Ölverunreinigungen beeinflussen die Ölalterung
Feststoffe
Zusätzlich zu den immensen Schäden durch Verschleiß von
Hydraulikkomponenten durch feste Partikel besitzen die Werkstoffe dieser
Partikel einen Einfluss auf die Ölalterung, der nicht zu vernachlässigen ist.
Reaktionen mit den Kohlenwasserstoffen und Additiven können auftreten,
welche Veränderungen der Öleigenschaften zur Folge haben (wie z.B.
Seifenbildung); andererseits können Metalle als Katalysatoren für die
Oxidation der Kohlenwasserstoffmoleküle wirken und die Öllebensdauer
erheblich reduzieren. Dies natürlich besonders schnell, wenn mehrere dieser
Kontaminationen gleichzeitig auf das Öl einwirken.
Luft
In Mineralölen befindet sich unter Normalbedingungen immer ein bestimmter
Prozentsatz gelöste Luft. Unter ungünstigen Umständen, z.B. bei Erzeugung
eines Unterdruckes, kann diese Luft aus dem gelösten Zustand austreten.
Diese freie Luft ist verantwortlich für eine erhöhte Kompressibilität des
Mediums, eine verstärkte Neigung zur Kavitation und vor allem für eine
drastische Beschleunigung der Ölalterung.
Wasser
Fluide auf Mineralölbasis altern beschleunigt, wenn sich Wasser im Öl
befindet, wobei die zusätzliche Anwesenheit katalytisch wirkender Partikel
die Alterungsgeschwindigkeit vervielfacht. Die Öladditive werden rasch
aufgebraucht und die Betriebsfüllung innerhalb eines Bruchteils der
Verweildauer eines „trockenen" Öls unbrauchbar.
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BeWa FES 3160266b de 2020-01-07.docx
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2020-01-07