und Power Quality Ereignisse Zusätzlich können in jedem zirkularen Speicherbereich maximal 512 Dateien gesichert werden. Es ist möglich die Speicheraufteilung per Parameter zu ändern. Kontaktieren Sie hierzu den Support von KBR.
  • Seite 49: Speichererweiterung Mit Sd Karte

    30 Tage Speicherkopie zirkular (ext.) Mit der Bestätigung „OK“ beginnt das multimess F144-PQ selbstständig die Daten auf die SD-Karte zu kopieren. Die Mindestgröße für eine externe Speicherkarte liegt bei 1 GB. Das Gerät kann Speicherkarten bis maximal 32 GB verwalten.
  • Seite 50: Betrieb/Bedienung Multimess F144-Pq

    Betrieb/Bedienung multimess F144-PQ Erste Inbetriebnahme Wird der Netzanalysator multimess F144-PQ zum ersten Mal gestartet, meldet sich das Gerät in einem geführten „Assistenten“ Modus. Der Bediener wird automatisch durch die Erstinbetriebnahme des Messgerätes geführt. Dieser Assistent muss einmalig nach vollständigem Anschluss des PQ – Messgerätes durchgeführt werden.
  • Seite 51: Erste Inbetriebnahme - Assistent

    Erste Inbetriebnahme – Assistent 6.3.1 Assistent: Einstellung Sprache Auswahl der Displaysprache Setup-Assistent Sprache Deutsch  6.3.2 Assistent: Einstellung PQ-Norm Auswahl der PowerQuality Norm Setup-Assistent PQ-Norm Mit Tastendruck auf kann zwischen den folgenden PQ-Normen umgeschaltet werden. EN50160-NS   – Niederspannungsnetz – TN-System =>...
  • Seite 52: Assistent Einstellung Netzform

    6.3.3 Assistent: Einstellung Netzform Grundeinstellung des Netzanschlusses Setup-Assistent Bei Auswahl des Power Quality Netzform Norm EN50160-NS-IT, EN50160- MS und EN50160- HS entfällt die 4 Leiter, 3-phasig   Assistent Einstellung Netzform, da diese standardmäßig als „3-Lei- ter Netz“ ausgewählt wird. Die Einstellung ist auf Grund der kor- rekt Power Quality Auswertung nicht editierbar (siehe nachfol-...
  • Seite 53: Assistent: Einstellung Spannungswandler

    6.3.5 Assistent: Einstellung Spannungswandler  prim. Spannung: Setup-Assistent Entspricht der primären Nennspannung des Spannungswandler Spannungswandlers. primäre Spannung [V] P-P  sek. Spannung:  20000.00  Entspricht der sekundären Nennspannung des Spannungswandlers. Der Spannungswandlerfaktor Setup-Assistent wird automatisch berechnet! Spannungswandler sekundär Spannung [V] P-P Bei Auswahl der PowerQuality ...
  • Seite 54: Assistent: Einstellung Stromwandler

    6.3.8 Assistent: Einstellung Wandlerfaktor Zubehör Wandlerfaktor Zubehör: Setup-Assistent Anlagenstrom Einstellung des Wandlerfaktors der Wandlerfaktor Zubehör [mV/A] Rogowskispulen bzw. Stromzangen, die an den Stromeingang angeschlossen werden.   Die Seite wird bei multimess F144-PQ mit den Merkmalen C30 und C31 ausgeblendet.
  • Seite 55: Assistent: Einstellung Anlagenstrom

    6.3.9 Assistent: Einstellung Anlagenstrom  Anlagenstrom: Setup-Assistent Einstellung des Nennstroms der Anlage. Anlagenstrom Nennstrom [A] Nach der Beendigung des  3000.0  Inbetriebnahme-Assistenten wird der Wandlerfaktor mit dem Kehrwert im Display und der Software angezeigt. 6.3.10 Assistent: Einstellung Datum, Uhrzeit & Zeitzone Manuelle Eingabe von Datum und Uhrzeit in Setup-Assistent Lokalzeit und im Anschluss die Zeitzone in der...
  • Seite 56: Assistent: Einstellung Kommunikationseinstellungen

