Funktionsbeschreibung
Kapitel 3
3.3
Bei Versuchsplanung beachten
Beachten Sie auch die Seite 11 im Abschnitt »Bestimmungsgemäßer Betrieb«.
Im Mittelpunkt steht Ihre Applikation. Berücksichtigen Sie, dass die Systemleistung vom Wärme-
übergang, der Temperatur, der Viskosität des Thermofluids, Volumenstrom und der Strömungsge-
schwindigkeit abhängig ist.
▪ Stellen Sie sicher, dass der Elektroanschluss ausreichend dimensioniert ist.
▪ Der Aufstellungsort des Temperiergerätes sollte so gewählt werden, dass trotz eventuell wasser-
gekühlter Kältemaschine genügend Frischluft vorhanden ist.
▪ Bei drucksensitiven Applikationen, wie z. B. Glasreaktoren, ist der maximale Vorlaufdruck des
Temperiergerätes zu berücksichtigen.
▪ Eine Querschnittsreduzierung oder Absperrung im Thermofluidkreislauf muss vermieden werden.
Treffen Sie entsprechende Vorkehrungen zur Druckbegrenzung der Anlage; siehe Datenblatt ab
Seite 41 im Abschnitt »Anhang« und das Datenblatt Ihrer Glasapparatur.
▪ Bei Temperiergeräten ohne Druckbegrenzung den notwendigen Einsatz eines externen Bypasses
prüfen.
▪ Um der Gefahr eines Überdruckes im System vorzubeugen, muss das Thermofluid vor dem Ab-
schalten immer auf Raumtemperatur angeglichen werden. Somit werden Schäden im Temperier-
gerät oder an der Applikation vermieden. Eventuell vorhandene Absperrventile müssen offen
bleiben (Druckausgleich).
▪ Das von Ihnen eingesetzte Thermofluid muss so gewählt werden, dass es nicht nur die minimale
und maximale Arbeitstemperatur ermöglicht, sondern auch bezüglich des Brennpunktes, Siede-
punktes und Viskosität geeignet ist. Darüber hinaus muss das Thermofluid mit allen Materialien in
Ihrem System beständig sein.
▪ Ein Abknicken der Temperier- und der Kühlwasserschläuche (falls benötigt) vermeiden. Verwen-
den Sie entsprechende Winkelstücke und verlegen Sie die Schlauchverbindungen mit einem gro-
ßen Radius. Den Mindestbiegeradius entnehmen Sie dem Datenblatt der verwendeten Tempe-
rierschläuche.
▪ Die ausgewählten Schlauchverbindungen müssen dem Thermofluid, den Arbeitstemperaturen
und dem zugelassenen maximalen Druck standhalten.
▪ Prüfen Sie die Schläuche in regelmäßigen Zeitabständen auf eventuelle Materialermüdung (z. B.
Risse, Leckagen).
▪ Die Temperierschlauchlänge so kurz wie möglich halten
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▪ Grundsätzlich nur die vom Hersteller empfohlenen Thermofluide und nur im nutzbaren Tempera-
tur- und Druckspektrum verwenden.
▪ Die Applikation sollte sich, bei einer Temperierung nahe der Siedetemperatur des Thermofluids,
auf etwa gleichem Höhenniveau oder unterhalb des Temperiergerätes befinden.
▪ Befüllen Sie das Temperiergerät langsam, sorgsam und gleichmäßig. Tragen Sie hierbei die per-
sönliche Schutzausrüstung wie z. B. Schutzbrille, thermisch und chemisch beständige Schutzhand-
schuhe usw.
▪ Nach dem Befüllen und dem Einstellen aller notwendigen Parameter muss der Temperierkreislauf
entlüftet werden, das ist Bedingung für einen einwandfreien Betrieb des Temperiergerätes und
somit Ihrer Applikation.
Für wassergekühlte Temperiergeräte entnehmen Sie bitte die für einen einwandfreien Betrieb
erforderliche Kühlwassertemperatur und den benötigten Differenzdruck dem Datenblatt ab Seite
41 im Abschnitt »Anhang«.
V1.3.0de/21.04.15//1.30
Den Innendurchmesser der Temperierschläuche immer den Pumpenanschlüssen anpas-
sen.
Die Viskosität des Thermofluids bestimmt den Druckabfall und beeinflusst das Temperier-
ergebnis besonders bei tiefen Arbeitstemperaturen.
Zu kleine Anschluss- und Verbindungsstücke und Ventile können erhebliche Strömungs-
widerstände erzeugen. Ihre Applikation wird hierdurch langsamer temperiert.
Haftung für Irrtümer und Druckfehler ausgeschlossen.
BETRIEBSANLEITUNG
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