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Triggerausgang Für Isolationsfehlersuchsystem - Dold Rn 5897/010 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Aufbau und Wirkungsweise
Das Gerät wird über die Klemmen A1(+)/A2 mit Hilfsspannung versorgt.
Nach Einschalten der Hilfsspannung (Power-On) läuft zunächst für ca.
12 s ein interner Selbsttest ab (siehe „Gerätetestfunktionen"). Der Test-
ablauf wird im Display visualisiert. Danach beginnt die Messung des
Isolationswiderstandes im Messkreis, die LCD-Hintergrundbeleuchtung
wechselt auf grün.
Messkreis
(Isolationsmessung zwischen den Klemmen L(+) / L(-) und PE1/PE2)
Der Isolationswächter RN 5897/010 kann sowohl mit Vorschaltgerät (VSG),
als auch ohne VSG eingesetzt werden. Dabei sind die maximalen Netz-
Nennspannungen und Anschlussbeispiele zu beachten!
Wird der Isolationswächter ohne VSG betrieben, sind die Klemmen L(+)
und L(-) direkt mit dem zu überwachenden Netz zu verbinden, sowie
die Klemmen VSG1/L(+) und VSG2/L(-) jeweils miteinander zu brücken
(für den Betrieb mit VSG, siehe "Anschluss eines externen zusätzlichen
Vorschaltgerätes").
Eine abschaltbare Anschlussüberwachung erzeugt bei Aktivierung eine
Fehlermeldung, wenn nicht beide Klemmen L(+) und L(-) niederohmig durch
das Netz verbunden sind. Die Netz- bzw. Anschlussform (AC, DC, 3NAC)
sind über das Display-Menü im Programmier-Modus richtig einzustellen.
Außerdem sind die beiden Klemmen PE1 und PE2 über getrennte Lei-
tungen an das Schutzleitungssystem anzuschließen. Bei Unterbrechung
einer Leitung erfolgt auch hier eine Fehlermeldung (siehe „Verhalten bei
Anschlussfehlern"). Die Überwachung der PE1/PE2-Verbindung ist nicht
deaktivierbar.
Zur Messung des Isolationswiderstandes wird zwischen L(+)/L(-) und
PE1/PE2 eine aktive Messspannung mit wechselnder Polarität ange-
legt. Die aktuelle Polarität der Messphase wird im Display mittels zweier
Cursor-Segmente („MP+" für positive Messphase und „MP-" für negative
Messphase) angezeigt.
Die Länge der positiven und negativen Messphasen richtet sich nach der
Einstellung der maximalen Netzableitkapazität („C
Modus), der tatsächlichen Netzableitkapazität des überwachten Netzes
und bei DC-Netzen nach der Höhe und Dauer eventueller Netzspan-
nungsschwankungen. Dadurch ist eine korrekte und möglichst schnelle
Messung bei verschiedenen Netzbedingungen gegeben.
Am Ende jeder Messphase wird der aktuelle Isolationswiderstand ermittelt
und ausgewertet. Der aktuelle Messwert wird im Display angezeigt. Die
Melderelais für Alarm K1 und Pre-Alarm K2 schalten entsprechend bei
Unterschreiten der eingestellten Ansprechwerte. Sind die Ansprechwerte
unterschritten, leuchtet zusätzlich die Hintergrundbeleuchtung des Displays
orange bei Pre-Alarm bzw. rot bei Alarm. Ein unsymmetrischer Isolations-
widerstand gegen „+" oder „-" wird ebenfalls im Display angezeigt (nur bei
DC-Netzen, bzw. Isolationsfehlern auf der DC-Seite).
Speicherung von Isolationsfehlermeldungen
Über das Display-Menü kann im Programmier-Modus die Speicherung
von Isolationsfehlermeldungen eingestellt werden (Alarmspeicherung). Ist
die Speicherung aktiv, bleiben die Isolationsfehlermeldungen des Mess-
kreises bei Unterschreiten des jeweiligen Ansprechwertes gespeichert,
auch wenn der Isolationswiderstand danach wieder in den Gutbereich
geht. Der Minimalwert des Isolationswiderstandes wird gespeichert und
kann über das Display-Menü angezeigt werden. Wird für 2 s die Taste
„Reset" auf der Gerätefront gedrückt, wird die Alarmmeldung und der
gespeicherte Minimalwert gelöscht bzw. zurückgesetzt, wenn sich der
Isolationswiderstand wieder im Gutbereich befindet.
Melderelais für Isolationsfehlermeldungen
Für die Melderelais K1 (Kontakte 11-12-14, für Alarm) und K2 (Kontakte
21-22-24, für Pre-Alarm) kann über das Display-Menü im Programmier-
Modus Arbeitsstromprinzip oder Ruhestromprinzip eingestellt werden.
Bei Arbeitsstromprinzip sprechen die Relais bei Unterschreiten der An-
sprechwerte an, bei Ruhestromprinzip fallen sie bei Unterschreiten der
Ansprechwerte ab.
Der Schaltzustand der Melderelais wird mittels der zwei Cursor-Segmente
"K1" und "K2" angezeigt. Dabei leuchtet bei angesprochenem Melderelais
der jeweils zugehörige Cursor.
Triggerausgang für Isolationsfehlersuchsystem
Am Isolationswächter RN 5897/010 ist ein zusätzlicher Triggerausgang
für ein Isolationsfehlersuchsystem vorhanden.