    6.3.11 Assistent: Einstellung Kommunikationseinstellungen DHCP: Setup-Assistent DHCP deaktiviert: Das Messgerät wird mit DHCP einer fest im nächsten Schritt zu vergebenden IP-Adresse verwendet.  deaktiviert  DHCP aktiviert: Das Messgerät erhält seine IP- Adresse über einen im Netzwerk vorhandenen DHCP Server IP-Adresse: Eingabe einer festen IP-Adresse nach Setup-Assistent...
  • Seite 57 Ab Firmware-Version v2.6.0 unterstützt das multimess F144-PQ die Address Conflict Detec- tion (ACD). Daher können bereits vergebene IP-Adressen des Subnetzes nicht verwendet WARNUNG werden. In diesem Fall muss der Assistent erneut durchgeführt werden. Es wurde ein Konflikt mit folgender IPv4-Adresse Zur Deaktivierung dieser Funktion sind erkannt: 192.168.4.220...
  • Seite 58: Assistent: Einstellung Betriebsmodus

    6.3.12 Assistent: Einstellung Betriebsmodus Security Mode: Setup-Assistent Aktiv: Hochsicherheitsmodus Sicherheitsmodus Das Gerät wird im Sicherheitsmodus einge- richtet. Die Kommunikation wird verschlüs-  aktiv  selt sowie der Gerätezugriff geschützt. Der Abschluss der Inbetriebnahme des Sicher- heitsmodus erfordert die Einrichtung der WinPQ Version >5.0 benötigt! dafür notwendigen Benutzerkonten und muss mit der Software WinPQ oder WinPQ lite mit...
  • Seite 59: Menü Sperren

    Im aktiven Security Modus wird empfohlen, Menü sperren zusätzlich zur Verschlüsselung auch das Display mit einem Passwort zu versehen. Menü-Passwort   0000 6.3.13 Assistent: Abschluss der Inbetriebnahme Einstellungen übernehmen: Setup-Assistent An dieser Stelle können alle Einstellungen für das Gerät übernommen werden oder der Einrichtungsassistent abgebrochen werden.
  • Seite 60: Displayfunktionen

    Displayfunktionen Das Farbdisplay des Geräts liefert Informationen über die richtige Verbindung der Messkabel und Messwandler und zeigt Online-Daten von Spannungen, Ströme, Gesamte Harmonische Verzerrung (THD), Leistungswerten und Ener- gie. Sowie die Balkendiagramme für Spannungs- und Stromharmonische. Durch Drücken der Tasten „rechts“, „links“ auf dem Tastenfeld wechselt die Seite der Displayebene.
  • Seite 61 Display Seite 2 Leiter-Leiter Spannungen & Ext- remwerte Leiter-Leiterspannung der gewählten Datenklasse in folgenden Zeiträumen 7 Tage Gesamte Messzeitraum, seit dem letzten Zurücksetzen Die gewünschte Datenklasse ist über das Setup-Display oder die Software einzustel- len (siehe Kapitel 6.5.4 und Einstel- lungen bzw.
  • Seite 62 Display Seite 4 Lirkenergie gesamt Wirkenergie bezogen (positives Vorzeichen) Wirkenergie geliefert (negatives Vorzeichen) Blindenergie gesamt Blindenergie bezogen (positives Vorzeichen) Blindenergie geliefert (negatives Vorzeichen) Display Seite 5 Strom und Strom Maximalwerte der gewählten Datenklasse in folgenden Zeiträumen im jeweiligen Zeitbe- reich: des letzten Tages der letzten 7 Tage der letzten 7 Tage...
  • Seite 63 Gerätedisplay.) Der Umbruch der Ereignis- zähler ist jeweils zum Tageswechsel um 24:00 r. Display Seite 8 Aktuelle Firmware multimess F144-PQ Datum & Uhrzeit vom Gerät Serien- & Artikelnummert Display Seite 9 Aktive Gerätelizenz wird angezeigt. Beispielgerät hat Lizenz 40 kHz-Abtast- rate und die Möglichkeit per Leittechni-...
  • Seite 64: Grafisches Display

    Display Seite 10 SSH RSA Fingerprint des Public Keys des multimess F144-PQ zur Verifikation bei Verbindung über die Software WinPQ lite / WinPQ. SSH ECDSA Fingerprint des Public Keys des multimess F144-PQs zur Verifikati- on bei Verbindung über die Software WinPQ lite / WinPQ.
  • Seite 65: Bereich Balkendiagram

