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Kapitel 1. Allgemeine Montage- Und Betriebshinweise; Wichtige Informationen; Warn- Und Sicherheitshinweise; Garantieansprüche - Haftungsausschluss - Helios Msa Montage- Und Betriebsvorschrift

Ausloesegeraet mit widereinschaltung und kurzschlussueberwachung
Inhaltsverzeichnis
Montage- und Betriebsvorschrift
KAPITEL 1
ALLGEMEINE MONTAGE-
UND BETRIEBSHINWEISE
EX-HINWEIS
Motorvollschutz-Schalter MSA
1.0

Wichtige Informationen

Zur Sicherstellung einer einwandfreien Funktion und zur eigenen Sicherheit sind alle nachstehenden Vorschriften genau
durchzulesen und zu beachten.
Die Montage- und Betriebsvorschrift als Referenz aufbewahren. Nach der Endmontage, muss dem Betreiber das Doku-
ment ausgehändigt werden.
1.1

Warn- und Sicherheitshinweise

Nebenstehendes Symbol ist ein sicherheitstechnischer Warnhinweis. Alle Sicherheitsvorschriften bzw. Symbole
müssen unbedingt beachtet werden, damit jegliche Gefahrensituation vermieden wird.
1.2
Garantieansprüche – Haftungsausschluss
Wenn die nachfolgenden Ausführungen nicht beachtet werden, entfällt unsere Gewährleistung. Gleiches gilt für Haf-
tungsansprüche an den Hersteller.
Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht statthaft. Even tuell
auftretende Schäden unterliegen nicht der Gewährleistung.
1.3
Vorschriften – Richtlinien
Bei ordnungsgemäßer Installation und bestimmungsgemäßem Betrieb entspricht der Motorvollschutz-Schalter den
zum Zeit punkt ihrer Herstellung gültigen Vorschriften und CE-Richtlinien.
1.4

Sendungsannahme

Die Sendung sofort bei Anlieferung auf Beschädi gungen und Typenrichtigkeit prüfen. Falls Schäden vorliegen umge-
hend Schadensmeldung unter Hinzuziehung des Transportunternehmens veranlassen.
Bei nicht fristgerechter Reklamation gehen evtl. Ansprüche verloren.
1.5

Einlagerung

Bei Einlagerung über längeren Zeitraum sind zur Verhinderung schädlicher Einwirkungen folgende Maßnahmen zu tref-
fen: Versiegelung der blanken Teile mit Korrosionsschutz, Schutz durch trockene, luft- und staubdichte Verpackung
(Kunststoffbeutel mit Trockenmittel und Feuchtigkeitsindikatoren). Der Lagerort muss erschütterungsfrei, wasserge-
schützt und frei von Temperaturschwankungen sein.
Schäden, deren Ursache in unsachgemäßem Transport, Einlagerung oder Inbetriebnahme liegen, sind nachweisbar
und unterliegen nicht der Gewährleistung.
1.6

Einsatzbereich

Der Motorvollschutz-Schalter MSA schützt Drehstrom-Ventilatoren mit eingebauten Kaltleitern (PTC Temperaturfühler)
gegen unzulässige Erwärmung und thermische Überlastung (nach DIN 44081 und 44082 (nach Richtlinie 2014/34/EU
(ATEX)). Bei Erreichen der Nenn-An sprech temperatur eines Kalt leiter-Temperaturfühlers (1 bis 6 in Reihe geschaltet
möglich) fällt das eingebaute Relais ab und die Wiedereinschaltsperre wird ausgelöst. Die Störung wird durch eine ein-
gebaute Leucht diode angezeigt. Wiederinbetriebnahme erfolgt durch Drücken der Taste „ Reset" oder über extern
anschließbaren Schalter.
Mit ATEX-Zulassung können explosionsgeschützte Betriebsmittel in gasexplosionsgefährdeten Bereichen
(Kennzeichnung G: Gas) und in Bereichen mit brennbarem Staub (Kennzeichnung D: Dust) geschützt werden.
1.7
Technische Erläuterungen
– Anforderungen an eine Motorvollschutz ein rich tu ng
Aufgabe einer Motorschutzeinrichtung ist es, den Motor gegen Schäden, die durch unzulässige Erwärmung der Stator-
und Rotorwicklung entstehen können, zu schützen. Wird ein Motor im Dauerbetrieb eingesetzt, so kann der aufge-
nommene Strom als Meßgröße zur Auslösung eines Bimetallrelais herangezogen werden. Allerdings gibt dies nur einen
bedingten Schutz. Im Aussetzbetrieb, Schalthäufigkeit oder Regelbetrieb kann der erforderliche Einstellstrom vom
Motornennstrom wesentlich abweichen; er ist von vorneherein nicht bekannt und von Motor zu Motor verschieden.
Für einen zuverlässigen Schutz der Motorwicklung ist eine direkte Messung und Überwachung der Wicklungstempera-
tur mittels Thermokontakt oder Kaltleiter erforderlich.
In die Wicklung eingebaute Thermokontakte haben eine relativ große Zeitkonstante. Sie schützen den Motor gegen
langsam auftretende Erwärmung. Aus diesem Grund werden Thermokontakte vorwiegend bei kleinen Motoren einge-
setzt (bis ca. Baugröße 112).
Bei Motoren mit schnellem Temperaturanstieg ist eine schnelle Messung und Auswertung der Wicklungstemperatur
mittels Kaltleiter-Temperaturfühler in Verbindung mit dem elektronischen Auslösegerät MSA erforderlich.
Wenn bei festgebremstem Rotor die Rotortemperatur ihre zulässige Höhe nicht früher erreicht als die Statorwick-
lungstemperatur dies tut, ergibt sich ein sicherer Schutz, sowohl für den Stator, als auch für den Rotor.
Bei größeren Motoren (ca. ab Baugröße 225) trifft diese Voraussetzung in vielen Fällen nicht zu. Man spricht dann von
"rotorkritischen Maschinen". Um den Rotor größerer Maschinen in festgebremstem Zustand zu schützen, empfiehlt es
sich, neben der Temperaturüberwachung durch Kaltleiter, eine zusätzliche Kurzschlussüberwachung vorzusehen. Die-
se muss ansprechen, wenn der Hochlauf innerhalb einer angemessenen Zeit nicht abgeschlossen ist bzw. wenn der
Kurzschlussstrom länger als die Dauer der vorgesehenen Hochlaufzeit ansteht.
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