Dieser Triggerausgang (Y1-Y2) kann mit dem Triggereingang Y1-Y2 des
RR 5886 zusammengeschaltet werden, um eine automatische Fehlersu-
che mit dem Isolationsfehlersuchsystem, bestehend aus RR 5886 und
RR 5887, einzuleiten. Der Triggerausgang wird ausgelöst, wenn der Alarm-
Ansprechwert (R
< R
) unterschritten wird. Solange, wie der Ansprechwert
E
A
Alarm unterschritten bzw. eine Alarm-Meldung gespeichert ist, bleibt der
Triggerausgang Y1-Y2 angesteuert.
Aufbau und Wirkungsweise
Anschlussüberwachung
Wie im Abschnitt "Messkreis" erwähnt, werden sowohl die Messkreisan-
schlüsse L(+)/L(-) als auch die Schutzleiteranschlüsse PE1/PE2 ständig
auf Drahtbruch überwacht - nicht nur bei Power-On oder einem manuellen
oder gelegentlichen automatischen Test. Die Reaktionszeit der Überwa-
chung von PE1/PE2 beträgt nur wenige Sekunden. Die Reaktionszeit der
Überwachung von L(+)/L(-) kann bis zu ca. 2 min betragen.
Die Anschlussüberwachung zwischen L(+) und L(-) wird mittels einer
eingekoppelten Wechselspannung durchgeführt. Diese Wechselspannung
wird dem Netz ca. alle 2 min für ca. 10 s überlagert. Sind die Klemmen
durch das angeschlossene Netz niederohmig verbunden, wird diese
Wechselspannung kurzgeschlossen. Das Gerät erkennt, dass das zu
überwachende Netz richtig angeschlossen ist.
Da diese Anschlussüberwachung mittels einer Wechselspannung
durchgeführt wird, sollten größere Kapazitäten zwischen L(+) und L(-)
vermieden werden, da der kapazitive Blindwiderstand dieser Kapazitäten
diese Wechselspannung ebenfalls kurzschließt. Das Gerät würde einen
Anschlussfehler an L(+)/L(-) nicht mehr erkennen.
Insbesondere sollten deshalb parallelgeführte Leitungen über größere
Strecken vermieden werden.
Sind größere Kapazitäten zwischen L(+)/L(-) nicht vermeidbar, oder stört
die eingekoppelte Wechselspannung die Anlage, kann die Anschlussüber-
wachung über das Display-Menü im Programmier-Modus deaktiviert
werden. Dort kann zwischen dauerhafter Abschaltung, einer Einschaltung
nur während des Gerätetests oder dauerhafter Einschaltung (alle 2 min für 10
s) ausgewählt werden. Ist die Anschlussüberwachung an L(+)/L(-) inaktiv
(abgeschaltet) wird keine Wechselspannung eingekoppelt.
Die Anschlussüberwachung an PE1/PE2 kann nicht deaktiviert werden.
Gerätetestfunktionen
Grundsätzlich sind 2 verschiedene Testfunktionen implementiert: Der
„Selbsttest" und der „erweiterte Test":
[µF]" im Programmier-
Der Selbsttest des Gerätes erfolgt automatisch nach Power-On und nach
E
jeder vollen Betriebsstunde. Er kann auch jederzeit manuell ausgelöst
werden durch Drücken der Taste „Test" für 2 s auf der Gerätefront.
Beim Selbsttest wird im Gegensatz zum erweiterten Test der Status der
Melderelais nicht beeinflusst; der Ablauf ist folgender:
Die Display-Hintergrundbeleuchtung wechselt auf orange. Es werden für
ca. 2 s alle Pixel und Segmente des LCD's eingeblendet. Danach wird der
Text „Test1" im Display angezeigt und für ca. 5 s auf negative Messphase
geschaltet. Die Polarität der Messspannung wird ebenfalls im Display mit-
tels der Cursor-Segmente angezeigt. Innerhalb dieser 5 s wird die interne
Messschaltung auf Fehler überprüft. Danach wird für ca. 5 s auf positive
Messphase geschaltet und weitere interne Tests finden statt. Sind keine
Fehler aufgetreten und erkannt worden, läuft die Isolationsmessung normal
weiter. Der erweiterte Test wird gestartet, wenn am Ende oder während des
oben beschriebenen 12 s dauernden Selbsttests die Taste „Test" erneut für
2 s betätigt wird:
Der Ablauf erfolgt wie beim Selbsttest (2 Messphasen mit je 5 s), jedoch
gehen die Melderelais K1 und K2 in Alarmzustand.
Im Display wird der Text „Test2" ausgegeben. Der erweiterte Test kann
nach dem ersten vollständigen Durchlauf (nach ca. 10 s) durch Druck auf
die Taste "Reset" für 2 s sofort beendet werden. Das Gerät startet die
Isolationsmessung neu.
Relaiszustand K1 und K2
Testsignal: Taste Test > 2 s oder X1/X2 < 3 s
1)
Resetsignal: Taste Reset > 2 s oder X1/X2 > 3 s
2)
Um den erweiterten Selbsttest (Test 2) auszulösen, muss das Testsignal
3)
innerhalb des Selbsttests (Test 1) erneut betätigt werden.
4)
Resetsignal hat hier keine Wirkung, da der erste vollständige Durchlauf
des erweiterten Selbsttests (Test 2) noch nicht abgeschlossen ist
2
U
Isolations-
Selbsttest (Test 1)
Isolations-
messung
Dauer: ca. 12s
messung
Positiv
Messspannung
Negativ
1)
Testsignal
2)
Resetsignal
Alarm
Kein Alarm
Selbsttest (Test 1)
Fortlaufender erweiterter
Isolations-
Dauer: ca. 12s
Selbsttest (Test 2)
messung
Dauer: ca. 10s
3)
4)
M12461
12.07.22 de / 604A
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