    6.4.2.1 Bereich Balkendiagram Folgende Bildschirmseiten liefern Online-Informationen der Messdaten in grafischer Form: Display Seite 1 Die Darstellung der Balkendiagramme ist abhängig von der ausgewählten Netzform: Netzform 4-Leiter: Balkendiagramme Spannungsharmonische H2 – H26 für L1, L2, L3 und N. Netzform 3-Leiter: Balkendiagramme Spannungsharmonische H2 –...
  • Seite 66 Display Seite 4 Balkendiagramme Stromharmonische H26 – H50 Display Seite 5 Balkendiagramme Spannungsharmonische 2 – 9 kHz. Die Balkendiagramme für die Frequenzbänder 2 – 9 kHz werden nur mit Geräteoption B1 angezeigt. Display Seite 6 Balkendiagramme Stromharmonische 2 – 9 kHz. Die Balkendiagramme für die Frequenzbänder 2 –...
  • Seite 67: Bereich Detailinformationen

    6.4.2.2 Bereich Detailinformationen Display Seite 1: Vektordiagramm Spannungsvektor U1E, U2E, U3E. Stromvektoren I1, I2, I3 Zusätzlich nummerische Anzeige: Phasenlage jeweiliger Spannungs- vektor Phasenverschiebung Strom- Span- nung Display Seite 2: Stati der Binär ein- und -ausgänge Zustand der acht Binäreingänge Zustand der vier Binärausgänge Display Seite 3: Zeitverlauf RCM/FCM Zeitlicher Verlauf des Differenz- und Fehlerstroms (RCM/FCM) der letzten...
  • Seite 68: Pop-Up-Anzeige Für Meldungen Zur Differenzstrommessung

    Wert überschreitet. Nachfolgend wird in diesem Kapitel auf die unterschiedlichen Pop-Up Anzeigen einge- gangen, die für die RCM-Funktion implementiert wurden. Bitte beachten Sie auch das Whitepaper „Differenzstrommessung“ der Firma KBR GmbH. Die Parametrierung der RCM-Funktion wird in Kapitel 6.5.2 detailliert behandelt.
  • Seite 69: Pop-Up-Anzeige Warnmeldung

    6.4.3.2 Pop-Up-Anzeige Warnmeldung Display Pop-Up-Anzeige Warnmeldung Bei Überschreitung der eingestellten Warnschwelle (siehe Kapitel 6.5.2) kann nach DIN EN 62020 eine optische Alarmmeldung im Display ausgegeben werden. Zusätzlich zur optischen Meldung kann ein Binäraus- gang geschalten werden. Mit der Taste „Eingabe“ auf dem Tastenfeld kann ins Quittierungsmenü...
  • Seite 70: Pop-Up-Anzeige Fehlermeldung

    Display Quittieren Fehlermeldung In diesem Display kann die Funktion RCM bis zur Fehlerbehebung deaktiviert werden. Zusätzlich kann der Binäraus- gang zurückgesetzt werden. Nach Deaktivierung der RCM-Funktion startet das multimess F144-PQ neu. Die Fehlermeldung wird mit Behebung des Fehlers automatisch zurückgesetzt.
  • Seite 71: Setup-Display

    Setup-Display Durch Drücken der Taste auf dem Tastenfeld wechselt das Displays in das Setup-Menü. Folgende Hauptmenüs stehen im Setup zur Verfügung: 6.5.1 Parameter Parameter Seite 1...
  • Seite 72 Netzform Die Eingabe der Netzform 3-Leiter-Netz, 4-Leiter-Netz, 3-phasig bzw. 4 -Leiter-Netz, 1-phasig bestimmt die Erfassung der Power Quality Ereignisse. Auswahl zwischen 3- und 4-Leiter-Netz. In einem 3-Leiter-Netz werden alle Power Quality Ereignisse aus den Leiter- Leiter Spannungen berechnet. In den 4-Leiter-Netzen, werden alle Power Quality Ereignisse aus den Leiter- Erde Spannungen ermittelt.
  • Seite 73 Referenzkanal Der Referenzkanal legt den Messkanal für die Frequenzmessung und Netzsynchronisation fest. Alle Phasenwinkel werden auf diesen Kanal bezogen. Leistungsmessung Die Leistungsberechnung in der Gerätefirmware kann zwischen zwei Messfunktionen ausgewählt werden: Leistungsberechnung nach DIN40110-Teil 2 – mit Berechnung der Unsymmetrie- Blindleistung. Vereinfachte Leistungsberechnung ohne Beachtung der Unsymmetrieblind- leistung in den 3-Phasenleistungen (Standard).
  • Seite 74: Differenzstrom Messeingang / Rcm

