3 EINSTELLARBEITEN
3.1 Messen des unbelasteten Federnegs
Vorspannung Gabelfeder – unbelasteter Federweg – Fahrhöhe
Die Vorspannung der Gabelfeder hat direkten Einfluss auf den Nachlauf
und die Fahrhöhe des Motorrades. Die Federvorspannung sollte darum
im Fokus Ihrer Setup-Arbeiten liegen und zuerst geprüft werden.
1. Achten Sie auf einen ebenen Untergrund.
2. Stellen Sie das Motorrad auf einen Montageständer und entlasten
Sie beide Räder.
3. Markieren Sie, z.B. mit einem Klebebandstreifen, einen Punkt am
Motorrad, der sich oberhalb der Hinterachse befindet.
4. Messen Sie den Abstand vom Markierungspunkt, zum Beispiel zur
Achse (R1). Achten Sie darauf, dass der Stoßdämpfer unbelastet
und somit vollständig ausgefedert ist.
5. Messen Sie den Abstand vom Boden der unteren Gabelbrücke zu
einem Fixpunkt, wie etwa der Steckachse des Vorderrades (F1).
Achten Sie darauf, dass die Vorderradgabel unbelastet und somit
vollständig ausgefedert ist.
6. Stellen Sie das Fahrzeug mit beiden Rädern auf den Boden, so
dass die Federelemente auf das Eigengewicht des Motorrades
reagieren.
7. Wiederholen Sie Ihre Messung (R2 und F2) an den identischen
Messpunkten. Setzen Sie sich mit voller Fahrerkleidung und
den Füßen auf den Fußrasten auf das Motorrad. Nehmen Sie
eine ähnliche Haltung wie beim Fahren ein. Wiederholen Sie die
Messprozedur (R3 und F3).
Notizen zur Messung
R1
R2
R3
Empfohlene Maße
Sollten in Ihrer Montageanleitung keine Maße angegeben sein, so
übernehmen Sie folgende Maße:
Federneg
Formel
Unbelasteter
(F1-F2)
Federweg
Radhub
Fahrhöhe
(F1-F3)
Radhub
Wenn sich die Messungen erheblich von den Angaben unterscheiden,
müssen Sie möglicherweise die Vorspannung der Hauptfeder anpassen
oder die Federn wechseln. Bitte beachten Sie die Montageanleitung
Ihrer Vorderradgabel, um mehr zu erfahren oder wenden Sie sich an
einen autorisierten Öhlins Service Center.
F1
F2
F3
Empfohlen
~15-30 %
x100
~20-40 %
x100
Unbelasteter Federneg
Fahrhöhe
⚠
arnungs!
Die falsch gewählte Federrate kann zu einer zu
flachen oder zu steilen Front des Motorrades
führen. Dies kann tendenziell zu einem Über-
oder Untersteuern des Fahrzeuges führen
und die Bodenfreiheit und das Fahrverhalten
erheblich beeinträchtigt.
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