Montage- und Betriebsvorschrift
KAPITEL 2
MONTAGE/
INBETRIEBNAHME
ACHTUNG
ACHTUNG
Motorvollschutz-Schalter MSA
2.0
Montage
Leitungsverlegung
1. Die Sensorkreisleitungen sind als getrennte Steuerleitungen zu verlegen. Die Verwendung von Adern der Speise-
leitung des Motors oder andere Hauptstromleitungen ist nicht zulässig. Sind extreme induktive oder kapazitive Ein-
streuungen durch parallel liegende Starkstromleitungen zu erwarten, sind geschirmte Steuerleitung zu verwenden.
2. Die Eingänge Y1, Y2 dürfen parallel an eine gemeinsame Rückstelleinrichtung angeschlossen werden.
Sensorleitungen dürfen nicht verbunden werden.
3. Der Leitungswiderstand im Sensorkreis darf einen Wert von 20 Ω nicht überschreiten.
4. Maximal zulässige Leitungslänge für Sensorkreisleitungen:
Leitungsquerschnitt
2
2,5 mm
2
1,5 mm
2
1,0 mm
2
0,75 mm
2
0,5 mm
5. Bei der Inbetriebnahme und nach Modifikation der Anlage ist eine Messung des Sensorwiderstandes mit einem
geeigneten Messgerät durchzuführen.
6. Bei Widerstand < 50 Ω ist der Sensorkreis auf Kurzschluss zu überprüfen.
Prüfen Sie Kaltleiter nur mit Messspannungen < 2,5 V !
Sichere Trennung
– Netzstromkreise (A1, A2, 11, 12, 14) haben sichere Trennung zu Niederspannungsstromkreise (T1, T2, Y1, Y2).
– Auslösegeräte mit Versorgungsspannung DC/AC 24 V sind nur an Stromversorgungen zulässig, die den Bedingun-
gen EN 61558-2-6/VDE 0570-2-6 entsprechen (Sicherheitstransformatoren oder Batterienetz) und deren Leitungen
geschützt verlegt werden.
Stopp Funktion
– Eine durch die Schutzeinrichtung ausgelöste Stopp-Funktion muss die Maschine nach Betätigung dieser Funktion
so schnell wie möglich in einen sicheren Zustand überführen. Die Stopp-Funktion muss Vorrang vor einem betriebs-
mäßigen Stopp haben.
– Das Relais schaltet im Fehlerfall den Schütz/Motorschutzschalter ab und verhindert so eine Überhitzung des Isolati-
onssystems bzw. der Oberflächentemperatur. Die Schutzfunktion des Gerätes ist nur sichergestellt, wenn die Be-
schaltung direkt in den Steuerkreis des Arbeitsmittels gemäß Anschlussplan ausgeführt wird. Die Kontakte sind ab-
zusichern, um ein Verschweißen zu verhindern.
Start und Neustart
– Ein erneuter Start darf nur dann automatisch erfolgen, wenn kein gefährlicher Zustand vorliegen kann. Auslösegeräte
(Typ MSA) schalten nach erfolgter Abkühlung automatisch wieder ein. Die Geräte dürfen daher nicht in Anwendun-
gen verwendet werden, bei denen der unerwartete Neustart zu Personen oder Sachschäden führen kann.
Manuelle Rückstellung
– Nach Einleiten eines Stopp-Befehls durch die Schutzeinrichtung, muss dieser aufrechterhalten bleiben, bis die
manuelle Rückstelleinrichtung betätigt wird und sichere Bedingungen für einen erneuten Start gegeben sind.
Die manuelle Rückstellung darf nur möglich sein, wenn alle Sicherheitsfunktionen und Schutzeinrichtungen wirksam
sind.
– Die Motorvollschutz-Schalter haben eine Wiedereinschaltsperre. Der Stopp-Befehl bleibt bestehen, bis dieser durch
betätigen des Tasters „ Reset" aufgehoben wird. Ein Start ist nur möglich, wenn kein Fehlerfall vorliegt und die Tem-
peratur auf einen ausreichenden Wert abgekühlt ist. Die Geräte schalten bei Spannungswiederkehr automatisch
ein. Der Anwender muss über eine externe Verriegelung (siehe Anschlussplan) sicherstellen, dass die zu überwa-
chende Maschine nicht selbständig wieder anläuft.
Sicherheitskreise nach EN 60204/EN 62061. Die Auslösegeräte dürfen nicht alleine für Funktionen verwen-
det werden, bei denen ein selbsttägiges Wiederanlaufen verhindert werden muss.
Prüfung der Sicherheitsfunktion
– Die Sicherheitsfunktion der sicherheitsbezogenen Teile muss in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Es wird
eine Prüfung einmal jährlich empfohlen. Abhängig von der Risikoabschätzung ist die Überprüfung in kürzeren Ab-
ständen durchzuführen. Ein Fehler wird durch die Prüfung erkannt. Ein Fehler kann zwischen den Prüfungen zum
Verlust der Sicherheitsfunktion führen.
– Leitungsbrucherkennung muss durch Unterbrechung der Sensorzuleitung an den Klemmen T1, T2 geprüft werden.
– Kurzschlussüberwachung muss durch Kurzschluss der Sensorzuleitung an den Klemmen T1, T2 geprüft werden.
– Die Sicherheitsfunktion muss durch Widerstandsänderung von 50-1500 Ohm auf 4000 Ohm an den Klemmen T1,
T2 geprüft werden.
– Zusätzlich muss die Wiedereinschaltsperre geprüft werden.
– Wird ein Fehler erkannt, darf kein Wiederanlauf eingeleitet werden, bis der Fehler behoben ist.
Leitungslänge
2 x 1000 m
2 x 800 m
2 x 500 m
2 x 300 m
2 x 250 m
3
D