    6.5.2 Differenzstrom Messeingang / RCM Die Funktion RCM ist standardmäßig deaktiviert. Durch Betätigen der Taste „Eingabe“ kann die Funktion aktiviert werden. Mit Aktivierung der Funkti- on RCM werden zusätzlich automatisch die Langzeit- aufzeichnung sowie die Störschrie- baufzeichnung bei Überstrom des Differenzstroms mit aktiviert.
  • Seite 75 Einstellung einer Zeitverzögerung zwischen den RCM-Zustandswechsel. Alle Binärausgänge quittieren Zurücksetzen aller Binärausgänge auf den Ausgangszustand. Nach Aktivierung der Funktion RCM wird das multimess F144-PQ neugestartet. Die Differenzstrommessung beginnt automatisch nach dem Neustart. Dies ist durch die Visualisierung im Gerätedisplay ersichtlich.
  • Seite 76: Zeiteinstellungen

    6.5.3 Zeiteinstellungen Das multimess F144-PQ verfügt über vielfältige Möglichkeiten die Zeit im Gerät auf die Weltzeituhr zu synchronisieren. KBR empfiehlt in jedem Fall eine hochgenaue Zeitsyn- chronisationsvariante zu wählen und auch die Güte des Zeitsignales zu berücksichtigen. 6.5.3.1 Zeiteinstellung DCF77 Das Messgerät kann über eine externe DCF77-Uhr die Zeit beziehen (Deutschland /...
  • Seite 77: Anschluss Dcf77 Funkuhr

    6.5.3.2 Anschluss DCF77 Funkuhr Es empfiehlt sich die COM2 Schnittstelle als Zeitsynchronisationsschnittstelle zu verwenden. Um die DCF Uhr ans multimess F144-PQ anzuschließen sind folgende Verdrahtungen notwendig: Bild Klemme. Funktion DCF Uhr Adern Beschreibung RS485 Pos (A) RS485 Neg (B) RS485 Pos (A) RS485 Neg (B) grüne Ader der DCF-Uhr = Taktsignal...
  • Seite 78: Zeiteinstellung Manuell

    6.5.3.4 Sommer- Winterzeitumstellung (DST – Daylight Saving Time) Ist die Betriebsart Sommerzeit auf intern eingestellt, erfolgt die Sommer-/Winterzeitum- stellung im multimess F144-PQ automatisch jedes Jahr. Das multimess F144-PQ verwen- det einen internen Algorithmus mit den folgenden drei Parametern: Menü zur Einstellung der Parameter für Sommerzeitänderungen.
  • Seite 79 02:00. Diese Parameter stellen für alle zukünftigen Jahre sicher, dass die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit vom multimess F144-PQ immer am ersten Sonntag am oder nach dem 01.04. und die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit immer am ersten Sonntag am oder nach dem 01.10. automatisch durchgeführt wird.
  • Seite 80: Zeiteinstellung Ntp

    6.5.3.5 Zeiteinstellung NTP Das multimess F144-PQ hat die Möglichkeit, sich mithilfe des Network Time Protokoll (NTP) auf einen im Netzwerk vorhandenen NTP-Server zeitlich zu synchronisieren. Der eingesetzte NTP Server sollte eine hohe Zeitsignalqualität liefern können Eine Synchronisation auf SNTP Server ist möglich und wird aufgrund der hohen Ungenauigkeiten sowieso nicht empfohlen.
  • Seite 81: Zeiteinstellung Nmea-Zda

