7.2.
Wirkungsweise des Vergasers
Die
Vergaser der
Baureihe 16
N 3 sind Nadeldüsen-Sdlieber-Vergaser mit
einer
Ansaugweite von 16 mm.
Die
Steuerung der vom Motor
augesaugten
Menge des
Kraftstoff-
Luft-Gemisches
erfolgt
durch einEm Kolbenschieber, der
durch
einen
Seil-
zug
gegen
die Schließkraft einer Druckfeder
betätigt
wird.
Die Vergaser
16
N
3
haben ein
Leerlaufvergasersystem
mit Gemischregulierung,
bei
dem die Leerlaufdrehzahl mittels einer
Umluftschraube
ohne
Verstellen
des
Drosselschiebers einreguliert wird. Damit
erfüllt
der Vergaser die Forderungen
der
ECE-Regelung Nr.
40
und
47
zur
Einhaltung
der Schadstoffgrenzwerte im
Abgas von
Verbrennungsmotoren. Der
Leerlauf!<raftstoff wird nicht mehr
direkt
aus dem
Schwimmergehäuse
entnommen,
sondern
aus
dem Hauptvergasersystem
abgezweigt
(abhängiges Leelaufvergasersystem). Dadurch beeinflußt die Leerlauf-
regulierung
nur
noch den
unteren
Teillastbereich
und
nicht mehr
den
gesamten
Lastbereich
bis
zur Vollast.
HauP.tvergasersystem mii Teillaststeuerung (Bild
109)
Der
K raftstoff
gelangt aus
dem Schwimmergehäuse
(5)
durch die Hauptdüse (6) in
den Düsenhalter (7).
Im
DüsenhaUer ist
das
Mischt·ohr
eingedrückt,
in welchem
sich die
Ausgleichluftbohrung
(8)
befindet. Die
Ausgleichluft
kann motorspezifisch
wahlweise
entweder dem
zentralen
Lufteinlaß
oder
der
Außenluft
eatnommen
werden und
gelangt über den Ausgleichluftkanal
(9}
zu der Ausgleichluftbohrung
im
Mischrohr, wo sie dem Kraftstoff zugemischt
wird
und somit ein
Kraftstoff-
Luft-
Gemisch gebildet wird. Die
Teillastnadel
(1.
1 )
ist mit
Drosselschieber(13)
federbela-
stet angebracht,
wobei
der
Nadelhalter
(12)
unterhalb des Drosselschieberbodens
angeordnet
ist.
Zum eventuellen Umhängen der
T~illastnadel
in
~ine
andere
Kerbe,
zwecks
Ein-
regulier.ung
einer anderen
Gemischzusammensetzung im
TeiUastbereich, ist die
Teillastnadel gegen die Federspannung nach unten
aus
dem
Drosselschieber
heraus-
zuziehen
und
der
Na~elhalter
in
die
gewünschte Ker.be
der
Tei:!1ast
nadel
einzu-
hängen.
Hierz4 ist
der
Drossel,schieber aus
dem
Vergasergehäuse
herauszu~iehen,
kann
aber mit
dem
Gasst!ilzug
einschließlich
der Schiebergehäusekappe und
der
Druckfeder
verbunden
bleiben. Beim Loslassen der Teillastnadel arretier
t
sich diese
mit
dem Nadelhalter
selbsttätig
im
Drosselschieber.
Das
keglige
Ende
der
Teillast-
nadel
ragt
in die
Nadeldüse
(10),
welche
gleichzeitig die Funktion
des
Zerstäubers
übernimmt
und
im
Vergasergehäuse eingepreßt
ist,
wobei
die
Kerben der
Teillast-
nadel nicht
in
den
kalibrierten
Teil
der
Nadeldüse eintauchen.
Leerlaufvergasersystem
Das
Leerlaufvergasersystem ist als vom
Hauptvergasersystem abhängig ausgelegt
worden.
Der
Leerlaufkraftstoff
wird
aus
dem
Hauptvergasersystem
zwischen
Haupt-
düse
und Nadeldüse über den Verbindungskanal
(14)
oberhalb
des
Kraftstoff-
spiegels
(4)
entnommen
(der
Unterdruck im
System
ist
dafür ausreichend)
und
durch
die Leerlaufdüse (15) dosiert,
welche
hinter der Verschlußschraube
(16)
(ohne
Dichtring) angeordnet ist.
Dabei
wird
über die Ausgleichluftbohrung und die Nadel-
79