    6.5.3.6 Zeiteinstellung NMEA-ZDA Einrichten der Schnittstelle RS232/RS485 für NMEA Protokoll 6.5.3.7 Zeiteinstellung NMEA-RMCA Einrichten der Schnittstelle RS232/RS485 für NMEA-RMC Protokoll...
  • Seite 82: Zeiteinstellung Irig-B

    Atomfrequenzstandards und GPS- Empfänger, die für präzises Ti- ming ausgelegt sind, sind häufig mit einem IRIG-Ausgang ausgestattet. Das multimess F144-PQ besitzt mit der COM2 Schnittstelle eine Möglichkeit, das präzise IRIG B Format für die Uhrzeit- synchronisation zu verwenden. Am multimess F144-PQ muss das korrekte Format IRIG-BXX0..3 oder IRIG-...
  • Seite 83: Zeiteinstellung Ieee 1344

    Die Standar- derweiterung des IRIG-B-Zeitcodes umfasst Jahr, Zeitqualität, Sommer- zeit, Ortszeitversatz und Schaltsekundeninformationen. Am multimess F144-PQ muss neben dem Protokoll IEEE1344 auch die Schnittstelle aus- gewählt werden, sowie die Angabe der Zeitzone der synchronisierten Uhrzeit, damit das multimess F144-PQ intern die Messdaten mit einem korrekten UTC Zeitstempel speichern kann.
  • Seite 84: Grundeinstellung

    6.5.4 Grundeinstellung Sprache: Auswahl der Displaysprache Automatisches Setup: Diese Funktion führt durch ein automatisiertes Gerätesetup. Diese Funktion wird bei der ersten Inbetriebnahme automatisch gestartet und danach nicht mehr aufgerufen. Mit „Autom. Setup“ kann die geführte Inbetriebnahme jederzeit erneut ausgeführt werden. Beim Ausführen des Autom.
  • Seite 85: Passwortsperre Gerätedisplay

    6.5.5 Passwortsperre Gerätedisplay Der Zugang zum Gerätesetup kann über ein 4-stelliges Passwort gesperrt werden. Wurde ein Passwort vergeben, so ist der Zugang zur Geräteparametrierung über das Display nur nach Eingabe des richtigen Passwortes möglich. Passwort mittels den Pfeil-Tasten eingeben Entsperren über Enter-Taste betätigen Das Menu-Passwort hat keinen Einfluss auf die Parametrierung ber die WinPQ lite Software.
  • Seite 86: Speicherverwaltung

    Speichers auf die SD-Speicherkarte und gibt die Karte frei zum Entfernen. 6.5.7 CP/IP Schnittstelle einrichten Das multimess F144-PQ verfügt über eine TCP/IP Schnittstelle zur Kommunikation mit der Client Software WinPQ Lite oder WinPQ. Im Menü Schnittstellen können die notwendigen Parameter gesetzt werden.
  • Seite 87: Display

    6.5.8 Display Im Menü Display kann das Displayverhalten des multimess F144-PQ angepasst werden.. Das multimess F144-PQ wird in der Werkseinstellung mit der Displayhelligkeit von 70%, einer Standby-Zeit von 900 Sekunden und der Displayhelligkeit im Standby von 10% ausgeliefert. Helligkeit [%]...
  • Seite 88: Displaysperre

    Displaysperre Das Gerätedisplay vom multimess F144-PQ lässt sich durch ein fünf sekündliches Drücken der Tastenkombination „Return“ und „Home“ komplett sperren. Bei Aktivierung der Sperre wird das Display des Geräts komplett ausgeschalten. Eine Anzeige der Displayfunktionen, sowie des Setup-Displays ist nicht mehr möglich.
  • Seite 89: Modbus

    Fortlaufender Zähler zu Rekordern und PQ-Ereignissen Read Coils Parametrierung (Modbus-Schreiben für wichtige Einstellungen), in Rücksprache mit Support Modbus Datenpunktliste Über Modbus stehen über 10.000 Messwerte des multimess F144-PQ zur Verfügung. Auf Anfrage erhalten Sie die Datenpunktliste von unserem Support auch als Excel-Tabelle.
  • Seite 90: Modbus Einstellungen Über Gerätedisplay

    7.1.1 Modbus Einstellungen über Gerätedisplay Über das Gerätesetup können Einstellungen der Modbus TCP sowie Modbus RTU Schnitt- stellen verändert werden. 7.1.2 Modbus RTU Über das Gerätesetup können Einstellungen der Modbus TCP sowie Modbus RTU Schnitt- stellen verändert werden. 7.1.3 Modbus TCP Modbus TCP ist im Auslieferungszustand deaktiviert und kann an dieser Stelle aktiviert werden.
  • Seite 91: Setupeinstellungen Modbus Über Software

    7.1.4 Setupeinstellungen Modbus über Software Über die Software WinPQ lite können Einstellungen der Modbus TCP sowie Modbus RTU Schnittstellen verändert werden. Die Aktivierung erfolgt über die Parameter TCP oder RTU Server aktiviert (0 = AUS / 1 = EIN). Parameter seriell: TCP Server aktiviert Aktivierung von Modbus TCP COM - Schnittstelle...
  • Seite 92: Byte Reihenfolge

    7.1.5 Byte Reihenfolge Gemäß der Modbus-Spezifikation werden Daten in der Byte-Reihenfolge Big-Endian übertragen. Bezogen auf ein Modbus-Register mit der Größe von 16 Bit werden die Daten auf der Client-Seite ohne Konvertie- rung interpretiert. Folgendes Beispiel verdeutlicht dies am Beispielwert 0x1A2B: Adresse Kommunikation Client-Seite...
  • Seite 93: Datenbits

    Standardmäßig ist am Messgerät ein Modbus-Paket mit 8 Datenbits und einem Stopbit aufgebaut. 7.1.8 Datentypen Die Modbus-Implementierung im multimess F144-PQ arbeitet aktuell mit den nachfolgenden Datentypen. Unsigned Integer 32 Bit (uint32_t) Dieser Datentyp speichert ganzzahlige Werte ohne Vorzeichen. Entsprechend der Breite von 32 Bit werden sie in zwei Registern gespeichert.
  • Seite 94 Bit- Bedeutung Bit- Bedeutung Nummer Nummer RVC, Spannung U1E Dip, Spannung U12 Dip, Spannung U1E Swell, Spannung U12 Swell, Spannung U1E Unterbrechung, Spannung U12 Unterbrechung, Spannung U1E Übersteuerung, Spannung U12 Übersteuerung, Spannung U1E RVC, Spannung U23 RVC, Spannung U2E Dip, Spannung U23 Dip, Spannung U2E Swell, Spannung U23 Swell, Spannung U2E...
  • Seite 95 Subsekunden (tmFracSec_t) Der Subsekunden-Wert hat eine Breite von 32 Bit und wird dementsprechend in zwei Re- gistern gespei- chert. Der Datentyp orientiert sich am Zeitformat, welches in IEEE C37.118 definiert ist. Die Bedeutung der einzelnen Bits ist in folgender Tabelle aufgelistet: Bit- Bedeutung Nummer...
  • Seite 96: Webserver

    Webserver Auf dem Messgerät ist ein Webserver implementiert, über den die proprietären Aufzeichnungsdateien vom Gerät heruntergeladen werden können. Parametrierung Der Webserver ist standardmäßig deaktiviert und muss zunächst über die Parametrierung in der Expertenansicht der WinPQlite aktiviert werden. Die Kommunikation ist technisch sowohl unverschlüsselt via http als auch verschlüsselt über https möglich.
  • Seite 97: Messdaten - Messverfahren Multimess F144-Pq

    Mittelwert festgehalten. Rundsteuersignal U Rundsteuersignal (200 ms) Im Setup des multimess F144-PQ kann eine beliebige Zwischenharmonische eingestellt werden. Diese wird als 200ms Maximalwert innerhalb eines Messintervalls dargestellt. Flickerstärke P Die Kurzzeit-Flickerstärken Pst (10min) und die Langzeit-Flickerstärken Plt (2h) werden für Stern- und Drei- eckspannungen berechnet.
  • Seite 98 THD – PWHD – K Faktor Gesamter Oberschwingungsanteil, die Berechnung erfolgt nach folgenden Formeln gemäß IEC61000-4-7. Die Berechnung der THD-Werte der Spannungen und Ströme sind im Gerätesetup einstellbar. – H2 bis H40 (Messung nach EN50160) – H2 bis H50 (Messung nach IEC61000-x-x) THD Spannung: THD Strom in %: THD(A) Strom in Ampere:...
  • Seite 99 Ein Transformator mit höherem K-Faktor hält diese besser aus und wird nicht so stark erwärmt als ein Transformator mit niedrigerem K-Faktor. Das multimess F144-PQ gibt den K-Faktor der Ströme an. Interessant sind nur die K-Werte welche bei maximaler Leistung auftreten. Ähnlich wie der THD der Ströme in %, ist der Wert bei sehr niedrigen Strömen nicht relevant.
  • Seite 100 Es werden die Harmonischen von n=0...50 berechnet Spannungsharmonische (normiert, 10/12 Perioden): Stromharmonische: Blindleistung / Blindenergien Im Setup des multimess F144-PQ sind zwei Varianten der Leistungsberechnung einstell- Leistungsberechnung vereinfacht Netz-Blindleistung ohne Unsymmetrie-Komponente: Messung nach DIN 40110 Teil 2 Blindleistung inklusive der Unsymmetrieblindleistung: Blindleistung: Blindenergie: „Blindenergie Lieferung“...
  • Seite 101 Verzerrungsblindleistungen - D Die Verzerrungsblindleistung - auch Oberschwingungsblindleistung genannt - beschreibt eine spezielle Form der Blindleistung, die in Wechsel- und Drehstromnetzen durch nichtlineare Verbraucher wie zum Beispiel Gleichrichter in Netzteilen verursacht wird. Die Oberschwingungen des Stromes in Kombination mit der Netzspannung ergeben Blind- leistungsanteile, die als Verzerrungsblindleistungen bezeichnet werden.
  • Seite 102 Kollektive Scheinleistung n. DIN 40110: 4-Leiter-Netz : 3-Leiter-Netz, I1 + I2 + I3 ≠ 0 : Geometrische Grundschwingungs-Scheinleistung : Wirkleistung - P Die Vorzeichen der Wirkleistungen entsprechen der Flussrichtung der Grundschwingungs-Wirkenergie (+: Abgabe, - : Bezug). Die Werte der Strang-Wirkleistungen werden aus den Abtastwerten eines Synchronisationszyklusses errechnet.
  • Seite 103 Die kollektive Wirkleistung ist für 3-Leiter-Systeme definiert mit: Grundschwingungs-Wirkleistung (Leitung): SG = Geometrische Grundschwingungs-Scheinleistung Symmetrische Komponenten Die komplexen symmetrischen Komponenten werden aus den entsprechenden komple- xen Spektralkomponenten der Grundschwingungen der Sternspannungen und Leiter- ströme errechnet. Sternspannung im 4-Leiter-System = Spannung Außenleiter-Neutralleiter Sternspannung im 3-Leiter-System = Spannung Außenleiter-Erde –...
  • Seite 104 UU Unsymmetrie Die Spannungsunsymmetrien werden aus den entsprechenden Werten der modalen Komponenten Mitsystem, Gegensystem und Nullsystem errechnet. Für die EN50160 (Ereignisse) ist nur die Spannungsunsymmetrie uu relevant und ent- spricht dem Verhältnis von Gegensystem zu Mitsystem. Der Wert wird in [%] ausgegeben. 1 Frequenzanalyse 2 kHz bis 20 kHz In der Frequenzanalyse werden 2 kHz bis 20 kHz bzw.
  • Seite 105: Wartung

    KBR Kompensationsanlagenbau GmbH Am Kiefernschlag 7 D-91126 Schwabach Produktgewährleistung Wir gewährleisten, dass jedes Produkt KBR Kompensationsanlagenbau GmbH KG unter normalem Gebrauch frei von Material- und Fertigungsdefekten ist. Die detaillierten Bedingungen für die Gewährleistung entnehmen Sie bitte unseren AGB´s unter: https://www.kbr.de...
  • Seite 106 Notizen...
  • Seite 107 Notizen...
  • Seite 108 KBR Kompensationsanlagenbau GmbH Am Kiefernschlag 7 T +49 (0) 9122 6373 - 0 www.kbr.de D-91126 Schwabach F +49 (0) 9122 6373 - 83 E info @ kbr.de...

Inhaltsverzeichnis